FCSP-Blog: „Respektlos“ – Trainer Alexander Blessin äußert sich scharf nach Niederlage gegen Schiedsrichter
Hamburg – Der FC St. Pauli befindet sich weiterhin im akuten Kampf gegen den Abstieg und benötigt dringend Zähler. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg unterlagen die Kiezkicker mit 1:2. Nach der Länderspielpause erwartet sie an Ostersonntag die Begegnung mit Union Berlin.
Florian Badstübner, der Schiedsrichter der letzten Partie, sorgte bei Trainer Alexander Blessin für Unmut durch einige seiner Entscheidungen. Der Coach erhielt aufgrund von lautstarken Protesten die Gelbe Karte und ließ anschließend seinem Unmut freien Lauf.
Alle Neuigkeiten rund um den FC St. Pauli, mögliche Transfers und weitere Themen aus dem Millerntor-Stadion findet ihr in unserem St.-Pauli-Blog.
Während der Partie gegen den SC Freiburg am Sonntagabend (1:2) wurde Alexander Blessin (52) vom Schiedsrichter Florian Badstübner (35) mit Gelb bestraft. Der Gelbverweis erfolgte, nachdem sich der St.-Pauli-Trainer lautstark an der Seitenlinie beschwert hatte.
Als die Breisgauer kurz vor Ende der zweiten Halbzeit das 2:1 erzielten und somit das Spiel drehten, war Blessin sichtlich verärgert. Im Anschluss ließ der Schiedsrichter zudem mehrere Zweikampfsituationen ungeahndet, die sowohl das Publikum als auch der Trainer lautstark als Fouls einforderten.
Besonders stieß dem Kiezcoach auf, dass Badstübner ihm die Gelbe Karte offenbar schmunzelnd zeigte – eine Geste, die Blessin im Interview mit DAZN als „respektlos“ bezeichnete. Bei der anschließenden Pressekonferenz erläuterte er, was ihn daran störte.
„Meine Äußerung war nicht besonders klug, aber sie kam ehrlich gesagt aus der Emotion heraus“, erklärte Blessin. „Es geht für uns um sehr viel“, spielte er auf den Abstiegskampf an. „Wenn sich jemand über so etwas freut, tut das einfach weh“, ergänzte er und räumte ein: „Die Gelbe Karte war dann auch verdient. Aber das andere hätte nicht sein müssen. Belassen wir es dabei.“
Bei strahlendem Frühlingswetter traf der Mannschaftsbus des FC St. Pauli gegen 16 Uhr am heimischen Millerntor ein. Hunderte Fans empfingen die Spieler vor dem Anpfiff gegen den SC Freiburg mit Fahnen und Bengalos.
Es wird erwartet, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) gegen St. Pauli mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) in der Startelf beginnt. Damit stehen zwei ehemalige Kiezkicker bei den Breisgauern auf dem Platz.
Igor Matanovic ist ein echtes Eigengewächs des FC St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief die gesamte Jugend beim Verein und gab bereits mit 17 Jahren im Jahr 2020 sein Profi-Debüt in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 ist er zusammen mit seinem ehemaligen Teamkollegen und ebenfalls Ex-Kiezkicker Philipp Treu beim SC Freiburg aktiv.
Philipp Treu absolvierte den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung zwischen 2017 und 2023 in Freiburg. Von 2023 bis 2025 spielte er kurzzeitig am Millerntor, wo er sich zum Aufstiegshelden entwickelte.
Außerdem tragen die ehemaligen Spieler Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) aktuell das Trikot des SC Freiburg. Auch FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) war früher als Spieler beim SC unter Vertrag.
Der Unparteiische der Partie gegen Freiburg heißt Florian Badstübner (35). Unter seiner Leitung lief es für die Kiezkicker bisher nicht gut.
