St.-Pauli-Blog: Hauke Wahl und Karol Mets stehen vor einer großen Herausforderung
Hamburg – Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen möchte der FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr) auch bei der TSG 1899 Hoffenheim etwas Zählbares mitnehmen.
Vor der dritten Begegnung in dieser Saison sprachen Hauke Wahl und Karol Mets über den kommenden Gegner und ihre Erwartungen an die Partie.
In unserem St.-Pauli-Blog findet Ihr alle aktuellen Infos zum Team, möglichen Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.
Auf sie wird es ankommen! Am Samstag (15.30 Uhr) trifft der FC St. Pauli auf die TSG 1899 Hoffenheim – für die Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) bedeutet dies eine enorme Belastung. Denn der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie verfügen über viel Qualität und haben die passenden Spieler für jede Position“, erklärte Mets. „Es ist eine starke Mannschaft, die das Spiel dominieren möchte.“
Wie effektiv das klappt, demonstrierte die TSG bereits im Hinspiel am Millerntor: Beim 3:0-Sieg ließ Hoffenheim St. Pauli kaum Räume. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal allerdings drehten die Kiezkicker den Spieß um. „Auch dort haben sie wenig falsch gemacht, aber letztlich kippte die Partie zu unseren Gunsten.“
Aus Sicht von Wahl läuft bei den Hoffenheimern, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewannen, derzeit alles rund. „Sie haben viel Selbstvertrauen getankt und aus der vergangenen Saison ihre Schlüsse gezogen“, sagte der 31-Jährige. „Sie stellen eine ganz andere Mannschaft dar. Über die individuelle Klasse brauchen wir nicht zu sprechen.“
Dass St. Pauli Hoffenheim im Pokal bezwingen konnte, ist bewiesen – eine Wiederholung am Samstag wird jedoch äußerst schwierig.
Bislang spielte Taichi Hara (26) lediglich in zwei Partien, dabei kamen insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit zusammen. St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie er den japanischen Angreifer einzusetzen plant.
„Wir wollten ihm langsam mehr Spielzeit geben, doch im letzten Spiel passte es einfach nicht“, erläuterte er seine Entscheidung. „Ich hatte in dem Moment kein gutes Gefühl.“
Im Training zeigt Hara jedoch vollen Einsatz. „Da gibt er richtig Gas“, so Blessin und blickte nach vorne: „Er zeigt gute Ansätze, deshalb könnte es sein, dass wir ihn diesmal ins Spiel bringen.“
Ein Platz in der Startelf ist jedoch noch nicht vorgesehen. „Das wäre noch zu früh. Aber als Option für die letzten 20 Minuten ist er definitiv eine Lösung.“
Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro wurde der Stürmer verpflichtet, nachdem er in der 2. Bundesliga 19 Treffer erzielt hatte. Einen endgültigen Durchbruch hat er jedoch noch nicht geschafft: In 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und eine Vorlage.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Coach Blessin, der zuletzt intensive Gespräche mit Kaars führte und Videomaterial analysierte.
Das Hauptproblem liegt auf der Hand: „Er selbst sagt, dass ein Stürmer sich an Toren und Chancen misst. In letzter Zeit ist er nicht oft in solche Situationen gekommen“, so Blessin. „Wenn man weniger in solche Momente kommt, beginnt man zu zögern.“
Bisher haben seine Mitspieler Kaars noch nicht richtig in Szene setzen können, obwohl er seine Qualitäten besitzt, betonte auch der Trainer: „Seine Stärke liegt klar im Strafraum, dort muss er Chancen bekommen. Wir müssen ihm helfen, aber er natürlich auch.“
Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars bei weiter harter Arbeit bald wieder „glücklicher“ bei Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.
Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) in der Vorwoche kehrte nun auch Andréas Hountondji (23) auf den Rasen zurück. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Blessin.
Der Angreifer musste lange individuell trainieren und war von der Mannschaft getrennt – nun ist er wieder dabei. „Es geht jetzt darum, ihn schrittweise zu integrieren. Das waren die ersten Schritte, bald hoffen wir auf weitere Fortschritte“, so der Trainer.
Nemeth ist bereits etwas weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und prüfen, ob wir ihn in der zweiten Mannschaft einsetzen können, damit er Spielpraxis erhält“, erklärte Blessin.
