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FC St. Pauli-Blog: Können zwei ehemalige Kiezkicker bei Freiburg in der Startelf stehen?

Hamburg – Im Kampf gegen den Abstieg benötigt der FC St. Pauli dringend Zähler. Am Sonntag um 17:30 Uhr treffen die Kiezkicker am Millerntor auf den SC Freiburg.

Die Hamburger werden dabei in einem speziellen Trikot auflaufen. Als Schiedsrichter ist Florian Badstübner im Einsatz, unter dessen Leitung der FCSP bislang keine gute Bilanz vorweisen kann. Trainer Julian Schuster vom SC Freiburg könnte zum Spiel zwei ehemalige Spieler des FC St. Pauli in der Anfangsformation aufbieten.

Alle Neuigkeiten rund um den FC St. Pauli, aktuelle Transfers und weitere Infos aus dem Millerntor-Stadion erfahrt ihr in unserem St.-Pauli-Blog.

Es wird erwartet, dass Freiburgs Trainer Julian Schuster (40) mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) in die Partie gegen St. Pauli geht. Damit würden gleich zwei einstige Kiezkicker bei den Breisgauern von Beginn an auflaufen.

Matanovic ist quasi ein Eigengewächs von St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief seine gesamte Jugend beim FC St. Pauli und gab 2020 im Alter von 17 Jahren sein Profidebüt in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er gemeinsam mit seinem Teamkollegen und ebenfalls ehemaligen Kiezkicker Treu für den SC Freiburg.

Treu hingegen absolvierte den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung zwischen 2017 und 2023 bei Freiburg. Von 2023 bis 2025 folgte ein kurzer Abstecher ans Millerntor, wo er sich zum Aufstiegshelden entwickelte.

Zusätzlich trugen auch weitere Ex-Kiezkicker wie Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) sowohl das Trikot von St. Pauli als auch vom SC Freiburg. Zudem stand FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) in seiner aktiven Zeit ebenfalls beim SC unter Vertrag.

Oha! Der Unparteiische für das Spiel gegen Freiburg heißt Florian Badstübner (35). Die bisherigen Begegnungen des FC St. Pauli unter seiner Leitung verliefen für die Kiezkicker eher negativ.

Der FIFA-Schiedsrichter leitete bislang zehn Spiele der Hamburger: darunter zwei DFB-Pokal-Partien, zwei Bundesliga-Spiele und sechs Begegnungen in der 2. Liga. St. Pauli konnte nur ein einziges Mal als Sieger vom Platz gehen – in der Saison 2022/2023 gelang ein 3:0-Erfolg gegen Magdeburg.

Insgesamt kassierte St. Pauli unter Badstübner sechs Niederlagen und spielte dreimal unentschieden. Zuletzt bedeutete der 35-Jährige das Aus im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen nach einer 0:3-Niederlage.

Beim Heimspiel gegen Freiburg tragen die Kiezkicker ein Sondertrikot.

Gemeinsam mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ möchte der Verein damit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Das Statement der Initiative ist auf der Brust der Trikots abgedruckt.

Der Club kooperiert bereits seit längerer Zeit mit „Kein Bock auf Nazis“ und möchte mit dieser Aktion sein langjähriges Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus verdeutlichen.

500 Sondertrikots werden zum freien Verkauf angeboten. Von jedem verkauften Trikot gehen fünf Euro direkt als Unterstützung an die Initiative. Die getragenen Trikots der Spieler sollen anschließend verlost werden, wobei die Erlöse für die Arbeit gegen Rechtsradikalismus verwendet werden sollen.

Zweimal pro Woche stellt sich St. Paulis Chefcoach Alexander Blessin (52) den Fragen der Medien – manchmal sind es aber auch die Nachwuchsspieler, die das Wort ergreifen. In einer eigenen Pressekonferenz hatten die FCSP-Rabauken eine ungewöhnliche Frage an den Trainer.

