St.-Pauli-Blog: Tomoya Andos Eindruck von seinem Debüt
Hamburg – Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage gab der FC St. Pauli in der Schlussphase einen scheinbar sicheren Punkt aus der Hand.
Beim 2:3-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund absolvierte Tomoya Ando sein erstes Pflichtspiel für die Kiezkicker.
In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alles rund um die Mannschaft, anstehende Transfers und weitere Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.
Nach etwas mehr als 60 Minuten war es endlich soweit: Tomoya Ando wurde eingewechselt und feierte damit sein Pflichtspieldebüt. Am Ende war auch er enttäuscht über die unglückliche 2:3-Niederlage.
„Die Atmosphäre war etwas Besonderes und ich freue mich sehr über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir das Spiel verloren.“
Bereits jetzt richtet Ando den Blick nach vorn: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen, egal wie.“
Vor der Begegnung beim BVB äußerte sich Eric Smith (29) im Sky-Interview zur Lage beim FC St. Pauli: „Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein und jeden Tag hart arbeiten, um wieder herauszukommen.“
Der Schwede schöpft Hoffnung daraus, dass die Kiezkicker in der vorherigen Saison eine ähnliche Situation durchlebt haben.
Ein gutes Omen? Schiedsrichter Harms Osmers (40) wird die Partie des FC St. Pauli am Samstag gegen Borussia Dortmund leiten. Bereits bei einem früheren Aufeinandertreffen unter seiner Leitung siegten die Kiezkicker.
Im Jahr 2022 trafen beide Mannschaften im Achtelfinale des DFB-Pokals aufeinander – in einem leeren Millerntor-Stadion siegte der damalige Zweitligist mit 2:1 durch ein Tor von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte für Dortmund nicht aus.
Eine Wiederholung dieses Ergebnisses wäre beim Kiezklub sicherlich willkommen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) saß tief, und weiterhin ist offen, wie es mit dem Australier weitergeht. „In der nächsten Woche oder innerhalb der kommenden zehn Tage wird sich entscheiden, wie es weitergeht“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.
Eine weitere Operation ist nicht ausgeschlossen, doch zunächst wird der Zustand des verletzten Knöchels bei nahezu täglichen MRT-Checks genau beobachtet. Zudem finden Gespräche mit dem behandelnden Arzt statt. Blessin wollte keine Spekulationen anstellen: „Als Außenstehender ist das schwierig einzuschätzen.“
Sollte es tatsächlich zu einem erneuten Eingriff kommen, wäre das vermutlich das Saisonende für Irvine – und auch das Aus für die Weltmeisterschaft. Nach seiner ersten Operation dauerte es sechs Monate, bis der 32-Jährige wieder auf dem Platz stand.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hat die Profis des FC St. Pauli stark mitgenommen. „Es tut richtig weh, aber wir kennen diese Situation bereits aus dieser Saison. Ich will nicht sagen, dass wir daran gewöhnt sind, aber wir wissen, wie es sich anfühlt. Ehrlich gesagt sind wir es leid“, berichtete Kapitän Eric Smith (29) nach der Partie.
„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, zeigte sich der Schwede genervt. St. Pauli hatte in der zweiten Halbzeit alles im Griff, kassierte jedoch kurz vor Schluss den Knockout.
„Uns wird gesagt, was zu tun ist, aber wir schaffen es nicht, es umzusetzen“, ärgerte er sich weiter. „Wir wissen, dass wir nicht die individuell stärksten Spieler in der Liga haben. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gegenseitig helfen – was wir aber nicht ausreichend tun.“
Nach der Niederlage zeigte sich Alexander Blessin (52) wenig geneigt, über den von Hauke Wahl (31) verursachten Handelfmeter zu sprechen – ebenso wenig über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der vehement den VAR gefordert hatte.
Stattdessen meldete sich Sky-Experte Didi Hamann (52) zu Wort und übte scharfe Kritik an dem VfL-Coach. „Die Reaktion von Daniel Bauer ist eine Unverschämtheit und Unsportlichkeit, die bestraft werden sollte“, forderte der Ex-Profi. „Solche Reaktionen kennt man eher aus fernen Ländern. Er ist noch nicht lange Cheftrainer in der Bundesliga, aber das sollte er lassen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte den Elfmeter erst nach Anrufung des VAR gegeben, zuvor entschied er klar auf Weiterspielen.
Beklemmende Stille: Ab etwa der 60. Minute herrschte im Spiel des FC St. Pauli gegen den VfL Wolfsburg eine gespenstische Ruhe in der Volkswagen-Arena.
