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FCSP-Blog: St.-Pauli-Kapitän warnt vor Gladbachs Schlüsselspieler

Hamburg – Am Freitagabend um 20:30 Uhr steht für den FC St. Pauli das nächste wegweisende Duell im Abstiegskampf an. Bei Borussia Mönchengladbach wollen die Kiezkicker einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt setzen.

Kapitän Jackson Irvine erläuterte, worauf es dabei besonders ankommt.

In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet ihr alle aktuellen Informationen rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.

In dieser Spielzeit trafen der FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach bereits zweimal aufeinander – mit unterschiedlichen Resultaten. Besonders herausragte dabei Haris Tabakovic (31), der drei der fünf Tore für die „Fohlen“ erzielte.

„Er zählt zu ihren Schlüsselspielern und ist ein starker Angreifer“, bewertete St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem bevorstehenden dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend. Generell bescheinigte er der Borussia eine hohe individuelle Klasse. „Wir haben jedoch bereits bewiesen, dass wir sie schlagen können“, spielte er auf den Pokalerfolg an.

Die Kiezkicker streben am Freitag erneut einen Sieg an. „Wenn wir defensiv so agieren wie gegen Frankfurt und mit dem Ballspiel an das Hoffenheim-Match anknüpfen, haben wir gute Chancen auf den Erfolg“, so Irvine. „Zudem müssen wir mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“

Im Fokus steht vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli in den letzten Begegnungen ausgezeichnet hat. „Dann wissen wir, dass wir die Qualität besitzen, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier am Freitag wäre im Abstiegskampf von großer Bedeutung.

Trübe Nachrichten gab es vor dem Auswärtsspiel in Gladbach: James Sands (25) fällt bis zum Saisonende aus. Der US-Amerikaner zog sich bei einem Foul in der Begegnung gegen Eintracht Frankfurt eine Verletzung zu.

Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss der Mittelfeldspieler aufgrund einer Verletzung am linken Sprunggelenk operiert werden und wird mehrere Monate fehlen.

Somit steht fest, dass Sands wohl keine weiteren Spiele für St. Pauli bestreiten wird, da sein Leihvertrag zum Saisonende endet. Zudem sind seine Chancen auf eine Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft deutlich gesunken.

„Er bleibt dran, wir stehen dazu in engem Kontakt“, sagte Trainer Alexander Blessin (52) und ergänzte: „Martijn ist heiß auf seinen Einsatz und versucht, unsere Vorgaben umzusetzen.“

Normalerweise wäre Kaars wahrscheinlich auch gegen Frankfurt eingewechselt worden, wie Blessin zugegeben hat, doch die verletzungsbedingten Wechsel verhinderten dies. „Er lässt den Kopf nicht hängen und gibt im Training Vollgas.“

Der Trainer weiß genau, woran es bei seinem Stürmer noch hapert: „Wir müssen ihm helfen, in die Positionen zu kommen, in denen er seine Stärken ausspielen kann“, erklärte er und forderte vor allem mehr Körperlichkeit vom Niederländer.

Freudige Nachrichten: Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden, wie er auf seinem Instagram-Profil bekanntgab. Das Mädchen, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, kam bereits am 3. März zur Welt.

Für die Geburt blieb Hartel sogar bei seinem aktuellen Verein St. Louis FC einem Spiel fern. Sportlich läuft es dort allerdings noch nicht rund – aus drei Partien holte das Team lediglich einen Punkt, die Play-off-Teilnahme gerät damit frühzeitig in Gefahr.

Wie wichtig Jackson Irvine (33) für den FC St. Pauli ist, zeigt eine Statistik: Immer wenn der Australier über die kompletten 90 Minuten auf dem Platz stand, blieb das Team ungeschlagen. Auch Trainer Alexander Blessin (52) lobte ihn in höchsten Tönen.

„Er ist unglaublich wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagte Blessin. „Er fungiert als Sprachrohr und Taktgeber und beruhigt die Mannschaft, wenn es hektisch wird.“

Seine Erfahrung aus mehr als 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien hilft dabei enorm. „Seine Präsenz ist für die Mannschaft und mich als Trainer ein fester Anker“, betonte Blessin.