Der FIFA-Schiedsrichter hat bislang zehn Spiele mit Beteiligung von St. Pauli gepfiffen: zwei DFB-Pokalspiele, zwei Bundesligapartien und sechs Begegnungen in der 2. Bundesliga. Von diesen konnten die Braun-Weißen nur eines gewinnen – in der Saison 2022/2023 gelang ein 3:0-Sieg gegen Magdeburg.
Insgesamt kassierte St. Pauli unter Badstübners Leitung sechs Niederlagen, drei Spiele endeten unentschieden.
Zuletzt leitete der 35-Jährige das Pokal-Aus der Kiezkicker in Leverkusen (0:3).
Im nächsten Heimspiel gegen Freiburg werden die Hamburger in einem speziellen Trikot auflaufen.
Gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ will der Verein ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Die Botschaft ist prominent auf der Brust der Jerseys zu sehen.
Der FC St. Pauli kooperiert bereits seit längerem mit dieser Initiative und möchte mit der Aktion das langjährige Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus hervorheben.
500 Sondertrikots werden frei erhältlich sein, von jedem Verkauf gehen fünf Euro direkt an „Kein Bock auf Nazis“. Die getragenen Trikots der Spieler sollen anschließend verlost werden – die Erlöse fließen in die Arbeit gegen Rechtsextremismus.
Zweimal wöchentlich muss sich Cheftrainer Alexander Blessin (52) den Fragen der Presse stellen, doch manchmal übernehmen das auch die Nachwuchsspieler. Bei einer eigenen Pressekonferenz der FCSP-Rabauken stellten sie eine besondere Frage an den Coach.
„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde als Erster sterben und wer überlebt am längsten?“, wollte ein Junge wissen. Blessin hörte aufmerksam zu und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Boah, das ist wirklich eine gemeine Frage.“
Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Da gibt es keinen Einzelnen, wir sind ein Team und handeln gemeinsam. Da kann ich keinen hervorheben.“
Die Rabauken hakten nach: „Wer würde denn am längsten durchhalten?“ Blessin wählte ein Duo: „Vermutlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, weil die beiden am weitesten laufen.“
Eine weitere Frage lautete, wer am besten verstecken könne. Blessin lachte und kommentierte trocken: „Wir wollen eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“
Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Startplätze kämpfen, nutzen andere Kiezkicker die Testspiele mit ihren Nationalteams, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
Connor Metcalfe (26) hofft noch auf die Teilnahme an der WM im Sommer und möchte bei den Partien Australiens gegen Kamerun (27. März, 10.10 Uhr) und Curacao (31. März, 11.10 Uhr) zum Einsatz kommen. Jackson Irvine (32) fehlt dagegen vorsorglich.
Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) fliegen gemeinsam ins Vereinigte Königreich, wo Japan zunächst gegen Schottland (28. März, 18 Uhr) und danach gegen England (31. März, 20.45 Uhr) antritt.
Abdoulie Ceesay (22) spielt mit Gambia ein einziges Länderspiel gegen den Senegal (31. März, 21 Uhr).
Danel Sinani (28) steht mit Luxemburg vor den Nations-League-Qualifikationsspielen gegen Malta am 26. und 31. März (jeweils 18 Uhr).
Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende tief im Abstiegskampf. Während der Druck hoch ist, sieht Abwehrspieler Hauke Wahl (31) die Situation etwas entspannter.
„Bei uns herrscht ein guter Mix aus Lockerheit und Anspannung“, beschrieb er die Stimmung. „Eine gewisse Lockerheit ist wichtig, man kann nicht permanent angespannt sein. Sonst verkrampft man irgendwann.“
Aus seiner Sicht sei es von Vorteil, dass die Mannschaft vom ersten Spieltag an wusste, dass es ausschließlich um den Klassenerhalt geht. „Das kann ein Vorteil sein. Es ist schön, dass es so eng zugeht. Wir sind nicht nervös, als Fußballer wissen wir mit Druck umzugehen“, so Wahl.
