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St.-Pauli-Blog: Schiedsrichter-Chef klärt auf – Schlotterbeck hätte eigentlich Rot bekommen müssen

Hamburg – Es ist Derbyzeit! Am Freitagabend (20:30 Uhr) empfängt der FC St. Pauli am Millerntor den Rivalen HSV.

Aus dem Training gibt es positive Neuigkeiten.

In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch über alle aktuellen Entwicklungen zum Team, mögliche Neuverpflichtungen und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.

Schiedsrichter-Obmann Knut Kircher (56) äußerte sich bei einem Pressegespräch zu zwei umstrittenen Entscheidungen des letzten Spieltags, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).

Der Profi von Borussia Dortmund erhielt für die Aktion lediglich Gelb – sehr zum Ärger von Trainer Alexander Blessin (52). „Die Art und Weise, wie Schlotterbeck einsteigt: Ball spielt er nicht, dazu knöchelhoch. Normalerweise bricht da der Fuß, und dann ist das nach einer Viertelstunde eigentlich eine Rote Karte“, so Blessin.

Kircher machte nun deutlich, dass er es zwar begrüße, dass diese Szene, ebenso wie das Foul von Leipzigs Nicolas Seiwald an Bayern-Profi Leon Goretzka, einheitlich bewertet wurden, sich aber dennoch eine strengere Strafe gewünscht hätte.

„Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir eine einheitlich korrekte Entscheidung getroffen hätten“, gab er zu und sprach sich für eine Rote Karte sowie einen entsprechenden Eingriff des VAR aus.

Vor dem Duell gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) auf Ricky-Jade Jones (23) angesprochen und darauf, wie stark das Team den jungen Spieler unterstützen musste. Die Antwort war eindeutig.

„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist verständlich, wenn man sich für etwas verantwortlich fühlt“, erläuterte Wahl. „Aber das ist Unsinn, es war nicht seine Schuld.“ Fußball sei eben ein Spiel, in dem Fehler passieren, so der Verteidiger. „Das haben wir ihm auch mehrfach klargemacht.“

Wahl betonte, man gewinne und verliere als Mannschaft. „Natürlich tut es einem Leid, wenn jemand niedergeschlagen ist, aber er hat viel Rückhalt von uns bekommen.“

St. Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend wieder am Training teil. Der Australier machte bei Pass- und Spielformen mit, verließ den Platz nach rund 45 Minuten allerdings wieder.

Weiterhin fehlten Ben Voll und Connor Metcalfe, Danel Sinani trainierte ebenfalls nur eingeschränkt.

Nach etwas mehr als einer Stunde war es dann endlich so weit: Tomoya Ando wurde eingewechselt und gab sein Pflichtspieldebüt. Am Ende ärgerte er sich dennoch über die unglückliche 2:3-Niederlage.

„Es war eine besondere Atmosphäre, und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“

Gleichzeitig blickte er optimistisch nach vorne: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen, egal wie.“

Vor der Partie bei Borussia Dortmund sprach Eric Smith (29) bei Sky über die aktuelle Lage des FC St. Pauli: „Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein und jeden Tag hart arbeiten, um die Situation zu verbessern.“

Dem Schweden gibt Hoffnung, dass die Kiezkicker in der Vorsaison in einer ähnlichen Situation waren.

Ein gutes Omen? Am Samstag wird Schiedsrichter Harms Osmers (40) das Spiel beim BVB leiten. Unter seiner Leitung gab es bereits ein Duell zwischen beiden Teams – mit dem besseren Ausgang für St. Pauli.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale 2022 trafen beide Teams in einem Geisterspiel am Millerntor aufeinander. Der damalige Zweitligist setzte sich durch ein Tor von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel mit 2:1 durch. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte für Dortmund nicht.

Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde beim Kiezklub sicherlich niemand ablehnen.

Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) sorgte für einen großen Schock. Noch ist unklar, wie es mit dem Australier weitergeht. „Das wird sich in den nächsten Tagen bis Wochen zeigen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.

Eine weitere Operation sei nicht ausgeschlossen. Zunächst werde bei fast täglichen MRT-Untersuchungen der aktuelle Zustand des angeschlagenen Knöchels beurteilt, zudem stehen Gespräche mit dem Operateur an. Blessin wollte zum Ausgang nichts spekulieren: „Als Außenstehender ist das für mich schwer einzuschätzen.“

Kommt es tatsächlich zu einem weiteren Eingriff, wäre die Saison für Irvine wohl beendet – und damit auch seine Teilnahme an der WM. Nach der ersten Operation waren sechs Monate Heilungszeit nötig, bis der 32-Jährige wieder einsatzfähig war.