Zudem wird Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26), der bereits zwei Wochen komplett mittrainiert, wieder zum Kader stoßen. „Er kann dem Team viel geben, deshalb freue ich mich, dass wir ihn auf der Bank haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Bisher hatten die Kiezkicker gegen Werder lediglich zwei Pflichtspiele gewinnen können: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das denkwürdige Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 eliminierte.
Die Bilanz konnte somit etwas verbessert werden, doch den drei Siegen stehen immer noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung bei den Profis nach dem 2:1 gegen Bremen war groß und es wurde dementsprechend gefeiert.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Verteidiger Karol Mets (32) offen zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zu Beginn agierten die Kiezkicker aus Sicht des Esten zu nachlässig und verloren zu viele Bälle, nach der Pause lief es besser. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor war etwas glücklich, aber Glück musst du dir erarbeiten“, so Mets. Am Ende setzte sich St. Pauli mit 2:1 durch und überholte Bremen auf den Relegationsplatz.
James Sands (25) erlebte am Sonntag eine ungewohnte Rolle: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor stand er außer bei einer Verletzungspause immer in der Startelf.
Trainer Blessin erklärte seine Entscheidung: „Es geht auch um eine gewisse Frische.“ Zudem kehrte mit Eric Smith (29) eine starke Alternative in den Kader zurück.
Dennoch habe ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen. „James bringt viel Zweikampfstärke, ist zwar unauffällig, aber extrem wichtig für uns. Es tut schon weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen“, sagte der Coach.
In den kommenden Spielen könnte Sands häufiger auf der Bank sitzen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position spielen.
Ein Sieg könnte St. Pauli am Samstag am direkten Abstiegskonkurrenten Werder Bremen vorbeiführen, weshalb die Partie große Bedeutung hat – das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist hoch, den kann man nicht einfach ignorieren“, sagte der Australier vor dem Spiel beim DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere Partien folgen.“
Irvine ist sich bewusst, dass ein Dreier einen wichtigen Schritt nach vorne bedeuten würde. Umso besser, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Trainer Blessin hinterließ bei Irvine einen guten Eindruck: „Er wirkt ruhig und fokussiert.“
Eine außergewöhnliche Situation: Schiedsrichter Sören Storks (37) wird am Sonntag (17.30 Uhr) das brisante Abstiegsspiel zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Er pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das mit 1:0 für Bremen endete.
Bessere Erinnerungen hat St. Pauli an Storks mit Blick auf das Spiel gegen Heidenheim im November, das sie mit 2:1 gewannen, trotz einer umstrittenen Roten Karte gegen Eric Smith. Unter seiner Leitung gab es zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen weist gegen Storks ebenfalls eine negative Bilanz auf: Vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Später war er von 1971 bis 1975 Trainer des Vereins.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek auch das Traineramt bei St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitligapartien.
Weitere Informationen zum Tod von Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1 gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und krönte seine Leistung mit dem Führungstreffer zum 1:0 – was dann folgte, war besonders.
„Ich habe schon beim Ballkontakt ans Jubeln gedacht“, berichtete der Grieche nach dem Spiel. „Ich hatte viel Platz.“ Saliakas ließ den Ball elegant über den Spann gleiten und erzielte ein sehenswertes Tor. „Es ist schön, ein Tor zu erzielen, noch schöner, wenn es so wichtig ist.“
Sein Jubel war deutlich: Er steckte sich den Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“
Glücklicherweise ist zurzeit Sommerpause, sodass sich Saliakas voll auf seine bevorstehende Vaterrolle konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, während der VfB Stuttgart im Rennen um die Champions-League-Plätze steckt. Ein Sieg der Schwaben am Millerntor könnte zudem einen neuen Bundesliga-Rekord bedeuten.
Zuletzt gewann Stuttgart dreimal auswärts deutlich: 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Sollte ihnen am Millerntor erneut ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied gelingen, wäre das eine Bundesliga-Premiere.
Bisher gelang das noch keinem Verein. Derzeit liegen VfB, Bayern (jeweils 2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum gleichauf.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Begegnung zwischen St. Pauli und dem VfB Stuttgart leiten. Beide Teams hat er in dieser Saison bereits gepfiffen.
Unter seiner Leitung konnte St. Pauli sieben von 16 Spielen gewinnen, dazu kommen zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete er bereits die 1:2-Auswärtsniederlage bei Freiburg.
Die Bilanz beim VfB ist deutlich positiver: Sechs Siege, vier Remis und nur eine Niederlage. Zuletzt pfiff Brand die Partie der Schwaben gegen Dortmund (3:3).