Offenbar gab es im Stadion einen medizinischen Notfall, woraufhin beide Fanlager ihre Unterstützung einstellten. Kurz nach der 72. Minute erklang kurz Applaus, ehe die Gesänge wieder begannen.
Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich in einem stabilen Zustand befindet.
Endlich geht es für den FC St. Pauli wieder los. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar noch etwas länger. „Es fühlt sich sehr lang an, da ich vor Weihnachten ja auch gesperrt war“, sagte der Schwede kurz vor Anpfiff im Sky-Interview.
Angesichts der schwierigen Ausgangslage starteten die Kiezkicker frühzeitig mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, begründete Smith. Auf Jackson Irvine (32) muss St. Pauli verletzungsbedingt verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Für jede Mannschaft in der Liga ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, unterstrich Smith, der mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten will.
Schlechte Nachrichten von Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, wird der Australier erneut ausfallen. Er hat Probleme am linken Fuß.
Bereits im April letzten Jahres musste sich der 32-Jährige wegen einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß einer Operation unterziehen. Im Oktober konnte er sein Comeback feiern und seine Bedeutung für das Team unter Beweis stellen.
Nun muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut auf den Ausfall reagieren.
Ein gutes Vorzeichen? Am Mittwochabend (18.30 Uhr) wird Schiedsrichter Frank Willenborg (46) das Spiel des FC St. Pauli beim VfL Wolfsburg leiten. Für die Kiezkicker eine erfreuliche Nachricht.
Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück konnte St. Pauli zwölf der 22 Begegnungen gewinnen, darunter alle drei letzten – alles in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Generell hat Willenborg den FC St. Pauli nur mit Bayer Leverkusen öfter gepfiffen, wobei die Braun-Weißen mehr Siege erzielten als die Werkself.
Wolfsburg konnte unter Willenborg fünf der acht Spiele gewinnen, verlor die restlichen drei.
Willenborg wird unterstützt von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Als VAR fungiert Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Zudem sicherte sich der Klub für den Sommer eine Kaufoption.
Ahlstrand kam bei den Kiezkickern bisher kaum zum Einsatz, obwohl ihm immer wieder gute Fortschritte bescheinigt wurden, bestätigte Sportchef Andreas Bornemann (56). Das größte Problem sei die starke Konkurrenz.
In den letzten zwei Jahren erhielt Ahlstrand nur sechs Kurzeinsätze bei den Profis (insgesamt 41 Minuten), überzeugte dafür aber bei der U23 in der Regionalliga Nord. Nun bekommt er die Chance, sich zumindest bis zum Saisonende auf höherem Niveau zu beweisen.
Die Aussichten sind derzeit nicht gut: Wegen der Wetterkapriolen ist noch unklar, ob das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, dass die weitere Entwicklung der Wetterlage abgewartet werden müsse, bevor eine Entscheidung getroffen werden könne.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu bleiben und stehen in ständigem Austausch mit Fachleuten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten“, hieß es in einer Stellungnahme. Noch stehe nicht fest, ob das Spiel durchgeführt werden kann.
Schlechte Erinnerungen verbinden die Kiezkicker mit Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig leiten wird.
Während seine Premiere als Schiedsrichter des gelernten Juristen aus Münster mit einem 3:2-Sieg im damaligen Spitzenspiel gegen Greuther Fürth endete, gab es nach seinem zweiten Einsatz viel Gesprächsbedarf.
Exner leitete in der vergangenen Saison das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei stellte er zunächst Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) binnen weniger Sekunden die Gelb-Rote Karte. Der Torwart musste anschließend von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, wohl um eine Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter zu verhindern.
Erik Ahlstrand (24) kam bisher kaum bei St. Pauli zum Einsatz, und auch sein starker Eindruck im Testspiel gegen Werder Bremen wird daran wenig ändern.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich auf Nachfrage von TAG24 zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, räumte jedoch ein, dass man einen Wechsel unter bestimmten Umständen nicht verhindern würde.
Genau das scheint nun bevorzustehen: Laut dem schwedischen Portal Expressen steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.
Bislang hat der 24-Jährige bei den Profis nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal absolviert.
Der FC St. Pauli reagiert auf die Verletzung von Simon Spari (23) und verstärkt sein Torwartteam mit Emil Gazdov (22). Der Keeper wird vom CF Montréal bis zum Saisonende ausgeliehen, inklusive einer Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv in seinen Bewegungen, dabei strahlt er Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert lange Bälle sehr gut und traut sich auch, das Tor für Defensivaktionen zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig und abgeklärt“, freute sich Trainer Alexander Blessin (52) über den zweiten Winter-Neuzugang.
Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet, wechselte anschließend zu Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 spielte er in der U19 des 1. FC Nürnberg, bevor er wieder nach Kanada zurückkehrte und 2025 bei Montréal unter Vertrag genommen wurde. Zuletzt war er ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov selbst sagte zu seinem Wechsel: „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich bestmöglich für meine fußballerische Entwicklung nutzen und möglichst viele Erfahrungen in einem Bundesligateam sammeln.“
Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Publikum ausgetragen. Für Zuschauer, die wegen der Witterung oder anderer Umstände nicht kommen können, bietet der Verein eine Alternative an.
Diese haben bis 13.30 Uhr die Möglichkeit, ihre Tickets auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal einzustellen. Entweder übernehmen andere Fans die Karten oder es erfolgt eine Rückerstattung.
Auch ein späteres Einstellen ist noch möglich. Darüber hinaus prüft der Verein die Option, ein Gratisticket für ein weiteres Testspiel anzubieten.
Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer vorerst aus.
Das teilte der FC St. Pauli am Freitagmorgen mit. Die Verletzung hatte sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten wurde der Haarriss inzwischen durch weitere osteologische Untersuchungen bestätigt.
Der Transfer von Tomoya Ando (26) gilt als sicher, nun hat der FC St. Pauli einen weiteren japanischen Spieler ins Visier genommen. Nach Angaben des Portals liga-zwei.de interessieren sich mehrere Vereine für den U20-Nationalspieler Shunsuke Saito, darunter neben den Kiezkickern auch SV Elversberg und Borussia Dortmund.
Favorit sei jedoch Hannover 96. Die Niedersachsen pflegen eine Kooperation mit dem Zweitliga-Meister Mito HollyHock, bei dem Saito unter Vertrag steht. Ein Transfer ist aber noch nicht abgeschlossen. Bei den meisten Klubs wäre Saito wohl für die U23 vorgesehen.
In der vergangenen Saison trug der 20-jährige Mittelfeldspieler mit acht Toren in 27 Spielen maßgeblich zum Aufstieg bei.
Wird er die erste Verstärkung in der Winter-Transferperiode? Laut der „Hamburger Morgenpost“ steht der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando (26).
Der japanische Verteidiger von Avispa Fukuoka müsse nur noch den üblichen Medizincheck bestehen und seinen Vertrag unterschreiben, alles andere sei bereits fix.
Ando ist Nationalspieler und soll entweder ablösefrei oder für eine sehr geringe Ablösesumme zu haben sein – die Bekanntgabe des Transfers dürfte jedoch erst nach Beginn der Transferperiode am 1. Januar erfolgen.
Nach dem letzten Training am vergangenen Montag gönnen sich die Profis des FC St. Pauli eine wohlverdiente, wenn auch kurze Weihnachtspause. Am Neujahrstag geht es für die Kiezkicker wieder los.
Am folgenden Tag gibt es bei der einzigen öffentlichen Trainingseinheit die Gelegenheit, die Mannschaft zu beobachten. Beginn ist zwischen 11 und 11.30 Uhr.
Am 4. Januar (15.30 Uhr) steht das Testspiel gegen Werder Bremen auf dem Programm, bevor die Vorbereitung für das Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig (10. Januar, 15.30 Uhr) beginnt.
Es war nicht nur wichtig, sondern auch wunderschön: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim brachte Martijn Kaars (26) St. Pauli mit einem sehenswerten Distanzschuss unter die Latte in Führung.
Dieser Treffer wurde nun für das „Tor des Monats“ Dezember nominiert – zusammen mit neun weiteren spektakulären Toren. Abgestimmt werden kann auf der offiziellen Webseite der Bundesliga.
Zieht es ihn zurück in die Heimat? Manolis Saliakas (29) erlebt eine schwierige Saison und stand in der Bundesliga erst viermal in der Startelf des FC St. Pauli.
Wie das Portal „SDNA“ berichtet, zeigt AEK Athen Interesse an dem Rechtsverteidiger. Der griechische Klub sucht einen Spieler, der sich mit Lazaros Rota (28) auf der rechten Abwehrseite ablösen kann.
Saliakas, der seit 2022 bei den Kiezkickern spielt, könnte bereits im kommenden Winter-Transferfenster dem Klub den Rücken kehren, um seiner aktuellen unbefriedigenden Situation zu entkommen.
Das Spiel gegen Mainz hat erneut gezeigt, wo beim FC St. Pauli der Schuh drückt: Offensiv fehlt es an Durchschlagskraft. Das spiegeln auch die mageren 13 erzielten Tore wider.
Wie das Abendblatt berichtet, arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) daher an einer spektakulären Rückholaktion von Morgan Guilavogui (27). Der Stürmer hatte mit sechs Toren maßgeblich zum Klassenerhalt beigetragen, musste jedoch zu seinem Stammverein RC Lens zurückkehren.
