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Darum möchte Dynamo-Coach Stamm nicht von einem Sechs-Punkte-Spiel gegen Münster sprechen

Dresden – „Vielleicht sollten wir die DFL mal fragen, ob ein Sieg tatsächlich sechs Punkte bringt. Aber ich glaube, es sind nur drei“, scherzte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) gut gelaunt vor dem wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen Preußen Münster. Von einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel will er nichts wissen, auch wenn ihm die Bedeutung der Partie im Kampf um den Klassenverbleib durchaus bewusst ist.

Mit einem Erfolgserlebnis könnte Dresden etwas Abstand gewinnen – das ist dem 43-Jährigen klar. Möglicherweise erklärt sich seine optimistische Stimmung auch dadurch, dass sein Team die ersten beiden Spiele dieser Art in der Rückrunde bereits für sich entscheiden konnte: 2:0 gegen Fürth und 2:1 in Magdeburg.

„Letztlich ist jedem Spieler bewusst, wie wichtig diese Begegnungen sind. Gegen Fürth und Magdeburg hat kaum jemand mit uns gerechnet. Jetzt wird es wahrscheinlich eher so sein, dass alle damit rechnen, dass wir die drei Punkte holen, weil es ein Heimspiel ist und weil die gegnerische Mannschaft in den letzten Wochen nicht so viele Punkte sammeln konnte. Aber es bleibt ein ebenso anspruchsvolles Spiel“, erklärte Stamm.

Genau diesen Vorteil will er mit seiner Mannschaft nutzen. Trotz der zuletzt wechselhaften Leistungen in den zweiten Halbzeiten zeigt sich der Schweizer voller Vertrauen in sein Team.

„Ich habe überhaupt keine Sorge, dass wir mit zu viel Nervosität oder falschem Fokus in die kommenden Wochen starten“, betonte er und verdeutlichte, dass seine Spieler einen klaren Kopf behalten und sich nicht ablenken lassen.

Das Momentum spricht für Dynamo: 13 Punkte aus den ersten acht Rückrundenspielen belegen das. Dies wurde beispielsweise beim 3:1 gegen Darmstadt sowie über weite Strecken beim 3:3 in Karlsruhe deutlich.

Dresden erzielte sechs Tore, ohne dabei zahlreiche Chancen herausspielen zu müssen. Die Effektivität kommt zum perfekten Zeitpunkt. Wird Stamm deshalb in der Offensive das Risiko noch weiter erhöhen, um diese Stärke beizubehalten?

„Für mich geht es nicht darum, mehr Risiko zu wagen oder nicht. Meiner Ansicht nach hatten wir in Karlsruhe sogar mehr Chancen als gegen Darmstadt. Grundsätzlich hätten wir durch einen zusätzlichen Pass noch mehr gute Möglichkeiten kreieren können, wenn wir etwas sauberer gespielt hätten. Darauf kommt es an – präziser aufzutreten. Ja, unsere Effizienz ist gut, aber wir hatten auch noch zwei richtig gute Chancen“, erläuterte Stamm.

Diese Gelegenheiten nutzte Dresden nicht. Vielleicht haben sich seine Jungs diese für den genau richtigen Zeitpunkt – den Sonntag – aufgehoben.

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Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist klar: Derjenige, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Ebenso gilt dies für den zweiten Rang. Der Dritte hingegen muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu entscheiden.