Die späte Niederlage in Wolfsburg hinterließ Spuren bei den Profis von St. Pauli. Kapitän Eric Smith (29) zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation aus dieser Saison bereits. Wir wollen das nicht als Normalität akzeptieren, aber wir wissen, wie es sich anfühlt – und ehrlich gesagt sind wir es leid.“

„Es ist nicht das erste Mal, ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen unsere Fehler analysieren und daraus lernen“, erklärte der Schwede frustriert. St. Pauli hatte in der zweiten Halbzeit alles unter Kontrolle, kassierte jedoch kurz vor Schluss den Knockout.

„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir schaffen es nicht, das umzusetzen“, ärgerte sich Smith weiter. „Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler der Liga haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig helfen – und das machen wir nicht ausreichend.“

Trainer Alexander Blessin (52) wollte nach der Niederlage nicht lange über den vom Hauke Wahl (31) verursachten Handelfmeter sprechen – und schon gar nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.

Stattdessen ergriff Sky-Experte Didi Hamann (52) das Wort und kritisierte den VfL-Trainer scharf: „Die Reaktion von Daniel Bauer ist eine Unverschämtheit, ein unsportliches Verhalten, das geahndet werden sollte.“

„Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern. Er ist zwar noch nicht lange Cheftrainer in der Bundesliga, sollte sich aber benehmen“, so der ehemalige Profi weiter.

Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte sich nach Aufforderung des VAR die Bilder angesehen und auf den Punkt entschieden. Zuvor hatte er noch auf Weiterspielen entschieden.

Betroffene Stille: Ab etwa der 60. Minute herrschte beim Spiel gegen Wolfsburg im Stadion eine ungewöhnliche Ruhe.

Offenbar gab es einen medizinischen Notfall, woraufhin beide Fangruppen ihre Unterstützung einstellten. In der 72. Minute ertönte kurz Applaus, danach gingen die Gesänge wieder los.

Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich in einem stabilen Zustand befindet.

Endlich geht es für den FC St. Pauli wieder los. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar noch etwas länger. „Es fühlt sich lang an, vor Weihnachten war ich auch noch gesperrt“, sagte der Schwede kurz vor der Partie bei Sky.

Aufgrund der schwierigen Tabellensituation begannen die Kiezkicker früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Belangen steigern“, erklärte Smith. Verzichten muss das Team auf den verletzten Jackson Irvine (32). „Das ist ein großer Verlust, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Für jede Mannschaft ist es schwer, wenn der Kapitän fehlt“, machte Smith deutlich, der mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten möchte.

Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Australier erneut aus. Probleme am linken Fuß zwingen ihn zur Pause.

Bereits im April letzten Jahres musste sich der 32-Jährige wegen einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß operieren lassen. Erst im Oktober gab er sein Comeback und zeigte seine Bedeutung für St. Pauli.

Nun muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut mit dem Ausfall umgehen.

Ein hoffnungsvolles Zeichen: Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18:30 Uhr) die Partie bei VfL Wolfsburg leiten – für die Kiezkicker eine positive Nachricht.

Unter seiner Leitung konnte St. Pauli 12 von 22 Spielen gewinnen, darunter die letzten drei in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren. Willenborg pfiff häufiger für Bayer Leverkusen als für die „Boys in Brown“, doch St. Pauli erzielte dort mehr Siege.

Wolfsburg gewann fünf der acht Spiele unter ihm, drei gingen verloren.

Assistiert wird Willenborg von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35), VAR ist Sören Storks (37).

Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Zudem besitzt der Tabellen-17. der Eredivisie im Sommer eine Kaufoption.

Ahlstrand erhielt bei St. Pauli kaum Einsatzzeit, obwohl ihm Fortschritte bescheinigt wurden, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Hauptgrund sei die starke Konkurrenz im Kader.

In zwei Jahren kam Ahlstrand nur zu sechs kurzen Einsätzen in der Profimannschaft (41 Minuten insgesamt), konnte aber in der U23 in der Regionalliga Nord überzeugen. Nun darf er sich bis zum Saisonende auf höherem Niveau beweisen.

Die Aussichten sind angesichts der Wetterbedingungen unsicher: Es ist derzeit unklar, ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15:30 Uhr) planmäßig stattfinden kann.

Der Verein teilte am Donnerstagmittag mit, dass die weitere Entwicklung abgewartet werden müsse, um eine Entscheidung zu treffen.