St. Pauli hatte zwar die vereinbarte Kaufoption gezogen, doch Lens holte den 27-Jährigen gegen seinen Willen zurück. Beim Überraschungsführer der Ligue 1 kommt Guilavogui kaum zum Einsatz.
Das Problem: Lens will den Franzosen nur verkaufen, nicht erneut verleihen. Fraglich ist, ob St. Pauli eine Ablösesumme von mehreren Millionen Euro stemmen kann und will.
Beim desaströsen Spiel in Mainz fehlte Martijn Kaars (26) schmerzlich. Am Montag veröffentlichte der Verein ein Update zu seiner Verletzung.
Demnach hat sich der Angreifer eine leichte strukturelle Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen, was eine MRT-Untersuchung bestätigt hat.
Wie lange Kaars ausfällt, ist noch unklar.
Ein Schockmoment: Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Louis Oppie (23) bei einem Freistoß des 1. FSV Mainz 05 von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) umgerannt. Beide blieben am Boden und mussten behandelt werden.
Oppie verließ kurz darauf das Spielfeld und stellte sich nach dem Spiel mit dick bandagiertem Knie den Fragen der Journalisten. „Ich glaube, ich bin irgendwie unglücklich gefallen“, berichtete er. „Im ersten Moment habe ich das wegen des Adrenalins gar nicht richtig bemerkt. Es hat sich etwas merkwürdig in den Beinen angefühlt.“
Als ihm die Szene erneut gezeigt wurde, atmete er tief durch: „Sieht schon etwas heftig aus“, gestand Oppie. Zum Glück kamen beide Spieler ohne größere Folgen aus der Situation.
Eine bittere Nachricht: Martijn Kaars (26) wird dem FC St. Pauli im wichtigen Spiel in Mainz fehlen. Laut Mannschaftsaufstellung rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.
So sehen die Aufstellungen aus:
Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai, Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Zum Jahresende reist der FC St. Pauli zum Kellerduell nach Mainz und trifft dort auf einen bekannten Schiedsrichter. Matthias Jöllenbeck (38) wird die Begegnung leiten.
Er pfiff die Kiezkicker bereits beim Saisonauftakt gegen Borussia Dortmund (3:3). Auch die Mainzer haben mit ihm schon Erfahrungen, verloren aber gegen Frankfurt mit 0:1.
Im wichtigen Duell gegen den Tabellenletzten 1. FSV Mainz 05 muss der FC St. Pauli auf Eric Smith verzichten.
Der Abwehrchef sah im Kellerduell gegen Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Rote Karte. Das Sportgericht des DFB verhängte gegen den 28-Jährigen eine Sperre für ein Spiel.
Ein Mann für alle Fälle: Adam Dzwigala (30) musste einmal mehr einspringen, nachdem Eric Smith (28) kurz vor der Pause vom Platz musste. Dabei zeigte sich der Pole bislang nicht immer zimperlich.
„Wir hatten es auch schon, dass er bei der ersten Aktion Gelb oder sogar Rot bekommen hat. Es geht um die richtige Balance“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) mit Blick auf Dzwigalas Zweikampfhärte. „Aber dass wir ihn immer wieder bringen können, hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt.“
Vor allem vor dem 2:0 überzeugte Dzwigala mit konsequentem Einsatz und eroberte den Ball. Aus Sicht der Heidenheimer war das nicht ganz regelkonform, doch Schiedsrichter Sören Storks (37) ahndete das Foul nicht.
Auch Hauke Wahl (30) lobte den Polen: „Auf Adam ist immer Verlass. Du kannst ihn nachts um drei Uhr wecken und sagen, jetzt musst du ran, und er ist da und gibt auch im Training immer alles.“
Dzwigala sei ein Beispiel für Professionalität, so Wahl, und „das genaue Gegenteil von einem Stinkstiefel“. Deshalb sei er auch so wichtig für St. Pauli.
Wenn ein Spieler eingewechselt und kurz darauf wieder ausgewechselt wird, gilt das meist als Strafe. Bei Ricky-Jade Jones (23) war das allerdings anders.
Der Stürmer kam in der 75. Minute für Doppel-Torschütze Martijn Kaars (26) ins Spiel, musste in der Nachspielzeit für Connor Metcalfe (26) weichen und fasste sich dabei mehrmals an den rechten hinteren Oberschenkel. „Er hat einen Schlag abbekommen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).
„Ob es nur ein Schlag ist oder ob er sich dabei gezerrt hat, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.
