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Spannender Transferpoker: Ostvereine buhlen um tragischen Relegationshelden

Essen/Magdeburg/Cottbus – Seit Dienstagabend steht fest: Das Rennen um Torben Müsel (26), den tragischen Protagonisten der Relegation von Rot-Weiss Essen, hat offiziell begonnen. Sowohl der 1. FC Magdeburg als auch Energie Cottbus haben den Mittelfeldspieler ganz oben auf ihrer Wunschliste.

Wie TAG24 aus Insiderkreisen erfahren hat, entbrennt zwischen den beiden Ostvereinen, die in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga aufeinandertreffen, ein intensiver Wettstreit um den Spieler.

Magdeburg und Cottbus – Rivalen nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Transfergeschäft!

Nach Informationen von TAG24 scheint der 1. FC Magdeburg die besseren Chancen zu besitzen. Die Mannschaft aus der Bördestadt gilt nach vier Jahren in der zweiten Liga als deutlich etablierter als die Lausitzer.

Die Mannschaft von Trainer Wollitz stieg überraschend aus der 3. Liga auf und gilt als klarer Außenseiter sowohl für die kommende Spielzeit als auch im Wettstreit um Müsel, bei dem auch Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig im Rennen sind.

Torben Müsels Qualitäten liegen vor allem in seiner Schusstechnik, seiner Kopfballstärke und seiner Ausdauer. Im zentralen Mittelfeld von Rot-Weiss Essen fungierte er als wichtiger Spielmacher und Motor und war an 14 Toren beteiligt. Dennoch reichte das knapp nicht für den Aufstieg. Sein Vertrag läuft nun aus, und Müsel strebt offenbar eine Zukunft in der 2. Bundesliga an.

Bei den Cottbusern könnte ein kleiner Vorteil im Poker liegen: Im April erlebte Müsel hautnah, wie kraftvoll die Lausitz agiert. Trotz einer 3:1-Führung und einem Treffer von Müsel drehte RWE das Spiel noch und verlor mit 3:5, womit die komfortable Ausgangslage für den Aufstieg verspielt wurde.

Das Ergebnis: Rot-Weiss Essen scheiterte in der Relegation gegen Fürth, wobei Müsel im Rückspiel zur tragischen Figur wurde.

In der 81. Minute prallte der Ball vom Pfosten zurück ins Spielfeld. Müsel ging zum Kopfball aus fünf Metern Entfernung an, doch der Fürther Torwart Silas Prüfrock (21) schien bereits geschlagen. Allerdings zielte Müsel zu zentral, woraufhin Prüfrock mit einem spektakulären Reflex den entscheidenden Treffer verhinderte, der die Verlängerung bedeutet hätte.

So schmerzhaft der gescheiterte Aufstieg für Essen ist – für Müsel könnte dennoch ein erfolgreicher Neuanfang in der 2. Liga bei einem Ostverein winken.