Eric Smith (29) wurde kürzlich Vater, ein weiterer Spieler wird bald zum zweiten Mal Papa: Am Donnerstag verkündete Abwehrspieler Adam Dzwigala (30), dass seine Frau Kiki erneut schwanger ist.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und wird bald zu dritt sein, wie sie auf Instagram schrieben. Wann das Baby zur Welt kommt, ist noch offen. Bislang haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam: Am Freitag können Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) beim Auswärtsspiel in Gladbach wieder mitwirken. „Beide werden im Kader stehen“, kündigte Trainer Alexander Blessin (52) an.

Besonders die Rückkehr von Hountondji weckt Hoffnungen: „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er ein echter Trumpf. Im Training war er richtig gierig“, erklärte Blessin, der einen Einsatz des Angreifers von etwa 15 Minuten für möglich hält.

Ob David Nemeth (24) die Reise nach Gladbach mit antritt, ist noch nicht sicher. Er soll am Sonntag aber auf jeden Fall Spielpraxis bei der U23 sammeln.

Verzichten muss das Team jedoch definitiv auf Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) wegen ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos dachte ich zunächst, dass alles gut sei, aber es sieht eigentlich ganz okay aus. Es besteht eine kleine Hoffnung, dass er nächste Woche wieder einsatzbereit ist“, blickte Blessin voraus. Bei Sands müsse man hingegen noch abwarten.

Am Dienstag gab der FC St. Pauli traurige Neuigkeiten bekannt: Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) werden vorerst ausfallen. Beide hatten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzt.

Saliakas erlitt unmittelbar nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ und wird daher in Gladbach fehlen. Für das Heimspiel gegen den SC Freiburg in zwei Wochen gibt es jedoch noch Hoffnung auf seine Rückkehr.

Bei Sands sieht die Lage etwas schlechter aus: Er musste nach einem Foul ausgewechselt werden und wurde mit einer „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert. Wie lange er fehlen wird, ist bislang unklar.

St.-Pauli-Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte Jonathan Burkardt (25) von Eintracht Frankfurt beim torlosen Unentschieden fest im Griff. Der Frankfurter lobte seinen Gegenspieler nach der Partie.

„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt bei DAZN und nannte mehrere Gründe: „Er steht immer richtig, ist stets auf den Fersen, körperlich sehr robust. Er hatte mich sehr gut im Griff.“

Wahl revanchierte sich prompt: „Jonathan ist ein unglaublicher Stürmer, vermutlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“

Torwart Nikola Vasilj (30) hatte beim 0:0 gegen Frankfurt einen eher ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv einen tollen Job gemacht hat“, lobte der St.-Pauli-Keeper. Und wenn er gefordert wurde, war er zur Stelle.

Mit dem Spiel am Freitag in Gladbach steht der nächste wichtige Abstiegskracher an. „Wir müssen das zuletzt gezeigte hohe Niveau halten, denn das kommende Match gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie liegen nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn fühlt sich für uns jedes Spiel wie ein Finale an“, machte Vasilj klar.

Der Torwart hat zudem die Chance, mit einer weiteren Partie ohne Gegentor einen neuen Rekord aufzustellen: Aktuell stehen 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert liegt bei 287 Minuten.

Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Stürmer Andréas Hountondji (23) und Abwehrspieler David Nemeth (24) sind fast zurück und haben bereits wieder ordentlich mittrainiert. Bald könnten sie auch wieder Spielzeit bekommen.

„Andréas hat noch eine Woche Pause, was ihm gut tut, auch wenn es nur eine kurze Woche ist. Im Training zeigte er bereits gute Aktionen“, berichtete Trainer Alexander Blessin (52). Ein Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach ist möglich, die Rückkehr steht kurz bevor.

Auch Nemeth soll bald wieder Spielpraxis sammeln – zunächst wahrscheinlich bei der abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.

Nach dem torlosen Remis gegen Frankfurt bangt St. Pauli um zwei Spieler.

Manolis Saliakas (29) musste kurz nach der Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Beim Sprint hatte er Schmerzen im Oberschenkel. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten, was genau passiert ist“, sagte er nach dem Spiel.