„Alle Verantwortlichen im Club arbeiten seit Tagen an unterschiedlichen Szenarien, um flexibel zu bleiben, und stehen im ständigen Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten“, so ein Sprecher. Noch sei offen, ob das Spiel stattfinden kann.

Keine guten Erinnerungen verbindet St. Pauli mit Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig leiten wird.

Sein Debüt als Referee feierte Exner mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth. Doch nach seinem zweiten Einsatz gab es erheblichen Diskussionsbedarf.

In der vergangenen Saison leitete er das Gastspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei schickte er Siebe Van der Heyden (27) vom Platz, und in der Nachspielzeit erhielt Nikola Vasilj (30) innerhalb weniger Sekunden die Gelb-Rote Karte. Der Torwart musste von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, um eine Konfrontation zu vermeiden.

Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bislang kaum zum Zug, und auch sein starker Auftritt im Testspiel gegen Werder Bremen ändert daran wenig.

Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich im Gespräch mit TAG24 zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, räumte aber ein, dass man einem Wechsel unter bestimmten Umständen offen gegenüberstehe.

Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand offenbar kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.

Bisher absolvierte der 24-Jährige lediglich fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.

Der FC St. Pauli reagierte nach dem Ausfall von Simon Spari (23) und verpflichtete mit Emil Gazdov (22) einen neuen Torwart. Der Keeper wurde vom CF Montréal bis Saisonende ausgeliehen, mit Kaufoption.

Trainer Alexander Blessin (52) lobte seinen zweiten Winter-Neuzugang: „Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, aus dem Tor heraus Defensivaktionen zu starten. Im Aufbauspiel agiert er ruhig und besonnen.“

Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und wechselte zu Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 spielte er bei der U19 des 1. FC Nürnberg, bevor er zurück nach Kanada ging und 2025 zu Montréal wechselte. Zuletzt war er für ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.

Gazdov sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und möglichst viele Erfahrungen in der Bundesliga sammeln.“

Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15:30 Uhr) wird mit Zuschauern stattfinden. Fans, die wegen der Witterung oder anderen Gründen nicht kommen können, erhalten eine Alternative.

Tickets können bis 13:30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal angeboten werden, wo sie von anderen Fans gekauft oder erstattet werden. Auch ein späteres Einstellen ist möglich. Zudem denkt der Verein über ein Gratisticket für ein anderes Testspiel nach.

Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Wegen eines Haarrisses im linken Sprunggelenk fällt der Stürmer vorerst aus.

Der FC St. Pauli bestätigte dies am Freitagmorgen. Die Verletzung hatte sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel gegen Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten bestätigten weitere Untersuchungen den Haarriss.

Nach der sicheren Verpflichtung von Tomoya Ando (26) hat St. Pauli nun ein weiteres Augenmerk auf einen japanischen Nachwuchsspieler gelegt: Laut liga-zwei.de besteht Interesse an U20-Nationalspieler Shunsuke Saito, neben St. Pauli auch von SV Elversberg und Borussia Dortmund umworben.

Favorit scheint bisher Hannover 96 zu sein, die eine Kooperation mit Mito HollyHock pflegen, Saitos aktuellem Verein. Der Transfer ist aber noch nicht fix, und bei den meisten Clubs wäre er vorerst für die U23 eingeplant.

In der letzten Saison trug der 20-jährige Mittelfeldspieler mit acht Toren in 27 Partien maßgeblich zum Aufstieg bei.

Wird er die erste Winter-Verstärkung? Die Hamburger Morgenpost berichtet, dass der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando steht.

Der japanische Abwehrspieler vom Avispa Fukuoka muss nur noch den Medizincheck bestehen und seinen Vertrag unterschreiben – alles andere sei bereits geregelt.

Ando ist Nationalspieler und entweder ablösefrei oder für eine geringe Summe zu haben. Die offizielle Bekanntgabe dürfte nach Beginn der Transferperiode am 1. Januar erfolgen.

Nach dem letzten Training am Montag gönnen sich die Profis des FC St. Pauli ihre wohlverdiente, wenn auch kurze Weihnachtspause. Am Neujahrstag startet die Vorbereitung erneut.

Am 2. Januar findet die einzige öffentliche Trainingseinheit statt, bei der Fans das Team beobachten können – Start zwischen 11 und 11:30 Uhr.

Am 4. Januar (15:30 Uhr) steht das Testspiel gegen Werder Bremen an, gefolgt von der Vorbereitung auf die Partie gegen RB Leipzig (10. Januar, 15:30 Uhr).

