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St.-Pauli-Blog: Für Hauke Wahl und Karol Mets steht eine herausfordernde Aufgabe bevor

Hamburg – Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen möchte der FC St. Pauli am Samstag um 15.30 Uhr auch bei der TSG 1899 Hoffenheim punkten.

Vor dem dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison äußerten sich Hauke Wahl und Karol Mets zum Gegner und ihren Erwartungen an die Begegnung.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten zum Team, mögliche Transfers und alles rund um das Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Die Schlüsselspieler sind gefragt! Der FC St. Pauli trifft am Samstag (15.30 Uhr) auf die TSG 1899 Hoffenheim – Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) als Abwehrspieler stehen vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Denn der Tabellendritte verfügt über die zweitstärkste Offensive der Liga.

„Sie verfügen über viel Qualität und haben genau die richtigen Spieler auf den passenden Positionen“, erklärte Mets. „Das Team ist stark und möchte die Partie dominieren.“

Wie effektiv sie das können, bewies Hoffenheim im Hinspiel am Millerntor: Beim 3:0 ließen sie St. Pauli kaum Raum zur Entfaltung. „Da haben sie vieles sehr gut gemacht“, bestätigte Wahl. Im DFB-Pokal jedoch gelang den Kiezkickern die Revanche. „Auch dort hatten sie kaum Fehler gemacht, trotzdem konnten wir das Spiel für uns entscheiden.“

Aus Wähls Perspektive stecken die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewonnen haben, in einer starken Phase. „Sie sind selbstbewusst und haben aus der vergangenen Saison die richtigen Schlüsse gezogen“, so der 31-Jährige. „Es ist eine ganz andere Mannschaft, über die individuelle Klasse brauchen wir nicht diskutieren.“

Dass St. Pauli Hoffenheim besiegen kann, haben sie im Pokal bewiesen, doch eine Wiederholung am Samstag wird äußerst schwierig.

Bisher kam Taichi Hara (26) erst in zwei Partien auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun seine Pläne mit dem japanischen Angreifer.

„Wir wollten ihm sukzessive mehr Spielzeit geben, doch im letzten Spiel passte es einfach nicht“, begründete Blessin seine Entscheidung. Er habe in dieser Situation kein gutes Gefühl gehabt.

Im Training zeigt sich Hara hingegen engagiert. „Da gibt er richtig Gas“, sagte Blessin mit Blick nach vorne. „Er hat gute Momente, daher könnte es sein, dass er bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann.“

Ein Platz in der Startelf ist für den 52-Jährigen allerdings noch keine Option. „Das ist noch zu früh. Aber für die letzten 20 Minuten ist er definitiv eine Alternative.“

Martijn Kaars (26) hat es zurzeit schwer. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtete der FC St. Pauli den Angreifer mit 19 Zweitliga-Toren im Gepäck, doch der Durchbruch blieb bisher aus. In 24 Pflichtspielen erreichte er fünf Tore und eine Vorlage.

„Ich bewerte ihn nicht ausschließlich nach Toren, sondern vor allem nach seiner Arbeit für die Mannschaft“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52), der sich vor Kurzem mehrfach intensiv mit Kaars austauschte und Videos analysierte.

Das Grundproblem ist offensichtlich. „Er sagt selbst: Als Stürmer wird man an Toren und Torchancen gemessen. In letzter Zeit hatte er davon nicht viele“, so Blessin. „Wenn solche Situationen selten kommen, fängt man an zu zögern.“

Seine Mitspieler konnten Kaars bislang nicht optimal in Szene setzen, obwohl der Coach seine Stärken kennt: „Seine größte Qualität liegt im Strafraum, wenn er den Ball hat und Chancen bekommt. Da müssen wir ihm helfen, aber er muss auch selbst aktiv sein.“

Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars bei weiterem Einsatz bald wieder „glücklicher bei Interviews“ sein und über Tore sprechen wird.

Gute Nachrichten gibt es zugleich vom Trainingsgelände: Nach David Nemeth (24) kehrte nun auch Andréas Hountondji (23) auf den Platz zurück. „Er war draußen und hat Laufeinheiten absolviert“, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52).

Der Angreifer trainierte lange separat und musste individuell arbeiten, jetzt ist er wieder im Team. „Es geht jetzt darum, ihn Schritt für Schritt weiter einzubinden. Die ersten Schritte sind gemacht, bald folgen hoffentlich weitere“, erläuterte Blessin.

Nemeth ist bereits einen Schritt weiter. „Wir wollen die Trainingsintensität langsam erhöhen und prüfen, ob wir ihn in der Zweiten Mannschaft einsetzen können, um Spielpraxis zu sammeln“, so der FCSP-Coach.

