HSV-Blog: Erfahrene Schiedsrichter-Pfeife beim Spiel der Rothosen gegen Freiburg
Hamburg – Der Klassenerhalt des HSV ist gesichert, sodass die letzten beiden Begegnungen ganz entspannt angegangen werden können.
Am Sonntag um 15:30 Uhr steht das abschließende Heimspiel der Saison an, wenn der SC Freiburg im Volksparkstadion zu Gast ist.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und weitere Entwicklungen aus dem Volkspark auf dem Laufenden.
Ein erfahrener Unparteiischer wird die Partie leiten: Felix Zwayer (44) aus Berlin pfeift das Duell zwischen Hamburg und Freiburg.
Mit Zwayer haben die Rothosen bislang 32 Spiele bestritten, die Bilanz ist dabei recht positiv: 14 Siege, sieben Unentschieden und elf Niederlagen.
Der SC Freiburg stand bisher in 31 Partien unter der Leitung von Zwayer, hier fällt die Bilanz leicht negativ aus: elf Erfolge, acht Remis und zwölf Niederlagen.
Der HSV und das Nachwuchstalent Moritz Reimers (19) trennen sich im Sommer. Der Flügelspieler wechselt zum Zweitligisten Holstein Kiel und somit zu Ex-HSV-Coach Tim Walter (50), wie der Klub an der Förde am Freitag bekanntgab. Reimers unterschrieb bei Kiel einen Vertrag bis 2030.
Olaf Rebbe (48), Sport-Geschäftsführer des HSV, lobte: „Moritz hat in den Nachwuchsmannschaften des HSV und beim DFB konstant überdurchschnittliche Leistungen gezeigt. In seiner ersten Herren-Saison in der Regionalliga fiel er durch seine auffällige Spielweise auf und zeigte großes Entwicklungspotenzial.“
Reimers kam 2021 zum HSV-Nachwuchs und läuft seit dieser Saison für die U21 in der Regionalliga auf. Dort absolvierte er 17 Einsätze mit zwei Toren und acht Vorlagen. Zudem spielte er sechsmal für die deutsche U19-Nationalmannschaft.
„Die Verhandlungen mit Holstein Kiel verliefen von Beginn an sehr positiv. Der Klub verfolgt eine klare Philosophie und steht für mutigen Fußball sowie die Förderung junger Talente. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung und darauf, bald im Trikot von Holstein aufzulaufen“, sagte Reimers.
Großer Jubel bei der HSV-U17! Das Team von Trainer Tim Reddersen hat den Einzug ins Finale des Hamburger Pokals geschafft.
Im Halbfinale besiegten die jungen Rothosen am Mittwochabend den Stadtrivalen FC St. Pauli mit 1:0, das entscheidende Tor erzielte Hüseyin Berk Cakallioglu.
Das Endspiel findet am 7. Juni gegen den USC Paloma statt.
Nach dem gesicherten Klassenerhalt plant der HSV bereits für die kommende Saison. Dabei haben die Rothosen offenbar einen dänischen Mittelfeldspieler ins Auge gefasst.
Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge steht Silas Andersen (21) vom schwedischen Pokalsieger BK Häcken auf der Liste. Der 21-Jährige besitzt aber einen Vertrag bis 2029 und dürfte mehrere Millionen Euro Ablöse kosten.
Darüber hinaus gibt es weitere Interessenten. Unter anderem soll der 1. FC Köln bereits im Winter Interesse gezeigt haben an dem 1,90 Meter großen Mittelfeldspieler.
Der HSV hat mit den Vorbereitungen auf das letzte Heimspiel gegen Freiburg begonnen. Allerdings fehlten am Mittwoch nicht alle Profis auf dem Trainingsplatz.
Otto Stange (19) musste aufgrund einer Erkältung pausieren, während Jordan Torunarigha (28) nach seinem Zusammenprall mit Ansgar Knauff (24) im Spiel gegen Frankfurt im Kraftraum arbeitete. Trainer Merlin Polzin (35) kündigte an, dass Torunarigha am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren soll.