Ein deutliches Signal: Alexander Blessin vertraut auch gegen Heidenheim der gleichen Startelf wie zuletzt. Es gibt keine Veränderungen in der Anfangsformation der Kiezkicker.
So beginnen die Braun-Weißen: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Überraschend: Andréas Hountondji (23) verzichtet freiwillig auf seine Teilnahme am Afrika-Cup, wie der Verband von Benin mitteilte. Eigentlich war er nominiert worden, doch verletzungsbedingt sagte er ab.
Trainer Alexander Blessin (52) war von der Entscheidung überrascht. „Er hat es mit uns abgesprochen und auch mit dem Verband geregelt“, sagte er. Angesichts der immer wiederkehrenden Verletzungen zeigte sich der Coach erleichtert: „Man muss auch mal daran denken, den Spieler wieder gesund zu bekommen.“
Welche Auswirkungen die Absage auf Hountondjis Zukunft in der Nationalmannschaft hat, ist noch offen. „Ich glaube, er liebt sein Land und hat stets den Eindruck vermittelt, dass er unbedingt für sein Land spielen will“, so Blessin, der weiß, dass nicht jeder die Entscheidung gutheißen wird.
Wenn Hountondji fit ist, steht er in diesem Jahr noch für St. Pauli zur Verfügung – unter anderem für die Partie gegen Mainz, die der Verein eigentlich ohne ihn geplant hatte.
Nach der Auslosung am Sonntag steht nun auch der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen fest. Der FC St. Pauli tritt am 3. Februar ab 20.45 Uhr gegen die Werkself an und kämpft um den Einzug ins Halbfinale.
Etwa eineinhalb Wochen später kommt es zum erneuten Duell in der Bundesliga, der genaue Termin steht jedoch noch nicht fest.
Zwei Tage vor dem Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim wurde der Schiedsrichter bekanntgegeben. Sören Storks (37) wird die Partie am Millerntor leiten.
In dieser Saison pfiff er bereits das Auswärtsspiel von St. Pauli bei Werder Bremen (0:1). Seine Bilanz unter ihm lautet zwei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen.
Ähnlich sieht es bei Heidenheim aus: Storks kommt dort auf drei Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen.
Friedhelm Funkel (71) brachte dem FC St. Pauli kein Glück: Der Ex-Trainer zog Bayer Leverkusen als Gegner für das DFB-Pokal-Viertelfinale, gespielt wird beim Meister von 2023.
Der genaue Termin steht noch nicht fest, mögliche Daten sind der 3. oder 4. sowie der 10. oder 11. Februar 2026. Sollte das Viertelfinale in der zweiten Pokalwoche stattfinden, treffen beide Teams innerhalb weniger Tage zweimal aufeinander, da das Bundesliga-Rückspiel vom 13. bis 15. Februar in der BayArena ausgetragen wird.
„Friedhelm Funkel hätte uns einen etwas leichteren Gegner wünschen können. Trotzdem werden wir alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. Als Favorit reisen wir aber wohl nicht nach Leverkusen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).
Sportchef Andreas Bornemann (53) sagte offen, dass man sich ein Heimspiel gewünscht hätte. „Aber wir akzeptieren die Auslosung so, wie sie ist. Besonders gegen die großen Bundesliga-Clubs haben wir bereits starke Leistungen gezeigt.“
Eine Überraschung gab es beim 1:1 in Köln: Abwehrspieler Hauke Wahl (31) musste zur Halbzeit angeschlagen in der Kabine bleiben, der Grund war zunächst unklar.
Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nach dem Spiel: „Er war schon grenzwertig für den Einsatz. Die letzten zwei Tage hat er sich hundsmiserabel gefühlt.“ Trotz eines starken Infekts wollte Wahl für die Mannschaft spielen und versuchte es, bemerkte aber nach 35 Minuten, dass es nicht mehr ging.
Es ist noch offen, ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder eine andere Erkrankung handelt.
Never change a winning team: Etwa eine Stunde vor Anpfiff gab der FC St. Pauli seine Startelf für das Auswärtsspiel in Köln bekannt – Trainer Alexander Blessin vertraut auf dieselbe Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.
So starten die Kiezkicker: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Am Sonntag (19.15 Uhr) wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. Noch ist der FC St. Pauli im Wettbewerb, mit möglichen Gegnern.
Als Losfee fungiert wieder der ehemalige Bundesligaspieler und Trainer Friedhelm Funkel (71).
Das Viertelfinale wird wie im Vorjahr aufgeteilt, gespielt wird am 3. und 4. sowie am 10. und 11. Februar 2026.
Das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln wird von Schiedsrichter Tobias Reichel (40) geleitet. Unter seiner Leitung hat St. Pauli keine gute Bilanz.