Zudem steht die Rückkehr von Connor Metcalfe (26) ins Aufgebot bevor. Der Mittelfeldspieler trainiert bereits seit zwei Wochen vollständig mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, dass er wieder auf der Bank sitzt.“

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch bedeutsam: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Vorher hatten die Kiezkicker nur zwei Pflichtspiele gegen Werder gewonnen: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das denkwürdige Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz verbessert sich damit etwas, doch den drei Siegen stehen nach wie vor fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

Die Erleichterung nach dem 2:1 gegen Bremen war groß, entsprechend wurde gefeiert.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) offen zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zunächst wirkten die Kiezkicker aus Sicht des Esten noch zu unkonzentriert und verloren zu leicht den Ball, doch nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber so ein Glück muss man sich erarbeiten“, erklärte Mets. Am Ende setzte sich St. Pauli mit 2:1 durch und überholte Bremen auf den Relegationsplatz.

Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Er saß erstmals in dieser Saison bei St. Pauli nur auf der Bank, nachdem er bis auf eine Verletzungspause immer in der Startelf stand.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nach der Partie seine Entscheidung: „Das hängt auch mit Frische zusammen.“ Zudem war mit Eric Smith (29) eine erfahrene Alternative zurück im Kader.

Dennoch fiel die Entscheidung dem Coach nicht leicht: „James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist unauffällig, aber extrem wichtig für uns. Es schmerzt, ihn auf der Bank zu lassen.“

In den kommenden Spielen könnte Sands häufiger auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position zur Verfügung stehen.

Ein Sieg könnte den FC St. Pauli am Samstag am direkten Konkurrenten Werder Bremen vorbeiführen – die Bedeutung der Partie ist daher enorm. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist groß, den kann man nicht ignorieren“, sagte der Australier vor der Begegnung im DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere anstehen.“

Irvine weiß, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Positiv ist, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurückkehren.

Auch Coach Alexander Blessin (52) hinterließ bei Irvine einen guten Eindruck. „Er wirkt ruhig und konzentriert“, so der Kapitän.

Ein seltener Einsatz: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17.30 Uhr) das brisante Duell zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Bereits im Hinspiel an der Weser pfiff er die Partie, die Bremen mit 1:0 gewann.

Bessere Erinnerungen verbinden die Kiezkicker mit Storks in der Begegnung gegen Heidenheim im November, die St. Pauli mit 2:1 für sich entschied – trotz der umstrittenen Roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es außerdem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.

Bremen weist ebenfalls eine negative Bilanz unter Storks auf: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.

Vor dem direkten Aufeinandertreffen zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und bestritt mehr als 300 Pflichtspiele für Grün-Weiß. Nach seiner aktiven Karriere war er auch Trainer des Vereins (1971-1975).

Nach weiteren Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti arbeitete Piontek für St. Pauli, die er in 39 Zweitliga-Partien betreute.

Mehr Details zum Tod von Sepp Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und erzielte das wichtige 1:0. Seine anschließende Jubelgeste war besonders.

„Ich hatte schon ans Feiern gedacht, als der Ball zu mir kam“, erzählte der Grieche nach dem Spiel. „Ich hatte viel Platz.“ Saliakas spielte den Ball mit dem Spann ins Tor – ein schöner Treffer. „Es ist toll, ein Tor zu erzielen, vor allem wenn es so bedeutend ist.“

Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau erwartet ein Kind“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, Geburtstermin im Juni.“

Gut, dass zu dieser Zeit Sommerpause ist, so kann Saliakas sich ungestört auf seine Vaterrolle vorbereiten.

Der FC St. Pauli benötigt dringend Punkte im Abstiegskampf, der VfB Stuttgart kämpft um die Champions-League-Plätze. Ein Sieg der Schwaben könnte zudem einen neuen Bundesliga-Rekord bedeuten.

Der VfB hat zuletzt drei Auswärtssiege mit jeweils klaren Ergebnissen gefeiert – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Sollte ihnen auch am Millerntor ein Dreitorevorsprung gelingen, wäre das eine Rekordmarke.

Bislang schaffte das kein Bundesliga-Team. Derzeit liegt der VfB gleichauf mit Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum.

Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart leiten. Beide Clubs kennt der Betriebswirt bereits als Spielleiter in dieser Saison.

Unter Brands Leitung konnte St. Pauli eine ansprechende Bilanz vorweisen: von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, dazu kamen zwei Unentschieden. In dieser Saison pfiff er bereits die 1:2-Niederlage der Kiezkicker beim SC Freiburg.

Die Statistik für den VfB sieht anders aus: sechs Siege, vier Remis und eine Niederlage. Zuletzt leitete Brand das Spiel der Stuttgarter am 11. Spieltag gegen Borussia Dortmund (3:3).

Dem FC St. Pauli droht am Samstag gegen den VfB Stuttgart erneut der Ausfall von zwei wichtigen Abwehrspielern. „Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, die schwindet aber von Tag zu Tag. Für das Spiel wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine leise Hoffnung, dass er einsatzfähig ist“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52), der ansonsten auf den erwarteten Kader zurückgreifen kann.

Das Defensiv-Duo fehlte bereits beim Pokalspiel am Dienstag in Leverkusen.

Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 eine Chance erhalten. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl“, so Blessin. „Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren.“

Der englische Stürmer Jones erlitt im Viertelfinalspiel gegen Bayer Leverkusen einen Syndesmosebandriss am rechten Sprunggelenk und muss operiert werden.