„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde als Erster sterben und wer würde am längsten überleben?“, wollte ein Junge wissen. Blessin hörte genau zu und schmunzelte: „Das ist wirklich eine fiese Frage.“

Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Da gibt es keinen Einzelnen, wir sind eine Mannschaft und agieren als Team, deswegen kann ich niemanden hervorheben.“

Die Rabauken hakten nach: „Wer würde denn am längsten durchhalten?“ Blessin entschied sich schlussendlich für ein Duo: „Wer wahrscheinlich am längsten lebt, ist jemand, der viel laufen kann, also vermutlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, da sie fast immer rund 13 Kilometer auf dem Feld zurücklegen.“

Doch damit war die Fragerunde nicht beendet – sie wollten noch wissen, wer sich am besten verstecken könne. Blessin lachte und erwiderte augenzwinkernd: „Wir möchten eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“

Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten Tickets für die WM kämpfen, nutzen andere Kiezkicker ihre Testspiele mit den Nationalmannschaften, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen.

Connor Metcalfe (26) gibt die Hoffnung auf die WM im Sommer noch nicht auf und hofft, für Australien in den Begegnungen gegen Kamerun (27. März, 10:10 Uhr) und Curacao (31. März, 11:10 Uhr) zum Einsatz zu kommen. Jackson Irvine (32) hingegen wurde vorsorglich geschont und reist nicht mit.

Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) fliegen gemeinsam nach Großbritannien. Dort treffen sie zunächst mit Japan auf Schottland (28. März, 18 Uhr) und danach auf England (31. März, 20:45 Uhr).

Abdoulie Ceesay (22) und Gambia bestreiten ein einziges Länderspiel gegen den Senegal am 31. März (21 Uhr).

Danel Sinani (28) steht vor wichtigen Qualifikationsspielen für die Nations League mit Luxemburg gegen Malta am 26. und 31. März (jeweils 18 Uhr).

Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Der Druck ist groß, doch Abwehrspieler Hauke Wahl (31) sieht das etwas anders.

„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Anspannung“, beschrieb er die Teamstimmung. „Locker bleiben ist wichtig, sonst verkrampft man irgendwann, wenn man nur angespannt zuhause sitzt.“

Aus seiner Sicht ist es ein Vorteil, dass die Mannschaft bereits vom ersten Spieltag an wusste, dass es nur um den Erhalt der Liga geht. „Das kann ein Vorteil sein. Es ist schön, dass es so eng ist. Wir sind nicht nervös und wissen als Fußballer mit Druck umzugehen“, erklärte Wahl.

Er persönlich empfindet den Druck sogar als förderlich: „Nur wenn man Druck spürt, kann man das Beste aus sich herausholen und gibt hundert Prozent. Sobald das Spannungslevel sinkt, wird es schwierig. Das haben wir im letzten Spiel der Vorsaison gegen Bochum gesehen. Die spannendsten Spiele sind doch die, bei denen es um etwas geht.“

Drei Profis des FC St. Pauli kämpfen in der kommenden Woche mit ihren Nationalmannschaften um die letzten WM-Tickets für die Austragung in den USA, Kanada und Mexiko.

Eric Smith (29) wurde nach mehreren verletzungsbedingten Ausfällen für Schweden nachnominiert. Im Playoff-Halbfinale trifft die Mannschaft der Tre Kronor zunächst auf die Ukraine (26. März, 20:45 Uhr). Bei einem Sieg könnte es zu einem Duell gegen einen weiteren Kiezkicker kommen.

Im anderen Halbfinale steht Arkadiusz Pyrka (23) mit Polen, die auf Albanien treffen (26. März, 20:45 Uhr).

Der dritte im Bunde ist Nikola Vasilj (30), der mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales (26. März, 20:45 Uhr) antritt. Der Sieger spielt im Finale gegen Italien oder Nordirland.