Trainer Blessin sagte: „Es sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das bedeutet, dass Saliakas wohl mehrere Wochen ausfallen wird.

Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus: „Er ist nur umgeknickt, wir müssen abwarten“, so Blessin. Sands musste nach dem Spiel gestützt in die Kabine gehen.

Ein ungünstiges Omen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit ihm keine guten Erinnerungen.

Der Berliner leitete bereits 25 Spiele von St. Pauli, von denen acht gewonnen wurden, neun gingen verloren. Die letzten drei Partien unter Zwayers Leitung endeten für St. Pauli mit Niederlagen, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern.

Für Frankfurt sieht die Bilanz etwas anders aus: Zwayer pfiff 44 Spiele für die Eintracht, von denen diese 18 gewannen und nur 15 verloren. In dieser Saison kam er noch nicht bei der SGE zum Einsatz.

Der FC St. Pauli muss gegen Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fehlen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure.

„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur laufen“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche noch nicht dabei sein.“

Auch Andréas Hountondji (23) wird fehlen, obwohl es bei ihm deutlich besser aussieht. „Die Tests verliefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir haben ein gutes Gefühl. Ich bin sicher, dass seine Rückkehr nicht mehr lange dauert“, so der Trainer.

Im Kader für das Spiel gegen Frankfurt steht wieder Tomoya Ando (27), der gegen Hoffenheim noch gefehlt hatte.

Eric Smith (29) fehlte zuletzt beim Training, was er auf Instagram mit der Geburt seines zweiten Kindes erklärte. Somit dürfte er gegen Frankfurt wieder einsatzbereit sein.

FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Anstoßzeiten für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 festgelegt. St. Pauli spielt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags.

Die Termine im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu und wird auf unbestimmte Zeit fehlen.

Besonders bitter ist es, da Mets erst Mitte Oktober nach langwierigen Patellasehnenproblemen sein Comeback gefeiert hatte.

Trainer Alexander Blessin (52) stehen jedoch genügend Alternativen zur Verfügung. Neben Lars Ritzka (27), der Mets schon in der zweiten Halbzeit ersetzt hatte, können auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) seine Position übernehmen.

Mit zwei Siegen in Folge hat sich St. Pauli etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und ist auf Rang 15 geklettert. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wollen die Kiezkicker nachlegen. Doch wann hatten sie zuletzt eine solche Serie?

Drei Erfolge in Serie gelang St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Damals konnte gegen Köln, den HSV und Gladbach gewonnen werden – am Ende stieg das Team jedoch trotzdem ab.

Den längsten Siegeslauf feierte der Klub 1989/90 mit vier Erfolgen in Folge gegen Borussia Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das legte die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.

In der Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Partien hintereinander ungeschlagen – dabei gab es drei Siege und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) hat mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge gefeiert: den Aufstieg in die Bundesliga und im Folgejahr den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte Treu seine Entscheidung.

„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und dem stabilen Erstliga-Jahr war für mich klar, dass der nächste Schritt folgen muss“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub, der zudem international spielt.“

Seine Zeit bei den Kiezkickern bereut er jedoch nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und ans internationale Geschäft war zu groß. Deshalb bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. Es war perfekt so. Vom Aufstieg mit St. Pauli könnte ich später meinen Kindern erzählen. Danach haben wir die Klasse gehalten – das war etwas Besonderes.“

Mittlerweile hat sich Treu in Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen letzte Woche wollte St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – das gelang eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Der erste Auswärtserfolg außerhalb Hamburgs war extrem wichtig, besonders angesichts unserer Situation“, erklärte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit diesem Sieg zeigten die Kiezkicker, dass sie auch gegen Topteams der Liga mithalten können – Hoffenheim ist Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.

Zwar hatte St. Pauli in der ersten Halbzeit einige Herausforderungen, kam aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir konnten ihnen immer wieder wehtun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Hälfte ging es vor allem ums Überleben, gab er zu. „Und das haben wir heute nicht schlecht gemacht.“

Ein gutes Omen: Deniz Aytekin (47) wird die Partie gegen Hoffenheim am Samstag pfeifen. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz.