„Das ist ein harter Schlag für uns“, sagte Blessin vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Champions-League-Anwärter VfB Stuttgart. Besonders seine Schnelligkeit habe gefehlt.

Jones soll am kommenden Montag operiert werden. Es ist nicht seine erste Verletzung: Kurz nach seiner Ankunft in Hamburg musste er an der linken Schulter operiert werden und fiel monatelang aus. Erst im Dezember absolvierte er sein erstes Ligaspiel für St. Pauli.

Ex-Nationaltorwart René Adler war als Experte für das ZDF beim Pokalspiel in Leverkusen dabei und analysierte die Lage der Kiezkicker.

„Schon in Augsburg hat man gesehen, dass sie gut ins Spiel kamen, die besseren Chancen hatten und eigentlich führen müssten“, erklärte er und zog Parallelen zum Pokalspiel. „Das ist ein roter Faden, der sich durch die Saison zieht: Gegen starke Gegner spielt St. Pauli oft gut, teilweise sogar besser.“

Was fehlt, sind die Tore. „Irgendwann braucht man einfach dieses dumme, billige Tor“, sagte der Experte. Er riet Trainer Blessin weiter zu arbeiten. „Man kann Torschusstraining machen, Automatismen einüben und irgendwann braucht man auch Glück.“

Adler ist überzeugt, dass bei harter Arbeit das Glück zurückkehrt. „Mehr kann man nicht tun.“

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch die exakten Ansetzungen der Spieltage 25 bis 27 veröffentlicht. Für den FC St. Pauli ergeben sich daraus folgende Termine:

Ein weiterer Rückschlag für St. Pauli: Im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen fallen nicht nur Hauke Wahl (31), sondern auch Eric Smith (29) aus. Smith hatte sich im Bundesliga-Spiel gegen Augsburg eine Verletzung zugezogen und konnte nicht rechtzeitig fit werden.

Deshalb nahm Trainer Alexander Blessin (52) einige Umstellungen vor: James Sands (25) rückt in die Innenverteidigung, seine Position im Mittelfeld übernimmt Neuzugang Mathias Rasmussen (28).

Ein schlechtes Omen? Schiedsrichter Florian Badstübner (35) wird das Pokalspiel am Dienstagabend (20.45 Uhr) bei Bayer Leverkusen leiten.

Unter seiner Leitung konnte St. Pauli nur eine von neun Begegnungen gewinnen. Zuletzt pfiff er die Hamburger bei der 2:3-Niederlage in München in der Vorsaison.

Für die Werkself sieht die Statistik etwas besser aus: Zwei von vier Spielen unter Badstübner wurden gewonnen, darunter das letzte Duell mit einem 2:2 bei Werder Bremen in der Vorsaison.

Oladapo Afolayan (28) verließ den FC St. Pauli bereits in der Winterpause. Da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, schrieb er einen emotionalen Beitrag auf Instagram.

„Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause, und ihr habt meiner Frau und mir das Gefühl gegeben, willkommen und geschätzt zu sein. Wir haben besondere Momente erlebt und Unvorstellbares erreicht“, dankte der 28-Jährige den Anhängern. Es falle ihm schwer, die richtigen Worte zu finden.

„Ihr habt mir geholfen, Träume zu verwirklichen – einen Meistertitel zu gewinnen und in der Bundesliga zu spielen. Es war mir eine Ehre, das Trikot zu tragen und für euch zu spielen.“

Zum Abschluss bedankte er sich bei einigen Wegbegleitern, darunter Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32). Der Name Alexander Blessin fehlte allerdings.

Das Kapitel St. Pauli ist für Afolayan beendet – der Offensivspieler wechselte zu den Blackburn Rovers. Trotz des Machtkampfes mit Coach Alexander Blessin verlor dieser kein schlechtes Wort über den Engländer.

„Dapo ist ein verdienter Spieler von St. Pauli und immer mit der Aufstiegssaison verbunden, in der er viel geleistet hat“, lobte der 52-Jährige.

Dass die Trennung das Beste für alle sei, machte Blessin deutlich: „So wie es lief, war es nicht ideal, aber das gehört zum Fußball.“

Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl keine Teamkollegen mehr. Wie Football League World berichtet, ist ein Transfer des Rechtsverteidigers zu den Blackburn Rovers gescheitert.

Dennoch steht eine Rückkehr bevor: Stevens’ ehemaliger Verein Oxford United, wo er vor St. Pauli spielte, zeigt großes Interesse.

Allerdings drängt die Zeit, da der Zweitligist gegen den Abstieg kämpft.

Oladapo Afolayan hat den Weg vorgemacht, Fin Stevens könnte folgen. Der Rechtsverteidiger hat beim FC St. Pauli keine Zukunft und könnte ebenfalls zu den abstiegsgefährdeten Blackburn Rovers wechseln.

Laut Football League World steht Ryan Alebiosu (24) vor einem Wechsel von Blackburn zu Genk. Sollte dieser zustande kommen, wäre Stevens die Alternative.

