FCSP-Blog: Zwei Defensivspieler vorerst verletzungsbedingt außer Gefecht
Hamburg – Der FC St. Pauli befindet sich weiter im dringenden Kampf um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg unterlagen die Kiezkicker mit 1:2. Nach der Länderspielpause wartet am Ostersonntag mit Union Berlin der nächste Herausforderer.
Dabei muss der FCSP auf zwei zentrale Verteidiger verzichten.
In unserem St.-Pauli-Blog informieren wir Euch laufend über alle Neuigkeiten zum Team, potenzielle Transfers und weitere Ereignisse rund um das Millerntor-Stadion.
Unglückliche Personalnews erreichten den FC St. Pauli: Tomoya Ando (27) und Lars Ritzka (27) stehen vorerst nicht zur Verfügung, wie der Klub am Mittwoch bekanntgab.
Ando zog sich im Spiel gegen Freiburg eine muskuläre Verletzung im Bereich der Adduktoren zu, weshalb er auch nicht wie geplant zur japanischen Nationalmannschaft reisen konnte.
Ritzka hingegen musste sich einer (geplanten) Operation unterziehen. Der Linksfuß hatte nach einem Sturz in den vergangenen Wochen Probleme mit der rechten Schulter, erklärten die Verantwortlichen des Vereins.
Im Sonntagsspiel gegen den SC Freiburg (1:2) erhielt Trainer Alexander Blessin (52) eine Gelbe Karte. Schiedsrichter Florian Badstübner (35) zeigte dem Chefcoach Gelb, nachdem dieser sich an der Seitenlinie lautstark über die Pfeifentscheidung beschwert hatte.
Als die Breisgauer gegen Ende der zweiten Halbzeit zum 2:1 auswärts einnetzten und somit das Spiel drehten, war Blessin sichtlich angespannt. Danach ließ der Unparteiische mehrere Zweikampfsituationen ungeahndet, die im gesamten Stadion und von Trainerseite lautstark als Fouls empfunden wurden.
Dass Badstübner Blessin die Gelbe Karte offenbar noch mit einem Grinsen zeigte, bezeichnete der St.-Pauli-Trainer nach dem Spiel bei DAZN als „respektlos“. Bei der anschließenden Pressekonferenz erläuterte er, was ihn an der Situation störte.
„Meine Reaktion war nicht besonders klug, aber ehrlich gesagt entsprang sie der Emotion“, sagte Blessin. „Es steht so viel auf dem Spiel“, sprach er den Abstiegskampf an. „Und wenn sich jemand dann an so etwas erfreut – das tut einfach weh“, fügte er hinzu. Dennoch gab er zu: „Die Gelbe Karte habe ich verdient. Aber der Rest war unnötig. Lassen wir es dabei bewenden.“
Bei herrlichem Frühlingswetter traf der Mannschaftsbus des FC St. Pauli gegen 16 Uhr am Millerntor ein. Mehrere Hundert Fans begrüßten ihr Team vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Freiburg mit Fahnen und Bengalos.
Es wird erwartet, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) in die Partie gegen St. Pauli geht. Damit stünden zwei ehemalige Kiezkicker in der Startelf der Freiburger.
Matanovic gilt als Eigengewächs des FC St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief die komplette Jugend bei den Braun-Weißen und feierte 2020 mit 17 Jahren sein Profi-Debüt in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er zusammen mit seinem ehemaligen Teamkollegen und ebenfalls Ex-Kiezkicker Treu beim SC Freiburg.
Treu absolvierte den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung von 2017 bis 2023 in Freiburg. Zwischen 2023 und 2025 folgte ein kurzer Abstecher zum FC St. Pauli, wo er sich zum Aufstiegshelden entwickelte.
Neben diesen beiden liefen auch die ehemaligen Kiezkicker Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) im Trikot beider Mannschaften auf. Auch der FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) spielte in seiner aktiven Zeit für den SC Freiburg.