Ein wichtiger und schöner Moment: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim erzielte Martijn Kaars (26) ein sehenswertes Führungstor mit einem Schuss unter die Latte.

Dieser Treffer wurde als „Tor des Monats“ Dezember nominiert, zusammen mit neun weiteren wunderbaren Toren. Abstimmen kann man auf der offiziellen Bundesliga-Website.

Plant er eine Rückkehr in die Heimat? Manolis Saliakas (29) erlebt eine schwierige Saison und stand in der Bundesliga nur viermal in der Startelf von St. Pauli.

Wie das Portal „SDNA“ berichtet, hat AEK Athen Interesse am Rechtsverteidiger, der sich mit Lazaros Rota (28) auf dieser Position abwechseln soll.

Saliakas, der seit 2022 bei St. Pauli spielt, könnte sich im Wintertransferfenster aus seiner unbefriedigenden Situation in Hamburg verabschieden.

Beim Spiel gegen Mainz wurde erneut deutlich, woran es bei St. Pauli hapert: Es fehlt an Offensivkraft, wie die magere Torstatistik von nur 13 Treffern ebenfalls zeigt.

Nach Angaben des Abendblatts arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) deshalb an einer spektakulären Rückholaktion von Morgan Guilavogui (27). Der Stürmer hatte mit sechs Toren großen Anteil am Klassenerhalt, musste aber zurück zu seinem Stammverein RC Lens.

St. Pauli hatte die Kaufoption gezogen, doch Lens holte den Franzosen gegen seinen Willen zurück. Beim Überraschungs-Tabellenführer der Ligue 1 kommt Guilavogui kaum zum Einsatz.

Das Problem: Lens möchte den Spieler verkaufen, nicht erneut verleihen. Fraglich, ob St. Pauli die hohe Ablösesumme stemmen kann oder will.

Martijn Kaars (26) wurde beim „Gruselkick“ in Mainz schmerzlich vermisst, der Verein gab am Montag ein Verletzungsupdate bekannt.

Demnach zog sich der Angreifer eine leichte Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu, was durch eine MRT-Untersuchung bestätigt wurde.

Wie lange Kaars ausfällt, ist noch offen.

Ein Schockmoment: Nach gut einer Stunde wurde Louis Oppie (23) bei einem Freistoß von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) im Spiel gegen Mainz zu Boden gerissen. Beide mussten behandelt werden.

Oppie verließ kurz darauf den Platz und stellte sich nach dem Spiel mit dick bandagiertem Knie den Fragen der Journalisten. „Ich glaube, ich bin unglücklich aufgekommen“, erklärte er. Aufgrund des Adrenalins habe er den Schmerz zunächst nicht richtig wahrgenommen. „Es fühlte sich etwas seltsam in den Beinen an.“

Als ihm die Szene erneut gezeigt wurde, atmete er tief durch: „Sieht schon etwas schlimm aus.“ Glücklicherweise blieben beide Kiezkicker ohne schwerwiegende Folgen.

Eine schlechte Nachricht für St. Pauli: Martijn Kaars (26) wird beim wichtigen Spiel in Mainz fehlen. Für ihn rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.

So starteten die Teams:

Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai, Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach

St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage

Zum Jahresabschluss reiste St. Pauli zum Kellerduell nach Mainz und traf dabei auf einen alten Bekannten: Matthias Jöllenbeck (38) leitete die Partie.

Der Schiedsrichter hatte bereits das Saisonauftaktspiel gegen Dortmund (3:3) gepfiffen, zudem war Mainz schon einmal unter seiner Regie im Einsatz, verlor dort jedoch mit 0:1 in Frankfurt.

Im wichtigen Duell gegen Schlusslicht 1. FSV Mainz 05 muss St. Pauli auf Eric Smith verzichten.

Der Abwehrchef hatte im Kellerduell gegen Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Rote Karte erhalten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhängte eine Spielsperre von einem Spiel.

Adam Dzwigala (30) ist der Mann für alle Fälle bei St. Pauli! Nach Smiths Platzverweis kurz vor der Pause musste er wieder einspringen und zeigte dabei einen starken Einsatz.

Trainer Alexander Blessin (52) erklärte: „Es kam schon vor, dass er bei der ersten Aktion Gelb oder Rot bekommen hat. Es geht darum, die richtige Balance zu finden.“

Vor allem vor dem 2:0 überzeugte Dzwigala mit entschlossenem Zweikampfverhalten und gewann den Ball. Die Heidenheimer sahen das Foul als nicht regelkonform an, doch Schiedsrichter Sören Storks (37) ließ weiterspielen.