Für ihn persönlich sei der Druck sogar förderlich: „Nur unter Druck kann man das Beste aus sich herausholen und hundert Prozent geben. Sobald die Spannung nachlässt, wird es schwer – das sah man beim letzten Spiel der Vorsaison gegen Bochum. Die spannendsten Spiele sind doch die, bei denen es um etwas geht.“
Drei FCSP-Profis kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalteams um die letzten WM-Tickets für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Eric Smith (29) wurde nach einigen verletzungsbedingten Ausfällen in die schwedische Nationalmannschaft berufen. Die Schweden treffen im Play-off-Halbfinale auf die Ukraine (26. März, 20.45 Uhr). Bei einem Sieg könnte es zu einem Duell mit einem weiteren Kiezkicker kommen.
Denn im anderen Halbfinale stehen Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen gegen Albanien (26. März, 20.45 Uhr) auf dem Platz.
Der Dritte im Bunde ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst auf Wales trifft (26. März, 20.45 Uhr). Der Sieger trifft im Finale auf Italien oder Nordirland.
Fabian Hürzeler (33), der mit St. Pauli in die Bundesliga aufstieg, misst sich mittlerweile in der Premier League mit den Besten. Vor Kurzem verlor er mit Brighton & Hove Albion knapp gegen Tabellenführer Arsenal London (0:1) und kritisierte anschließend das Zeitspiel der Gunners.
Dies brachte Matthias Sammer (58) auf den Plan, der vor Leverkusens Spiel bei Arsenal bei Amazon Prime sagte: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Die sollen ihren Mund halten. Es gibt keine B-Noten im Fußball. Es geht um Titel. Wer Titel holt, hat Recht.“
Direkt an Fabian Hürzeler gerichtet, meinte der Experte: „Fabi, ich schätze dich sehr, aber bevor du eine Mannschaft kritisierst, musst du erst drei Titel gewonnen haben und nicht nur mit Pauli aufsteigen. Das gehört sich einfach nicht. Respekt muss sein.“
Bekannt wurde außerdem, dass Hürzeler sich mit Arsenal-Trainer Mikel Arteta (43) ausgetauscht hat und seine Kritik bekräftigte.
Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesligastadien. Am Montag jedoch stand der Profi überraschend an der Supermarktkasse – und das für einen guten Zweck.
Die Einnahmen, die Wahl beim Kassieren im EDEKA in der Rindermarkthalle erzielte, kommen vollständig einem guten Zweck zugute. Die Filiale erhöhte die Summe auf 10.000 Euro. Das Geld soll an die FC St. Pauli Rabauken fließen, um ein Fußballcamp für Kinder aus finanziell schwächeren Familien zu ermöglichen.
„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kunden reagiert haben. Die Rabauken-Arbeit liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist extrem wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gerne“, so Wahl.
Die Bedeutung von James Sands (25) für St. Pauli wurde bei der Niederlage in Gladbach deutlich. Ohne ihn fehlte Stabilität, und die Nachricht von seiner schweren Verletzung schockierte die Mannschaft.
„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, gerade in starken Phasen hat er viel Kraft im Zweikampf eingebracht.“
Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet zum Saisonende, sodass er vermutlich keine weiteren Spiele für St. Pauli bestreiten wird. Zudem sinken seine Chancen auf einen Einsatz bei der Heim-WM.
„Eine WM im eigenen Land kann ich mir nicht vorstellen, weil ich zu weit weg bin – aber für ihn war es ein großer Traum, dabei zu sein. Er hätte es verdient gehabt“, gestand Wahl. „Es ist eine große Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Wir als Mannschaft müssen ihn jetzt unterstützen.“
Ein gutes Vorzeichen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20.30 Uhr) das Abstiegsduell zwischen St. Pauli und Borussia Mönchengladbach leiten. Unter ihm haben die Kiezkicker eine gute Bilanz.
Schlager, gelernter Bankkaufmann, leitete bisher sieben Spiele von St. Pauli, von denen vier gewonnen wurden und nur eines verloren. Zuletzt pfiff er die Pokalpartie gegen Hoffenheim, in der sich die Braun-Weißen im Elfmeterschießen durchsetzten.
