Stefan Kuntz weist Vorwürfe nach dem Ende seiner Zeit beim HSV zurück
Von Sebastian Stiekel
Hamburg – Nach seinem unerwarteten Abschied vom HSV hat sich der ehemalige Nationalspieler Stefan Kuntz (63) erneut öffentlich gegen die Anschuldigungen verteidigt, die zu seinem Ausscheiden als Sportvorstand bei den Rothosen führten.
Zum entscheidenden Gespräch mit zwei Mitgliedern des HSV-Aufsichtsrats äußerte sich der 63-Jährige gegenüber der "Süddeutschen Zeitung": „Ich dachte, jetzt würden sie endlich kommen, um meinen Vertrag zu verlängern.“ Laut dem Bericht sieht Kuntz in seinem Verhalten beim HSV keinen schwerwiegenden Fehltritt.
Am 2. Januar wurde die Trennung zwischen Kuntz und dem Klub offiziell bekanntgegeben. In der ersten Mitteilung des HSV wurde dieser Schritt mit „familiären Gründen“ begründet.
Einen Tag später, nach einem Bericht der "Bild am Sonntag", erklärte der Aufsichtsrat jedoch, dass die Trennung im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines angeblichen Fehlverhaltens von Kuntz steht.
Sein Rechtsanwalt Christian Schertz ließ gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" wissen, dass Kuntz bis heute nicht genau wisse, "welche konkreten Vorwürfe ihm von welcher Person und in welchem Zusammenhang gemacht werden".
Demgegenüber heißt es in der Stellungnahme des HSV-Aufsichtsrats: „Herr Kuntz hat trotz mehrfacher Möglichkeiten ausdrücklich auf eine Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat verzichtet.“