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Ist der positive Eindruck von Ex-RB-Leipzig-Star Timo Werner trügerisch?

San Jose (Kalifornien) – Seit etwa einem Monat hat Timo Werner (30) ein neues Kapitel in seiner Fußballkarriere aufgeschlagen. Als Schlüsselspieler der San Jose Earthquakes ist er nun weit entfernt von RB Leipzig, dem Verein, den er im vergangenen Winter verließ. Ein Schritt, den der ehemalige Nationalspieler Deutschlands bereits als richtig bezeichnete. Dennoch läuft noch nicht alles reibungslos.

Zwar könnte man bei einer Betrachtung der bisherigen Bilanz des kalifornischen Teams auf hohem Niveau klagen: Vier Erfolge aus fünf Begegnungen und ein wichtiger 1:0-Sieg im Spitzenspiel gegen Vancouver am vergangenen Wochenende.

„Die Mannschaft hat sich letzte Nacht getroffen“, schrieb Werners Klub in den sozialen Medien, als der Angreifer auf Thomas Müller (36), der mittlerweile bei Vancouver aktiv ist, traf. Fröhliche Fotos zeigen viele lachende Gesichter.

Der äußere Eindruck suggeriert, dass für den 30-Jährigen alles glatt läuft. Doch bei genauerem Hinsehen ist deutlich, dass Werner noch nicht vollständig angekommen ist.

In seinen bisher vier Einsätzen für die Earthquakes stehen lediglich zwei Vorlagen – unter anderem bei seinem beeindruckenden Debüt – zu Buche.

Nach seiner Einwechslung war er oft frei, wurde jedoch von seinen Mitspielern übersehen, was auf fehlende Abstimmung hindeutet. Dadurch konnte er sich kaum in Szene setzen. Sowohl Werner als auch das Team müssen in den kommenden Wochen daran arbeiten.

Am 5. April steht das nächste Spiel gegen San Diego an, danach folgen Partien gegen Kansas City und anschließend gegen Tabellenführer Los Angeles FC. Die Earthquakes erzielten bislang gerade einmal sieben Tore. Besonders auf der Position, die Werner bekleidet, besteht also noch deutliches Verbesserungspotenzial.

In den vergangenen Jahren hatte der 30-Jährige bekanntlich Schwierigkeiten, viele Treffer zu erzielen. Es bleibt zu hoffen, dass er in den USA nicht nur als Gesicht des Vereins fungiert, sondern seine Schnelligkeit auch wieder in effektive Torgefahr umwandeln kann.