Für Borussia sieht die Statistik unter Schlager weniger positiv aus: Von 13 Spielen gewann die Borussia nur drei, verlor vier. In dieser Saison leitete er das torlose Remis der Fohlen gegen Freiburg.
Zweimal trafen St. Pauli und Gladbach in dieser Saison bereits aufeinander – mit unterschiedlichem Ausgang. Besonders Haris Tabakovic (31) fiel auf, indem er drei von fünf Gladbacher Toren erzielte.
„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein guter Stürmer“, sagte St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Generell bescheinigte er der Borussia große individuelle Qualität. „Wir haben aber auch schon gezeigt, dass wir sie schlagen können“, bezog er sich auf den Pokalerfolg.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so stabil spielen wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so agieren wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, betonte er. „Wir müssen mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Im Vordergrund steht für ihn aber die defensive Sicherheit, die St. Pauli in den letzten Spielen auszeichnete. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität haben, auch Spiele zu gewinnen.“ Ein Erfolg gegen Gladbach wäre in dieser Phase des Abstiegskampfes besonders wichtig.
Traurige Nachrichten für St. Pauli vor dem Gastspiel in Gladbach: James Sands (25) fällt bis Saisonende aus. Der US-Amerikaner verletzte sich im Spiel gegen Frankfurt am linken Sprunggelenk und muss operiert werden.
Der Klub gab am Freitag bekannt, dass Sands mehrere Monate ausfallen wird. Zudem laufen sein Leihvertrag zum Saisonende aus, womit er vermutlich nicht mehr für St. Pauli spielen wird. Auch seine Chancen auf eine Teilnahme bei der Heim-WM sind stark gesunken.
Trainer Alexander Blessin (52) äußerte sich zur Situation: „Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch. Martijn brennt auf einen Einsatz und versucht, das umzusetzen, was wir besprechen.“
Normalerweise wäre Martijn Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch Verletzungen verhinderten dies. „Er gibt aber nicht auf und arbeitet weiter hart“, lobte Blessin.
Der Trainer kennt die Baustellen seines Stürmers genau: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, so Blessin. „Vor allem braucht er mehr Körperlichkeit.“
Schöne Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Die frohe Botschaft teilte er auf Instagram mit. Seine Tochter wurde bereits am 3. März geboren.
Wegen der Geburt verpasste Hartel ein Spiel bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC. Sportlich läuft es bislang noch nicht optimal: Aus drei Spielen holte das Team nur einen Punkt, die Play-offs sind früh in Gefahr.
Wie bedeutend Jackson Irvine (33) für St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand, blieben die Kiezkicker ungeschlagen. Auch Trainer Blessin lobte ihn in höchsten Tönen.
„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, sagte er. „Er ist Sprachrohr und Ruhepol, wenn es hektisch wird.“
Dabei helfen ihm seine Erfahrung von über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien. „Seine Präsenz ist für Mannschaft und Trainer ein fester Anker“, betonte Blessin.
Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, ein weiterer Spieler erwartet ebenfalls Nachwuchs: Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) kündigte die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki an. Die beiden haben bereits zwei Kinder und erwarten ein drittes.
Das Lazarett lichtet sich! FC St. Pauli kann am Freitag bei Borussia Mönchengladbach wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen.
„Beide werden im Kader stehen“, bestätigte Trainer Blessin. Besonders die Rückkehr von Hountondji gibt Hoffnung: „Mit seiner Schnelligkeit und Dynamik ist er eine echte Verstärkung. Er war im Training sehr motiviert.“ Blessin denkt über einen Einsatz von rund 15 Minuten nach.
Ob David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist unklar. Er soll aber am Sonntag Spielpraxis bei der U23 sammeln.
Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen aus dem Spiel gegen Frankfurt. Blessin zeigte sich bei Saliakas optimistisch: „Ich dachte, es wäre schlimmer, aber es sieht besser aus. Es besteht Hoffnung für einen Einsatz nächste Woche.“ Bei Sands müsse man abwarten.