Auch Hauke Wahl (30) lobte den Polen: „Auf Adam ist immer Verlass. Du kannst ihn mitten in der Nacht wecken und sagen, jetzt musst du ran, und er ist sofort da und gibt auch im Training Vollgas.“

Wahl bezeichnete Dzwigala als Musterprofi und „das genaue Gegenteil eines Stinkstiefels“, was ihn besonders wichtig für St. Pauli mache.

Wenn ein Spieler ein- und später wieder ausgewechselt wird, gilt das meist als Zeichen von Unzufriedenheit. Im Fall von Ricky-Jade Jones (23) war es jedoch anders.

Der Angreifer war in der 75. Minute für Doppel-Torschütze Martijn Kaars (26) eingewechselt worden, musste in der Nachspielzeit für Connor Metcalfe (26) wieder raus und griff sich mehrfach an den rechten hinteren Oberschenkel. „Er hat einen Schlag abbekommen“, erklärte Trainer Blessin (52).

„Ob es dabei nur ein Schlag oder womöglich eine Zerrung war, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.

Ein eindeutiges Signal: Alexander Blessin vertraut auch gegen Heidenheim auf dieselbe Startelf wie zuletzt. Es gibt keine Veränderungen in der Anfangsformation.

So begann St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

Eine überraschende Nachricht: Andréas Hountondji (23) verzichtete freiwillig auf die Teilnahme am Africa Cup, wie der Verband von Benin mitteilte. Ursprünglich war er für das Turnier nominiert, entschied sich jedoch verletzungsbedingt dagegen.

Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich überrascht von der Entscheidung: „Er kam auf uns zu und klärte das mit dem Verband.“ Aufgrund wiederkehrender Verletzungen zeigte sich Blessin erleichtert: „Man muss auch daran denken, den Spieler gesund zu bekommen.“

Wie sich der Verzicht auf die Nationalmannschaft langfristig auswirkt, ist unklar. „Ich glaube, er liebt sein Land und hat immer den Eindruck vermittelt, unbedingt spielen zu wollen“, sagte Blessin, der wusste, dass nicht jeder die Entscheidung gutheißen würde.

Wenn Hountondji fit ist, soll er in diesem Jahr noch für St. Pauli spielen, vor allem in den ersten Spielen des neuen Jahres, für die der Verein eigentlich nicht mit ihm geplant hatte.

Der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen steht fest. Am 3. Februar um 20:45 Uhr kämpfen die Kiezkicker um den Einzug ins Halbfinale.

Etwa eineinhalb Wochen später kommt es in der Bundesliga zum Rückspiel gegen die Werkself, der genaue Termin steht noch aus.

Für das Kellerduell gegen 1. FC Heidenheim am Millerntor wurde Sören Storks (37) als Schiedsrichter bestimmt.

In dieser Saison leitete er bereits das Auswärtsspiel gegen Werder Bremen (0:1). Die Bilanz unter ihm: zwei Siege, ein Remis und vier Niederlagen.

Bei Heidenheim ist die Bilanz ähnlich: drei Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen, wobei Storks auf die zweitmeisten Einsätze in seiner Karriere beim FCH kommt.

Friedhelm Funkel (71) war kein Glücksbringer für St. Pauli. Der Ex-Trainer zog Bayer Leverkusen als Gegner im Pokal, gespielt wird beim Meister von 2023.

Der genaue Termin für das Viertelfinale steht noch nicht fest, mögliche Daten sind der 3./4. oder 10./11. Februar 2026. Sollte es die zweite Pokalwoche werden, treffen beide Teams innerhalb weniger Tage zweimal aufeinander, da das Liga-Rückspiel zwischen dem 13. und 15. Februar in der BayArena stattfindet.

Trainer Blessin sagte: „Funkel hätte uns einen leichteren Gegner zugelost, aber wir werden alles geben, um ins Halbfinale zu kommen. Als Favorit reisen wir aber sicher nicht nach Leverkusen.“

Sportchef Bornemann (53) meinte offen, man hätte sich ein Heimspiel gewünscht, akzeptiere aber die Auslosung: „Gegen die großen Clubs der Bundesliga haben wir schon gute Auftritte gezeigt.“

Eine kleine Überraschung: Im 1:1 bei Köln musste Hauke Wahl (31) zur Halbzeit runter, der Grund war zunächst unklar.

Trainer Blessin klärte auf: „Er war sehr angeschlagen, fühlte sich die letzten zwei Tage richtig mies.“ Trotz eines starken Infekts wollte Wahl der Mannschaft helfen, merkte aber schon nach 35 Minuten, dass es nicht mehr geht.

Ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder etwas anderes handelt, ist noch unklar.

Never change a winning team: Etwa eine Stunde vor dem Anpfiff gegen Köln gab St. Pauli die Startelf bekannt – Trainer Blessin vertraut auf die gleiche Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.

Die Aufstellung: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

Am Sonntag (19:15 Uhr) wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. St. Pauli kann auf folgende Gegner treffen:

Als Ziehungsleiter fungiert der ehemalige Bundesligaspieler und Trainer Friedhelm Funkel (71).

Wie im Vorjahr wird das Viertelfinale aufgeteilt und an zwei Wochenenden (3./4. und 10./11. Februar 2026) ausgetragen.

Das Auswärtsspiel in Köln wird von Tobias Reichel (40) gepfiffen. Unter dem gelernten Bürokaufmann hat St. Pauli eine schlechte Bilanz.

Bei acht Einsätzen gewann St. Pauli nur zwei Partien, drei endeten unentschieden.

Er wird an den Seitenlinien von Christian Bandurski und Marcel Unger unterstützt, VAR ist Johann Pfeifer.

Beim FC St. Pauli trifft man am Samstag auf den 1. FC Köln und dessen Trainer Lukas Kwasniok (44), der trotz des Tabellenplatzes 17 die Spielweise der Kiezkicker lobte.

„Ich halte St. Pauli fußballerisch für eines der sechs bis acht besten Teams der Bundesliga“, sagte Kwasniok. „Beim Pokalspiel in Mönchengladbach war ich live dabei – das war ein Genuss, ihnen zuzusehen.“

Obwohl St. Pauli eine Niederlagenserie habe, spiele die Mannschaft weiterhin mutig, was ihn beeindrucke. „Sie haben eine erfahrene Spielerachse. Wir sollten als Underdog in dieses Spiel gehen“, warnte er.

Nur kurze Zeit nach seinem Treffer gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt vom Platz. Wie schon im Pokal gegen Gladbach wird er auch gegen Köln ausfallen.

Trainer Blessin erklärte: „Es ist keine starke Einblutung, also eine leichte Muskelverletzung.“ Hountondji sei zwar wieder gelaufen, ein Einsatz sei aber ausgeschlossen. „Wir müssen sehen, wie die Belastung wirkt. Ich hoffe, dass er gegen Heidenheim wieder zur Verfügung steht.“

Das Spiel könnte Hountondjis letzter Einsatz vor der Afrika-Cup-Teilnahme sein, für die er nominiert wurde. Die Abstellpflicht beginnt am 15. Dezember, was bedeutet, dass er im letzten Spiel des Jahres gegen Mainz (21. Dezember) fehlen wird.

Blessin dazu: „Ich stehe im Austausch mit Gernot Rohr. Wir werden sehen, wie die Abstellung genau geregelt wird.“ Benin startet am 23. Dezember mit einem Gruppenspiel gegen die DR Kongo.

Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale Borussia Mönchengladbach gegen FC St. Pauli sind bekannt:

Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic

St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

St. Pauli muss in den kommenden Monaten auf seinen drittwichtigsten Torwart verzichten: Simon Spari (23) erlitt eine Verletzung am rechten Sprunggelenk und wurde operiert.

Der Verein teilte mit, dass sich der Österreicher im Training eine Riss des Syndesmosebands zugezogen hatte. Die Operation soll dem Gelenk mehr Stabilität verleihen.

In der zweiten DFB-Pokalrunde glänzte Ben Voll (24), doch gegen Gladbach im Achtelfinale spielte er wieder nur die zweite Geige. Trainer Blessin entschied sich für Torwart Nikola Vasilj (30).

„Wir haben entschieden, dass Niko im Tor bleibt, obwohl Ben es absolut verdient gehabt hätte“, erklärte Blessin.

„Es tut mir leid für Ben, er ist ein super Typ und ein großartiger Torwart. Er hat die Zukunft, das ist klar. Aber unsere aktuelle Situation hat zu dieser Entscheidung geführt.“

Klare Ansage an Innensenator Andy Grote (57): Vor der anstehenden Innenministerkonferenz (IMK), bei der eine Einschränkung der Fanrechte droht, bekam der Hamburger Politiker deutliche Kritik.

Während des Spiels von St. Pauli bei Bayern München zeigten Münchner Ultras scharfe Plakate gegen Grote. Unter anderem war eine große Karikatur zu sehen, auf der aus Grotes geöffneter Hose ein überdimensionaler Schlagstock ragt, außerdem Fans, Überwachungskameras und ein Polizist.