Bei St. Pauli hat der walisische Nationalspieler keine Perspektive. In eineinhalb Jahren bestritt er nur zwei Pflichtspieleinsätze, in dieser Saison wurde er siebenmal nominiert, kam aber nicht zum Einsatz.

Kein überraschender Schritt: Oladapo Afolayan (28) verlässt den FC St. Pauli und schließt sich den Blackburn Rovers an.

Der Offensivspieler kam vor fast genau drei Jahren ans Millerntor und avancierte schnell zum Publikumsliebling. Insgesamt erzielte er in 93 Einsätzen 16 Tore und bereitete sieben weitere vor.

Seinen Anteil am Aufstieg kann man nicht hoch genug einschätzen. Unvergessen sein Doppelpack im vorletzten Spiel der Aufstiegssaison gegen VfL Osnabrück. Schon in der letzten Saison zeichnete sich ab, dass seine Rolle abnahm, er kam meist nur noch als Joker zum Einsatz.

Nach der letzten Partie kritisierte er öffentlich Trainer Blessin und dessen Spielstil – der Anfang vom Ende. In dieser Saison spielte er kaum noch und schaffte es zuletzt nicht einmal mehr in den Kader.

Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Dem Japaner wird sicher nicht entgangen sein, woran es bei den Kiezkickern derzeit hakt – an der Chancenverwertung im Angriff.

Entsprechend schnell könnte er gebraucht werden. Am Samstag absolvierte er bereits eine Trainingseinheit mit dem Athletiktrainer, am Sonntag stand die Einheit mit den Ersatzspielern auf dem Plan.

„Montag beginnen wir bereits mit der Vorbereitung auf Leverkusen, ich kann mir gut vorstellen, dass er dabei ist“, erklärte Trainer Blessin (52). Er kündigte an, Hara zumindest im Kader für das Pokalspiel zu sehen.

„Mit seiner Körpergröße und Spielweise kann er uns definitiv weiterhelfen“, zeigte sich Blessin überzeugt. Und zwar lieber sofort als später.

Es könnte schnell gehen: Nach der Verpflichtung von Taichi Hara (26) steht Oladapo Afolayan (28) bei St. Pauli vor dem Abschied. Der Engländer spielt schon lange keine Rolle mehr, nun könnte Bewegung in die Personalie kommen.

Aus England heißt es, die Blackburn Rovers aus der zweiten Liga zeigen starkes Interesse. St. Pauli wird bei einem Angebot wohl keine Steine in den Weg legen.

Beim Auswärtsspiel in Augsburg fehlte Afolayan erneut im Kader.

Der FC St. Pauli muss beim Auswärtsspiel in Augsburg auf zwei Verteidiger verzichten. Adam Dzwigala (30) leidet an einem grippalen Infekt, ähnlich sieht es bei Hauke Wahl (31) aus.

Wahl verließ angeschlagen das Spiel am Dienstag gegen RB Leipzig und wurde nicht rechtzeitig fit.

Ein weiteres mögliches Unglück: Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Begegnung zwischen FC Augsburg und St. Pauli leiten.

Unter seiner Leitung gewann St. Pauli in 13 Spielen lediglich dreimal, dazu kamen zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison pfiff er St. Pauli bereits einmal – bei der 0:2-Niederlage am vierten Spieltag gegen den VfB Stuttgart.

Mut macht die schlechte Bilanz des FCA unter Stegemann: Die Fuggerstädter gewannen nur fünf von 26 Partien, 12-mal verloren sie.

Tomoya Ando (27) hat einen bemerkenswerten Start bei St. Pauli hingelegt. Gegen Borussia Dortmund überzeugte er 45 Minuten, gegen RB Leipzig sogar 90 Minuten. Gegen Ende des Nachholspiels war jedoch Müdigkeit spürbar.

„Er hat das großartig gemacht“, lobte Trainer Blessin (52). „Mit seiner Qualität, Ruhe und Zweikampfstärke hat er die gesamte Spielzeit sehr gut durchgehalten.“ Nach dem Spiel habe Ando allerdings „etwas gespürt“, erklärte der Coach. Am Donnerstag habe sich das aber bereits gebessert.

Dass Ando so schnell Fuß fasst, überrascht etwas. „Er hatte drei Wochen Pause und steht erst seit drei Wochen wieder voll im Training“, sagte Blessin. Da Adam Dzwigala (30) nach Gelbsperre zurückkehrt, ist sein erneuter Einsatz offen. „Wir müssen das Verletzungsrisiko abwägen, momentan sieht es aber gut aus.“

Es ist überraschend, dass Jackson Irvine (32) derzeit für St. Pauli spielt. Nachdem der Verein gemeldet hatte, dass der Australier erneut Probleme mit seinem operierten linken Fuß hat, war von einer baldigen Rückkehr nicht auszugehen. Doch der Kapitän stand in den letzten beiden Spielen auf dem Platz.

„Es ist immer schmerzbedingt, wie er es schafft. Wir besprechen das jede Woche neu“, erklärte Trainer Blessin (52). Wie lange Irvine noch spielen kann, ist unklar.