Fabian Hürzeler (33) feierte mit St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und misst sich inzwischen in der Premier League mit den besten Spielern der Welt. Vor Kurzem verlor er mit Brighton & Hove Albion knapp gegen Tabellenführer Arsenal London (0:1) und kritisierte das Zeitspiel der Gunners.

Daraufhin meldete sich am Dienstagabend Matthias Sammer (58) zu Wort. Vor dem Spiel von Bayer Leverkusen bei Arsenal sagte er bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Sie sollen den Mund halten. Im Fußball gibt es keine zweite Wahl – es geht um Titel. Und wer Titel gewinnt, hat Recht.“

Direkt im Anschluss richtete der Experte Worte an den Ex-St.-Pauli-Trainer: „Fabian Hürzeler, den ich sehr schätze, bevor du eine Mannschaft kritisierst, musst du selbst mindestens drei Titel gewonnen haben und nicht nur mit Pauli aufsteigen. Respekt ist das A und O.“

Wie bekannt wurde, tauschte sich Hürzeler kürzlich erneut mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) aus und bekräftigte seine Kritik.

Normalerweise ist Hauke Wahl vor allem am Millerntor, an der Kollaustraße oder in anderen Bundesliga-Stadien unterwegs – am Montag setzte sich der Profi jedoch an eine Supermarktkasse, und das aus einem besonderen Grund.

Alle Einnahmen, die der „Aushilfskassierer“ während seiner Zeit an der Kasse bei EDEKA in der Rindermarkthalle sammelte, kommen einem gemeinnützigen Zweck zugute. Die Filiale stockte den Betrag auf insgesamt 10.000 Euro auf. Das Geld soll an die FC St. Pauli Rabauken fließen und ein Fußballcamp für Kinder aus Familien ermöglichen, die sich die Teilnahme ansonsten nicht leisten könnten.

„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kunden reagierten. Die Arbeit der Rabauken liegt mir sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist extrem wichtig. Wenn ich dazu einen Beitrag leisten kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl die Aktion.

Die Bedeutung von James Sands (25) für den FC St. Pauli wurde bei der Niederlage am Freitag in Gladbach besonders deutlich. Der US-Amerikaner fehlte an allen Ecken und Enden, und seine schwere Verletzung erschütterte die Mannschaft.

„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall trifft uns sehr hart“, sagte Hauke Wahl (31). „Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor, vor allem in seinen starken Phasen, in denen er mit viel Wucht in den Zweikämpfen agiert.“

Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet am Saisonende, sodass er wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli bestreiten wird. Zudem sinken seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM.

„Eine WM im eigenen Land – ich kann mir das nicht vorstellen, da ich viel zu weit weg bin – aber für ihn war es ein großer Traum. Er hätte es verdient gehabt“, gesteht Wahl. „Es tut uns weh, aber menschlich ist es für ihn eine große Enttäuschung, nicht dabei zu sein. Als Mannschaft liegt es an uns, ihn aufzufangen.“

Gibt es ein gutes Vorzeichen? Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20:30 Uhr) das Abstiegsduell zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach pfeifen. Unter seiner Leitung zeigt St. Pauli eine ordentliche Bilanz.

Der gelernte Bankkaufmann leitete bisher sieben Spiele der Kiezkicker, von denen vier gewonnen wurden und nur eines verloren ging. Zuletzt war Schlager in der zweiten DFB-Pokalrunde im Einsatz, als die Braun-Weißen Hoffenheim im Elfmeterschießen bezwangen.

Für die Borussia sieht die Statistik unter Schlager weniger gut aus: Von 13 Spielen gewannen sie nur drei, verloren vier. In dieser Saison pfiff er das torlose Unentschieden der Fohlen am sechsten Spieltag gegen den SC Freiburg.