Auch bei Miro Muheim (28) gibt es positive Nachrichten: Nach seiner Verletzung, bei der ein Saison-Aus befürchtet wurde, kann der Schweizer bereits individuell trainieren. Ein Einsatz am Sonntag ist denkbar, sicher ist aber sein Comeback am letzten Spieltag in Leverkusen.
Der junge Kroate Luka Vuskovic (19) hat sich mit starken Leistungen beim HSV hervorgetan. Kein Wunder, dass die Rothosen den talentierten Verteidiger gerne halten würden. Doch aktuell haben die Tottenham Hotspur die Rechte an ihm.
Die Londoner kämpfen derzeit gegen den Abstieg aus der Premier League, wollen Vuskovic im Falle des Klassenerhalts unbedingt behalten. Laut der englischen Boulevardzeitung „The Sun“ war Sportdirektor Johan Lange (46) sogar kürzlich in Hamburg, um über eine deutliche Gehaltserhöhung zu verhandeln.
Ob die Spurs den Abwehrspieler jedoch tatsächlich halten können, ist offen. Denn neben dem HSV zeigen auch zahlreiche andere Topklubs Interesse an Vuskovic.
HSV-Sportdirektor Claus Costa (41) reiste am Montagabend nach Dänemark, um sich das Spiel FC Midtjylland gegen Viborg FF (3:3) anzusehen. Dies berichtete der dänische Sportjournalist Mathias Hauge Jacobsen auf X.
Jacobsen vermutet, dass Costa insbesondere den Viborg-Spieler Thomas Jörgensen (20) beobachtet hat. „Er würde perfekt zum HSV passen“, schrieb Jacobsen.
Der zentrale Mittelfeldspieler ist durch seine starken Leistungen in den Fokus zahlreicher Vereine gerückt – neben dem HSV soll auch die TSG Hoffenheim interessiert sein. Sein Vertrag bei Viborg läuft noch bis Sommer 2028, sein Marktwert wird auf rund vier Millionen Euro geschätzt.
Eine bittere Nachricht für Alexander Rössing-Lelesiit (19): Nachdem er sich erst von einer Syndesmose-Verletzung erholt hatte, erlitt der Norweger einen Rückschlag und muss operiert werden.
Wie der HSV am Dienstag mitteilte, hat sich der Youngster in der vergangenen Woche im Training erneut am Sprunggelenk verletzt.
Rössing-Lelesiit hatte sich Anfang des Jahres beim Derby gegen den FC St. Pauli verletzt und fiel seitdem aus. Zuletzt war er wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und stand kurz vor seinem Comeback. Nun folgt eine erneute längere Pause.
Der HSV kann nach dem gesicherten Klassenerhalt die Planungen für die nächste Bundesligasaison intensivieren. Dabei steht unter anderem die Verpflichtung eines neuen Stürmers im Fokus.
Laut Sky haben die Verantwortlichen ein Auge auf Noel Futkeu (23) von Greuther Fürth geworfen. Der Angreifer erzielte in dieser Spielzeit bereits 17 Treffer und führt gemeinsam mit Mateusz Zukowski (Magdeburg) die Torschützenliste der 2. Bundesliga an.
Futkeu wird den Verein nach der Saison definitiv verlassen. Eintracht Frankfurt zog eine Rückkaufoption über 1,3 Millionen Euro und plant, den Stürmer gewinnbringend weiterzuverkaufen. Bei einem Marktwert von etwa fünf Millionen Euro dürfte das kein Problem sein.
Ein erfahrener Mann an der Pfeife: Deniz Aytekin (47) wird das Traditionsduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem HSV leiten.
Für Frankfurt war Aytekin bislang in 38 Spielen als Schiedsrichter im Einsatz, mit einer negativen Bilanz: 13 Siege, sechs Unentschieden und 19 Niederlagen.