Reichel pfiff bisher acht Spiele der Kiezkicker, von denen nur zwei gewonnen wurden. Die letzten drei Begegnungen endeten alle unentschieden.
Er wird an den Seitenlinien von Christian Bandurski und Marcel Unger unterstützt, VAR ist Johann Pfeifer.
Der FC St. Pauli trifft am Samstag auf den 1. FC Köln und dessen Trainer Lukas Kwasniok (44). Trotz des Tabellenplatzes 17 ist der Trainer von der Spielweise der Kiezkicker angetan.
„Ich sehe den FC St. Pauli fußballerisch unter den sechs bis acht besten Teams der Bundesliga“, sagte Kwasniok. „Ich war beim Pokalspiel in Mönchengladbach live dabei. Das war ein Genuss, ihnen zuzusehen.“
Trotz der Niederlagenserie habe die Mannschaft mutig gespielt, was ihn beeindrucke. „Sie verfügen über eine Achse erfahrener Spieler. Wir sollten auch in diesem Spiel als Underdog auftreten“, gab der Trainer eine leichte Warnung.
Nur kurz nach seinem Tor gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt ausgewechselt werden und wird auch am Samstag gegen Köln fehlen.
„Es gibt keine starke Einblutung, es handelt sich um eine leichte muskuläre Verletzung“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Zwar konnte Hountondji bereits wieder laufen, doch ein Einsatz sei ausgeschlossen. „Wir müssen abwarten, wie sich seine Belastung steigert. Ich hoffe, dass er uns gegen Heidenheim wieder zur Verfügung steht.“
Das könnte auch sein letztes Spiel sein: Hountondji wurde für Benin für den Afrika-Cup nominiert. Die Abstellung beginnt am 15. Dezember, sodass er im letzten Spiel des Jahres gegen Mainz (21. Dezember) fehlen würde.
„Wir sind im Austausch. Ich stehe in ständigem Kontakt mit Gernot Rohr, um die Details der Abstellung zu klären“, erklärte Blessin. Benin startet am 23. Dezember mit einem Gruppenspiel gegen DR Kongo.
Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale Borussia Mönchengladbach gegen FC St. Pauli sind veröffentlicht:
Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic
St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Der FC St. Pauli muss in den kommenden Monaten auf Torhüter Nummer drei verzichten. Simon Spari (23) hat sich am rechten Sprunggelenk verletzt und wurde operiert.
Der Verein gab bekannt, dass sich der Österreicher im Training eine Ruptur des Syndesmosebandes zugezogen hat. Die Operation war notwendig, um dem Gelenk künftig mehr Stabilität zu verleihen.
In der zweiten DFB-Pokalrunde war Ben Voll (24) der Held, im Achtelfinale gegen Gladbach spielt er jedoch wieder die zweite Geige. Trainer Alexander Blessin (52) entschied sich für Nikola Vasilj (30) als Torwart.
„Wir haben entschieden, dass Niko im Tor bleibt, obwohl Ben es absolut verdient hätte“, erklärte Blessin und verwies auf die Situation des Teams.
„Für Ben tut es mir sehr leid, er ist ein großartiger Typ und Torwart. Er hat eine Zukunft bei uns, das steht fest. Aber die momentane Lage hat unsere Entscheidung beeinflusst.“
Deutliche Kritik an Andy Grote (57): Vor der anstehenden Innenministerkonferenz, bei der Fanrechte eingeschränkt werden könnten, wurde der Hamburger Innensenator heftig angegriffen.
Während des Spiels von St. Pauli beim FC Bayern zeigten Münchner Ultras scharfe Plakate gegen Grote. Unter anderem war eine große Karikatur zu sehen, die einen überdimensionierten Schlagstock aus Grotes Hose zeigt. Zudem waren Fans, zahlreiche Überwachungskameras und ein Polizist abgebildet.
„Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“, stand auf einem weiteren Banner – eine Anspielung auf das sogenannte „Pimmel-Gate“ von 2021: Grote war damals auf Twitter (heute X) als „Pimmel“ bezeichnet worden, woraufhin er Strafanzeige stellte. Der Urheber wurde kurz darauf von der Polizei durchsucht.
Der SPD-Politiker gilt bei der Innenministerkonferenz als Befürworter strengerer Maßnahmen in den Stadien, was bei den Fans auf wenig Gegenliebe stößt.
Diese Mannschaft soll vor allem ein Debakel verhindern: Der FC St. Pauli gab rund eine Stunde vor Anpfiff gegen Bayern seine Startelf bekannt.
Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie (Bank). Oladapo Afolayan wurde erneut nicht für den Kader berücksichtigt.
