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Thomas Stamm zieht Bilanz zur Saison: Das Erfolgsrezept von Dynamo

Dresden – Mit bester Laune saß Thomas Stamm (43) am Montag im Presseraum des Trainingszentrums. Dem Trainer der SG Dynamo Dresden ist eine große Last von den Schultern genommen worden: Der Klassenerhalt ist gesichert. „Wir haben gestern Abend ein bisschen gefeiert, ein wenig gegessen – und ich habe ausreichend geschlafen“, scherzte der 43-Jährige. Ganz entspannt stellte er sich den Fragen der Journalisten und zog ein persönliches Fazit der Saison.

TAG24: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt! Sie haben Mitte der Rückrunde erwähnt, dass Sie sich ein persönliches Punktziel gesetzt haben. Waren es 41 Punkte?

Thomas Stamm: „Ja.“

TAG24: Können Sie das näher erläutern?

Stamm: „Mir war klar, dass wir die 13 Punkte aus der Hinrunde mindestens verdoppeln mussten. Das wären zusammen 39 Punkte gewesen. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob das ausreichen würde. Deshalb habe ich noch zwei Unentschieden als Puffer dazugerechnet. Am Ende hat es geklappt.“

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TAG24: Das nennt man wohl Überzeugung. Bei der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Kiel am Sonntag sagten Sie, es sei Ihnen vor dem Trainingslager im Januar schon klar gewesen, dass der Klassenerhalt gelingen kann. Was hat Ihnen dieses Vertrauen gegeben?

Stamm: „Das Gefühl, dass wir zum ersten Mal seit meiner Zeit hier alle an einem Strang ziehen – inklusive der Aufstiegssaison. Das sagt meiner Meinung nach sehr viel aus. Jeder wusste, dass es jetzt nur noch in eine Richtung geht, nicht mehr gegensätzlich. Ohne viel ausschweifen zu müssen: Das ist der Schlüssel. Wenn du als Trainer spürst, dass alle gemeinsam an einem Ziel arbeiten, steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, es zu schaffen.“

TAG24: Sie sprechen damit auch Sören Gonther an. Nach dem Hinspiel in Kiel haben Sie schnell das Gespräch gesucht. Woran haben Sie erkannt, dass alle an einem Strang ziehen?

Stamm: „An der Ehrlichkeit und Offenheit, dem fachlichen Austausch auf Augenhöhe. Wir teilten dieselbe Vorstellung davon, wie wir spielen wollen. Es gab viele Übereinstimmungen, vor allem aber diese ehrliche und direkte Kommunikation. Stephan Zimmermann gehört da auch dazu. Solche Menschen sind wichtig. Ich schätze die Zusammenarbeit sehr, denn man weiß, woran man ist.“

TAG24: Wie brenzlig war die Lage im späten Herbst für den Verein?

Stamm: „Das habe ich der Mannschaft auch gesagt: 95 Prozent konzentrieren sich jetzt auf die Rückrunde, aber die Wahrheit ist, dass von den 41 Punkten 13 schon in der Hinrunde gesammelt wurden. Wir hatten nie eine Partie, in der wir uns völlig haben unterkriegen lassen. Die schwierige Phase im Herbst war zwar riskant, weil die Resultate nicht stimmten, doch rückblickend war sie entscheidend. Sie zeigt den Charakter der Jungs – sie blieben ruhig und fokussiert.“

TAG24: Für Sie war es die erste Saison in der 2. Liga, ähnlich wie für einige Spieler. Worin unterscheiden sich die Anforderungen im Vergleich zur 3. Liga?

Stamm: „Die Stadien sind voller, aber im Kern bleibt es Fußball. Das ist zumindest meine Meinung. Wer in der dritten Liga gute Arbeit leistet, kann das auch in der zweiten oder ersten Liga tun. Entscheidend ist, ob man seine Aufgabe gut erfüllt oder nicht. Das hängt für mich nicht von der Liga ab. Und natürlich muss auch das Umfeld stimmen.“