HSV-Sportdirektor Claus Costa vor möglichem Aufstieg zum Sportvorstand? „Das ist nicht meine Angelegenheit“
Von Claas Hennig
Hamburg/München – Der Sportdirektor des Hamburger SV, Claus Costa (41), reagierte zurückhaltend auf Spekulationen bezüglich einer möglichen Beförderung zum Sportvorstand des Bundesligisten.
In der Sport1-Sendung „Doppelpass“ verwies der 41-Jährige auf den Aufsichtsrat als zuständige Instanz. „Das fällt ganz klar nicht in meinen Verantwortungsbereich, daher ist das nicht meine Frage“, erklärte er.
Seit der überraschenden Trennung von Stefan Kuntz (63) im Januar ist die Position des Sportvorstands vakant. Dabei wurden unter anderem prominente Namen wie der ehemalige DFB-Direktor Oliver Bierhoff (57) und Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl (46) als potenzielle Nachfolger genannt.
Der Verein lässt sich bei der Neubesetzung der Stelle bewusst Zeit. Laut Angaben des Klubs ist die Führungsspitze mit Costa und Finanzvorstand Eric Huwer (42) weiterhin handlungsfähig.
In der Sendung hob Costa die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem derzeitigen Alleinvorstand Huwer hervor. „Eric ist sogar länger als ich im Verein tätig. Wir arbeiten täglich eng zusammen“, betonte er.
Als Beispiel nannte er die im Februar beendete Winter-Transferperiode. Auch die Abstimmung mit dem Aufsichtsrat verlief bei den insgesamt 13 Transferbewegungen in dieser Zeit sehr konstruktiv.
Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des HSV am vergangenen Mittwoch durfte er erstmals die sportliche Bilanz präsentieren – eine Aufgabe, die bisher ausschließlich Vorständen vorbehalten war. Dies nährte Spekulationen über eine mögliche Beförderung. Der ehemalige Profi ist seit August 2019 beim HSV beschäftigt, zunächst als Chefscout, und bekleidet seit März 2023 seine aktuelle Position.
Im Verein genießt Costa großes Ansehen. Seine erfolgreiche Transferpolitik trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin (35) in der ersten Bundesliga-Spielzeit nach sieben Jahren in der 2. Liga kontinuierlich von den Abstiegsplätzen entfernt. Nach dem 1:1 am vergangenen Freitag bei Mainz 05 ist das Team in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen.
Costa wird unter anderem die Verpflichtung von Schlüsselspielern wie Abwehrchef Luka Vuskovic (18), Mittelfeldregisseur Fabio Vieira (25), Nicolas Capaldo (27), Warmed Omari (25), Nicolai Remberg (25) und Albert Sambi Lokonga (26) zugeschrieben.
1. Bundesliga – Tabellenstand
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.