TSV 1860 München steht vor Zwangsabstieg: Investor Ismaik zieht Forderungen unerwartet zurück
Von Martin Moravec und Kristina Puck
München – Der TSV 1860 München sieht sich mit der Gefahr konfrontiert, in die vierte Liga abzusteigen. Der umstrittene Geldgeber Hasan Ismaik (48) hat im Zuge der Debatte um einen möglichen Lizenzentzug beim Verein eine zuvor behauptete Klausel seines Forderungskatalogs nun revidiert.
Hintergrund ist, dass der Geschäftsmann aus Abu Dhabi angeblich verlangt haben soll, dass der Drittligist auf sein Vorkaufsrecht verzichten müsse, falls er seine Anteile irgendwann verkaufen möchte.
Ismaik erklärte nun gegenüber der "Bild"-Zeitung und der "Süddeutschen Zeitung": „Wir möchten klarstellen, dass wir entgegen der kursierenden Berichte vom eingetragenen Verein (e. V.) nicht den Verzicht auf Vorerwerbs- oder Vorkaufsrechte einfordern.“ Alle Rechte des e. V. sollen demnach vollständig erhalten bleiben.
Zuvor hatte Ismaik auf Instagram bestätigt, dass bestehende Darlehensverträge gekündigt wurden. Er gab zudem an, ein neues Finanzierungsmodell mit verbesserten Konditionen präsentiert zu haben.
Nach Angaben der "Bild" fehlen den „Löwen“ derzeit 2,7 Millionen Euro, um die Lizenz zu erhalten. Bis zum 3. Juni muss der Deutsche Fußball-Bund die Zahlungsfähigkeit des Vereins nachgewiesen bekommen.
Steht die Finanzierung nicht, droht dem Traditionsklub der Abstieg in die Regionalliga. Nur wenn der Verein den Forderungen des Investors Folge leistet, könnte der Verbleib in der 3. Liga noch gesichert werden.