0:4! St. Pauli wird von der überlegenen Werkself deutlich besiegt
Von Jana Glose
Leverkusen – Elf Tage nach dem Erfolg im DFB-Pokal hat sich Bayer Leverkusen auch in der Bundesliga gegen den FC St. Pauli durchgesetzt. Das Team von Trainer Kasper Hjulmand gewann klar mit 4:0 (2:0) gegen die Hamburger und sicherte sich damit wichtige Punkte im Rennen um einen Champions-League-Platz. St. Pauli unter Alexander Blessin steckt nach der 13. Niederlage in dieser Bundesliga-Spielzeit weiterhin tief im Tabellenkeller.
Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena markierten Jarell Quansah (13. Minute) und Patrik Schick (14.) mit einem frühen Doppelschlag die Weichen auf einen erfolgreichen Spielverlauf. Edmond Tapsoba (52.) erzielte per Kopf das dritte Tor, und Ernest Poku (78.) machte den deutlichen Sieg perfekt. St. Pauli verbleibt somit auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ging die Werkself früh eiskalt in Führung: Nach einer schnell ausgeführten Ecke brachte Poku eine Flanke auf Quansah, der den Ball an die Unterkante der Latte köpfte und anschließend an der Eckfahne jubelnd das 1:0 feierte. Im direkten Angriff danach parierte Vasilj zunächst gegen Schick, doch Lucas Vázquez setzte nach und legte erneut für den Torschützen auf, der aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten auf 2:0 erhöhte.
Die Kiezkicker, die mit der identischen Startelf wie beim zuletzt überraschenden 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart ins Spiel gingen, fanden zunächst keinen richtigen Zugriff und mussten meist hinterherlaufen.
Nach fast 30 Minuten gelang Danel Sinani ein Pass auf Jackson Irvine zentral im Strafraum. Doch die direkte Flanke des Hamburger Kapitäns wurde von Werkself-Kapitän Robert Andrich mit dem Fuß abgeblockt.
Mit der 2:0-Führung im Rücken spielte Leverkusen kontrolliert, reduzierte das Tempo etwas und präsentierte sich defensiv weiterhin sehr stabil. St. Pauli fehlte – wie bereits im Pokal-Viertelfinale – die nötige Durchschlagskraft in der Offensive, sodass kaum Torgefahr aufkam. Die zum Teil passend zur Karnevalszeit verkleideten Zuschauer auf den Rängen sahen bis zur Halbzeitpause daher kaum Spektakel.
Nach dem Seitenwechsel blieb Hjulmand in der Kabine und ersetzte Ibrahim Maza, der nach drei verletzungsbedingten Ausfällen wieder zurückkehrte, durch Malik Tillmann.
Am Spielgeschehen änderte sich wenig: Bayer kontrollierte weiterhin den Ball, ohne das Tempo zu forcieren. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff stieg Tapsoba nach einer Ecke von Aleix Garcia am höchsten und köpfte das dritte Tor.
Während spielerisch nicht viel passierte, begann Leverkusen fleißig zu wechseln. Blick voraus auf das erste von zwei Champions-League-Achtelfinalspielen gegen Olympiakos Piräus am Mittwoch, schonte Trainer Hjulmand Schlüsselspieler und zuletzt angeschlagene Akteure wie Schick, Grimaldo und Vázquez.
In einer ereignisarmen zweiten Halbzeit sorgten die Gastgeber dennoch für ein Highlight: Poku erhielt den Ball etwa 20 Meter vor dem Tor nach einem Querpass von Jonas Hofmann, ließ Verteidiger Karol Mets mit einer Täuschung stehen und schoss den Ball unhaltbar ins rechte Eck zum 4:0.
Für viele Fans der Werkself war das der Zeitpunkt, die Arena zu verlassen und sich auf den Karnevalsabend einzustimmen.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Verein, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.