Beim HSV sieht die Statistik noch schlechter aus: Von 34 Begegnungen unter Aytekins Leitung konnten die Rothosen nur acht gewinnen, bei neun Remis und 17 Niederlagen.
Schock für die HSV-Frauen: Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin brach die Abwehrspielerin Magou Doucoure (25) am Freitag noch auf dem Spielfeld zusammen.
Sie wurde medizinisch versorgt und ins Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gebracht.
Über X gab der Verein mittlerweile Entwarnung: Beim Verlassen des Stadions im Krankenwagen war Doucoure bereits ansprechbar und stabil.
Der HSV könnte im Sommer eines seiner vielversprechenden Eigengewächse verlieren. Mehrere Online-Portale, darunter „transfers_nl“, berichten, dass der niederländische Meister PSV Eindhoven Interesse an Fábio Baldé (20) hat. Auch einige Topklubs aus Portugal sollen an dem Spieler dran sein.
PSV bereitet sich auf den Abgang der Stammspieler Couhaib Driouech und Esmir Bajraktarevic vor und sucht nach Verstärkungen. Baldé könnte eine Alternative sein, da er sowohl als Flügelstürmer als auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann.
Der gebürtige Hamburger steht beim HSV noch bis Sommer 2029 unter Vertrag und besitzt eine Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro. Sein Marktwert wird derzeit allerdings auf rund drei Millionen Euro geschätzt.
Endlich zurück auf dem Trainingsplatz: Luka Vuskovic (19) absolvierte am Dienstag nach seiner Knieprellung eine individuelle Einheit mit Reha-Trainer Sebastian Capel.
Trainer Merlin Polzin (35) erklärte: „Wir hoffen, die Belastung langsam steigern zu können und ihn vernünftig aufzubauen. Es sind noch drei Spiele zu absolvieren, deshalb müssen wir genau abwägen. Es tut gut zu sehen, dass seine Schmerzen nachgelassen haben und er die nächsten Schritte machen konnte. Er will unbedingt zurück auf den Platz.“
Ob Vuskovic am Samstag beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt wieder einsatzbereit ist, bleibt offen.
Im Gegensatz dazu trainierten Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompe (30) bereits wieder voll mit, Yussuf Poulsen (31) absolvierte ein reduziertes Programm. „Bei Yussi war es heute noch etwas vorsichtig. Wir erwarten nicht, dass er diese Saison noch auf 100 Prozent kommt, aber er gibt alles, um der Mannschaft noch helfen zu können“, sagte Polzin und schloss Einsätze über 90 Minuten aus.
Auch die Belastungen von Robert Glatzel (32), Nicolas Capaldo (27) und Bakery Jatta (27) wurden am Dienstag genau gesteuert.
Der HSV befindet sich weiter auf der Suche nach einem Nachfolger für den ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz (63), der Anfang Januar nach Vorwürfen sexueller Belästigung zurückgetreten war.
Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, steht der Auswahlprozess kurz vor dem Abschluss. Eine Aufsichtsratssitzung, auf der die finale Entscheidung getroffen wird, soll bereits terminiert sein.
Dem Bericht zufolge wurden auch Sportdirektor Claus Costa (41) Chancen auf eine Beförderung eingeräumt, doch mittlerweile deutet alles darauf hin, dass der Klub eine externe Lösung bevorzugt.
Süße Neuigkeiten von Robert Glatzel (32): Der HSV-Stürmer wird zum dritten Mal Vater. Dies bestätigte er im „Sky“-Interview nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim.
Seinem zukünftigen Nachwuchs widmete der 32-Jährige bereits seinen Jubel nach seinem Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen die Kraichgauer. Glatzel versteckte den Ball unter seinem Trikot und imitierte die bekannte Nuckel-Geste.
Er und seine Frau Natasa haben bereits zwei Töchter, Elea (9) und Alicia (7). Dieses Mal wird es ein Junge, verriet der Stürmer.
