Stadionsprecher sorgt für Eklat beim 1. FC Köln: Klubchef kündigt Krisengespräch an
Von Carsten Lappe und Maurice Hossinger
Köln - Durch seine kritischen Bemerkungen über Schiedsrichter Daniel Siebert (41) hat sich Stadionsprecher Michael Trippel (71) beim 1. FC Köln keinen Gefallen getan. Nun könnten sogar Maßnahmen gegen die Vereinslegende folgen!
Schon am Samstagabend hatte Trippel erklärt, dass die Angelegenheit intern „ausgeräumt“ sei und das Thema abgeschlossen.
Doch dem ist nicht so! „Am Montag werden wir den Vorfall nochmals intern besprechen“, kündigte Geschäftsführer Philipp Türoff (49) an.
Trippel selbst hatte sich für seine Entgleisungen während des Heimspiels gegen Borussia Dortmund bereits entschuldigt.
„Ich möchte mich bei all jenen entschuldigen, die sich durch meine Worte angegriffen fühlten. Es tut mir leid, was ich gesagt habe. (...) Meine Aussagen entsprangen der Emotion und dem Frust über den VAR, der uns in dieser Saison mehrfach benachteiligt hat“, erklärte er gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Nach Spielende hatte Trippel die Kölner Anhänger durch seine Kritik an einem nicht geahndeten Handspiel von Dortmunds Yan Couto (23) im eigenen Strafraum aufgebracht.
„In der 95. Minute gab es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum, und niemand schaut sich das an“, rief Trippel ins Mikrofon.
Für diese Äußerungen kam bereits am Sonntag Kritik von der Schiedsrichterorganisation im deutschen Profifußball. Das Verhalten Trippels sei „nicht akzeptabel“, zitierte die „Sportschau“ die DFB Schiri GmbH.
„Unabhängig davon, ob eine Schiedsrichterentscheidung richtig, umstritten oder falsch ist, darf ein Stadionsprecher diese nicht negativ kommentieren und die Zuschauer gegen den Unparteiischen aufwiegeln“, hieß es weiter.
Der FC-Vorstandsvorsitzende Türoff betonte: „Wir sind uns einig, dass solche öffentlichen Äußerungen und Ausbrüche am Stadionmikrofon nicht tolerierbar sind. Es gibt ein Regelwerk des DFB für Stadionsprecher – und diese Vorgaben wurden in diesem Fall missachtet.“ Sportdirektor Thomas Kessler (40) hatte das Verhalten bereits unmittelbar nach dem Spiel scharf kritisiert.
Bundesliga-Tabelle im Überblick
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Der Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Auf dem drittletzten Rang (Position 16) hat die Mannschaft die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Der Gegner dabei ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.