St. Pauli drohen gegen Stuttgart erneut Ausfälle bei zwei wichtigen Spielern: „Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, die schwindet aber täglich. Für Samstag wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine kleine Hoffnung, dass er spielen kann“, sagte Trainer Blessin (52).
Das Innenverteidiger-Duo fehlte bereits am Dienstag beim Pokalspiel in Leverkusen.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 eine Chance erhalten. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl“, so Blessin. „Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren.“
Jones zog sich im DFB-Pokal gegen Leverkusen einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zu und muss operiert werden.
„Das ist ein harter Schlag für uns“, sagte Blessin vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Champions-League-Kandidaten Stuttgart. Besonders seine Schnelligkeit war eine große Stärke.
Jones wird am kommenden Montag operiert. Dies ist nicht seine erste Verletzung: Kurz nach seiner Ankunft in Hamburg musste er an der linken Schulter operiert werden und fiel monatelang aus. Erst im Dezember bestritt er sein erstes Ligaspiel für St. Pauli.
Ex-Nationaltorwart René Adler war als ZDF-Experte beim Pokalspiel in Leverkusen im Einsatz und ordnete die Situation der Kiezkicker ein.
„Schon in Augsburg hatten sie gute Chancen und das Spiel gut im Griff, mussten aber führen“, erklärte er und erkannte Parallelen zum Spiel in Leverkusen. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison – gegen starke Gegner spielt man teils sogar besser.“
Es mangele jedoch an den Toren. „Irgendwann muss so ein blödes, billiges Tor fallen“, sagte Adler. Er riet Blessin, weiter daran zu arbeiten. „Man kann Torschusstraining machen, Automatismen einstudieren, aber irgendwann braucht man auch ein Quäntchen Glück.“
Adler ist überzeugt, dass das Glück zurückkommt, wenn St. Pauli weiter hart arbeitet. „Mehr kann man nicht tun.“
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die exakten Ansetzungen für die Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Für St. Pauli bedeutet das folgende Termine:
Auch das noch! Im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen muss St. Pauli nicht nur auf Hauke Wahl (31), sondern auch auf Eric Smith (29) verzichten. Smith verletzte sich am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen Augsburg und konnte nicht rechtzeitig fit werden.
Deshalb änderte Trainer Blessin die Aufstellung. James Sands (25) rückt nun ins Innenverteidigerzentrum, seine Mittelfeldposition übernimmt Neuzugang Mathias Rasmussen (28).
Das ist kein gutes Vorzeichen: Schiedsrichter Florian Badstübner (35) wird das Pokalspiel bei Bayer Leverkusen am Dienstag (20.45 Uhr) leiten.
Unter seiner Leitung gewann St. Pauli nur eines von neun Spielen. Zuletzt pfiff er die 2:3-Niederlage in München in der Vorsaison.
Die Bilanz von Leverkusen unter Badstübner ist besser: Zwei Siege aus vier Partien, darunter ein 2:2 bei Werder Bremen in der vergangenen Saison.
Oladapo Afolayan (28) verließ St. Pauli noch in der Wintertransferperiode. Da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, schrieb er einen emotionalen Beitrag auf Instagram.
„Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause. Ihr habt meiner Frau und mir das Gefühl gegeben, willkommen und geliebt zu sein. Wir haben besondere Momente geteilt und Unvorstellbares erreicht“, bedankte sich Afolayan. Es falle ihm schwer, diese Worte zu schreiben.
„Ihr habt mir geholfen, einige meiner Träume zu verwirklichen, ich gewann einen Meistertitel und spielte in der Bundesliga. Es war mir eine Ehre, das Trikot zu tragen und für Euch zu spielen.“
Zum Schluss bedankte sich der Offensivspieler bei einigen Wegbegleitern, unter anderem Ex-Trainer Fabian Hürzeler (32), allerdings fehlte der Name von Alexander Blessin.
Das Kapitel St. Pauli ist für Afolayan beendet. Er wechselte zu den Blackburn Rovers. Trotz Differenzen mit Trainer Blessin hinterließ dieser keine schlechten Abschiedsworte.
„Dapo ist ein verdienter Spieler von St. Pauli und war Teil der Aufstiegssaison mit großem Beitrag“, lobte Blessin. Dass sich die Wege trennten, sei das Beste für beide Seiten. „So wie es lief, war es nicht schön, aber das gehört zum Fußball.“
Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wohl nicht mehr zusammen spielen. Wie Football League World berichtet, scheiterte ein Transfer des Rechtsverteidigers zu Blackburn Rovers.