Ein weiteres Transparent lautete: „Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“ – eine Anspielung auf das „Pimmel-Gate“ von 2021, als Grote auf Twitter beleidigt wurde und daraufhin Strafanzeige stellte. Der Urheber wurde später von der Polizei besucht.

Grote gilt bei der IMK als Befürworter strengerer Stadionauflagen, was bei den Fans auf wenig Verständnis stößt.

Diese Mannschaft soll vor allem eine Niederlage verhindern: St. Pauli gab etwa eine Stunde vor dem Anpfiff gegen Bayern die Startelf bekannt.

Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie (Bank). Oladapo Afolayan schaffte es erneut nicht in den Kader.

Die Aufstellung: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage

Wie geht es weiter mit Oladapo Afolayan (28)? Der Offensivspieler war zuletzt aus sportlichen Gründen nicht im Kader. Kehrt er gegen Bayern zurück?

Trainer Blessin antwortete am Donnerstag vielsagend: „Ich sehe bei allen Spielern, dass sie Gas geben wollen.“ Das klingt so, als hätte auch Afolayan im Training die richtige Reaktion gezeigt.

Gleichzeitig kündigte Blessin „harte Entscheidungen“ an. Dabei gab er Entwarnung bei Pyrka (23), Saliakas (29) und Dzwigala (30), die alle zur Verfügung stehen.

Eigentlich ist Nikola Vasilj der Retter in der Not. Doch in den letzten Spielen unterliefen dem St.-Pauli-Torwart einige Fehler, für die er Verantwortung übernimmt.

„Sie sind in einer entscheidenden Phase passiert und es ist nicht leicht, damit umzugehen“, sagte er. Trotzdem will er die Fehler abhaken, nach vorne blicken und dem Team helfen, aus der Negativserie von acht Niederlagen herauszukommen.

„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben genügend Qualität, um die Situation zu drehen. Die Tabelle zeigt, dass noch alles offen ist. Wir müssen positiv bleiben und weiter an das glauben, was wir im Vorjahr erreicht haben.“

Vasilj hat so eine Niederlagenserie bisher noch nicht erlebt. „Die Frage kommt oft, warum wir in den ersten drei Spielen so gut waren und was danach passiert ist. Im Fußball kann man das nicht alles erklären.“

Ein herber Rückschlag: Der FC St. Pauli wurde vom Sportgericht des DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 125.600 Euro verurteilt. Verantwortlich sind die Fans.

Diese hatten bei der 2:0-Derbysieg gegen den HSV Ende August im Volksparkstadion massiv Pyrotechnik gezündet. Das Sportgericht wertete dies als „unsportliches Verhalten“.

Von der Strafe darf der Verein 41.000 Euro für eigene Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen verwenden, sofern diese bis 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.

Carlo Boukhalfa (26) hat Grund zur Freude! Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den 1:0-Sieg für den FC St. Gallen gegen FC Lausanne-Sport. Damit bleiben die Espen auf Rang drei.

Boukhalfa erzielte in seinem 13. Saisonspiel bereits sein sechstes Tor. Für St. Pauli hatte er in drei Jahren nur vier Treffer in 56 Einsätzen erzielt.

Ebenfalls erfreulich: Lukas Daschner (27) absolvierte nach seiner Verletzung sein zweites Spiel, wurde in der 41. Minute eingewechselt.

Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte Kapitän Jackson Irvine nach langer Verletzungspause erstmals zurück in die Startelf, konnte aber eine Niederlage der Kiezkicker nicht verhindern.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte Irvine nach der 0:1-Pleite. „Es war ein wenig Pech dabei. Es lief nicht für uns. Ein bisschen Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück fehlte uns.“

Beim Gegentor stand er zu weit weg vom Torschützen Rani Khedira, der zu frei agieren konnte und den Ball nach einem Einwurf zum Tor einschoss.

Dennoch will man sich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren, sondern nach vorne blicken, so der Kapitän. „Wir müssen dranbleiben und uns gegenseitig motivieren. Was geschehen ist, ist vorbei, und nächste Woche haben wir wieder die Chance zu gewinnen.“

Die Aufstellungen für das Spiel St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) ist nach langer Verletzungspause zurück in der Startelf.

St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage

Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)

Schiedsrichter Tobias Stieler wird das wichtige Spiel am Sonntag (17:30 Uhr) für St. Pauli leiten.