Beim Bundesliga-Topspiel zwischen dem HSV und Hoffenheim trägt Schiedsrichter Robert Schröder (40) die Verantwortung.
Die Rothosen haben bislang sieben Spiele unter Schröders Leitung absolviert, mit einer leicht negativen Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen.
Hoffenheim kann hingegen auf eine positive Statistik mit dem Hannoveraner Schiedsrichter blicken: vier Siege, drei Remis und lediglich zwei Niederlagen.
HSV-Profi Philip Otele wurde nach seiner Roten Karte im Nordderby gegen Werder Bremen vom DFB-Sportgericht am Freitag für zwei Spiele gesperrt.
Die Rothosen hatten Einspruch eingelegt, am Freitag fand dazu eine mündliche Verhandlung am DFB-Campus in Frankfurt statt. Neben Otele waren auch Sportdirektor Claus Costa und Rechtsdirektor Philipp Winter anwesend.
Nach dem Ausfall von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) kassierte der HSV in zwei Partien sieben Gegentore. Wie instabil ist die Mannschaft also in entscheidenden Momenten?
Neben der Defensive fehlen im Spiel gegen Hoffenheim außerdem Miro Muheim (28, Sprunggelenk) und Kapitän Yussuf Poulsen (31). Auch der Einsatz von Sambi Lokonga (26) ist fraglich. Trainer Merlin Polzin (35) will den Ausfall der Schlüsselspieler aber nicht als Ausrede gelten lassen.
„Es bringt nichts, dem hinterherzutrauern. Ich habe volles Vertrauen in die Jungs, die in der Dreier- oder Fünferkette spielen. Sie werden das als Team auffangen“, sagte Polzin auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei gehe es nicht darum, jemanden zu ersetzen, sondern mit den eigenen Stärken auf der Position „gut zu verteidigen und Lösungen zu finden“.
Der HSV arbeitet dank des bald startenden Genossenschaftsprojekts „Supporters Trust“ am Ausbau des Volksparkstadions. „Nach den erforderlichen Genehmigungen soll direkt mit der Kapazitätserweiterung begonnen werden. Im Verlauf der kommenden Saison soll die Kapazität auf über 58.000 Zuschauer steigen“, erklärte HSV-Präsident Henrik Köncke in einem Interview.
Die Bauarbeiten sollen bereits im Sommer starten, langfristig sollen sogar mehr als 60.000 Fans Platz finden. Außerdem plant der Verein die Erweiterung der sanitären Anlagen sowie eine Verbesserung des Caterings.
Die Gründungsversammlung für den Trust ist für den 5. Mai angesetzt, der operative Startzeitpunkt steht noch nicht fest. Zunächst werden 18.870 Anteile ausgegeben, jedes zum Preis von 887 Euro. Der Klub rechnet zunächst mit Einnahmen von etwa 16 Millionen Euro.
Bereits jetzt haben sich neben Vereinslegenden wie Horst Hrubesch auch Trainer Merlin Polzin und einzelne Spieler an dem Projekt beteiligt.
HSV-Profi Philip Otele (27) sah im Nordderby bei Werder Bremen nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte. Schiedsrichter Florian Exner (35) wertete sein Einsteigen als „rohes Spiel“.
Das DFB-Sportgericht verhängte zu Wochenbeginn eine Sperre von zwei Partien, gegen die der HSV Einspruch einlegte. Die Verantwortlichen machten deutlich, nur eine Sperre von einer Partie zu akzeptieren.
Das Gericht teilte mit, dass die mündliche Verhandlung am Freitag um 12:30 Uhr stattfindet und dann das endgültige Urteil gefällt wird.
Verstärkt sich der HSV mit einem Talent von Paris Saint-Germain? Laut der französischen Zeitung „Le Parisien“ haben die Rothosen ein Auge auf Mathis Jangéal (17) geworfen.
Der Offensivspieler, der bereits zweimal für die Profis des Champions-League-Siegers zum Einsatz kam, gilt als großes Talent und wird von zahlreichen Vereinen umworben.