„Es hängt davon ab, wie gut er den Schmerz unterdrücken kann“, so der Coach weiter. „Ob mit 400er oder 800er Ibuprofen, wir wollen es nicht überstrapazieren.“

Man setzt auf Zeit und Besserung. „Ich bin froh, dass er durchhält. Großes Lob an ihn, dass er trotz Schmerzen dabei ist und der Mannschaft helfen will. Er ist unser Kapitän und seine Präsenz ist wichtig.“

Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli bereits zwei japanische Spieler im Kader, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Bald könnte mit Taichi Hara (26) ein dritter Japaner dazukommen.

„Das sind einfach herausragende Charaktere und Mentalitäten“, sagte Coach Blessin (52). Schon vor seiner Zeit bei St. Pauli habe er mit Japanern gearbeitet. „Sie setzen das, was man von ihnen verlangt, sehr schnell um, weil sie eine hohe Arbeitsmoral haben.“

Zum Thema Hara hüllte sich der Trainer in Andeutungen: „Mal sehen, was noch passiert.“

Gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli im Nachholspiel eine starke Leistung und legte rund 128 Kilometer zurück. Einige Spieler klagten danach über kleinere Beschwerden, ein Ausfall droht aber nicht.

„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, stellte Trainer Blessin (52) klar. Am Mittwoch hätten sich einige Spieler unwohl gefühlt, am nächsten Tag sah das aber schon wieder besser aus.

Für das Spiel gegen Augsburg wird wohl derselbe Kader zur Verfügung stehen wie gegen Leipzig, mit einer Ausnahme: Adam Dzwigala dürfte nach Gelbsperre zurückkehren, dafür wird vermutlich Jannik Robatsch (21) aus dem Team rotieren.

Weiterhin fehlen die langzeitverletzten David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).

Tomoya Ando (27) legte beim Spiel gegen RB Leipzig ein beeindruckendes Debüt in der Startelf hin. Abwehrchef Hauke Wahl (31) lobte ihn dafür.

„Ein super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen am Ball gefunden. „Gegen Ende wirkte er etwas müde, aber das ist verständlich“, fügte Wahl hinzu. Ando hatte seit Anfang Dezember nicht mehr 90 Minuten durchgespielt.

Der Japaner fügt sich gut ins Team ein, auch wenn die Kommunikation schwierig ist. „Er spricht kaum Deutsch, kommuniziert nur über Kenta“, so Wahl. „Das ist nicht einfach in einem fremden Land, und dennoch spielt er so. Dafür habe ich großen Respekt.“

Die beiden Verteidiger haben zwar noch nicht viel miteinander gesprochen, „aber wir lächeln uns ab und zu an. Er ist ein guter Typ“, ist Wahl überzeugt. „Ich habe mal einen Scherz über Kenta gemacht, da hat er sofort mitgelacht. Fast hätte er mich im Schwitzkasten gehabt – ich war überrascht.“

Künftig könnten sie häufiger gemeinsam auflaufen, Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Defensive.

Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) hat St. Pauli bereits zwei Japaner in dieser Saison verpflichtet, nun könnte ein dritter dazukommen: Laut übereinstimmender Medienberichten steht Taichi Hara (26) kurz vor einem Wechsel an die Elbe.

Kyoto Sanga, der derzeitige Klub des Mittelstürmers, gab bereits bekannt, dass Hara den Verein verlassen möchte und zu einem ausländischen Club wechselt. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

Mit dem 1,91 Meter großen Angreifer reagiert St. Pauli auf die anhaltende Offensive Flaute. Vorteil für die Hamburger: Haras Vertrag läuft am 31. Januar aus, somit wäre er ablösefrei zu haben.

Auch Danel Sinani (28) durfte sich gegen Leipzig über einen Einsatz in der Startelf freuen. Nach Verletzungspause war es sein zweiter Einsatz 2026. Im Stadtderby erhielt er ab der 65. Minute eine Chance von Trainer Blessin (52).

Der Coach zeigte sich insgesamt zufrieden, merkte aber an, dass Sinani einige Entscheidungen im nächsten Spiel besser bedenken sollte. Spieler und Trainer waren sich darin einig.

„Ich ärgere mich selbst... diese zwei Bälle, die ich einfach verschenkt habe. Solche Entscheidungen muss ich besser treffen“, reflektierte Sinani nach dem Spiel. Blessin sah die Leistung differenziert:

„In einer Schwächephase hat er weniger Bälle gehalten und Pässe nicht präzise gespielt – das, was uns am Anfang extrem geholfen hat, war seine Ballsicherheit, seine Zweikampfstärke, sich nicht hetzen zu lassen, eine Lösung zu finden und offensiv den Pass nach vorne zu suchen. Das hat er gut gemacht.“

Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet. Er hat ihn verdient und sich wohl auch hart erarbeitet, bestätigte Alexander Blessin nach dem 1:1 gegen RB Leipzig am Dienstag.