Die FCSP-Startelf: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Was wird aus Oladapo Afolayan (28)? Der offensive Spieler des FC St. Pauli wurde zuletzt aus „sportlichen Gründen“ aus dem Kader gestrichen. Kommt er gegen Bayern zurück?
Trainer Alexander Blessin (52) antwortete am Donnerstag vielsagend: Er sehe bei jedem Spieler im Team den Willen, sich zu verbessern. Das bedeutet, auch Afolayan zeigt im Training offenbar den richtigen Einsatz.
Gleichzeitig kündigte der Coach aufgrund der guten Personalsituation „harte Entscheidungen“ an – zumal bei den angeschlagenen Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) Entwarnung gegeben wurde und sie einsatzbereit sind.
Eigentlich ist er der Retter in der Not: Nikola Vasilj. In den vergangenen Spielen unterliefen ihm jedoch einige Fehler. Der St.-Pauli-Torwart übernimmt Verantwortung.
„Die Fehler passierten in einer entscheidenden Phase. Es ist nicht leicht, damit umzugehen“, gestand er. Dennoch wolle er das Geschehene abhaken, nach vorne blicken und dem Team helfen, aus der negativen Serie von acht Niederlagen herauszukommen.
„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben genug Qualität, um aus der Krise zu kommen. Wenn ich auf die Tabelle schaue, ist noch alles offen. Wir müssen positiv bleiben und weiterhin an das glauben, was wir im Vorjahr geschafft haben.“
Er selbst habe eine solche Niederlagen-Serie bisher noch nicht erlebt. „Die Frage, warum wir in den ersten drei Spielen so gut spielten und danach nicht mehr, wird oft gestellt. Im Fußball kann man nicht alles erklären.“
Das tut weh: Der FC St. Pauli wurde vom Sportgericht des DFB mit einer empfindlichen Geldstrafe von 125.600 Euro belegt. Verantwortlich sind die Fans.
Diese hatten beim 2:0-Derbysieg gegen den HSV Ende August massiv Pyrotechnik im Volksparkstadion abgebrannt. Das Sportgericht wertete dies als „unsportliches Verhalten“.
Von der Strafe in Höhe von 125.000 Euro darf der Verein 41.000 Euro „für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen“ verwenden. Die Ausgaben müssen bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.
Es läuft gut für Carlo Boukhalfa (26)! Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den 1:0-Sieg des FC St. Gallen gegen den FC Lausanne-Sport und hält sein Team damit weiter auf Platz drei.
Boukhalfa gelangen in 13 Spielen bereits sechs Saisontore, während er in drei Jahren bei St. Pauli nur vier Treffer in 56 Einsätzen erzielte.
Ebenfalls erfreulich: Lukas Daschner (27) absolvierte nach seiner Verletzung seine zweite Partie, wurde in der 41. Minute eingewechselt.
Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte der lange verletzte Kapitän erstmals in die Startelf zurück, konnte eine weitere Niederlage aber nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, analysierte Jackson Irvine nach der 0:1-Pleite niedergeschlagen. „Wir hatten heute etwas Pech. Es lief nicht für uns. Uns fehlten Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück – von allem ein bisschen.“
Beim Gegentor war der Kapitän zu weit vom Torschützen entfernt. Rani Khedira stand nach einem Einwurf viel zu frei und erzielte den Treffer für Union.
Trotzdem wolle man sich nicht auf die Vergangenheit fokussieren, sondern nach vorne blicken, so Irvine. „Wir müssen weiter an uns glauben und uns gegenseitig motivieren. Was passiert ist, ist passiert, und nächste Woche haben wir wieder die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen für das Spiel FC St. Pauli gegen Union Berlin liegen vor. Kapitän Jackson Irvine (32) ist nach langer Verletzungspause zurück in der Startelf.
Aufstellung FC St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage
Aufstellung Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)
Schiedsrichter Tobias Stieler wird die wichtige Partie des FC St. Pauli am Sonntagabend (17.30 Uhr) leiten.
Bisher pfiff der erfahrene Unparteiische nur fünf Spiele der Kiezkicker (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Das liegt auch daran, dass der 44-Jährige lange in Hamburg wohnte. Anfang des Jahres zog der Jurist nach Sölden, einem Vorort von Freiburg im Breisgau.
Dadurch haben sich seine sogenannten „Ansetzungssperren“ verschoben. Nun darf Stieler wieder beide Hamburger Vereine pfeifen, die Spiele von Hamburg unter Trainer Julian Schuster (40) sind ihm jedoch nicht mehr zugeteilt. Nach seinem Einsatz im St.-Pauli-Spiel gegen Dortmund im März wird die heutige Partie sein zweiter Spieltag seit dem Wegzug sein.
