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Stillstand und wenig Rückhalt: Steht Eintracht-Trainer Riera kurz vor dem Abschied?

Frankfurt am Main – Bei Eintracht Frankfurt herrscht aktuell große Unruhe: Nach der 1:2-Niederlage am Samstag gegen den HSV müssen die Adlerträger um die Teilnahme an internationalen Wettbewerben bangen. Gleichzeitig gerät der Trainer Albert Riera (44) bereits nach wenigen Monaten stark unter Druck. Sein Sportvorstand hält sich mit eindeutigen Stellungnahmen zurück, während von außen scharfe Kritik auf den Coach einprasselt. Ein möglicher Nachfolger soll jedoch bereits in den Startlöchern stehen.

Der Spanier hatte sein Amt Anfang Februar mit einem denkwürdigen Auftritt angetreten, doch seine „Arme und Beine“ – wie er seine Spieler damals bezeichnete – setzen seine taktischen Vorgaben bislang nur unzureichend um.

Seitdem konnte der ehemalige Profi lediglich vier Siege in zwölf Spielen erringen, in den letzten drei Begegnungen musste er zwei Niederlagen hinnehmen. Statt mit mitreißendem Fußball überzeugt der eher eigenwillige SGE-Coach vor allem durch Zwischenfälle außerhalb des Spielfelds. Zuletzt sorgte angeblich ein Streit mit Jonny Burkardt (25) sowie eine wütende Ansprache an die Medien für Schlagzeilen.

„Der Trainerstandort ist heute kein Thema“, erklärte Eintracht-Geschäftsführer Markus Krösche (45) nach der Niederlage gegen den HSV gegenüber der Presse. „Ich bin extrem enttäuscht über die Art und Weise, wie wir gespielt haben.“

Diese Aussage klingt nicht nach uneingeschränkter Unterstützung. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, wich Krösche den Fragen zur Trainerzukunft sogar bewusst aus. Demnach ist sowohl ein sofortiger Rauswurf als auch eine Trennung nach Saisonende denkbar.

Auch Riera selbst wirkt offenbar nicht mehr allzu sicher, was seine Stellung betrifft: „Bis zum letzten Moment werde ich alles geben. Wenn es nicht reicht, dann ist es eben so. Aber ich werde mein Möglichstes versuchen“, äußerte der Spanier nach dem Spiel.

Am Sonntag meldete sich zudem der ehemalige Frankfurter Maik Franz (44) im Sportmagazin „Doppelpass“ mit kritischen Worten zu Wort: „Das Ganze ist schon etwas besorgniserregend. Anfangs dachte ich: ‚Cool, ein Trainer, der Klartext spricht.‘ Doch inzwischen wirkt er sehr verletzlich, fast ein bisschen überfordert.“

„Es scheint, als wäre das hier eine Nummer zu groß für ihn. Ich glaube, das wird noch zwei Wochen so weitergehen, dann ist die Sache vorbei“, ergänzte der frühere Abwehrspieler.

Als mögliche kurzfristige Lösung nennt die „Bild“ die Eintracht-Ikone Alex Meier (43). Der ehemalige Stürmer, der in Frankfurt als „Fußballgott“ gilt, hat erst Ende 2025 seine A-Lizenz erworben und sprang kurz darauf als Co-Trainer an der Seite von Dennis Schmitt (32) nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) vorübergehend ein.

Das Duo erlebte damals in vier Spielen jedoch vier Niederlagen. Ob Meier das Ruder im Alleingang jetzt sofort herumreißen kann, bleibt daher zumindest fraglich.

Bundesliga-Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Meistertitel geht an den Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in der Relegation den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga ausspielen.