Junges Fußballtalent bei Brandunglück in der Schweiz schwer verletzt
Crans-Montana (Schweiz) – In der Silvesternacht kam es im exklusiven Skiort Crans-Montana zu einem verheerenden Brand in der Bar „Le Constellation“, bei dem auch zwei junge Fußballspieler zu Schaden kamen. Einer von ihnen erlitt dabei besonders schwere Verletzungen.
Wie der französische Ligue-1-Klub FC Metz am späten Montagabend bekanntgab, zog sich Tahirys Dos Santos (19) bei dem Vorfall schwere Verbrennungen zu.
„Der 19-jährige Spieler der Grenats wurde schwer verbrannt und per Flugzeug nach Deutschland gebracht, wo er momentan behandelt wird“, teilte der Verein auf seiner offiziellen Webseite mit.
Dos Santos befand sich zusammen mit einem Freund, der ebenfalls Fußballspieler ist, vor Ort. Der luxemburgische U21-Nationalspieler Eliot Thelen (18) hatte im Gegensatz zum Franzosen mehr Glück und erlitt laut Medienberichten nur leichte Verletzungen. Sowohl er als auch alle weiteren Betroffenen blicken nun besorgt auf den Gesundheitszustand von Dos Santos, über dessen Fortschritt der FC Metz erst informieren will, wenn es „wesentliche Neuigkeiten“ gibt.
„Der Verein möchte der Familie seine uneingeschränkte Unterstützung zusichern und arbeitet eng mit den medizinischen Behörden zusammen, um Tahirys in das Krankenhaus Mercy nahe seines Wohnortes zu verlegen“, hieß es zuvor in einer Erklärung des Klubs.
Bei dem Brandunglück, das sich in der Silvesternacht in der kleinen Bar ereignete, sind bislang 40 Todesopfer und 115 Verletzte gemeldet.
Zahlreiche der Verletzten haben lebensbedrohliche Verbrennungen erlitten. Allein an der Universitätsspital Lausanne wurden 13 Erwachsene und acht Minderjährige aufgenommen, deren Körperoberfläche laut Angaben des Chefarztes mehr als 60 Prozent verbrannt ist, wie der Sender RTS berichtete.
Die Identifizierung der Opfer werde nach Auskunft des Staatsrats Stéphane Ganzer (50) mehrere Tage oder sogar länger in Anspruch nehmen, erklärte dieser am Freitagmorgen.
Schweizer Medien berichten, dass die meisten der Betroffenen und Verstorbenen hauptsächlich zwischen 15 und 25 Jahre alt sind.