Bittere Meldungen: Saliakas und Sands fallen aufgrund von Verletzungen vorerst aus. Der Grieche zog sich kurz nach der Halbzeit eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und fehlt somit in Gladbach. Für das Heimspiel gegen Freiburg gibt es noch Hoffnung.
Sands erlitt eine „Bandverletzung am linken Sprunggelenk“ nach einem Foul und wird länger ausfallen, wie der Klub mitteilte.
St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) bestens im Griff. Nach der Partie lobte Burkardt Wahl beim DAZN-Interview:
„Gegen ihn zu spielen ist sehr unangenehm. Er ist immer aufmerksam, körperlich stark und hat mich gut kontrolliert.“
Wahl revanchierte sich mit Anerkennung: „Burkardt ist ein großartiger Stürmer, einer der besten in Deutschland. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“
Torwart Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, was die ganze Mannschaft einem tollen Defensivauftritt zu verdanken hat“, lobte er seine Vorderleute. Wenn er gefordert war, reagierte er sicher.
Am Freitag wartet das nächste wichtige Spiel in Gladbach. „Wir müssen das hohe Niveau halten. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich jedes Spiel wie ein Finale an“, betonte Vasilj.
Er könnte mit einem weiteren Zu-Null-Spiel einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Momentan liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein Bestwert steht bei 287 Minuten.
Andréas Hountondji (23) und David Nemeth (24) sind auf dem Weg zurück und trainieren wieder mit. Spielminuten könnten bald folgen.
„Andréas hat noch eine Woche, die ihm guttut, auch wenn sie kurz ist. Im Training zeigt er gute Ansätze“, sagte Blessin, der einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach nicht ausschloss.
Nemeth soll zunächst bei der U23 Spielpraxis sammeln. „Wir schauen, wie die Woche verläuft und planen dann seinen Einsatz“, erklärte Blessin.
Das sah nicht gut aus: St. Pauli bangt nach dem 0:0 gegen Frankfurt um zwei Spieler.
Manolis Saliakas (29) musste kurz nach der Halbzeit verletzt vom Platz, nachdem er einen Sprint abbrach und Schmerzen im Oberschenkel verspürte. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist“, sagte Saliakas.
Trainer Blessin vermutet eine strukturelle Verletzung, was einen mehrwöchigen Ausfall bedeuten würde.
Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten“, so Blessin. Sands wurde nach dem Spiel gestützt in die Kabine gebracht.
Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten – keine guten Erinnerungen für St. Pauli.
Zwayer pfiff bisher 25 Spiele mit Beteiligung der Braun-Weißen, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen endeten jeweils mit einer Niederlage, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.
Bei Frankfurt sieht die Bilanz besser aus: 44 Einsätze, 18 Siege, 15 Niederlagen. In dieser Saison leitete er jedoch noch kein Spiel der SGE.
Für das Spiel gegen Frankfurt muss St. Pauli auf zahlreiche Spieler verzichten.
Trainer Alexander Blessin (52) erklärte: „Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen. Karol Mets (32) steht diese und nächste Woche nicht zur Verfügung.“
Auch Andréas Hountondji (23) fehlt noch, obwohl seine Tests positiv verliefen. „Wir sind guter Dinge, dass er bald zurückkehrt“, so Blessin.
Tomoya Ando (27) wird gegen Frankfurt wieder dabei sein.
Eric Smith (29) fehlte zuletzt im Training, ist aber aufgrund der Geburt seines Kindes nun zurück und steht für das Spiel gegen Frankfurt zur Verfügung.
Die DFL hat die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga terminiert: St. Pauli spielt einmal freitags, samstags und sonntags.
Die Spiele im Überblick:
Schlechte Nachrichten für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Er zog sich beim Auswärtserfolg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Besonders ärgerlich, da Mets nach hartnäckigen Problemen mit der Patellasehne erst Mitte Oktober sein Comeback gefeiert hatte.
