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Schreiber: Vom Wackelkandidaten zum Schlüsselspieler bei Dynamos Aufholjagd

Dresden – Tim Schreiber (24) entwickelte sich in der Rückrunde von Dynamo Dresden zu einem entscheidenden Faktor für die erfolgreiche Aufholjagd. Nachdem er in der Hinrunde noch hinter seinen Erwartungen zurückblieb, konnte der Torwart seine Leistungen deutlich steigern. Die Verpflichtung von Elias Bethke (23) im Winter wirkte dabei als Motivationsschub. Sein wohl stärkster Moment war die Elfmeter-Parade beim 2:1-Sieg gegen Kiel – ein echter Knackpunkt kurz vor der Pause.

"Endlich", zeigte sich Schreiber erfreut: "Das war tatsächlich mein erster gehaltener Elfmeter. Das hat mir ein gutes Gefühl für die Pause gegeben, gerade weil ich eigentlich mit Elfmetern umgehen kann."

Mit 13 Punkten begann Dynamo die Rückrunde, doch das Team legte eine beeindruckende Serie hin und krönte sich mit dem Sieg gegen Kiel.

"Es zeigt, wie stark unser Team trotz der schwierigen Hinrunde zusammengehalten hat. Nach der Rückfahrt aus Kiel war die Enttäuschung groß – solche Momente können eine Mannschaft spalten. Aber wir blieben ruhig, ebenso der Verein und die Fans. Die Rückrunde war einfach herausragend, dafür gebührt allen ein großes Lob", lobte der Torwart.

"Das war keineswegs selbstverständlich."

Schreiber trug seinen Teil dazu bei. Schon immer souverän auf der Linie, verbesserte er sich auch am Ball, obwohl nicht alles perfekt lief. Größere Fehler blieben ihm selten unterlaufen. Das Spiel gegen Kiel setzte zudem ein deutliches Zeichen.

"In der Rückrunde konnte ich zeigen, was ich wirklich kann und habe mich sehr gut weiterentwickelt", erklärte er tief durchatmend. "Die Kritik, die ich erhalten habe, habe ich als Ansporn genutzt – gerade nach meiner Verletzung, als ich zunächst nur die Nummer zwei war. Mein Ziel war es, wieder die Nummer eins zu werden. Dieser Verein liegt mir am Herzen, ich fühle mich hier wohl. Das hat man auch auf dem Platz gesehen. Ich konnte meinen Beitrag leisten."

Wie es für ihn im nächsten Jahr weitergeht, lässt Schreiber offen. Jetzt steht erst einmal die wohlverdiente Pause an.

"Zunächst fliege ich mit meiner Freundin, einem guten Freund und dessen Partnerin nach Mallorca – aber nicht an den Ballermann, das ist nicht mein Stil. Danach geht es für eine Woche nach St. Tropez, und anschließend bin ich zur Hochzeit von Dennis Borkowski eingeladen."

Das klingt nach viel Sonne und guter Laune.