zurück

Thomas, der Baumeister des Klassenerhalts bei Dynamo

Dresden – Während Bob der Baumeister eine fiktive Figur ist, steht Thomas als Baumeister der Realität. Für ihn, sein Team und die Spieler ist der Verbleib in der Liga kein Zufall, für viele Außenstehende hingegen schon. Denn mal ehrlich: Wer hätte nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel in Kiel damit gerechnet, dass der abgeschlagene Tabellenletzte den Klassenerhalt sicher schafft? Die Antwort: nur wenige. Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) hingegen war von Anfang an überzeugt.

Emotionen zeigte der Schweizer unmittelbar nach dem Spiel gegen die KSV, als er mit seinen Spielern jubelte und in die Katakomben des Stadions ging. Zur anschließenden Pressekonferenz präsentierte sich der 43-Jährige jedoch wieder ganz gefasst und professionell.

Gelassen, sachlich und ruhig äußerte er sich zu den Entwicklungen: Am 20. Dezember 2025 stand das Team mit 13 Punkten auf dem 18. Platz, am 17. Mai 2026 schließlich mit 41 Punkten auf Rang elf. Wann kam bei ihm der Glaube an den Klassenerhalt?

„Der Wendepunkt war“, so Stamm, „das Trainingslager im Winter. In dieser Zeit fand der ganze Prozess statt – Gespräche, Neuverpflichtungen. Das Camp vermittelte mir das Gefühl, dass wir es schaffen können.“

Ab Anfang Januar war er überzeugt, mit der Mannschaft die Wende einzuleiten – und genau das gelang ihm. Mit 28 Punkten in der Rückrunde, sechs Heimsiegen und der viertbesten Rückrundenbilanz hat das gesamte Team geliefert.

„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Rückrunde. Die Jungs haben äußere Widerstände beeindruckend zurückgewiesen. Viele glaubten nicht an das Team, vielleicht auch nicht an die Gesamtentwicklung. Umso mehr freut es mich, dass wir uns heute dafür belohnen konnten“, erklärte er ruhig, während ganz Dynamoland vor Freude schwebt. Dresden hat den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft, ohne auf Hilfe von anderen angewiesen zu sein.

„Meiner Meinung nach kam der Erfolg vielleicht zwei oder drei Wochen zu spät, denn die Chancen dafür waren schon früher vorhanden. Doch letztlich spielt das keine Rolle. Es zeigt vor allem, wie ausgeglichen die Liga ist: Am letzten Spieltag kämpft man noch ums Überleben in der 2. Bundesliga – und am Ende steht man auf Platz elf. Das ist schon bemerkenswert“, fügte er mit einem zufriedenen Lächeln hinzu.

Ein verdienter Titel für Thomas, den dynamischen Baumeister des Klassenerhalts!

Erhalte jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten bequem in dein E-Mail-Postfach.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.