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Verein feiert Rückkehr in die Regionalliga, obwohl der Aufstieg rechnerisch noch nicht gesichert ist

Berlin – Zwar ist der Aufstieg formal noch nicht endgültig entschieden, doch de facto steht der zweite Aufsteiger in die Regionalliga Nordost nach dem RSV Eintracht seit Sonntag fest: Tasmania Berlin.

Vor dem abschließenden Spieltag liegt Tasmania mit drei Punkten und einem Torvorsprung von 15 vor dem Verfolger Lichtenberg 47. Es wäre äußerst unwahrscheinlich, dass dem Klub dieser Vorsprung noch genommen wird.

Auf Instagram kommentierte der Verein: „Pfosten, Latte – cool geblieben und am Ende verdient belohnt. Aufstieg ja oder nein? Das darf jeder für sich selbst entscheiden – aber wir haben verdammt nochmal die beste Ausgangslage.“

Die Feierlichkeiten nach dem Sonntagssieg gegen den SV Siedenbollentin spiegelten die Stimmung wider. 289 Zuschauer fanden den Weg in den Werner-Seelenbinder-Sportpark und sahen einen 3:0-Erfolg, der erst ab der 60. Minute richtig an Fahrt gewann.

Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr: Torwart Mateusz Mika (38) zündete vor Freude eine Aufstiegsfackel auf dem Spielfeld, gefolgt von den zum Saisonende ausscheidenden Spielern Daniel Kaiser (35) und Rico Steinhauer (33).

Anschließend posierte das Team vor der bekannten Tafel mit der Aufschrift: „Wie geil ist TAS denn?“

Für „Tas“, das den Großteil seiner Historie in der Landesliga, Berlin- und Oberliga verbrachte, bedeutet dies die Rückkehr in die „kleine Champions League des Ostens“.

In der Saison 2021/22 erlebten die Neuköllner bereits ein kurzes Intermezzo in der Regionalliga, das jedoch mit dem letzten Tabellenplatz und dem Abstieg endete. Ein Highlight blieb dennoch: der 2:1-Sieg gegen den diesjährigen Zweitligaaufsteiger Energie Cottbus.

Damals war der Klub gezwungen, ins Stadion Lichterfelde auszuweichen, da die reguläre Spielstätte den Anforderungen der Regionalliga nicht entsprach.

Dies könnte sich diesmal ändern: Es wurde eine neue Flutlichtanlage installiert und das Funktionsgebäude umfassend renoviert. Die Einzäunung eines Gästebereichs soll im Juni fertiggestellt werden.

Bereits im März hatte Präsident und Sportdirektor Almir Numic (43) im Interview mit dem rbb betont, dass „Tas“ im Vergleich zum ersten Regionalliga-Versuch „mindestens zehn Schritte nach vorne gemacht“ habe.

Am 30. Mai müssen die Neuköllner die letzten sportlichen Hürden bei Eintracht Mahlsdorf nehmen, um den Aufstieg endgültig und gebührend feiern zu können.