Trainer Blessin verfügt aber über Alternativen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) können die Position übernehmen.
Mit zwei Erfolgen in Folge hat sich St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und Platz 15 erreicht. Nach dem Sieg gegen Frankfurt soll gegen Werder Bremen nachgelegt werden. Doch wann hatte St. Pauli zuletzt eine solche Serie?
Drei Siege hintereinander feierten die Kiezkicker zuletzt in der Saison 2010/11. Damals wurden Köln, der HSV und Gladbach bezwungen – am Ende stieg das Team dennoch ab.
Den längsten Lauf ohne Niederlage erreichte St. Pauli 1989/90 mit vier Siegen in Serie gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg, was am Ende zu Platz zehn führte.
Eine Saison zuvor blieben die Braun-Weißen elf Spiele ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Remis.
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli den Aufstieg und den Klassenerhalt, entschied sich aber dennoch für eine Rückkehr zum SC Freiburg. Im Interview erklärte er seine Gründe.
„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und einer stabilen ersten Bundesliga-Saison war klar, dass der nächste Schritt folgen muss“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub mit europäischem Wettbewerb.“
Seinen Wechsel bereut er nicht: „Die Entscheidung für St. Pauli war bewusst. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga war groß. Deshalb bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. Der Aufstieg mit St. Pauli ist etwas ganz Besonderes.“
Inzwischen hat sich Treu in Freiburg etabliert und freut sich auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem Erfolg gegen Bremen wollte St. Pauli bei Hoffenheim nachlegen – was auch gelang.
„Ich bin sehr erleichtert. Der erste Auswärtssieg außerhalb Hamburgs war extrem wichtig, gerade in unserer Lage“, erklärte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit dem Sieg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie gegen Topteams mithalten können – TSG Hoffenheim war vor dem Spiel Tabellendritter und hatte acht Heimspiele in Folge gewonnen.
In der ersten Halbzeit musste St. Pauli einige brenzlige Situationen überstehen, kam aber selbst immer wieder gefährlich vor das Tor. „Das 1:0 kurz vor der Pause war entscheidend“, betonte Wahl.
In der zweiten Hälfte ging es ums Überleben, was die Mannschaft gut meisterte.
Deniz Aytekin (47) wird die Partie am Samstag bei Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine gute Bilanz.
Aytekin pfiff bisher 17 Spiele mit St. Pauli, von denen zehn gewonnen wurden und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm gewann St. Pauli, insgesamt ist die Mannschaft seit neun Spielen unter seiner Leitung ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine ausgeglichene Bilanz: 14 Siege, 12 Niederlagen, 11 Unentschieden.
Beide Mannschaften trafen zuletzt 2023/24 unter Aytekin aufeinander – St. Pauli gewann das letzte Spiel bei Wehen Wiesbaden, mit dem sie die Zweitliga-Meisterschaft sicherten.
Am Samstag (15.30 Uhr) sind Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) bei Hoffenheim besonders gefordert, da die Gastgeber die zweitbeste Offensive der Liga stellen.
„Sie haben viel Qualität und die passenden Spieler auf den Positionen“, sagte Mets. „Ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“
Im Hinspiel hatten sie St. Pauli mit 3:0 dominiert, doch im Pokal drehte St. Pauli den Spieß um.
Wahl sieht Hoffenheim in einem Aufschwung: „Sie sind selbstbewusst, haben aus dem Vorjahr gelernt und eine komplett andere Mannschaft. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht sprechen.“
Dennoch bewies St. Pauli, dass ein Sieg möglich ist – im Pokal. Eine Wiederholung am Samstag wird jedoch eine große Herausforderung.
Taichi Hara (26) kam bislang nur auf 22 Minuten in zwei Spielen. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte den Plan mit dem japanischen Stürmer.
„Wir wollten ihm mehr Einsätze geben, aber im letzten Spiel passte es nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete Blessin. Im Training zeigt Hara jedoch vollen Einsatz.