Aua! Florian Badstübner (35) war Schiedsrichter im Spiel gegen den SC Freiburg. Unter seiner Leitung hatten die Kiezkicker bislang keinen guten Lauf.
Der FIFA-Schiedsrichter leitete bisher zehn Spiele mit Beteiligung von St. Pauli – darunter zwei DFB-Pokalpartien, zwei Bundesligaspiele und sechs Begegnungen in der 2. Bundesliga. Nur ein einziges Mal konnte St. Pauli unter ihm einen Sieg feiern: In der Saison 2022/2023 siegte die Kiez-Elf mit 3:0 gegen Magdeburg.
Insgesamt musste der FCSP unter Badstübners Pfeife sechs Niederlagen verkraften, drei Spiele endeten unentschieden.
Zuletzt leitete der 35-Jährige das Pokal-Aus der Kiezkicker in Leverkusen (0:3).
Beim kommenden Heimspiel gegen den SC Freiburg werden die Kiezkicker in einem Sondertrikot auflaufen.
Gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ möchte der Verein ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Die Botschaft der Initiative ist auf der Brust des Jerseys zu sehen.
Der FC St. Pauli arbeitet schon seit längerer Zeit mit der Initiative zusammen und möchte mit dieser Aktion sein langjähriges Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus betonen.
500 Sondertrikots werden öffentlich verkauft. Von jedem verkauften Trikot fließen fünf Euro direkt an „Kein Bock auf Nazis“, teilte der Verein mit. Die getragenen Matchworn-Shirts der Spieler werden anschließend von der Initiative verlost. Die Erlöse kommen der Arbeit gegen Rechtsextremismus zugute.
Zweimal pro Woche stellt sich St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin (52) den Fragen der Medienvertreter, doch manchmal dürfen auch die Nachwuchsspieler ran. Die „Rabauken“ des FCSP hatten während einer eigenen Pressekonferenz eine ganz besondere Frage für den Trainer parat.
„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wären, wer würde als erstes sterben und wer würde am längsten überleben?“, fragte ein Junge. Blessin hörte aufmerksam zu und lächelte schmunzelnd: „Boah, das ist wirklich eine fiese Frage.“
Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Da gibt es keinen Einzelnen, wir sind ein Team und handeln gemeinsam, da kann ich niemanden hervorheben.“
Die Rabauken wollten noch wissen: „Wer würde am längsten überleben?“ Blessin entschied sich schließlich für ein Duo: „Wer am längsten durchhält, weil er wohl die größte Ausdauer hat, ist wahrscheinlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, weil sie fast immer um die 13 Kilometer pro Spiel zurücklegen.“
Doch damit nicht genug – die Kinder wollten ebenfalls wissen, wer sich am besten verstecken könne. Blessin lachte und entgegnete scherzhaft: „Wir wollen eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“
Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Tickets kämpfen, geht es für andere Kiezkicker in den Länderspielen darum, sich weiter zu empfehlen.
Connor Metcalfe (26) hält die Hoffnung auf eine Teilnahme an der WM im Sommer noch aufrecht und hofft auf Einsätze bei den Spielen Australiens gegen Kamerun (27. März, 10.10 Uhr) und Curacao (31. März, 11.10 Uhr). Jackson Irvine (32) hingegen wird vorsorglich geschont und ist nicht dabei.
Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) reisen gemeinsam nach Großbritannien. Dort trifft Japan zunächst auf Schottland (28. März, 18 Uhr) und anschließend auf England (31. März, 20.45 Uhr).
Abdoulie Ceesay (22) und Gambia bestreiten am 31. März ein Länderspiel gegen Senegal (21 Uhr).
Für Danel Sinani (28) wird es ernst: Mit Luxemburg stehen die Nations-League-Qualifikationsspiele gegen Malta am 26. und 31. März jeweils um 18 Uhr an.
