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Nach der Heim-Schlappe gegen Erfurt: Steht der Trainerposten von CFC-Coach Duda auf der Kippe?

Chemnitz – Nach nur 45 Minuten stand es bereits 0:4 im eigenen Stadion – eine bittere Niederlage für die Anhänger des Chemnitzer FC! Viele Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße fühlten sich am Samstagnachmittag an den 6. Oktober 2013 erinnert.

An diesem Tag in der 3. Liga zeigte die Anzeige zur Halbzeitpause ebenfalls ein 0:4 an. Gegner damals war der SC Preußen Münster, und dieses Resultat blieb auch am Ende bestehen. Ein Heim-Debakel mit weitreichenden Konsequenzen: Damals trat der damalige CFC-Trainer Gerd Schädlich unmittelbar nach Spielende zurück.

Der aktuelle Coach der Himmelblauen, Benjamin Duda (37), ging nach der deutlichen 0:4-Niederlage gegen den FC Rot-Weiß Erfurt in der Pressekonferenz jedoch nicht so weit. Dennoch ist Vorsicht geboten: Sein Vorgänger Christian Tiffert (44) musste Ende August 2024 nach vier Pleiten in Folge seinen Trainerstuhl räumen. Am Samstag kassierte der CFC die dritte Niederlage hintereinander.

„So darf es nicht weitergehen. Jetzt ist es für uns alle wichtig, uns selbstkritisch zu hinterfragen, Abläufe zu überarbeiten und anzupassen, um am Sonntag gegen Jena eine deutlich bessere und stärkere Leistung zu zeigen. Das werden wir auf jeden Fall benötigen“, erklärte Duda. „Meine Aufgabe ist es jetzt, die Mannschaft wieder aufzubauen.“

Dass der CFC besser spielen kann, wurde in den ersten drei Spielen des Jahres 2026 bewiesen. Dabei gab es Siege gegen den Aufsteiger Magdeburg II (1:0), den Tabellenführer Lok Leipzig (3:0) sowie gegen Babelsberg (5:1). Duda ist sich bewusst: „Uns fehlt zurzeit sowohl Konstanz als auch die verfügbare Mannschaftsstärke.“

Top-Torjäger Dejan Bozic (33), Niclas Walther (23) und Maurizio Grimaldi (23) standen in den drei Siegen auf dem Platz. Gegenwärtig sind jedoch alle drei verletzt. Ebenso fehlen mit Johannes Pistol (24) und Niclas Erlbeck (33) zwei weitere Spieler, die schon seit einiger Zeit ausfallen. „Diese fünf Spieler fehlen uns mit ihrer Qualität enorm. Konstanz bedeutet nicht nur, ein oder zwei starke Heimspiele abzuliefern, sondern über einen längeren Zeitraum stabil zu bleiben.“

Am Dienstagnachmittag beginnt für die Chemnitzer die neue Trainingswoche. Duda betonte: „Dann werde ich wieder vor der Mannschaft stehen und sie mitnehmen. Noch einmal: Wir müssen bestimmte Dinge verändern, schärfen und neu justieren, um gegen Jena besser aufzutreten.“ Das Heimspiel gegen den Drittplatzierten findet am Sonntag statt.

Tabelle Regionalliga Nordost

Der Meister der Saison 2026 wird am Ende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Champion der Regionalliga Bayern antreten. Der Sieger dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Maximal vier Teams steigen ab, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.