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Acht Strafstöße gegen Dynamo, aber nur einer für die SGD: Das Elfmeter-Dilemma bei Schwarz-Gelb!

Dresden – Jammern hilft nicht: Die beiden Strafstöße gegen Dynamo Dresden in Karlsruhe waren regelkonform, wie auch Trainer Thomas Stamm (43) ohne Ausflüchte bestätigte. Dennoch haben diese Elfmeter der SGD wichtige Punkte im Abstiegskampf gekostet – sie sind nicht die ersten, die durch Strafstöße benachteiligt wurden.

In dieser Saison hat Schwarz-Gelb bereits acht Elfmeter verschuldet. Egal ob beim 0:1 gegen Schalke (Ende August), dem 2:2 gegen Hannover (Mitte September), der 1:2-Niederlage in Paderborn (Ende Oktober), dem 1:1 gegen Bielefeld (Anfang Februar) oder jetzt in Karlsruhe – ohne diese Strafstöße hätte das Team sechs bis acht Punkte mehr auf dem Konto.

Kein anderer Klub wurde so oft vom Schiedsrichter mit einem Elfmeter bestraft. „Das hat vor allem nichts mit den Schiedsrichterleistungen zu tun“, betont Stamm. Auch der Abstiegskonkurrent Kiel musste bereits achtmal einen Strafstoß hinnehmen. Im Gegensatz dazu wurde Dynamo bislang erst einmal ein Elfmeter zugesprochen (zwei inklusive DFB-Pokal).

„Wahrscheinlich erhalten Mannschaften, die viel Druck im letzten Drittel ausüben, auch häufiger Elfmeter“, vermutet Dynamos Coach.

„Hannover ist für mich so ein Beispiel: Sie kommen regelmäßig in Eins-gegen-eins-Situationen, die man nicht immer verhindern kann, weil man oft keinen Druck auf den Ball ausüben kann.“ Tatsächlich bekamen Hannover und Paderborn jeweils acht Elfmeter zugesprochen – die meisten der Liga.

Stamm erklärt: „Es geht nicht darum, gegen Schiedsrichter-Entscheidungen anzukämpfen. Es wird immer unterschiedliche Meinungen geben – das gehört dazu.“

Der Schweizer wünscht sich vielmehr „eine einheitliche Linie, die am Ende des Tages konsequent angewandt wird, sodass ähnliche Situationen auch gleich bewertet werden. So fühlt sich niemand ungerecht behandelt. Die Schiedsrichter und ihre Assistenten machen das nicht absichtlich, sie sind auch nur Menschen, aber es sollte Fairness für alle geben.“

Ein Beispiel aus Karlsruhe: Alexander Rossipal (29) ging in der 62. Minute nach einer leichten Berührung im Strafraum zu Boden – zu wenig für einen Elfmeter, befand Schiedsrichter Florian Badstübner (35) völlig korrekt, zumal der Dynamo-Außenverteidiger noch hätte abschließen können. In anderen Stadien wurden ähnliche Szenen aber bereits gepfiffen und vom VAR nicht korrigiert – anders als bei Rossipals verschuldetem Elfmeter gegen Bielefeld.

Stamm geht entspannt mit der Situation um: „Meiner Meinung nach ist die Vergabe von Elfmetern eher vom Zufall abhängig. Wir müssen einfach mehr gefährliche Chancen herausspielen.“

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Tabelle 2. Bundesliga

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