Aytekin leitete bisher 17 Spiele mit Beteiligung der Kiezkicker, von denen zehn gewonnen wurden, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm wurden allesamt siegreich gestaltet, seit neun Spielen bleiben die Braun-Weißen ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Statistik vorzuweisen: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Remis. Die letzte Begegnung mit beiden Teams unter seiner Leitung fand in der Saison 2023/24 statt – St. Pauli gewann das letzte Zweitligaspiel bei Wehen Wiesbaden und sicherte sich damit die Meisterschaft.

Auf die Defensive kommt es an! Am Samstag (15:30 Uhr) trifft St. Pauli bei der TSG Hoffenheim auf den Tabellen-Dritten, der die zweitbeste Offensive der Liga stellt. Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) sind gefordert.

„Sie verfügen über große Qualität und haben die passenden Spieler auf den richtigen Positionen“, sagte Mets. „Das ist eine starke Mannschaft, die das Spiel kontrollieren will.“

Im Hinspiel zeigte Hoffenheim ihre Stärke mit einem 3:0-Auswärtssieg am Millerntor, ließ St. Pauli kaum Chancen. „Sie haben viel richtig gemacht“, erkannte Wahl an. Doch im DFB-Pokal konnten die Kiezkicker die Partie drehen. „Auch dort haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte auf unsere Seite.“

Wahl sieht die Hoffenheimer in einem starken Lauf: „Sie haben Selbstvertrauen und die richtigen Schlüsse aus dem Vorjahr gezogen. Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht zu sprechen.“

Obwohl St. Pauli im Pokal gewinnen konnte, wird der erneute Sieg am Samstag sehr schwer.

Bisher kam Taichi Hara (26) lediglich in zwei Spielen auf 22 Einsatzminuten. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun den Plan mit dem japanischen Stürmer.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl“, begründete Blessin. Im Training zeigt Hara aber vollen Einsatz. „Er hat gute Momente, daher ist es möglich, ihn bald wieder einzuwechseln.“

Ein Startelfeinsatz sei allerdings noch zu früh. „Aber als Option für die letzten 20 Minuten auf jeden Fall.“

Martijn Kaars (26) hat es bislang nicht leicht. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro kam der Angreifer mit beeindruckenden 19 Zweitliga-Toren zum FC St. Pauli, der Durchbruch blieb bisher jedoch aus. In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Treffer und bereitete einen vor.

„Ich bewerte ihn nicht nur an Toren, sondern auch daran, wie er der Mannschaft hilft“, sagte Blessin, der sich in letzter Zeit intensiv mit Kaars auseinandergesetzt und Videoanalysen durchgeführt hat.

Das Hauptproblem ist offensichtlich: „Er selbst sagt, dass man sich als Stürmer an Toren und Chancen misst. In letzter Zeit hatte er wenige davon, was zu etwas Zögern führt.“

Bisher konnten seine Mitspieler ihn noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl er klare Qualitäten besitzt, besonders im Strafraum. „Dort muss und wird er auch Chancen bekommen, wir müssen ihm dabei helfen.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars bei weiterer harter Arbeit bald wieder glücklicher in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.

Erfreuliche Nachrichten vom Training: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Platz. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Blessin (52).

Der Angreifer musste lange individuell trainieren, doch nun ist er zurück. „Es geht jetzt vor allem darum, ihn langsam wieder heranzuführen. Das waren die ersten Schritte, bald folgen hoffentlich weitere“, erläuterte Blessin.

Nemeth befindet sich bereits einen Schritt weiter. „Wir wollen die Belastung allmählich erhöhen und schauen, ob wir ihn in der zweiten Mannschaft einsetzen können, um Spielpraxis zu sammeln“, so der Trainer.

Außerdem wird Connor Metcalfe (26) wieder in den Kader zurückkehren, nachdem er bereits zwei Wochen voll mittrainiert hat. „Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern zugleich der 50. Heimsieg von St. Pauli in der Bundesliga.