Auch das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass sich der HSV mit Jangéal beschäftigt habe – bisher aber ohne konkrete Fortschritte. Ob ein Transfer gelingt, hänge auch von der Ligazugehörigkeit des HSV in der nächsten Saison ab.
Nach dem Verletzungsschock um Miro Muheim (28) steht beim HSV weiterhin in Frage, ob Luka Vuskovic (19) diese Saison noch einmal auflaufen kann.
„Ich sehe gute Chancen, dass Luka im Saisonfinale wieder verfügbar ist. Er ist extrem ehrgeizig und will unbedingt spielen. Deshalb sind wir optimistisch. Wir müssen geduldig sein und hoffen, dass er schnell zurückkehrt“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41) zu Vuskovic.
Ähnlich äußerte er sich zu Muheim: „Er wird alles daran setzen, schnell zurückzukommen. Im besten Fall steht er uns zum Saisonende nochmals zur Verfügung.“
Positive Nachrichten gibt es von Alexander Rössing-Lelesiit (19). Der Youngster trainiert nach seiner Syndesmose-Verletzung wieder mit der Mannschaft und hofft auf eine baldige Rückkehr.
Abseits des Mannschaftstrainings sind weiterhin Yussuf Poulsen (31), Albert Sambi Lokonga (26) und Jean-Luc Dompe (30) individuell aktiv.
Das ist ein herber Rückschlag! Miro Muheim (28) zog sich im Derby in Bremen eine Verletzung am vorderen Syndesmoseband im rechten Sprunggelenk zu, wie der HSV am Dienstag mitteilte.
Für den achtfachen Schweizer Nationalspieler bedeutet das angesichts der nur noch vier verbleibenden Spiele wohl das Aus für diese Saison.
Muheim zählte in dieser Saison zu den absoluten Leistungsträgern und hatte die meisten Einsatzminuten bei den Rothosen.
Eine schlechte Nachricht für den HSV: Nach Informationen der „BILD“ ist die Knieverletzung von Luka Vuskovic (19) offenbar schwerwiegender als zunächst angenommen.
Ein Einsatz im Heimspiel gegen Hoffenheim am Samstag (18:30 Uhr) gilt als sehr unwahrscheinlich. Auch hinter den Einsätzen von Albert Sambi Lokonga (26, Oberschenkel) und Miro Muheim (28, Knie) steht ein großes Fragezeichen.
Der einzige Lichtblick an einem ansonsten tristen HSV-Tag war Stürmer Robert Glatzel (32). Er zeigte im Derby gegen Werder eine starke Leistung, gekrönt durch sein wunderschönes Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Teamkollege Nicolai Remberg (25) bestätigte, dass Glatzel ein „überragendes Spiel“ ablieferte. Auch Trainer Merlin Polzin (35) betonte, dass der 32-Jährige immer noch „den Unterschied ausmachen“ könne.
Glatzel selbst zeigte sich zwar enttäuscht über die Niederlage, war aber zufrieden mit seinem Treffer und seinem Auftritt. Nach einer schwierigen Saison hat er sich mit dieser Performance für den Endspurt empfohlen.
Vor und nach dem Nordderby kam es im HSV-Fanblock zu Pyrotechnik-Ausschreitungen. Vermutlich deswegen rückte die Polizei mit Einsatzkräften in den Block ein.
Wie ein Polizeisprecher abends mitteilte, hatte es im Bereich der sanitären Anlagen einen Brand gegeben. Als Polizei und Feuerwehr eingriffen, wurden sie von HSV-Fans attackiert. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Eine Saison lang kreuzten sich die Wege von Aaron Hunt (39) und Merlin Polzin (35) beim HSV: Hunt war noch Spieler, Polzin Co-Trainer unter Daniel Thioune (51). Dass Polzin später selbst Cheftrainer wird, überraschte Hunt.