Schon zweimal trafen St. Pauli und Mönchengladbach in dieser Spielzeit aufeinander – mit unterschiedlichen Ausgängen. Besonders Haris Tabakovic (31) stach hervor und erzielte drei der fünf Tore für die Fohlen.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein guter Stürmer“, sagte St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen. Insgesamt attestierte er der Borussia große individuelle Qualität. „Wir haben aber schon gezeigt, dass wir sie schlagen können“, bezog er sich auf den Pokalsieg.

Am Freitag wollen die Kiezkicker erneut gewinnen. „Wenn wir defensiv so agieren wie gegen Frankfurt und mit dem Ball so wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte er. „Wir müssen einfach mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“

Vor allem gehe es darum, die defensive Stabilität, die St. Pauli in den letzten Spielen ausgezeichnet habe, aufrechtzuerhalten. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität haben, Spiele auch zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitag wäre im Abstiegskampf besonders wichtig.

Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker: James Sands (25) wird bis zum Saisonende ausfallen. Der US-Amerikaner verletzte sich bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt durch ein Foul am linken Sprunggelenk und muss operiert werden.

Der Verein teilte am Freitag mit, dass der Mittelfeldspieler mehrere Monate pausieren wird. Da sein Leihvertrag zum Saisonende endet, wird er voraussichtlich kein weiteres Spiel mehr für St. Pauli bestreiten. Auch seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-WM sind damit stark gesunken.

Trainer Alexander Blessin (52) betonte: „Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch. Martijn ist heiß auf einen Einsatz und setzt unsere Vorgaben um.“

Normalerweise wäre Martijn Kaars wohl auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, aber verletzungsbedingte Wechsel verhinderten dies. „Er hängt nicht durch und gibt Vollgas“, so Blessin.

Der Coach weiß genau, woran es bei seinem Stürmer hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erklärte er und forderte mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Gute Nachrichten: Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden, wie er auf Instagram mitteilte. Das Mädchen, dessen Name nicht bekannt ist, kam bereits am 3. März zur Welt.

Für die Geburt verpasste Hartel ein Spiel bei seinem aktuellen Club St. Louis FC. Sportlich läuft es bisher noch nicht rund – aus drei Spielen gab es nur einen Punkt, das Play-off-Ziel gerät frühzeitig in Gefahr.

Die Bedeutung von Jackson Irvine (33) für St. Pauli zeigt eine Statistik: Solange der Australier die kompletten 90 Minuten auf dem Platz stand, verlor der FCSP kein Spiel. Auch Coach Blessin lobt ihn in den höchsten Tönen.

„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagte der Trainer. „Er ist Sprachrohr und Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“

Seine Erfahrung mit über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien macht ihn zu einem festen Anker für Team und Trainer.

Eric Smith (29) ist kürzlich Vater geworden, und ein weiterer Spieler erwartet bald Nachwuchs: Abwehrspieler Adam Dzwigala (30) kündigte die erneute Schwangerschaft seiner Frau Kiki an. Das Paar hat bereits zwei Kinder und wird bald „in Unterzahl“ sein, wie sie auf Instagram schrieben.

Die Verletztenliste lichtet sich langsam: Für das Spiel bei Borussia Mönchengladbach am Freitagabend kann der FC St. Pauli auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide sind im Kader“, bestätigte Trainer Blessin.

Insbesondere die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen. „Seine Schnelligkeit und Dynamik sind eine Waffe. Er war im Training sehr motiviert“, so Blessin, der einen etwa 15-minütigen Einsatz in Erwägung zieht.

Unklar bleibt, ob Abwehrspieler David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist. Für Sonntag ist aber eine Einsatzzeit bei der U23 geplant.

Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) werden nach ihren Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel definitiv fehlen. „Bei Manos sah es zunächst schlecht aus, aber es gibt Hoffnung, dass er nächste Woche wieder zur Verfügung steht“, so Blessin. Bei Sands müsse man abwarten.

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli: Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fallen Manolis Saliakas und James Sands vorerst aus.