Dennoch steht Stevens vor einer Rückkehr: Sein ehemaliger Verein Oxford United zeigt großes Interesse. Allerdings drängt die Zeit, da Oxford im Abstiegskampf der Championship steht.
Wie Afolayan könnte auch Stevens zu Blackburn wechseln. Laut Football League World steht Ryan Alebiosu (24) vor einem Wechsel, Stevens wäre dann die Alternative.
Bei St. Pauli hat der walisische Nationalspieler keine Perspektive. In eineinhalb Jahren stand er nur zweimal in Pflichtspielen auf dem Feld, in dieser Saison war er siebenmal im Kader, aber ohne Einsatz.
Kein Wunder: Oladapo Afolayan (28) verlässt den FC St. Pauli und wechselt zu Blackburn Rovers in die englische zweite Liga.
Vor fast genau drei Jahren kam der Offensivspieler nach Hamburg und wurde schnell Publikumsliebling. In 93 Einsätzen erzielte er 16 Tore und bereitete sieben vor.
Er trug maßgeblich zum Aufstieg bei, besonders unvergessen sein Doppelpack im vorletzten Spiel gegen Osnabrück. Bereits in der letzten Saison nahm seine Bedeutung ab, oft wurde er nur als Joker eingesetzt.
Nach Kritik an Trainer Blessin und dessen Spielstil begann der Niedergang. In dieser Saison kam er kaum noch zum Einsatz und stand zuletzt nicht einmal im Kader.
Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Ihm wird nicht entgangen sein, dass die Kiezkicker derzeit vor allem mit der Chancenverwertung im Angriff zu kämpfen haben.
Deshalb könnte der Japaner schnell gebraucht werden. Am Samstag absolvierte er bereits eine Einheit mit dem Athletiktrainer, am Sonntag folgt Training mit den Ersatzspielern.
„Montag beginnt die Vorbereitung auf Leverkusen, ich kann mir gut vorstellen, dass er im Kader steht“, sagte Blessin. „Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns gut helfen – lieber früher als später.“
Nach der Verpflichtung von Hara könnte Oladapo Afolayan bei St. Pauli bald vor dem Aus stehen. Der Engländer spielt längst keine Rolle mehr und könnte sich einem Wechsel nähern.
Laut Berichten aus England haben die Blackburn Rovers großes Interesse. St. Pauli wird einem Wechsel bei einem Angebot kaum Steine in den Weg legen.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg fehlte Afolayan erneut im Kader.
Der FC St. Pauli muss beim FC Augsburg auf zwei Abwehrspieler verzichten: Adam Dzwigala (30) ist krank, ebenso wie Hauke Wahl (31), der angeschlagen aus dem Spiel gegen Leipzig ging und nicht rechtzeitig fit wird.
Ein schlechtes Omen? Schiedsrichter Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie bei Augsburg leiten.
Unter seiner Leitung holte St. Pauli in 13 Spielen nur drei Siege, dazu zwei Remis und acht Niederlagen. In dieser Saison leitete er die 0:2-Pleite gegen Stuttgart am vierten Spieltag.
Mut macht die schlechte Bilanz von Augsburg unter Stegemann: Die Fuggerstädter gewannen nur fünf von 26 Spielen, zwölfmal verloren sie.
Tomoya Ando (27) startete beim FC St. Pauli stark durch. Gegen Dortmund überzeugte er 45 Minuten, gegen Leipzig spielte er durch, zeigte zum Ende jedoch leichte Ermüdungserscheinungen.
„Er hat großartig gespielt“, lobte Trainer Blessin. „Mit seiner Ruhe, Qualität und Zweikampfstärke hielt er die 90 Minuten durch. Nach der Partie spürte er aber etwas, am Donnerstag sah es schon besser aus.“
Andos schneller Einstieg überrascht: „Er hatte drei Wochen Pause und trainiert erst seit drei Wochen wieder auf dem Niveau“, erklärte Blessin. Da Dzwigala zurückkehrt, ist sein Einsatz offen. „Wir müssen abwägen, ob wir ein Verletzungsrisiko eingehen.“
Es überrascht, dass Kapitän Jackson Irvine (32) aktuell für St. Pauli spielt. Nach Meldungen über Probleme mit seinem operierten linken Fuß war eine Rückkehr unwahrscheinlich. Doch er stand in den letzten zwei Partien auf dem Platz.