Der FC St. Pauli kämpft acht Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Der Druck ist hoch, doch Abwehrspieler Hauke Wahl (31) sieht das etwas anders.
„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Anspannung“, beschrieb er die Atmosphäre. „Eine gewisse Gelassenheit ist wichtig und hilft. Man kann nicht die ganze Zeit zuhause angespannt sein, sonst verkrampft man irgendwann.“
Aus seiner Sicht ist es von Vorteil, dass die Mannschaft seit dem ersten Spieltag weiß, dass es ausschließlich um den Klassenerhalt geht. „Das kann auch ein Vorteil sein. Es ist schön, dass es so knapp zugeht. Wir sind nicht nervös, als Fußballer können wir mit dem Druck umgehen“, ergänzte Wahl.
Für ihn persönlich sei der Druck sogar förderlich. „Nur wenn man Druck spürt, kann man das Beste aus sich herausholen. Man gibt alles. Sobald die Spannung nachlässt, wird es schwierig. Das hat man beim letzten Spiel im Vorjahr gegen Bochum gesehen. Die besten Spiele sind doch die, bei denen es um etwas geht.“
Drei FC St. Pauli-Spieler kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalteams um die letzten WM-Tickets für die Sommer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko.
Eric Smith (29) ist einer von ihnen. Er wurde nach mehreren verletzungsbedingten Ausfällen in die schwedische Nationalmannschaft nachnominiert. Die Schweden treffen im Playoff-Halbfinale auf die Ukraine (26. März, 20.45 Uhr). Bei einem Sieg könnte es zu einem internen Duell mit einem weiteren Kiezkicker kommen.
Im anderen Halbfinale steht Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen, Gegner ist Albanien (26. März, 20.45 Uhr).
Der Dritte im Bunde ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales antritt (26. März, 20.45 Uhr). Der Sieger trifft im Finale auf Italien oder Nordirland.
Fabian Hürzeler (33) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und misst sich nun in der Premier League mit den Weltbesten. Erst kürzlich verlor sein Team Brighton & Hove Albion mit 0:1 gegen Tabellenführer Arsenal London, woraufhin sich Hürzeler über das Zeitspiel der Gunners beklagte.
Diese Äußerung sorgte für eine Reaktion von Matthias Sammer (58). Vor dem Spiel von Bayer Leverkusen gegen Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur eines sagen: Die sollen alle den Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Noten. Es geht um Titel, und wer Titel gewinnt, hat Recht.“
Direkt im Anschluss richtete der Experte deutliche Worte an den Ex-St.-Pauli-Trainer: „Fabi Hürzeler, den ich sehr schätze, bevor du so eine Mannschaft kritisierst, musst du erst mal drei Titel gewonnen haben und nicht nur mal mit Pauli aufgestiegen sein. So etwas gehört sich einfach nicht. Da muss man Respekt zeigen.“
Es wurde bekannt, dass Hürzeler sich mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) erneut ausgetauscht hat und seine Kritik dabei noch einmal bekräftigte.
Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien. Doch am Montag stand der Profifußballer an der Supermarktkasse – alles für den guten Zweck.
Die Summe, die „Aushilfskassierer“ Wahl während seiner Schicht bei EDEKA in der Rindermarkthalle einnahm, kommt einem wohltätigen Zweck zugute. Die Filiale stockte die Erlöse auf insgesamt 10.000 Euro auf. Das Geld soll an die FC St. Pauli Rabauken gehen, um ein Fußballcamp für Kinder aus Familien zu ermöglichen, die sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnten.
„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kundinnen und Kunden reagiert haben. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist enorm wichtig. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, sagte Wahl zu der Aktion.
Wie wichtig James Sands (25) für den FC St. Pauli ist, wurde beim 0:3 in Gladbach deutlich. Der US-Amerikaner fehlte an allen Ecken und Enden. Die Nachricht von seiner schweren Verletzung traf die Mannschaft hart.