Saliakas zog sich kurz nach der Halbzeitpause bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und wird im Spiel in Gladbach fehlen. Für das nächste Heimspiel gegen Freiburg gibt es noch Hoffnung auf eine Rückkehr.

Sands musste nach einem Foul ausgewechselt werden. Bei ihm wurde eine „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ festgestellt. Die genaue Ausfalldauer ist noch offen.

Nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt hatte St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) seinen Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) gut im Griff. Burkardt lobte ihn danach in höchsten Tönen.

„Gegen ihn zu spielen ist sehr unangenehm“, sagte Burkardt bei DAZN. „Er ist immer schnell, immer nah dran, körperlich stark und hat mich gut kontrolliert.“

Wahl revanchierte sich mit Lob: „Er ist ein unglaublicher Stürmer, einer der besten deutschen Angreifer. Es macht keinen Spaß, gegen ihn zu spielen.“

Torwart Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte wenig zu tun, das verdanke ich der starken Defensivleistung der Mannschaft“, lobte er seine Vorderleute. Wenn er gefordert wurde, war er zur Stelle.

Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach das nächste wichtige Duell im Abstiegskampf. „Wir müssen das Niveau halten. Besonders das Spiel gegen direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Für uns ist seit Jahresbeginn jedes Spiel ein Finale“, betonte Vasilj.

Er könnte mit einer weiteren zu-null-Serie einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert beträgt 287 Minuten.

Die Rückkehr naht: Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) sind wieder voll im Training und werden bald wieder Spielzeit erhalten.

„Andréas hat noch eine Trainingswoche vor sich, die ihm gut tut. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, erklärte Trainer Blessin. Einen Einsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, die Rückkehr steht kurz bevor.

Nemeth soll zunächst Spielpraxis bei der U23 sammeln. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.

Das sah nicht gut aus! Nach dem torlosen Unentschieden gegen Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Spieler.

Kurz nach der Pause musste Manolis Saliakas ausgewechselt werden. Er klagte über Schmerzen im Oberschenkel nach einem Sprint. „Ich fühlte mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau passiert ist“, erklärte er nach dem Spiel.

Trainer Blessin äußerte sich besorgt: „Das sieht nach einer strukturellen Verletzung aus.“ Das bedeutet wohl mehrere Wochen Ausfall.

Besser schätzt der Trainer die Lage bei James Sands ein: „Er ist nur umgeknickt, wir müssen noch abwarten.“ Sands wurde nach dem Spiel von einem Betreuer gestützt.

Ein schlechtes Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.

Zwayer leitete bisher 25 Spiele des FC St. Pauli, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter ihm endeten jeweils mit einer Niederlage, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern München.

Bei Frankfurt sieht die Bilanz anders aus: Zwayer pfiff 44 Spiele für die Eintracht, die 18 gewannen und nur 15 verloren. In dieser Saison leitete er jedoch noch kein Spiel der SGE.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen dem Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure.

„Mathias Rasmussen fällt weiterhin aus, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets bleibt diese und nächste Woche noch außen vor.“

Auch Andréas Hountondji wird fehlen, obwohl es ihm besser geht. „Seine Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, die Hoffnung ist groß, ihn bald wieder einsetzen zu können“, so Blessin.

Mit dabei ist dafür Tomoya Ando (27), der letzte Woche gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte in den vergangenen Tagen beim Training, nun ist auch der Grund bekannt: Der Schwede wurde zum zweiten Mal Vater, wie er am Freitagnachmittag auf Instagram mitteilte. Er dürfte am Sonntag gegen Frankfurt wieder einsatzbereit sein.

FCSP-Fans aufgepasst: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Spieltage 28 bis 30 der Bundesliga zeitgenau angesetzt. St. Pauli tritt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags an.

Die Termine im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Eine schlechte Nachricht für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu und ist auf unbestimmte Zeit außer Gefecht.