„Es ist schmerzbedingt, wie er das hinbekommt. Wir prüfen und besprechen das wöchentlich“, erklärte Blessin. Wie lange Irvine spielen kann, ist unklar.
„Es hängt davon ab, wie er den Schmerz unterdrücken kann“, so der Trainer. „Wir wollen es nicht überstrapazieren.“
Die Hoffnung liegt auf einer Verbesserung mit der Zeit. „Großes Lob an ihn, dass er trotz Schmerzen dabei ist und helfen will. Er ist unser Kapitän und sehr wichtig für uns.“
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli bereits zwei Japaner im Team, dazu kommt Zeugwart Kenta Kambara. Bald könnte Taichi Hara (26) dazustoßen.
„Das sind herausragende Charaktere mit toller Mentalität“, sagte Trainer Blessin, der schon vor seiner Zeit bei St. Pauli mit Japanern zusammenarbeitete. „Sie setzen sehr schnell um, was man von ihnen verlangt, weil sie extrem fleißig sind.“
Zum Thema Hara hielt er sich noch bedeckt: „Man weiß nie, was noch passiert.“
Gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli im Nachholspiel eine starke Leistung und legte insgesamt etwa 128 Kilometer zurück. Einige Spieler klagten anschließend über kleine Beschwerden, ein Ausfall droht aber nicht.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, sagte Blessin. Am Mittwoch hätten sich einige Spieler schlecht gefühlt, aber am nächsten Tag sah das schon anders aus.
Für das Spiel in Augsburg dürfte der Kader fast unverändert sein, eine Änderung ist jedoch wahrscheinlich: Dzwigala kehrt nach Gelbsperre zurück, dafür rückt Jannik Robatsch (21) vermutlich raus.
Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Nemeth (24), Metcalfe (26) und Hountondji (23).
Tomoya Ando (27) lieferte gegen Leipzig ein beeindruckendes Startelfdebüt ab und erhielt dafür Lob von Innenverteidiger Hauke Wahl (31).
„Ein super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen mit dem Ball gefunden. „Am Ende wurde er müde, das ist verständlich, da er zuletzt im Dezember zuletzt 90 Minuten spielte.“
Der Japaner fügt sich gut ins Team ein, obwohl er kaum Deutsch spricht und nur über Kenta kommuniziert. „Das ist nicht einfach in einer fremden Stadt und Sprache. Dafür ziehe ich den Hut.“
Zwischen beiden verteidigenden Spielern habe es bisher wenig Worte gegeben, aber man lächle sich gelegentlich an. „Er ist ein guter Typ“, meinte Wahl lachend.
Ando könnte künftig öfter zusammen mit Wahl spielen und ist mehr als nur eine Ergänzung in der Defensive.
St. Pauli hat bereits zwei Japaner geholt – Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) –, nun könnte mit Taichi Hara (26) der dritte folgen, wie Medienberichte einhellig vermelden.
Kyoto Sanga, Haras aktueller Verein, bestätigte, dass der Stürmer den Klub verlassen will und zu einem ausländischen Club wechseln möchte. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch offen.
Mit Hara reagiert St. Pauli auf die anhaltende Flaute im Angriff. Vorteilhaft: Sein Vertrag läuft zum 31. Januar aus, er wäre also ablösefrei verfügbar.
Auch Danel Sinani (28) durfte sich über einen Startelfeinsatz gegen Leipzig freuen. Nach Verletzungspause war es sein zweiter Einsatz 2026.
Im Stadtderby erhielt er ab der 65. Minute Spielzeit. Sowohl Spieler als auch Trainer waren mit seiner Leistung insgesamt zufrieden, wenn auch mit Verbesserungspotenzial bei manchen Entscheidungen.
„Ich ärgere mich über die zwei Bälle, die ich verschenkt habe“, reflektierte Sinani nach dem 1:1. Blessin sah den Auftritt differenziert: „Er hat weniger Bälle gehalten und die Pässe nicht immer richtig gespielt, aber gerade am Anfang hat seine Ballsicherheit und Körperarbeit uns sehr geholfen. Auch das Offensivspiel mit Pässen nach vorne hat er gut gemacht.“
Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet. Er hat ihn sich laut Blessin nach dem 1:1 gegen Leipzig verdient und gut genutzt, vor allem mit viel Dynamik über rechts.
