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Vor dem Duell mit dem BVB: Köln-Coach Kwasniok äußert plötzlich Rücktrittsgedanken

Köln – Beim 1. FC Köln hat sich die Angst vor dem Abstieg festgesetzt: In den vergangenen 15 Bundesligaspielen konnten die Geißböcke nur zehn von möglichen 45 Punkten sammeln. Trainer Lukas Kwasniok (44) benötigt dringend Zähler, um seinen Job zu sichern.

In den kommenden drei Begegnungen vor der Länderspielpause, die gegen Borussia Dortmund, den Mitaufsteiger aus Hamburg sowie den rheinischen Rivalen aus Mönchengladbach stattfinden, muss der FC unbedingt eine Wende schaffen – das gilt auch für Kwasniok.

Diese Dringlichkeit ist auch Sportdirektor Thomas Kessler (40) bewusst. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ warnte er eindringlich: „Wir sind uns der Lage vollkommen klar. Intern reden wir nichts schön, denn am Ende zählen nur die Resultate. […] Es reicht nicht aus, nur phasenweise gute Leistungen zu zeigen. Wir wissen, was jetzt gefordert ist – und ich erwarte, dass wir das auch umsetzen.“

Ausgerechnet vor seinem ersten richtungsweisenden Spiel gegen den BVB am Samstagabend (18.30 Uhr) hat sich Kwasniok nun zu Wort gemeldet und verraten, unter welchen Umständen er einen Rücktritt in Betracht ziehen würde: „Wir sind fähig, zwei, drei, vier Partien hintereinander ohne Niederlage zu bleiben. Sollte ich dieses Gefühl irgendwann verlieren, dann glaubt mir: Ich kenne die Büros der Verantwortlichen sehr gut“, so der 44-Jährige.

Für den Coach steht vor allem die Einstellung seiner Spieler auf dem Platz im Fokus. „Ich werde euch nicht mit dem nerven, was die Mannschaft auf dem Feld zeigt oder nicht zeigt. Solange ich von der Einstellung überzeugt bin, muss man sich keine Sorgen machen“, unterstrich der Übungsleiter.

Zugleich bat er die Anhänger um Geduld, auch wenn die jüngsten Ergebnisse wenig Anlass zur Hoffnung bieten.

Schließlich gebe es zahlreiche Beispiele von Teams, die nach einer schlechten Phase wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden haben – wie etwa die Wolverhampton Wanderers aus der englischen Premier League: „Wolverhampton sammelte in 26 Spielen lediglich neun Punkte, holte in den letzten vier Begegnungen gegen Liverpool, Aston Villa, Crystal Palace und Arsenal aber sieben Zähler“, erklärte Kwasniok.