„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall tut uns sehr weh“, erklärte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, gerade in den starken Phasen, die er auch hatte. Im Zweikampf bringt er extrem viel Power.“
Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet zum Saisonende, sodass er wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird. Zudem ist seine Teilnahme an der Heim-WM in den USA stark gefährdet.
„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das nicht vorstellen, weil ich zu weit weg bin – aber für ihn war es ein großer Traum, dabei zu sein. Er hätte es wirklich verdient“, gab Wahl zu. „Es tut uns weh, aber menschlich ist es für ihn eine große Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Als Mannschaft ist es auch unsere Aufgabe, ihn jetzt wieder aufzubauen.“
Ein gutes Zeichen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20.30 Uhr) das wichtige Abstiegsspiel des FC St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Unter seiner Regie hat St. Pauli eine positive Bilanz.
Bisher pfiff der gelernte Bankkaufmann sieben Spiele mit Beteiligung der Kiezkicker, vier davon wurden gewonnen, nur eine Partie ging verloren. Zuletzt leitete Schlager St. Pauli in der zweiten DFB-Pokalrunde, in der sie sich im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim durchsetzten.
Gladbach hat unter Schlager eine negative Bilanz: Von 13 Spielen unter seiner Leitung gewannen die Fohlen nur drei und verloren vier. In der laufenden Saison leitete der 36-Jährige das torlose Unentschieden am sechsten Spieltag gegen Freiburg.
Zweimal trafen der FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach in dieser Spielzeit bereits aufeinander, mit unterschiedlichen Ausgängen. Besonders Haris Tabakovic (31) fiel dabei auf, indem er drei der fünf Tore der Fohlen erzielte.
„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein sehr guter Stürmer“, sagte St. Paulis Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Duell am Freitagabend. Insgesamt attestierte er Gladbach eine hohe individuelle Qualität. „Wir haben aber auch schon bewiesen, dass wir sie besiegen können“, spielte er auf den Pokalsieg an.
Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so agieren wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Und wir müssen mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“
Vor allem geht es ihnen aber um defensive Stabilität, die St. Pauli in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität haben, auch Spiele für uns zu entscheiden.“ Ein Dreier am Freitagabend wäre im Abstiegskampf besonders wichtig.
Sehr schlechte Nachrichten für die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel in Gladbach: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner verletzte sich bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt.
Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss sich der Mittelfeldspieler wegen einer Verletzung am linken Sprunggelenk operieren lassen und wird mehrere Monate pausieren.
Damit steht fest: Sands wird vermutlich kein weiteres Spiel für St. Pauli absolvieren, da sein Leihvertrag am Saisonende ausläuft. Zudem sind seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM nahezu null.
„Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch“, sagte Trainer Alexander Blessin (52) und fügte hinzu: „Martijn ist heiß auf Einsätze und versucht, das umzusetzen, was wir besprechen.“
Normalerweise wäre Kaars gegen Frankfurt eingewechselt worden, doch verletzungsbedingte Wechsel verhinderten das, wie der Coach zugab. „Er lässt sich nicht hängen und gibt weiter Vollgas.“
Blessin kennt die Schwächen seines Stürmers genau: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erklärte er und forderte vor allem mehr Körperlichkeit vom Niederländer.
Schöne Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden. Den freudigen Anlass teilte der Mittelfeldspieler auf Instagram mit. Das Mädchen wurde bereits am 3. März geboren, der Name ist nicht bekannt.
Wegen der Geburt verpasste Hartel ein Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC. Sportlich läuft es bisher nicht rund: Aus drei Partien holte das Team nur einen Punkt, die Playoff-Teilnahme gerät früh in Gefahr.
Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Immer wenn der Australier die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand, verlor der Verein kein Spiel. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.