Bislang pfiff der erfahrene Referee nur fünf Partien der Kiezkicker (zwei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Das liegt daran, dass Stieler lange in Hamburg lebte und seit Anfang des Jahres in Sölden bei Freiburg wohnt.

Seine sogenannten Ansetzungssperren wurden dadurch verschoben. Er darf nun beide Hamburger Vereine pfeifen, aber nicht mehr die Spiele von Julian Schusters Team. Nach seinem Einsatz im März gegen Dortmund ist dies die zweite Partie seit seinem Wegzug.

Das letzte Spiel unter seiner Leitung verloren die „Boys in Brown“ mit 0:2.

Nach einer Länderspielreise kehrte Nikola Vasilj (29) mit gemischten Gefühlen zurück: Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation.

Nun bleiben der Mannschaft und dem Torwart im März noch zwei Spiele im Play-off-Halbfinale gegen Wales. Der Sieger trifft auf den Gewinner der Partie Italien gegen Nordirland, wie die Auslosung ergab.

Nach und nach kehren die Nationalspieler von St. Pauli ins Training zurück. Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte, zeigte dabei die beste Laune.

Seine Teamkollegen nahmen das wahr, wie ein Instagram-Video zeigt. Nikola Vasilj kam nach seiner „Achterbahn der Gefühle“ zurück und gratulierte Ceesay lobend für seine Entwicklung.

Kurz darauf kam auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay, der sich bedankte und scherzte, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert habe. Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“

Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Schock erlebte, waren sechs weitere Kiezkicker im Einsatz.

Für Connor Metcalfe und Jackson Irvine endete der USA-Trip enttäuschend: Die Socceroos verloren gegen Kolumbien mit 0:3, beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.

Karol Mets wurde bei Estlands 4:2-Sieg auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Joel Chima Fujita kam beim 3:0 der Japaner gegen Bolivien in der 77. Minute ins Spiel.

Abdoulie Ceesay glänzte bei Gambias 2:2 gegen Kuwait mit einem Doppelpack, seine Tore zwei und drei im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.

Das bosnische Nationalteam mit Nikola Vasilj verpasste die direkte WM-Qualifikation und muss in die Play-offs.

Im dramatischen letzten Spiel kam Bosnien in Österreich nur zu einem 1:1. Nach der Führung durch Gladbach-Angreifer Haris Tabakovic hielt Vasilj lange den Kasten sauber, ehe Michael Gregoritsch in der 77. Minute den Ausgleich erzielte. Nun muss Bosnien hoffen, die zwei entscheidenden Spiele im März zu gewinnen.

Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend: Das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging 0:1 verloren, Luxemburg blieb punktlos und wurde Gruppenletzter.

Die Leistung des Teams spiegelte das Ergebnis nicht wider; man hatte sich durchaus Punkte für die couragierten Auftritte verdient.

Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin ist während eines Benefiz-Legendenspiels in seiner Heimat gestorben.

Der Mittelfeldspieler war plötzlich zusammengebrochen und trotz medizinischer Hilfe verstorben.

Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt arbeitete er als Scout für Metalist 1925 Charkiw.

Wichtig: Nach zuletzt schwachen Leistungen bei St. Pauli konnte Torwart Nikola Vasilj bei der Nationalmannschaft Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Qualifikation 3:1 gegen Rumänien.

Vasilj zeigte einige starke Paraden und hofft weiter auf die WM-Teilnahme: Am Dienstag (20:45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Play-offs hat Bosnien sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.

Neben Vasilj waren auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit der australischen Nationalmannschaft aktiv. Ihr Testspiel gegen Venezuela verloren sie mit 0:1. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute ins Spiel.

Oke Göttlich wurde als Präsident mit 93,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Er hatte keine Gegenkandidaten. 894 von knapp 1000 stimmberechtigten Mitgliedern votierten für den seit 2014 amtierenden Präsidenten, der nun seine vierte und letzte Amtszeit beginnt.

Neben der Wahl konkretisierte er langfristige Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions auf eine Kapazität von 40.000 bis 50.000 Plätzen.

Für Danel Sinani ist es eines der Highlights seiner Karriere: Im Spiel Luxemburg gegen Deutschland steht er in der Startelf.

Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.

Für Karol Mets lief es am Donnerstagabend in Norwegen nicht gut: Estland verlor 1:4 (0:0). Erling Haaland und Ex-RB Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth trafen jeweils doppelt, nur Robi Saarma gelang noch ein Ehrentreffer.

Für Joel Chima Fujita lief es etwas besser: Beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana wurde er in der 68. Minute eingewechselt.