„Ehrlich gesagt hätte ich ihm das nicht zugetraut“, sagte Hunt im Interview auf hsv.de. „Seine Expertise bei Analysen und Gesprächen hatte man als Spieler schon gespürt, aber Cheftrainer ist eine andere Nummer. Dass er mal in die erste Reihe rückt, hatte ich nie auf dem Schirm.“
Hunt freut sich jedoch über Polzins Entwicklung: „Man sieht, dass die Mannschaft ihm hundertprozentig folgt und eine Einheit ist. Das Team hat eine klare Handschrift und weiß genau, wofür es steht. Merlin macht vieles richtig. Hut ab!“
Hamburgs Fußball-Legende Horst Hrubesch feiert heute seinen 75. Geburtstag und kann sich auf ein besonderes Ständchen freuen.
„Bei Horst geben wir richtig Gas“, kündigte HSV-Coach Merlin Polzin an. „Wenn wir nicht live singen können, wird es sicher ein Video geben.“
Hrubesch und Polzin sind seit Ende der Saison 2020/21 befreundet. Damals sollten sie den HSV nach der Trennung von Daniel Thioune noch in die Bundesliga führen, scheiterten aber knapp auf Platz vier.
Auch heute stehen sie noch regelmäßig in Kontakt. Hrubesch sei teilweise kritisch, aber stets wertschätzend, was Polzin sehr schätzt. „Das möchte ich nicht missen“, sagte der Trainer, der Hrubesch zum Geburtstag am liebsten einen Derbysieg schenken würde.
Merlin Polzin pflegt weiterhin engen Kontakt zum wegen Dopings gesperrten Innenverteidiger Mario Vuskovic, dem Bruder von Luka Vuskovic. „Wir haben so viel Kontakt, wie erlaubt ist“, erklärte Polzin vor dem Nordderby gegen Werder Bremen.
Er erinnerte sich auch gerne an ein besonderes Spiel vor vier Jahren, als Mario Vuskovic zum ersten Mal für den HSV auflief und maßgeblich zum Sieg gegen Bremen beitrug. „Mario ist und bleibt ein wichtiger Teil von uns. Wir freuen uns, wenn er in der nächsten Saison wieder für uns spielt.“
Zwischen Trainer und Spieler gibt es auch kleine Auseinandersetzungen: „Ich versuche manchmal, über Mario etwas Kritisches über Luca loszuwerden“, schmunzelte Polzin. Doch die brüderliche Verbundenheit stehe über allem.
Wie erwartet stuft die Polizei das brisante Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV am Samstag als Hochrisikospiel ein.
Die Bremer Polizei erhält Unterstützung aus Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen und von der Bundespolizei, teilte die Polizei Bremen am Mittwochnachmittag mit.
Zudem müssen Fans mit Anreisebehinderungen zum Weserstadion rechnen. Der Bereich am Weserufer wird am Samstag nachmittags zum Beispiel von der Sankt-Jürgen-Straße bis zum Stadion für Heimfans gesperrt. Der Osterdeich wird zwischen Sielwall und Stader Straße etwa zweieinhalb Stunden vor Anpfiff sowie eine Stunde nach Spielende für den Autoverkehr geschlossen.
Die Polizei empfiehlt Heimfans, mehr Zeit einzuplanen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
Wer wird Nachfolger von Stefan Kuntz als Sportvorstand beim HSV? Diese Frage ist nach Kuntz’ Weggang weiterhin offen.
Wie „BILD“ berichtet, haben die Rothosen Gespräche mit dem ehemaligen Profi Stefan Reuter (59) geführt. Der Weltmeister von 1990 arbeitet derzeit als Berater beim FC Augsburg, dessen Vertrag im Sommer endet.
Reuter soll Interesse an einer Führungsrolle in der ersten Reihe haben, nachdem er elf Jahre als Geschäftsführer Sport beim FCA tätig war.