Bis dahin konnten die Kiezkicker in Pflichtspielen gegen Werder nur zweimal gewinnen: in der Bundesliga-Saison 1977/78 (3:1) und im legendären DFB-Pokal-Match im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz wurde somit leicht verbessert – drei Siege stehen nun fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

Die Freude bei den Profis nach dem 2:1 gegen Bremen war groß, sodass auch ein wenig gefeiert wurde.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gestand Abwehrspieler Karol Mets (32). „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Aus Sicht des Esten startete die Mannschaft zu schlampig und verlor zu viele Bälle, doch nach der Pause änderte sich das. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich auch erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank. Bis auf einen verletzungsbedingten Ausfall hatte er immer in der Startelf gestanden.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte die Entscheidung nach dem Spiel: „Es ging auch um frische Kräfte, zumal Eric Smith (29) wieder eine starke Alternative ist.“

Dennoch fiel es Blessin schwer: „James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unscheinbar, aber extrem wichtig. Es tut weh, so einen Spieler auf der Bank zu lassen.“

In den kommenden Spielen könnte Sands öfter auf der Bank sitzen, denn mit Smith und Jackson Irvine (32) spielen zwei absolute Führungspersönlichkeiten auf seiner Position.

Mit einem Erfolg kann St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist somit enorm. Dies weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist hoch, das kann man nicht wegreden“, sagte der Australier vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Match, auch wenn noch viele weitere Spiele kommen.“

Irvine ist sich bewusst, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Umso besser, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurückkehren.

Auch Trainer Alexander Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er ist ruhig und fokussiert.“

Eine außergewöhnliche Begegnung: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag das Abstiegsspiel zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann, pfiff er.

St. Pauli verbindet mit Storks bessere Erinnerungen an das Spiel gegen Heidenheim im November, das 2:1 gewonnen wurde, trotz einer umstrittenen roten Karte für Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Bremen hat gegen Storks ebenfalls eine negative Bilanz – vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer bei den Grün-Weißen.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek auch St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitligapartien.

Weitere Informationen zu Sepp Pionteks Tod findet ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und belohnte sich mit dem 1:0-Treffer.

„Ich hatte schon beim Ballkontakt an den Jubel gedacht, ich hatte viel Platz“, berichtete der Grieche nach dem Spiel. Er schob den Ball sehenswert mit dem Spann ins Tor. „Es ist schön, ein Tor zu erzielen, vor allem ein wichtiges.“

Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich den Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger, es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“

Zum Glück ist dann Sommerpause, sodass Saliakas sich ganz seinen Vaterpflichten widmen kann.

Im Abstiegskampf braucht St. Pauli dringend Punkte, Stuttgart kämpft um die Champions-League-Plätze. Bei einem Sieg könnten die Schwaben einen Bundesliga-Rekord aufstellen.

Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele jeweils deutlich: 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt am Millerntor erneut ein Dreier mit mindestens drei Toren Differenz, wäre das eine Bundesliga-Premiere.

Bisher gelang das keinem Klub. Der VfB liegt bislang gleichauf mit Bayern (2x), RB Leipzig (2x) und Bochum.

Benjamin Brand (36) wird am Samstag das Spiel zwischen St. Pauli und dem VfB Stuttgart leiten. In dieser Saison pfiff er beide Teams bereits einmal.

Mit Brand hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz: Von 16 Partien unter seiner Leitung gab es sieben Siege und zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete er die 1:2-Niederlage bei Freiburg.

Beim VfB sieht es ganz anders aus: Sechs Siege, vier Remis und nur eine Niederlage. Die letzte Partie pfiff Brand am 11. Spieltag beim 3:3 gegen Dortmund.

St. Pauli drohen erneut zwei Ausfälle gegen Stuttgart: „Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar Hoffnung, aber sie schwindet täglich. Für Samstag wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) hoffe ich noch, dass er dabei sein kann“, sagte Trainer Blessin (52), der ansonsten auf den erwarteten Kader zählt.

Das Defensiv-Duo fehlte bereits bei der Pokal-Niederlage in Leverkusen.

Durch den Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) erhält wohl ein U23-Spieler eine Chance. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl. Wir werden schauen, wen wir nehmen.“

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte, also Rang 16, darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen, dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.