Besonders bitter ist die Verletzung, weil Mets nach langwierigen Patellasehnenproblemen erst Mitte Oktober sein Comeback gegeben hatte.

Trainer Blessin hat aber genügend Alternativen: Lars Ritzka (27), der bereits Mets in der zweiten Halbzeit ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) können die Position übernehmen.

Mit zwei Siegen hintereinander hat sich St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und steht nun auf Rang 15. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt soll der Erfolg ausgebaut werden. Doch wann war der FCSP zuletzt so erfolgreich?

Die letzte Serie mit drei Siegen in Folge gelang St. Pauli in der Saison 2010/11. Damals wurden Köln, der HSV und Gladbach bezwungen, doch am Ende stieg man trotzdem ab.

Die längste Siegesserie hatte der Kiezklub 1989/90 mit vier Erfolgen in Serie gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg – das führte am Ende zu einem zehnten Tabellenplatz.

In der Saison davor blieb St. Pauli elf Spiele ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt, wechselte aber dennoch im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Beweggründe.

„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und der stabilen ersten Bundesliga-Saison war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt kommen“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, doch ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Verein, der auch international spielt.“

Er bereut den Wechsel nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und ins internationale Geschäft war mir zu groß, deswegen wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich meinen Kindern später erzählen. Danach haben wir auch die Klasse gehalten, das war etwas Besonderes.“

Inzwischen hat sich Treu bei Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich sicher auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.

Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen wollte der FC St. Pauli beim Tabellendritten TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu holen, speziell in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit diesem Sieg bewiesen die Kiezkicker erneut, dass sie auch gegen Topteams der Liga mithalten können – immerhin hatte Hoffenheim zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

Zwar musste St. Pauli in der ersten Halbzeit einige brenzlige Situationen überstehen, kam aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.

Die zweite Halbzeit war dann eher ein Überlebenskampf, gestand er: „Da ging es einfach ums Durchhalten, und das haben wir glaube ich gut gemacht.“

Ein gutes Omen? Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie zwischen St. Pauli und Hoffenheim leiten. Unter ihm haben die Hamburger eine ordentliche Bilanz.

Aytekin pfiff bisher 17 Spiele der Kiezkicker, von denen sie zehn gewannen und nur drei verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm gewannen sie alle und sind seit neun Spielen ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden.

Beide Teams trafen zuletzt in der Saison 2023/24 unter seiner Leitung aufeinander. St. Pauli erinnert sich gerne an das letzte Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden, das sie zum Zweitliga-Meister machte.

Am Samstag (15:30 Uhr) kommt es für St. Pauli bei der TSG Hoffenheim auf die Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) an. Denn Hoffenheim stellt die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den passenden Positionen“, erklärte Mets. „Sie sind ein starkes Team und wollen das Spiel dominieren.“

Im Hinspiel am Millerntor zeigte die TSG ihre Klasse mit einem 3:0-Sieg, bei dem St. Pauli kaum Chancen hatte. „Sie haben viel richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal jedoch drehte St. Pauli den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, doch das Spiel ging auf unsere Seite.“

Wahl sieht Hoffenheim in guter Form: „Sie haben viel Selbstvertrauen und die Lehren aus dem letzten Jahr gezogen. Sie sind eine ganz andere Mannschaft mit hoher individueller Qualität.“

Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies der Pokalsieg, eine Wiederholung am Samstag wird aber schwierig.

Taichi Hara (26) kam bislang in nur zwei Partien auf 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin erklärte nun, wie der Plan für den japanischen Stürmer aussieht.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, so der Coach. Im Training zeige Hara viel Einsatz. „Er hat gute Momente, daher ist es möglich, dass er bald wieder eingewechselt wird.“

Ein Startelfeinsatz sei jedoch noch zu früh. „Aber er kann als Option für die letzten 20 Minuten eine Lösung sein.“

Martijn Kaars (26) hat es schwer. Als Rekordtransfer für vier Millionen Euro verpflichtet, spielt der Angreifer bislang nicht die erhoffte Hauptrolle. In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und gab eine Vorlage.

