Schmerzhafte Verluste für Lok Leipzig: Von Piechowski zurück zur Familie, Maderer sorgt bei Fans für Unmut
Leipzig – In den kommenden Wochen steht für Lok Leipzig alles auf dem Spiel! Nur noch zwei Partien vor Saisonende in der Regionalliga Nordost ist die Meisterschaft durch die Ereignisse des vergangenen Wochenendes weiterhin offen, weshalb der Aufstieg in die 3. Liga gefährdet ist. Zudem ist bereits bekannt, dass die Sachsen in der nächsten Spielzeit auf zwei wichtige Akteure verzichten müssen.
Torjäger Stefan Maderer (29) und Abwehrspieler Laurin von Piechowski (32), die bis zu ihren Verletzungen zum festen Stamm der Mannschaft gehörten, werden den Verein verlassen.
Bei von Piechowski stehen hauptsächlich familiäre Gründe im Vordergrund. Der gebürtige Berliner spielte nach seiner Jugendzeit bereits in 104 Pflichtpartien für den SV Babelsberg, ist mit der Region vertraut und kehrt nun in der kommenden Saison zu seinem Heimatverein zurück.
Während Lok womöglich den Sprung in die höhere Spielklasse schafft, bleibt von Piechowski der Regionalliga erhalten.
„Die Verpflichtung von Laurin bedeutet für uns etwas ganz Besonderes. Er zählt zu den besten und erfahrensten Innenverteidigern der Liga. Wir sind stolz, dass er ab der kommenden Saison wieder unser Trikot tragen wird“, erklärte Paul Bachmeyer, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03.
Auch Maderer bleibt in der vierthöchsten Spielklasse aktiv, allerdings nicht im Nordosten Deutschlands.
Der 29-jährige Stürmer wechselt zum SV Sandhausen in die Regionalliga Südwest. „Mit seiner umfangreichen Regionalliga-Erfahrung sowie zahlreichen Toren und Assists im Gepäck wird Stefan künftig für Schwarz-Weiß auf Torejagd gehen“, teilt der Klub mit.
Auf den sozialen Medien kursieren unter einem Beitrag des Vereins bereits einige Kommentare von Fans aus Leipzig, die den Wechsel nicht wirklich nachvollziehen können. Mehrfach wurde Maderer als „Söldner“ bezeichnet, da Sandhausen offenbar deutlich bessere finanzielle Möglichkeiten als Lok Leipzig bietet. Andere Beiträge kritisieren „charakterliche Unverständlichkeit“ oder merken an: „Trotz aller Verdienste – gerade in dieser für den FCL so entscheidenden Saisonphase – hinterlässt der Abschied einen bitteren Nachgeschmack.“
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Saison 2026 tritt am Ende der Spielzeit in zwei Aufstiegsspielen gegen den Spitzenreiter der Regionalliga Bayern an. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga können maximal vier Teams absteigen.