Dass Saliakas so lange fehlte, habe zwei Gründe: Zum einen überzeugte Arkadiusz Pyrka (23) auf der Position, zum anderen verpasste Saliakas wegen Verletzungen zwei komplette Vorbereitungen, was die Rückkehr erschwerte.
Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung für den Angriff. Laut argentinischem Sportjournalisten Uriel Lugt soll Interesse an Rodrigo Castillo (26) von Lanús bestehen.
Der abstiegsbedrohte Bundesligist hat offenbar ein Leihangebot abgegeben, das Lanús ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer kam und sieben Tore in 16 Spielen erzielte, sofort helfen kann, bleibt fraglich – er würde erstmals außerhalb Argentiniens spielen.
„Das Transferfenster ist ja noch offen“, scherzte Trainer Blessin bei der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen Leipzig. Ob eine Verstärkung im Sturm geplant sei, ließ er offen, deutete aber an, dass Gespräche laufen könnten.
Zuletzt hatte man mit Rasmussen (28) für das Mittelfeld und Ando (27) für die Abwehr Verpflichtungen getätigt. Man habe viele Ausfälle auf unterschiedlichen Positionen gehabt und wolle nun flexibel bleiben.
Scott Banks wird den englischen Drittligisten FC Blackpool verlassen und künftig für Barnsley FC spielen, um mehr Spielpraxis zu sammeln.
Der 24-jährige Flügelspieler wechselte im Sommer 2025 auf Leihbasis zu Blackpool und absolvierte 14 Einsätze mit einem Tor. Er war zuvor leihweise bei St. Pauli und wurde im Sommer 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet. Für die Kiezkicker kam er auf 16 Einsätze.
Der FC St. Pauli träumte lange von der Rückkehr von Morgan Guilavogui (27), doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS nach Amerika. Laut Abendblatt unterzeichnete er einen Vertrag bei Real Salt Lake City bis 2029.
Der US-Klub bot eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro plus Boni, eine Summe, die St. Pauli nicht aufbringen konnte.
Sportchef Andreas Bornemann (54) wird sich nun anderswo um Verstärkung für den Angriff bemühen müssen.
St. Paulis Tempodribbler Ricky-Jade Jones (23) erreichte im Derby gegen den HSV eine neue persönliche Bestmarke. Mit 36,46 km/h war er der schnellste Spieler der Saison.
Den Topwert erreichte Jones nach einer eigenen Ecke, als er beim darauffolgenden HSV-Konter zurückeilte und eine Flanke im eigenen Strafraum per Kopf klärte.
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig muss St. Pauli auf Adam Dzwigala (30) verzichten. Er sah im Derby gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Blessin hat zwei Alternativen.
Entweder feiert Neuzugang Tomoya Ando (27) sein Startelf-Debüt, der gegen Dortmund schon gute Ansätze zeigte, oder Eric Smith (29) kehrt ins Innenverteidigerzentrum zurück und Hauke Wahl (31) rückt wieder auf die rechte Position in der Dreierkette. Nach der Verpflichtung von Rasmussen (28) ist letzteres die wahrscheinlichere Variante.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht festlegen.
Eintracht Frankfurt sucht nach dem Rauswurf von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild stehen neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) auf der Liste.
Blessin hatte der Eintracht vor zwei Jahren im Achtelfinale der Conference League mit Union Saint-Gilloise eine Niederlage zugefügt, was offenbar Eindruck hinterließ. Ob das Gerücht stimmt, bleibt abzuwarten.
Positive Nachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte im Derby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, kündigte Trainer Blessin (52) an.
Der Australier befinde sich zwar noch in der „Testphase“, die Belastungstests liefen jedoch gut. Man müsse beobachten, wie sein Körper in den nächsten Tagen und Wochen reagiere. Gerade bei solch einem wichtigen Spiel sei seine Präsenz enorm wertvoll.
Auch Danel Sinani (28) könnte wieder dabei sein. Bei Connor Metcalfe (26) gebe es noch größere Unsicherheiten, sagte Blessin.
