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Trauer beim DFB: Ehemalige Nationalspielerin Anouschka Bernhard verstorben

Frankfurt – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trauert um Anouschka Bernhard, die frühere deutsche Nationalspielerin, die nach schwerer Krankheit im Alter von nur 55 Jahren gestorben ist.

Diese traurige Nachricht gaben sowohl der DFB als auch der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) am Freitag bekannt. Bernhard verstarb demnach am 15. Januar.

Ihr Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gab Bernhard im Jahr 1991. In den folgenden sechs Jahren absolvierte die Verteidigerin 46 weitere Partien, erzielte ein Tor und feierte zahlreiche Erfolge: So wurde sie 1995 zunächst Vizeweltmeisterin und gewann im selben Jahr die Europameisterschaft, die in Deutschland stattfand.

Auch auf Vereinsebene konnte Bernhard zahlreiche Titel erringen. Mit dem FSV Frankfurt wurde sie zweimal Deutsche Meisterin und sicherte sich 1996 zusätzlich den DFB-Pokal.

Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere blieb die gebürtige Waiblingerin dem Fußball treu und übernahm bereits parallel zu ihrer Spielzeit beim FSV Frankfurt Aufgaben als Trainerin.

Im Anschluss war Bernhard für acht Jahre Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC, ehe sie 2011 zum DFB zurückkehrte. Dort betreute sie bis 2020 die U16- und U17-Juniorinnen und führte die U17-Auswahl zu insgesamt vier Europameisterschaftstiteln.

Heike Ullrich, DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, würdigte Bernhard mit den Worten: „Wir werden Anouschka als herausragende Fußballerin, erfolgreiche Trainerin und vor allem als warmherzigen Menschen und besondere Persönlichkeit in Erinnerung behalten.“

„Anouschka hat auf den Fußballplätzen weltweit Spuren hinterlassen und viele Herzen berührt. Sie wird unvergessen bleiben.“

Im Jahr 2020 wechselte Bernhard zum Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, wo sie maßgeblich an der Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs mitwirkte.

Der Landesverband erklärte: „Mit Anouschka Bernhard verliert der Fußball in Schleswig-Holstein nicht nur eine außergewöhnliche Spielerin, sondern auch eine Persönlichkeit, die durch ihre Klarheit und Herzlichkeit den Sport in unserem Verband nachhaltig geprägt hat. Anou, du wirst uns sehr fehlen.“