„Er hat nie den Kopf hängen lassen und deshalb hat er es jetzt auch verdient“, erklärte der Trainer. Saliakas gab sein erstes Startelfspiel seit dem 1. November und brachte viel Dynamik auf die rechte Seite.

Dass er so lange fehlte, hatte zwei Gründe: Zum einen überzeugte Arkadiusz Pyrka (23) zuletzt auf dieser Position, zum anderen verpasste Saliakas durch Verletzungen zwei komplette Vorbereitungen, was die Rückkehr erschwerte.

St. Pauli sucht dringend Verstärkung für den Sturm. Laut dem argentinischen Sportjournalisten Uriel Lugt haben die Kiezkicker ein Auge auf Rodrigo Castillo (26) vom Club Lanús geworfen.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist soll ein Leihangebot unterbreitet haben, welches Lanús jedoch abgelehnt hat. Ob der Argentinier, der erst im Sommer zu Lanús wechselte und in dieser Saison sieben Tore in 16 Einsätzen erzielte, eine sofortige Verstärkung wäre, ist fraglich. Es wäre sein erster Klub außerhalb Argentiniens.

„Das Transferfenster ist noch offen“, grinste St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) bei der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig. Bedeutet das baldige Verstärkung für den Angriff?

Zuletzt kamen mit Mathias Rasmussen (28) ein zentrales Mittelfeldtalent und mit Tomoya Andō (27) ein Verteidiger hinzu. Blessin sagte, man habe viele Ausfälle auf unterschiedlichen Positionen gehabt und nun mehr Flexibilität.

Ob Sportchef Andreas Bornemann (54) aktuell auch einen neuen Stürmer sucht, ließ der Trainer offen, doch seine Reaktion deutet auf weitere Transfers hin.

Für Scott Banks endet die Zeit beim englischen Drittligisten FC Blackpool. Der 24-Jährige wechselt zum Ligakonkurrenten Barnsley FC, um dort mehr Spielpraxis zu sammeln.

Banks war im Sommer 2025 auf Leihbasis zu Blackpool gekommen und spielte 14 Mal, dabei erzielte er ein Tor.

Im August 2023 war er zunächst auf Leihbasis zum FC St. Pauli gewechselt und im Sommer 2024 von Crystal Palace fest verpflichtet worden. Für St. Pauli bestritt er bislang 16 Partien.

Der FC St. Pauli hatte lange auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27) gehofft, doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS. Wie das Abendblatt berichtet, unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.

Der US-Klub soll sechs Millionen Euro Ablöse plus Boni geboten haben – eine Summe, die St. Pauli nicht aufbringen konnte.

Sportchef Andreas Bornemann (54) wird nun anderweitig nach Verstärkung für den Angriff suchen müssen.

St. Paulis Sprinter Ricky-Jade Jones (23) stellte im Derby gegen den HSV einen neuen Saison-Bestwert auf. Mit 36,46 km/h war er der schnellste Spieler der laufenden Spielzeit.

Den Wert erzielte Jones nach einer eigenen Ecke, als er bei einem HSV-Konter zurückeilte und eine Flanke im eigenen Strafraum per Kopf klärte.

Der FC St. Pauli muss im Nachholspiel gegen RB Leipzig auf Adam Dzwigala (30) verzichten. Der Pole erhielt gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Blessin (52) hat vor allem zwei Alternativen.

Zum einen könnte Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelfdebüt geben; gegen Borussia Dortmund zeigte er bereits gute Ansätze. Andererseits könnte Eric Smith (29) zurück ins Abwehrzentrum rücken und Hauke Wahl (31) auf die rechte Seite der Dreierkette schieben. Nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) gilt diese Variante als wahrscheinlicher.

Blessin wollte sich nach dem Derby jedoch nicht in die Karten schauen lassen.

Eintracht Frankfurt sucht nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild stehen neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) zur Debatte.

Der aktuelle St.-Pauli-Coach hatte vor zwei Jahren mit seinem Team Union Saint-Gilloise im Conference-League-Achtelfinale gegen die Eintracht gewonnen und damit Eindruck hinterlassen. Ob etwas an den Gerüchten dran ist, wird sich zeigen.

Positive Personalnachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte im Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, wie Trainer Blessin (52) am Mittwoch ankündigte.

Der Australier befinde sich zwar noch in der Testphase, die Belastungstests seien aber erfolgreich verlaufen. Man müsse jedoch beobachten, wie sein Körper in den nächsten Tagen und Wochen reagiert. Gerade bei solch einem wichtigen Spiel sei die Präsenz des Kapitäns in der Kabine und auf der Bank aber sehr bedeutend.

Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren, während ein Einsatz von Connor Metcalfe (26) noch fraglich sei.

Schiedsrichter-Chef Knut Kircher (56) äußerte sich auf einem Medientreffen zu zwei umstrittenen Entscheidungen am vergangenen Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).

Der BVB-Profi erhielt nur Gelb, sehr zum Ärger von St.-Pauli-Trainer Blessin (52). „Das war ein klares Foul ohne Ball, knöchelhoch – da wäre normalerweise der Fuß ab, und nach einer Viertelstunde ist das eine Rote Karte.“

Kircher zeigte sich zwar froh, dass diese Szene und das Foul von Leipzigs Nicolas Seiwald an Leon Goretzka einheitlich bewertet wurden, hätte sich jedoch eine härtere Strafe gewünscht.

