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Was für ein Abschied von Kutschke: „Dynamo Dresden für immer!“

Dresden – Ein wahres Gefühlschaos prägte diesen besonderen Moment. Mal voller Leidenschaft, dann wieder von stiller Melancholie durchdrungen. Tränen der Rührung mischten sich mit solchen des Abschieds. Die Spieler liefen vor dem Anpfiff in „Kutsche“-Aufwärmshirts auf. Herzlichkeit und warme Worte lagen in der Luft. Eine beeindruckende Choreografie zu Ehren des Stürmers erfüllte den K-Block kurz vor Spielbeginn. Er stand mit seiner Familie auf dem Rasen, vor seinen Bildern – einmal als junger Stefan Kutschke, dann als erfahrener Profi. Einfach unvergesslich, grandios!

„Für mich gibt es nichts Größeres, als meine Karriere mit dem Klassenerhalt in der 2. Liga zu beenden“, erklärte der 37-Jährige. „Die Choreo war etwas ganz Besonderes. Man nimmt all das intensiv auf und versucht, die Emotionen zu bündeln. Aber wir müssen nicht viel darüber reden, es war schlichtweg sensationell“, schilderte Kutschke seine Gefühle nach dem 2:1-Sieg gegen Kiel.

Seine Teamkollegen hatten bereits vorgelegt: Zwei Treffer von Vincent Vermeij (15./37.) brachten Dresden mit 2:0 in Führung, als Kutschkes großer Moment gekommen war. Nach seiner Einwechslung in der 74. Minute erhob sich das gesamte Stadion von den Sitzen. Niklas Hauptmann verließ das Spielfeld und übergab ihm die Kapitänsbinde. Darauf folgte eine lange, emotionale Umarmung. Die letzten knapp 20 Minuten seiner Profikarriere standen bevor.

Was danach geschah, ist kaum in Worte zu fassen. Es musste einfach live erlebt werden, denn ein solch bewegender Abschied eines Spielers hat Dresden bislang nicht erlebt.

Das Team und das Trainerteam bildeten ein Spalier auf dem Weg zum K-Block, und am Ende wartete Ralf Minge, ehemaliger Sportgeschäftsführer – ein Idol, auch für „Kutsche“. „Dass er gekommen ist, ist einfach unglaublich. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Er ist hier eine Legende“, zeigte sich der Torjäger tief bewegt.

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Minge war nicht nur anwesend, sondern hielt auch die Rede zu Ehren Kutschkes vor dem K-Block, die er immer wieder durch den tosenden Beifall der Fans unterbrechen musste.

„Stefan, du bist hier nicht beliebt, weil du mit Tricks oder Finten glänzt“, sagte Minge. „Du hast die Menschen begeistert, weil du mit vollem Herzen und großer Leidenschaft für diesen Verein gespielt hast. Alles hat seine Zeit, und diese musstest du jetzt akzeptieren. Mein großer Wunsch – und der vieler Fans – ist es, dass du dem Verein in deiner neuen Aufgabe noch lange erhalten bleibst und dein Herzblut weiterhin einbringst“, so Minges bewegende Worte.

Bei diesen Worten konnte auch „Kutsche“ seine Tränen nicht zurückhalten. Schon von dem Moment an, als er das Stadion an diesem Tag betrat, kämpfte er immer wieder mit den Emotionen.

Im Anschluss bedankte er sich bei allen Weggefährten, seiner Ehefrau, seiner Mutter, seiner Familie, dem Team, dem Trainerstab sowie seinen Freunden. Mit den Worten „Dynamo Dresden ein Leben lang!“ verabschiedete er sich und ging zum Zaun. Mach’s gut, „Kutsche“!