Schiedsrichterchef Knut Kircher (56) äußerte sich bei einem Treffen mit Journalisten zu zwei umstrittenen Entscheidungen des letzten Spieltags, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Schlotterbeck erhielt nur Gelb, was bei Trainer Blessin für Entsetzen sorgte. „Das war ein klarer Rot-Kandidat, der Ball wurde nicht gespielt, knöchelhoch, normalerweise ist da der Fuß ab.“
Kircher zeigte sich froh, dass beide Szenen einheitlich bewertet wurden, wünschte sich aber eine härtere Strafe. Er sprach sich für eine Rote Karte und den Einsatz des VAR aus.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team Ricky-Jade Jones (23) nach dessen Fehler aufgebaut hat. Seine Antwort war klar.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man glaubt, schuld zu sein“, erklärte Wahl. „Aber das stimmt nicht – es ist nicht seine Schuld.“ Fußball sei ein Fehlersport, betonte er. „Das haben wir ihm mehrfach gesagt.“
Man gewinne und verliere gemeinsam, stellte Wahl klar. „Er war geknickt, aber hat genug Rückhalt von uns bekommen.“
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Er machte bei Pass- und Spielformen mit, verließ den Platz aber nach etwa 45 Minuten wieder.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach über einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und debütierte im Pflichtspiel. Am Ende ärgerte auch er sich über die unglückliche 2:3-Niederlage.
„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich sehr über meinen ersten Einsatz“, sagte er. „Leider haben wir verloren.“
Bereits richtete er den Blick nach vorne: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen es gewinnen, egal wie.“
Vor dem Spiel bei Borussia Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) am Sky-Mikrofon zur Lage bei St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und täglich hart arbeiten, um da rauszukommen.“
Hoffnung macht ihm, dass die Mannschaft in einer ähnlichen Situation in der vergangenen Saison ebenfalls kämpfen musste.
Ein gutes Omen? Harms Osmers (40) wird am Samstag das Spiel St. Pauli gegen Dortmund leiten. Unter seiner Leitung gewannen die Kiezkicker bereits ein Duell gegen den BVB.
2022 trafen beide im DFB-Pokal-Achtelfinale am menschenleeren Millerntor aufeinander. Damals siegte St. Pauli durch ein Tor von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel mit 2:1. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte nicht.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde beim Kiezklub sicher auf Freude stoßen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) ist ein harter Rückschlag. Wie es mit ihm weitergeht, ist unklar. „Das wird sich in einer Woche oder zehn Tagen klären“, sagte Trainer Blessin (52).
Eine weitere Operation stehe im Raum. Zunächst werden „fast tägliche“ MRT-Untersuchungen erfolgen, zudem Gespräche mit dem Operateur. Blessin wollte keine Prognosen abgeben: „Als Außenstehender ist das schwierig.“
Ein erneuter Eingriff würde wohl das Saisonende und gleichzeitig das WM-Aus bedeuten. Nach der ersten Operation dauerte die Rückkehr sechs Monate.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hinterließ Spuren bei St. Pauli. „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.
„Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe: Wir müssen aus Fehlern lernen“, ärgerte sich der Schwede. St. Pauli schien die zweite Hälfte zu kontrollieren, kassierte aber kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer.
„Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler haben. Umso wichtiger ist gegenseitige Hilfe – die aber nicht ausreicht.“
Trainer Blessin wollte nach der Niederlage nicht über den Handelfmeter von Hauke Wahl sprechen – und schon gar nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.
Stattdessen meldete sich Sky-Experte Didi Hamann (52) zu Wort und kritisierte Bauer scharf. „Sein Verhalten war eine Frechheit und Unsportlichkeit, die bestraft werden sollte.“
„Solche Reaktionen kennt man eher aus fernen Ländern“, so der Ex-Profi. „Er ist noch neu als Cheftrainer, sollte sich aber benehmen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) schaute sich die Szene erst nach VAR-Eingriff an und entschied auf Strafstoß, zuvor hatte er weiterspielen lassen.
Eine bedrückende Stille herrschte ab der 60. Minute im Spiel gegen Wolfsburg in der Volkswagen-Arena.
Offenbar gab es einen medizinischen Notfall im Stadion, woraufhin beide Fanlager ihren Support einstellten. In der 72. Minute gab es kurz Applaus, dann wurden die Gesänge wieder aufgenommen.
Der Stadionsprecher teilte kurz darauf mit, dass die betroffene Person versorgt wurde und stabil ist.
Die Saison beginnt wieder für St. Pauli. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause noch länger, da er vor Weihnachten gesperrt war.
„Es fühlt sich lang an“, sagte der Schwede vor dem Spiel bei Sky. Aufgrund der schwierigen Lage starteten die Kiezkicker früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern.“
Verzichten muss St. Pauli auf den verletzten Jackson Irvine (32). „Das ist ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste. Es ist für alle Teams schwierig, wenn der Kapitän ausfällt.“ Smith will mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32): Der Verein gab am Dienstag bekannt, dass der Kapitän erneut ausfällt. Er hat Probleme am linken Fuß.
