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Leitl bleibt bei Herthas Klemens hart: „Das habe ich deutlich angesprochen“

Berlin – Pascal Klemens (21) muss weiterhin von der Seitenlinie aus zusehen! Überraschenderweise stand er beim Spiel gegen Nürnberg nicht im Kader, und daran wird sich auch beim kommenden Spiel in Münster nichts ändern.

„Die Lage ist unverändert, das kann man ganz klar so sagen“, erklärte Stefan Leitl (48) während der Pressekonferenz. Sein Vertrag endet mit Saisonende. Obwohl Hertha BSC bereits seit einiger Zeit eine Verlängerung anstrebt, steht eine Unterschrift weiterhin aus.

Der Ball liegt bei Klemens, der vor Kurzem seine Berateragentur gewechselt hat. Bislang hat er jedoch keine Kontaktaufnahme vorgenommen. Er setzt auf die Bundesliga, doch die Alte Dame beziehungsweise Leitl zeigt sich in dieser Hinsicht unnachgiebig.

„Es geht darum, dass ich meine Angelegenheiten klären muss, um mich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Das habe ich ihm klar kommuniziert. Ich erwarte das von ihm“, so der Trainer.

Leitl zeigt sich konsequent: Solange die unklare Situation andauert, bleibt der Nachwuchsspieler außen vor. „Ich erwarte von den Spielern ein eindeutiges Bekenntnis zum Verein, damit wir Aufgaben und Ziele neu definieren und angehen können“, betonte er.

Eine positive Überraschung war dagegen Jeremy Dudziak (30). Der Mittelfeldspieler überzeugte als Regisseur im Spiel. Ob er erneut die Position der Zehn erhält und damit Michaël Cuisance (26) wieder auf die Ersatzbank verdrängt wird, ließ der Coach offen.

Es ist auch denkbar, dass beide zum Einsatz kommen – dann allerdings mit Cuisance neben Paul Seguin (30) im defensiveren Mittelfeld und Dudziak weiter vorne. In diesem Fall müsste Kevin Sessa (25) weichen.

Für Leon Jensen (28) sieht Leitl hingegen keine Einsatzzeit, obwohl die Zentrale im Mittelfeld weiterhin dünn besetzt ist. Jensen soll bei der U23 Spielpraxis sammeln. „Er war über ein halbes Jahr verletzt, das ist eine lange Ausfallzeit. Spielminuten sind durch nichts zu ersetzen“, erklärte der Trainer.

Den Aufstieg hat Hertha mittlerweile abgeschrieben, dennoch wird nicht nur bei Klemens genau hingeschaut. „Ich erwarte ein klares Bekenntnis zum Verein von allen Spielern, um Aufgaben und Ziele neu festlegen und anpacken zu können“, sagte Leitl erneut.

Beim kommenden Auswärtsspiel in Münster will der Berliner Klub nach dem 2:1-Erfolg gegen Nürnberg den nächsten Sieg einfahren. „Die Saison ist noch nicht vorbei“, betonte Leitl und formulierte ein neues Ziel: „Realistisch wäre es, die Spielzeit auf Rang sechs abzuschließen. Das ist eine spannende Herausforderung, die durchaus Spaß bereiten kann.“