TSV 1860 München steht vor Zwangsabstieg: Ismaik gibt den Löwen-Fans neue Zuversicht
Von Christian Kunz, Martin Moravec
München – Dank einer aktuellen Äußerung des Investors Hasan Ismaik (48) dürfen die Anhänger des TSV 1860 München auf einen Verbleib in der 3. Fußball-Liga hoffen.
„Ich bin der Meinung, dass wir in der dritten Liga bleiben werden, und alle setzen sich besonders intensiv dafür ein, den Klassenerhalt zu sichern“, ließ Ismaik laut der „Süddeutschen Zeitung“ in einer Mitteilung verlauten. Er wünsche sich ausdrücklich, dass die Löwen nicht erneut in die vierte Liga absteigen müssen.
Nach Angaben der Medien fehlen dem Verein für die Lizenzierung 2,7 Millionen Euro. Bis spätestens diesen Mittwoch muss der Deutsche Fußball-Bund die Zahlungsfähigkeit bestätigt bekommen. Andernfalls droht dem Traditionsclub der Abstieg in die Regionalliga.
Im Hintergrund seien nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ noch einige rechtliche Fragen offen. Dabei wird unter anderem geprüft, welche Forderungen von Ismaik anerkannt werden können und welche aus juristischen Gründen möglicherweise nicht durchsetzbar sind.
Die Investorseite hat bereits auf ihre ursprüngliche Forderung verzichtet, wonach der Stammverein sein Vorkaufsrecht im Falle eines Anteilsverkaufs aufgeben sollte.
Die sportlich für eine weitere Saison in der dritten Liga qualifizierten Münchner möchten eine schmerzhafte Wiederholung der Vergangenheit vermeiden.
Bereits 2017 hatte Ismaik, der sich immer wieder gegen die 50+1-Regel ausgesprochen hatte, nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die Zahlung von rund zehn Millionen Euro verweigert, die für eine Lizenz in der 3. Liga erforderlich gewesen wäre.
Der TSV 1860 war daraufhin gezwungen, in der Regionalliga einen Neuanfang zu starten. Unter Trainer Daniel Bierofka gelang damals der sofortige Wiederaufstieg.
Kürzlich bestätigte Ismaik auf Instagram die Kündigung bestehender Darlehensverträge. Er kündigte außerdem an, ein neues Finanzierungskonzept mit verbesserten Bedingungen präsentiert zu haben.