„Er ist wahnsinnig wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagte der Coach. „Er fungiert als Sprachrohr und Taktgeber und beruhigt die Jungs, wenn es hektisch wird.“
Dabei hilft Irvine seine Erfahrung aus über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien. „Seine Präsenz ist enorm bedeutend. Für die Mannschaft und mich als Trainer ist er ein fixer Anker“, betonte Blessin.
Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, ein weiterer Spieler wird bald erneut Papa. Am Donnerstag kündigte Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki an.
Das Paar hat bereits zwei Kinder und schrieb auf Instagram, bald „in Unterzahl“ zu sein. Wann genau der Nachwuchs kommt, ließen sie offen. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Das Lazarett lichtet sich langsam! Der FC St. Pauli kann am Freitag bei Borussia Mönchengladbach wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, kündigte Trainer Alexander Blessin (52) an.
Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Mit seiner Schnelligkeit und Dynamik ist er eine große Verstärkung. Er war im Training sehr motiviert“, sagte Blessin, der eine etwa 15-minütige Einwechslung des Stürmers plant.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist noch offen. Sicher ist aber, dass er am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln soll.
Verzichten muss St. Pauli definitiv auf Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) nach ihren Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos hatte ich zunächst gedacht, es wäre nichts Schlimmes, aber es sieht eigentlich ganz gut aus. Es besteht Hoffnung, dass er nächste Woche wieder spielen kann“, blickte Blessin voraus. Bei Sands müsse man noch abwarten.
Schlechte Nachrichten vom FC St. Pauli: Wie der Klub am Dienstagmittag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich unmittelbar nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu. Er wird in Gladbach fehlen, für das nächste Heimspiel gegen Freiburg in zwei Wochen gibt es noch Hoffnung auf sein Comeback.
Bei Sands sieht es schlechter aus. Nach einem Foul musste er ausgewechselt werden. Bei ihm wurde eine „Verletzung des Bandapparats am linken Sprunggelenk“ diagnostiziert. Die Ausfalldauer ist noch unklar.
St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) beim 0:0 gut im Griff. Burkardt lobte Wahl nach dem Spiel beim DAZN-Mikrofon.
„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt und nannte mehrere Gründe: „Er ist ständig hellwach, immer im Rücken, sehr körperlich stark. Er hat mich gut kontrolliert.“
Wahl revanchierte sich mit Lob: „Er ist ein unglaublicher Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ich hasse es, gegen ihn zu spielen, ehrlich gesagt.“
Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Tag. „Ich hatte wenig zu tun, aber das lag an der gesamten Mannschaft, die einen klasse Defensivjob gemacht hat“, lobte der FCSP-Keeper seine Vorderleute. Wenn er gefordert war, war er da.
Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach der nächste Abstiegskracher. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten. Besonders das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist sehr wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist für uns jedes Spiel ein Finale“, machte er klar.
Vasilj kann mit einer weiteren zu-null Partie einen neuen Rekord aufstellen. Er steht aktuell bei 208 Minuten ohne Gegentor, bisheriger Bestwert sind 287 Minuten.
Sie stehen kurz vor der Rückkehr! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder voll im Training und könnten bald wieder Spielzeit bekommen.
„Andréas hat noch eine Woche, das tut ihm gut, auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Einen Kurzeinsatz in Gladbach schloss er nicht aus, eine Rückkehr steht unmittelbar bevor.
Ähnlich sieht es bei Nemeth aus, der zunächst Spielpraxis bei der U23 sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, sagte Blessin.
Das sah nicht gut aus! Der FC St. Pauli bangt nach dem torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt um zwei Spieler.
Kurz nach der Pause musste Manolis Saliakas (29) ausgewechselt werden. Der Grieche fasste sich nach einem Sprint an den Oberschenkel. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau los ist. Beim Sprint habe ich plötzlich etwas gespürt“, berichtete er nach dem Spiel.
Trainer Alexander Blessin (52) meinte: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde einen mehrwöchigen Ausfall bedeuten.
Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Er ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten“, sagte Blessin zurückhaltend. Sands wurde nach dem Spiel gestützt in die Kabine begleitet.
Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag die Partie des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker haben unter ihm keine guten Erfahrungen.
Der gebürtige Berliner pfiff bereits 25 Spiele mit Beteiligung der Braun-Weißen. Acht wurden gewonnen, neun verloren. Die letzten drei Begegnungen endeten mit Niederlagen, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.
Bei Eintracht Frankfurt sieht die Bilanz anders aus: 44 Begegnungen leitete Zwayer dort, zweitmeiste Einsätze seiner Karriere. Die Eintracht gewann 18 Spiele und verlor 15. In dieser Saison war Zwayer dort bislang noch nicht im Einsatz.
Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen drei weitere Akteure.
„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). „Bei Karol Mets (32) wird es diese und nächste Woche noch nicht klappen.“
Auch Andréas Hountondji (23) steht nicht zur Verfügung, obwohl es bei ihm Fortschritte gibt. „Die Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir sind optimistisch, dass er bald zurückkommt“, so Blessin.
Tomoya Ando (27) ist nach seiner Pause gegen Hoffenheim wieder einsatzbereit.
Eric Smith (29) fehlte zuletzt im Training, der Grund ist nun bekannt: Der Schwede wurde am Freitagnachmittag auf Instagram Vater zum zweiten Mal und dürfte deshalb gegen Frankfurt wieder einsatzfähig sein.
FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat die genauen Anstoßzeiten der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 festgelegt. St. Pauli tritt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags an.
Die Spiele in der Übersicht:
Sonntag, 5. April (15.30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18.30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20.30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Bittere Nachricht für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Abwehrspieler zog sich im Auswärtsspiel in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.
Besonders ärgerlich: Mets hatte sich nach hartnäckigen Patellasehnen-Problemen erst Anfang der Saison zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Alexander Blessin (52) stehen jedoch mehrere Alternativen zur Verfügung. Neben Lars Ritzka (27), der Mets im Spiel bereits ersetzte, könnten auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) die Position übernehmen.
Mit zwei Siegen in Folge hat St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft gewonnen und ist auf Platz 15 geklettert. Am Sonntag gegen Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann war man zuletzt so erfolgreich?
Eine Serie von drei Siegen in Folge gelang St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Damals gewann man gegen Köln, den HSV und Gladbach. Am Ende stieg das Team trotzdem ab.
Die längste Siegesserie feierte der Kiezklub 1989/90 mit vier Erfolgen in Folge gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das war die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.
Eine Saison zuvor blieb St. Pauli elf Spiele in Folge ungeschlagen – mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli große Erfolge: Aufstieg in die Bundesliga und Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte er seine Entscheidung.
„Nach einem sehr guten Zweitliga-Jahr und einem stabilen Erstliga-Jahr war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt kommen“, erklärte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben. Aber ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Verein, der auch international spielt.“
Seine Zeit beim FC St. Pauli bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga direkt in die Bundesliga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Daher wechselte ich zunächst zu einem sehr ambitionierten Zweitligisten. So wie es gelaufen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli könnte ich eines Tages meinen Kindern erzählen. Danach haben wir auch die Klasse gehalten – das war etwas ganz Besonderes.“
Inzwischen hat sich Treu bei Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.
Nach dem Sieg gegen Bremen wollte St. Pauli bei Hoffenheim nachlegen. Das gelang eindrucksvoll.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtserfolg außerhalb Hamburgs zu holen, gerade in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit dem Sieg bewies St. Pauli erneut, dass man auch gegen die Topteams der Liga mithalten kann – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
In der ersten Halbzeit hatte St. Pauli einige kritische Momente, kam aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es dann ums Überleben, gestand der Verteidiger. „Und das haben wir heute, glaube ich, nicht schlecht gemacht.“
Ein gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird das Spiel von St. Pauli am Samstag bei Hoffenheim leiten. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz.