„Am liebsten wäre mir gewesen, wir hätten es einheitlich korrekt entschieden“, betonte Kircher und sprach sich für eine Rote Karte und den Eingriff des VAR aus.

Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team mit Ricky-Jade Jones (23) umgeht und ihn unterstützt. Die Antwort fiel klar aus.

„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man denkt, man trägt Schuld“, erklärte Wahl. „Aber das stimmt nicht, es ist nicht seine Schuld.“ Fußball sei ein Sport, bei dem Fehler passieren, so der Verteidiger. „Das haben wir ihm auch mehrfach gesagt.“

Man gewinne und verliere gemeinsam, betonte Wahl. „Natürlich tut es einem leid und er war niedergeschlagen, aber er hat viel Bestärkung von uns erhalten.“

St. Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend wieder am Training teil. Er machte bei Pass- und Spielformen mit, verließ den Platz aber nach rund 45 Minuten wieder.

Weiterhin fehlten Ben Voll und Connor Metcalfe, während Danel Sinani nur eingeschränkt mittrainierte.

Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab damit sein Pflichtspieldebüt. Am Ende zeigte auch er sich enttäuscht über die unglückliche 2:3-Niederlage.

„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich sehr über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“

Den Blick richtete er schon auf das nächste Spiel: „Nächste Woche ist das Derby. Wir wollen es gewinnen, egal wie.“

Vor dem Spiel bei Borussia Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) im Sky-Interview zur Lage beim FC St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und jeden Tag hart arbeiten, um da rauszukommen.“

Hoffnung macht, dass die Mannschaft in der vergangenen Saison in einer ähnlichen Situation war.

Ein gutes Omen? Harms Osmers (40) wird am Samstag die Partie bei Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Regie bestritten St. Pauli und BVB bereits ein Duell mit positivem Ausgang für die Kiezkicker.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale 2022 im leeren Millerntor setzten sich die Zweitliga-Kiezkicker durch Tore von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel mit 2:1 durch – der Ehrentreffer von Erling Haaland nützte dem BVB nichts.

Eine Wiederholung wäre für St. Pauli sicher willkommen.

Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) trifft die Mannschaft schwer. Wie es weitergeht, ist noch unklar. „Das wird sich in den nächsten zehn Tagen klären“, sagte Trainer Blessin (52) am Donnerstag.

Er bestätigte, dass eine weitere Operation möglich sei. Zunächst werde man mit fast täglichen MRT-Untersuchungen den Stand der Verletzung am Knöchel verfolgen und Gespräche mit dem Arzt führen. Eine Prognose wollte Blessin nicht abgeben. „Das ist für mich als Außenstehenden schwierig.“

Ein weiterer Eingriff würde vermutlich das Saisonende und damit auch die WM-Teilnahme des 32-Jährigen bedeuten. Nach der ersten Operation dauerte die Rückkehr ein halbes Jahr.

Die späte Niederlage bei VfL Wolfsburg hat deutliche Spuren bei St. Pauli hinterlassen. „Das tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation aus der Saison. Wir sind es leid“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.

„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, ärgerte sich der Schwede. St. Pauli hatte die zweite Halbzeit im Griff, kassierte aber kurz vor Schluss den Knockout.

„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir sind nicht in der Lage, es umzusetzen“, so Smith weiter. „Wir haben nicht die besten individuellen Spieler, deshalb ist es umso wichtiger, sich gegenseitig zu helfen – was wir nicht genug tun.“

Alexander Blessin (52) wollte nach der Niederlage nicht groß über den verschuldeten Handelfmeter von Hauke Wahl (31) sprechen – und schon gar nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der den VAR vehement forderte.

Stattdessen griff Sky-Experte Didi Hamann (52) ein und kritisierte den VfL-Coach scharf. „Die Reaktion von Daniel Bauer war eine Unsportlichkeit und eine Frechheit, die bestraft werden sollte“, forderte der Ex-Profi. „Solche Reaktionen kennt man aus fernen Ländern. Er ist noch nicht lange Bundesliga-Trainer, sollte das aber lassen.“

Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte die Szene zunächst ohne Eingreifen des VAR laufen lassen, reagierte erst auf dessen Aufforderung und entschied dann auf Elfmeter.

Beklemmende Stille: Ab der 60. Minute wurde es im Spiel zwischen St. Pauli und Wolfsburg in der Volkswagen-Arena ruhig.

Offenbar kam es im Stadion zu einem medizinischen Notfall, weshalb beide Fanlager ihre Unterstützung einstellten. In der 72. Minute gab es kurzen Applaus, danach setzten die Gesänge wieder ein.

Der Stadionsprecher informierte kurz darauf, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich stabilisiert habe.