Ein Startelfeinsatz ist noch zu früh, aber er soll als Option für die Schlussphase eingeplant werden.
Martijn Kaars (26) hat den Sprung zum erhofften Durchbruch beim FC St. Pauli noch nicht geschafft. Von 24 Einsätzen hat er fünf Tore und eine Vorlage erzielt.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch nach seiner Arbeit für die Mannschaft“, erklärte Blessin. Er führte mit Kaars Gespräche und Videoanalysen.
Das Hauptproblem: Kaars selbst misst sich an Toren, und in letzter Zeit bekommt er wenig Chancen, was zu Unsicherheit führt. Seine Stärke liegt im Strafraum, wo er Chancen braucht, die ihm die Mannschaft verschaffen muss.
Blessin ist überzeugt, dass Kaars bald wieder erfolgreicher wird, wenn er weiter hart arbeitet.
Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
„Andréas trainiert draußen und macht Laufeinheiten“, bestätigte Blessin. Es geht nun darum, ihn behutsam ins Team zu integrieren.
Nemeth soll schrittweise herangeführt werden, zunächst über Einsätze bei der U23, um Spielpraxis zu erhalten.
Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) ist ebenfalls wieder fit und kann auf die Bank zurückkehren.
Der Heimsieg gegen Werder Bremen war historisch: Das 2:1 war der 50. Bundesliga-Heimsieg des FC St. Pauli.
Zuvor hatten die Kiezkicker erst zwei Pflichtspiele gegen Bremen gewonnen: das Bundesliga-Debüt 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel 2006, als St. Pauli den Favoriten aus Bremen ausschaltete (3:1).
Die Gesamtbilanz gegen Bremen lautet nun: fünf Siege, fünf Remis, 13 Niederlagen.
Nach dem Erfolg wurde gefeiert: „Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, sagte Karol Mets (32). „Das Spiel war hart, aber der Sieg verdient.“
Zu Beginn agierte St. Pauli aus Mets Sicht etwas fahrlässig, doch nach der Pause hatte die Mannschaft viele gute Chancen. Das erste Tor fiel zwar glückhaft, doch „Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Mit dem Sieg rückten die Kiezkicker auf den Relegationsrang vor.
James Sands (25) saß am Sonntag erstmals in dieser Saison nur auf der Bank, nachdem er zuvor meist in der Startelf stand.
Trainer Blessin begründete die Entscheidung mit dem Wunsch nach frischem Personal und der Rückkehr von Eric Smith (29) in den Kader.
„James bringt viel Qualität im Zweikampf, ist unauffällig, aber sehr wichtig. Es tut weh, ihn auf der Bank zu wissen“, sagte Blessin.
In den nächsten Spielen könnte Sands häufiger auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position sind.
Mit einem Sieg kann St. Pauli im Abstiegskampf an Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist den Spielern bewusst.
„Der Druck ist groß, das kann man nicht leugnen“, sagte Kapitän Jackson Irvine (32) vor dem Spiel. „Es ist ein wichtiges Spiel, obwohl noch viele weitere kommen.“
Mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) sind wichtige Stammspieler zurück, auch Trainer Blessin wirkt ruhig und fokussiert.
Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17.30 Uhr) das Duell St. Pauli gegen Werder Bremen leiten. Er pfiff bereits das Hinspiel, das Bremen mit 1:0 gewann.
St. Pauli hat unter Storks bessere Erinnerungen an das Spiel gegen Heidenheim im November, das mit 2:1 gewonnen wurde. Unter seiner Leitung gab es insgesamt zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen weist unter Storks eine negative Bilanz auf: vier Siege, drei Unentschieden, fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell erreichte beide Vereine die traurige Nachricht vom Tod Sepp Pionteks im Alter von 85 Jahren.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Karriere trainierte er Werder von 1971 bis 1975.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und Haiti betreute Piontek auch den FC St. Pauli in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Leben und Wirken Pionteks findet ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Bundesliga-Tabelle – Bedeutung der Platzierungen
Wer am Saisonende auf Rang 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.