Aytekin pfiff bisher 17 Spiele mit Beteiligung der Braun-Weißen, zehn davon gewann St. Pauli, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Spiele unter ihm wurden allesamt gewonnen, seit neun Partien ist St. Pauli unter ihm ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden.
Beide Teams wurden zuletzt in der Saison 2023/24 von Aytekin gepfiffen. Bei St. Pauli waren das Erinnerungen an den letzten Saisonspieltag bei Wehen Wiesbaden, wo sich die Kiezkicker den Zweitliga-Titel sicherten.
Am Samstag (15.30 Uhr) muss St. Pauli bei Hoffenheim ran. Insbesondere die Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) werden viel zu tun haben, denn Hoffenheim stellt die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie haben sehr viel Qualität und die passenden Spieler für ihre Positionen gefunden“, sagte Mets. „Es ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“
Im Hinspiel am Millerntor zeigte die TSG ihre Stärke und gewann 3:0, wodurch St. Pauli kaum Chancen bekam. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli allerdings den Spieß um: „Auch da machten sie wenig falsch, trotzdem kippte das Spiel zu unseren Gunsten.“
Wahl sieht Hoffenheim in einem Flow: „Sie haben viel Selbstbewusstsein und aus dem Vorjahr gelernt. Das Team ist komplett anders. Über die individuelle Klasse brauchen wir nicht zu reden.“
Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewiesen sie im Pokal, eine Wiederholung wird am Samstag jedoch sehr schwierig.
Taichi Hara (26) kam bisher nur in zwei Spielen auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie der Plan mit dem japanischen Angreifer aussieht.
„Eigentlich wollten wir ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete er seine Entscheidung.
Im Training zeigt Hara aber viel Einsatz: „Da gibt er Gas“, sagte Blessin und blickte voraus: „Er hatte gute Momente, vielleicht kann man ihn wieder ins Spiel bringen.“
Ein Platz in der Startelf ist laut Blessin noch nicht geplant: „Das ist noch zu früh. Aber für die letzten 20 Minuten ist er eine Option.“
Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro wurde der Stürmer verpflichtet, mit der Empfehlung von 19 Zweitliga-Toren. Der Durchbruch blieb bislang aus: In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und bereitete eine vor.
„Ich bewerte ihn nicht nur an Toren, sondern daran, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Blessin, der zuletzt mehrfach individuelle Gespräche mit Kaars führte und Videoanalysen durchführte.
Das Problem ist offensichtlich: „Er sagt selbst, dass man als Stürmer an Toren gemessen wird. In letzter Zeit hatte er nicht viele Chancen. Wenn man weniger in solche Situationen kommt, fängt man an zu zögern.“
Seine Mitspieler konnten Kaars bisher noch nicht ideal in Szene setzen, obwohl der Trainer seine Qualitäten hervorhob: „Seine Stärke liegt im Strafraum, wenn er den Ball hat, sollte er Chancen bekommen. Da müssen wir helfen.“
Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars mit weiterem Fleiß bald wieder „glücklicher“ in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.
Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist auch Andréas Hountondji (23) wieder auf dem Rasen. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Trainer Blessin.
Der Stürmer musste lange Zeit separat trainieren, ist nun zurück. „Es geht jetzt um die nächsten Schritte, bald sehen wir hoffentlich Fortschritte“, erklärte Blessin.
Nemeth ist schon einen Schritt weiter. „Wir wollen die Belastung steigern und schauen, ob wir ihn in der zweiten Mannschaft einsetzen können, damit er Spielpraxis bekommt“, sagte der Coach.
Außerdem wird Connor Metcalfe (26) bald wieder im Kader stehen. Er trainiert schon die zweite Woche komplett mit: „Er kann der Mannschaft viel geben, daher freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben.“
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle: Wer am Ende der Saison Tabellenführer ist, wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 führen direkt in den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) muss in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen – Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.