„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern danach, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Blessin. Er führte zuletzt intensive Gespräche mit Kaars und analysierte Videos.

Das Hauptproblem sei offensichtlich: „Er selbst sagt, dass Stürmer sich an Toren messen. In letzter Zeit hatte er nicht viele Chancen, was zu Unsicherheit führt.“

Seine Mitspieler haben ihn noch nicht optimal in Szene gesetzt, obwohl Kaars seine Stärken im Strafraum hat. „Wir müssen ihm helfen, Chancen zu bekommen, aber er muss sie auch nutzen.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars mit weiter harter Arbeit bald wieder glücklicher wirkt und über seine Tore sprechen wird.

Gute Nachrichten aus dem Training: Nach David Nemeth ist nun auch Andréas Hountondji wieder auf dem Platz. „Er hat Lauftraining absolviert“, bestätigte Blessin.

Der Angreifer wurde lange individuell trainiert und ist nun zurück. „Jetzt geht es um die nächsten Schritte, hoffentlich folgen bald weitere Fortschritte.“

Nemeth ist schon weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und ihn in der zweiten Mannschaft einsetzen, um Spielpraxis zu sammeln“, erklärte der Coach.

Außerdem kehrt Connor Metcalfe (26) nach zwei Wochen kompletter Trainingseinheiten zurück in den Kader. „Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Bisher hatten die Kiezkicker gegen Werder nur zwei Pflichtspiele gewonnen – das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und ein legendäres Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz ist damit zwar leicht verbessert, doch neben den drei Siegen stehen noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen.

Nach dem 2:1-Sieg über Bremen war die Erleichterung groß, und es wurde auch gefeiert.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, verriet Karol Mets. „Es war ein hartes Spiel, der Sieg aber verdient.“

Zu Beginn war St. Pauli aus Mets‘ Sicht zu nachlässig und verlor zu leicht Bälle, doch nach der Pause zeigte die Mannschaft mehr Chancen und gute Momente. „Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli auf einen Relegationsplatz vorbei.

Für James Sands war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal saß der US-Amerikaner in dieser Saison auf der Bank, nachdem er zuvor bis auf eine Verletzung immer in der Startelf stand.

Trainer Blessin erklärte die Entscheidung: „Es geht auch um Frische, zumal mit Eric Smith eine starke Alternative zurück ist.“

Es fiel ihm nicht leicht: „James liefert uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen.“

In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank sitzen, da mit Smith und Jackson Irvine zwei Führungsspieler auf seiner Position spielen.

Mit einem Sieg kann St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen. Die Bedeutung des Spiels ist allen bewusst, auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist groß, das kann man nicht leugnen“, sagte er vor dem Spiel. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“

Mit einem Dreier kann die Mannschaft einen großen Schritt machen – zumal mit Hauke Wahl und Eric Smith zwei wichtige Stammspieler zurückkehren.

Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er ist ruhig und fokussiert.“

Ein seltenes Ereignis: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag das Abstiegskracher zwischen St. Pauli und Werder Bremen pfeifen. Er leitete bereits das Hinspiel, das Bremen mit 1:0 gewann.

St. Pauli hat bessere Erinnerungen an Storks in Bezug auf das Spiel gegen Heidenheim im November, das mit 2:1 gewonnen wurde, obwohl es eine umstrittene Rote Karte gegen Eric Smith gab. Unter Storks gab es zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Bremen hat unter Storks eine negative Bilanz mit vier Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer von Werder.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti trainierte Piontek auch den FC St. Pauli in 39 Zweitliga-Partien.

Weitere Details zum Tod von Sepp Piontek findet ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Bundesliga-Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation den Klassenerhalt aus – und trifft dabei auf den Drittplatzierten der 2. Liga.