Endlich beginnt für den FC St. Pauli wieder der Spielbetrieb. Für Kapitän Eric Smith (28) fühlte sich die Pause besonders lang an. „Es war eine lange Zeit, weil ich vor Weihnachten auch gesperrt war“, sagte der Schwede vor dem Spiel bei Sky.

Wegen der schwierigen Lage startete das Team früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen in allen Bereichen besser werden“, begründete Smith. Auf den verletzten Kapitän Jackson Irvine (32) muss man verzichten. „Das ist ein harter Schlag. Für jede Mannschaft ist es schwer, wenn der Kapitän fehlt“, sagte Smith, der mit dem Team erfolgreich ins Fußballjahr 2026 starten will.

Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Kapitän erneut aus. Probleme am linken Fuß sind aufgetreten.

Im April des vergangenen Jahres unterzog sich der 32-Jährige wegen einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß einer Operation. Erst im Oktober kehrte er zurück und bewies seine Bedeutung für St. Pauli.

Trainer Alexander Blessin (52) muss jetzt erneut auf den Ausfall reagieren.

Ein gutes Omen? Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) das Auswärtsspiel des FC St. Pauli beim VfL Wolfsburg leiten – für die Kiezkicker eine positive Nachricht.

Unter der Leitung des Lehrers aus Osnabrück gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei – alles in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele verlor man.

Willenborg pfiff Bayer Leverkusen häufiger als St. Pauli, doch die Kiezkicker gewannen mehr Partien unter ihm.

Mit Willenborg an der Pfeife gewann Wolfsburg fünf von acht Spielen, verlor drei.

Die Assistenten sind Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Der VAR-Schiedsrichter ist Sören Storks (37).

Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Zusätzlich besitzt Almelo eine Kaufoption im Sommer.

Ahlstrand kam bei St. Pauli kaum zum Einsatz, obwohl ihm kontinuierliche Fortschritte bescheinigt wurden, erklärte Sportchef Andreas Bornemann (56). Hauptgrund sei die starke Konkurrenz.

In zwei Jahren absolvierte Ahlstrand lediglich sechs Kurzeinsätze (41 Minuten) bei den Profis, war aber in der U23 der Regionalliga Nord ein Leistungsträger. Nun bekommt er die Chance, sich auf höherem Niveau zu beweisen.

Die Wettersituation macht weiterhin Prognosen schwierig. Ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann, ist unklar.

Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, die Entwicklung der Wetterlage abwarten zu müssen, um eine Entscheidung zu treffen.

„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu bleiben und stehen in ständigem Austausch mit Fachleuten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten“, teilte ein Sprecher mit. Noch ist offen, ob das Spiel stattfinden kann.

Keine guten Erinnerungen an ihn! Schiedsrichter Florian Exner (35) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig leiten.

Seine Premiere als Unparteiischer endete mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth, doch sein zweiter Einsatz sorgte für Gesprächsbedarf.

Exner leitete in der vergangenen Saison das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei stellte er zunächst Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) kurz hintereinander Gelb-Rot. Der Torwart musste von Mitspielern zurückgehalten werden, sonst hätte er den Schiedsrichter wohl attackiert.

Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bislang kaum zum Zug, das könnte sich trotz eines guten Auftritts im Testspiel gegen Werder Bremen nicht ändern.

Zwar zeigte sich Sportchef Andreas Bornemann (54) auf Nachfrage zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, gab aber auch zu, dass ein Wechsel unter Umständen möglich sei.

Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.

Bislang absolvierte der 24-Jährige nur fünf Kurzeinsätze in der Liga sowie einen im DFB-Pokal.

Der FC St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Simon Spari (23) und holte mit Emil Gazdov (22) einen neuen Torwart. Der Kanadier wurde vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, mit Kaufoption.

Trainer Alexander Blessin (52) lobte seinen zweiten Winter-Neuzugang: „Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt Ruhe und Souveränität aus. Er liest lange Bälle gut und traut sich, das Tor bei Defensivaktionen zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig und konzentriert.“

Gazdov besitzt die kanadische und bulgarische Staatsbürgerschaft, wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet, spielte für Pacific FC, war von Oktober 2020 bis Februar 2022 bei der U19 des 1. FC Nürnberg und kehrte anschließend nach Kanada zurück, wo er 2025 zu Montréal wechselte. Zuletzt war er für ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.

Gazdov sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung bei St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich optimal für meine fußballerische Entwicklung nutzen und viele Erfahrungen bei einem Bundesligateam sammeln.“

Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Fans, die wegen Witterungsbedingungen oder anderen Gründen nicht kommen können, erhalten eine Alternative.

Diese können ihr Ticket bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal anbieten, wo andere Fans die Karten übernehmen oder eine Erstattung erfolgt.

Auch ein späterer Verkauf sei noch möglich. Zudem denkt der Verein über kostenlose Tickets für ein anderes Testspiel nach.

Bitterer Jahresbeginn für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer auf unbestimmte Zeit aus.

Das teilte der FC St. Pauli am Freitagmorgen mit. Die Verletzung zog sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel am 21. Dezember bei Mainz 05 zu. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten bestätigten weitere osteologische Untersuchungen den Haarriss.

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.