Im April letzten Jahres wurde Irvine wegen einer Stressreaktion am Knochen an diesem Fuß operiert. Erst im Oktober kehrte er zurück und zeigte seine Bedeutung für St. Pauli.
Trainer Blessin muss erneut auf den Ausfall reagieren.
Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) das Spiel St. Pauli beim VfL Wolfsburg leiten – eine gute Nachricht für die Kiezkicker.
Unter seiner Leitung gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Willenborg pfiff häufig Spiele von St. Pauli, mehr als von jedem anderen Verein außer Bayer Leverkusen, bei dem die Bilanz schlechter ist.
Wolfsburg konnte unter Willenborg fünf von acht Partien gewinnen, drei gingen verloren.
Seine Assistenten sind Robert Wessel (40) und Eric Müller (35), VAR-Schiedsrichter ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der Klub hat eine Kaufoption für den Sommer.
Ahlstrand kam bei St. Pauli kaum zum Einsatz, obwohl seine Fortschritte anerkannt wurden, wie Sportchef Bornemann (56) bestätigte. Hauptgrund sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren absolvierte Ahlstrand nur sechs Kurzeinsätze (41 Minuten), zeigte aber bei der U23 in der Regionalliga Nord gute Leistungen. Nun erhält er die Chance auf höherem Niveau.
Wetterkapriolen lassen die Durchführung des Heimspiels gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) ungewiss.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, dass man den weiteren Verlauf der Wetterlage abwarten müsse.
„Alle Verantwortlichen im Verein arbeiten an verschiedenen Szenarien, um flexibel zu bleiben. Es besteht kontinuierlicher Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und weiteren Beteiligten“, teilte ein Sprecher mit. Noch ist unklar, ob das Spiel stattfinden kann.
St. Pauli hat mit Schiedsrichter Florian Exner (35) einen Unparteiischen angesetzt, an den der Klub keine guten Erinnerungen hat.
Der Rechtsanwalt aus Münster leitete das Topspiel gegen Greuther Fürth, das mit 3:2 gewonnen wurde. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch Gesprächsbedarf.
Exner pfiff vergangene Saison das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei zeigte er zunächst Siebe Van der Heyden (27) die Rote Karte und später Nikola Vasilj (30) die Ampelkarte binnen Sekunden, was zu einer emotionalen Reaktion des Torwarts führte.
Erik Ahlstrand (24) kam bei St. Pauli bislang kaum zum Zug, auch wenn er beim Testspiel gegen Werder Bremen überzeugen konnte.
Sportchef Bornemann zeigte sich auf Nachfrage zufrieden mit der Entwicklung, gab aber zu, dass bei passenden Angeboten ein Wechsel möglich sei.
Nun scheint ein Wechsel bevorzustehen: Laut Expressen steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Klub Heracles Almelo.
Bei St. Pauli bestritt der 24-Jährige bisher fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Als Reaktion auf die Verletzung von Simon Spari (23) hat St. Pauli den Torhüter Emil Gazdov (22) verpflichtet. Er wurde von CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, mit Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch, explosiv und strahlt Ruhe sowie Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, das Tor zu verlassen. Im Spielaufbau ist er ruhig und abgeklärt“, freute sich Trainer Blessin über den zweiten Winter-Neuzugang.
Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsangehörigkeit, wurde bei Vancouver Whitecaps ausgebildet, spielte bei Pacific FC und war vom Oktober 2020 bis Februar 2022 bei der U19 des 1. FC Nürnberg. Zuletzt war er sechs Monate an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung bei St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich für meine fußballerische Entwicklung nutzen und viele Erfahrungen in der Bundesliga sammeln.“
Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern ausgetragen. Der Verein bietet aber eine Alternative für Fans an, die wegen der Wetterlage oder anderen Gründen nicht kommen können.
Tickets können bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal angeboten werden, um von anderen Fans übernommen oder erstattet zu werden.
Auch ein späteres Einstellen ist möglich. Zudem denkt der Verein über ein Gratisticket für ein anderes Testspiel nach.
Schlechte Nachrichten für Andreas Hountondji (23): Wegen eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer auf unbestimmte Zeit aus.
Der FC St. Pauli gab dies am Freitag bekannt. Die Verletzung zog sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 (21. Dezember) zu. Die Diagnose wurde durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.