Neuer Chefcoach der HSV-Frauen ist ab sofort Ex-Profi Rodolfo Cardoso (57), der bisherige Trainer Liese Brancao (44) und Co-Trainer Gerhard Waldhart (48) wurden freigestellt.
Vorstand Eric Huwer (42) erklärte: „Nach intensiver Analyse der sportlichen Entwicklung und Gesprächen mit allen Beteiligten sind wir überzeugt, dass ein Trainerwechsel jetzt nötig ist. Wir wollen mit Rodolfo einen neuen Impuls, mehr Energie und Lockerheit für den Schlussspurt setzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen.“
Cardoso selbst sagte: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und darauf, das Team in dieser wichtigen Phase zu unterstützen. Ich bin sicher, wir können schnell etwas bewegen und die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holen. Jetzt gilt es, in den verbleibenden vier Spielen als geschlossene Einheit aufzutreten.“
Die HSV-Frauen stehen aktuell auf Platz 12, mit nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.
Ex-HSV-Profi Lewis Holtby (35) erlebte ein enttäuschendes Wochenende. Mit seinem niederländischen Klub NAC Breda kam er beim 1:1 gegen Fortuna Sittard im Abstiegskampf nicht voran und zog sich zudem eine Verletzung zu.
In der ersten Halbzeit wurde er von Justin Hubner (22) oberhalb des Knöchels hart getroffen. TV-Bilder zeigen eine blutige Wunde am Schienbein. Holtby wurde auf dem Feld behandelt und humpelte anschließend vom Platz.
Wenige Stunden nach dem Spiel postete der Mittelfeldspieler ein Foto von seinem Schienbein mit einem langen Pflaster und schrieb: „Ein paar Stiche und Eis. Ich bin bald zurück, danke für eure Nachrichten.“ Zudem zeigte er eine entschuldigende Nachricht von Hubner: „Mein Freund, ich hoffe, dein Bein ist okay. Es war nie meine Absicht, dich so zu treffen.“ Holtby nahm die Entschuldigung an: „Mach dir keine Sorgen, das passiert.“
Wahrscheinlich nur eine Randnotiz: Schiedsrichter Sven Jablonski (35) wird das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem HSV am Sonntag leiten.
Die Rothosen haben mit Jablonski eine gute Bilanz: Von sechs Begegnungen gewannen die Hanseaten vier, spielten einmal unentschieden und verloren nur einmal.
Auch der VfB kann mit Jablonski zufrieden sein: Von 14 Partien gewannen die Schwaben sieben, spielten dreimal unentschieden und verloren viermal.
Tolle Neuigkeiten gibt es von HSV-Profi Emir Sahiti (27): Nach seiner zwischenzeitlichen Abreise aus Israel aufgrund des Angriffs auf den Iran und der daraus resultierenden Bedrohung in Israel ist der Offensivspieler wieder zurück bei seinem Leihverein Maccabi Tel Aviv.
Wie der israelische Klub auf Instagram zeigte, bereitet sich Sahiti auf das anstehende Spiel am Sonntag gegen Hapoel Be’er Scheva vor.
Für ihn wird das Spiel etwas ganz Besonderes: Stuttgarts Stürmer Ermedin Demirovic (28) ist gebürtiger Hamburger und durchlief zehn Jahre lang die HSV-Jugend. Am Sonntag (17:30 Uhr) kommt es zum Wiedersehen.
„Es ist das erste Mal, dass ich in der Bundesliga gegen den HSV spielen kann“, sagte der Angreifer, der im Hinspiel verletzt war. Er freue sich „riesig auf das Spiel“.
Auch seine Familie ist HSV-Fan. „Ich habe schon oft gesagt, dass ich die Raute immer noch im Herzen trage“, gestand Demirovic.
„Wenn man als kleiner Junge zehn Jahre in einem Verein spielt, der einen ausbildet und prägt, damit man an eine Profikarriere denken kann – da muss man einfach dankbar sein.“ Deshalb habe der HSV immer einen besonderen Platz in seinem Herzen.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.