Das letzte Spiel unter seiner Leitung verloren die Braun-Weißen mit 0:2.
Torwart Nikola Vasilj (29) kehrte mit gemischten Gefühlen von seiner Länderspielreise zurück. Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation.
Nun bleiben der Mannschaft und Vasilj noch zwei Spiele im März. Der erste Gegner im Play-off-Halbfinale ist Wales. Der Sieger trifft auf den Gewinner der Partie zwischen Italien und Nordirland, so die Auslosung am Donnerstag.
Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli ins Trainingszentrum an der Kollaustraße zurück. Besonders gut gelaunt ist Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Sein Erfolg blieb auch seinen Teamkollegen nicht verborgen, wie ein Instagram-Video zeigt. Zunächst traf Nikola Vasilj (29) ein und beglückwünschte Ceesay nach einer emotionalen Rückkehr. Er lobte seine Entwicklung sehr.
Kurze Zeit später kam auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay, der sich bedankte, aber gleichzeitig fragte, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert hatte. Die Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“
Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Qualifikation einen Rückschlag erlebte, waren sechs weitere Kiezkicker für ihre Nationalteams unterwegs.
Für Connor Metcalfe und Jackson Irvine endete die USA-Reise enttäuschend. Die Socceroos verloren unter Kapitän Irvine mit 0:3 gegen Kolumbien, beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets wurde beim 4:2-Erfolg Estlands auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Ähnlich erging es Joel Chima Fujita beim 3:0-Sieg Japans gegen Bolivien, er kam in der 77. Minute in die Partie.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit einem Doppelpack. Es waren seine zweiten und dritten Tore im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.
Der FC St. Pauli-Torwart Nikola Vasilj hat mit Bosnien-Herzegowina die direkte WM-Qualifikation verpasst. Im dramatischen letzten Gruppenspiel erreichte die Mannschaft in Österreich nur ein 1:1 und muss nun die Play-offs bestreiten.
Nach der frühen Führung durch Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic (12. Minute) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber, ehe Michael Gregoritsch in der 77. Minute den Ausgleich erzielte, der Österreich den Gruppensieg sicherte. Bosnien muss jetzt den Umweg über die Entscheidungsspiele nehmen.
Für Danel Sinani und die luxemburgische Nationalmannschaft endete die WM-Qualifikation enttäuschend: Das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging mit 0:1 verloren.
Luxemburg blieb punktlos und belegte den letzten Platz in der Gruppe der deutschen Nationalmannschaft. Das Ergebnis spiegelt jedoch nicht die Leistungen wider, die das Team gezeigt hat und für die es sich durchaus einige Punkte verdient hätte.
Traurige Nachricht aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb am Samstag während eines Legenden-Spiels in seiner Heimat, wie unter anderem der ukrainische Fußballverband mitteilte.
Der frühere Mittelfeldspieler war bei einem Benefizspiel für Veteranen plötzlich zusammengebrochen. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe verstarb er.
Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt arbeitete er als Scout für Metalist 1925 Charkiw.
Wichtig: Nach zuletzt schwachen Leistungen im Trikot von St. Pauli konnte Torhüter Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft wieder ein Stück Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Qualifikation mit 3:1 gegen Rumänien.
Vasilj zeigte einige starke Paraden und darf weiter vom WM-Ticket träumen: Am Dienstag (20.45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Play-offs sind bereits sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.
Außer Vasilj waren am Samstag auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit der australischen Nationalmannschaft aktiv. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute ins Spiel.
Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent als Präsident wiedergewählt.
Er hatte keine Gegenkandidaten. 894 der knapp 1.000 stimmberechtigten Mitglieder votierten für den Präsidenten, der seit 2014 an der Spitze des Clubs steht und nun seine vierte und letzte Amtszeit antritt.
Neben der Wahl stellte Göttlich die langfristigen Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions vor. Das Ziel sei eine Kapazität von 40.000 bis 50.000 Plätzen.
Für Danel Sinani dürfte es eines der Highlights seiner bisherigen Karriere sein: Der Kiezkicker steht mit der luxemburgischen Nationalmannschaft im Startelf beim Duell gegen Deutschland.
Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.
Für Karol Mets lief es am Donnerstagabend in Norwegen nicht gut: Mit Estland verlor der Verteidiger des FC St. Pauli mit 1:4 (0:0). Superstar Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth trafen kurz nach der Pause jeweils doppelt. Robi Saarma gelang immerhin der Ehrentreffer.
Für Joel Chima Fujita lief es besser: Beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana wurde der Mittelfeldspieler in der 68. Minute eingewechselt.