Mit Köpfchen dem Abstieg entkommen: Dynamo-Neuzugang setzt auf den Klassenerhalt
Antalya (Türkei) – „Ich entscheide selbst“, stellte Thomas Keller (26) klar, als er als neuer Innenverteidiger von Dynamo Dresden gefragt wurde, ob es in der Familie Bedenken gegen den Wechsel gab. Für Keller ist der Wechsel jedoch eine Überzeugungstat!
„In jeder Situation sollte man stets eine Chance erkennen. Grundsätzlich ist das eine Win-win-Situation – für mich, um Spielpraxis zu sammeln, und für die Mannschaft, um von meinen Fähigkeiten zu profitieren“, erläutert der vom 1. FC Heidenheim ausgeliehene Akteur.
„Auch die Tabellenkonstellation eröffnet Möglichkeiten. Dynamo steht auf dem 18. Platz, ich bin zwar erst kurze Zeit hier, aber ich glaube, viele in der Liga denken: ‚Dynamo Dresden, Letzter, die holen das nicht mehr auf.‘ Gerade darin sehe ich jedoch unsere Chance!“
Obwohl Keller zuletzt beim Bundesliga-Vorletzten Einsätze hatte, fand er diese für seine Verhältnisse zu selten statt. Deshalb steht für den 26-Jährigen nun der Zweitliga-Abstiegskampf an.
Genau darin sieht er den besonderen Reiz am Fußball: „Man sagt einfach: Jetzt packen wir das gemeinsam an, spielen eine starke Rückrunde und schaffen es am Ende doch, den Klassenerhalt zu sichern.“
Der gebürtige Münchner will dafür all seine „Stärken einbringen“. Doch was genau zeichnet ihn aus? „Ich versuche, der Mannschaft defensive Stabilität zu verleihen – durch meine Robustheit, meine Zweikampfstärke und auch spielerisch Akzente zu setzen.“
Gerade bei Standards – die bei Schwarz-Gelb in dieser Saison defensiv wie offensiv ein Problem darstellen – sieht der 1,86 Meter große Abwehrspieler seine Qualitäten: „Ich habe eine gute Sprungkraft, mit der ich bei Ecken hochgehen und vielleicht auch mal per Kopf ein Tor erzielen kann“, erklärt Keller.
Er weiß: „Standards sind grundsätzlich in jeder Liga ein effektives Mittel, um vorne erfolgreich zu sein. Gleichzeitig sind sie hinten enorm wichtig, um sie sauber zu verteidigen.“
Der Neuzugang wird den Konkurrenzkampf in der Defensive definitiv anheizen. „Mein Ziel ist es, hier zu spielen. Konkurrenz belebt das Geschäft – das gilt im Fußball und in jedem Team. Und das ist auch gut so.“
Zunächst muss Keller sich jedoch auf dem Platz mit seinen neuen Mitspielern einspielen. Abseits des Spielfelds hat das nach seinen ersten zwei Tagen schon sehr gut geklappt. Da Keller zudem ein begeisterter Golfer ist, fand er schnell Anschluss in der Mannschaft ...
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Rangliste der 2. Bundesliga bedeutet Folgendes: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte tritt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga an, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.