FCSP-Blog: Felix Zwayer – kein gutes Zeichen für St. Pauli
Hamburg – Der FC St. Pauli möchte am Sonntag im Abstiegskampf gegen Eintracht Frankfurt nachlegen und dabei seine Serie von nunmehr fünf ungeschlagenen Heimspielen fortsetzen.
Der Schiedsrichter der Begegnung wird Felix Zwayer sein, was bei den Kiezkickern eher wenig Hoffnung auf einen Erfolg weckt.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets über die neuesten Entwicklungen rund um das Team, mögliche Transfers und alle weiteren Ereignisse am Millerntor auf dem Laufenden.
Das könnte ein schlechtes Vorzeichen sein: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag die Partie zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt leiten. Die bisherigen Begegnungen unter seiner Leitung bleiben den Kiezkickern nicht in angenehmer Erinnerung.
Bisher hat der in Berlin geborene Referee 25 Spiele des FCSP gepfiffen. Davon konnten die Braun-Weißen acht gewinnen, während neun Niederlagen hinzukamen. Besonders die letzten drei Spiele unter Zwayers Leitung endeten für St. Pauli mit einer Niederlage – zuletzt im November beim 1:3 gegen Bayern München.
Bei Eintracht Frankfurt fällt die Bilanz etwas positiver aus. Zwayer leitete dort 44 Spiele, die zweithöchste Anzahl in seiner Karriere. Von diesen Partien gewannen die Frankfurter 18, verloren allerdings auch 15. In dieser Saison hat Zwayer die Eintracht noch nicht gepfiffen.
Personalsorgen beim FC St. Pauli: Für das Spiel gegen Frankfurt fallen mehrere Spieler aus. Neben David Nemeth (24) fehlen Trainer Alexander Blessin (52) drei weitere Akteure.
"Mathias Rasmussen (28) wird weiterhin aussetzen, er konnte diese Woche nur laufen", erklärte der Coach. "Karol Mets (32) wird voraussichtlich auch diese und nächste Woche nicht spielen können."
Auch Andréas Hountondji (23) wird fehlen, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert habe. "Die Untersuchungen verliefen positiv, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen und wir sind zuversichtlich, dass er bald zurückkehrt", so Blessin.
Gegen Frankfurt kann St. Pauli jedoch wieder auf Tomoya Ando (27) setzen, der zuletzt gegen Hoffenheim noch fehlte.
Eric Smith (29) war in den letzten Tagen nicht beim Training anwesend. Der Grund wurde mittlerweile bekannt: Wie der Schwede am Freitagnachmittag auf Instagram verkündete, ist er zum zweiten Mal Vater geworden und dürfte somit am Sonntag wieder einsatzbereit sein.
Fans aufgepasst: Die DFL hat die Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 präzise terminiert. St. Pauli tritt jeweils einmal freitags, samstags und sonntags an.
Die Termine im Überblick:
Eine schlechte Nachricht für die Kiezkicker: Karol Mets (33) wird dem FC St. Pauli vorerst fehlen. Der Abwehrspieler zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.
Besonders bitter ist dies, da Mets nach langwierigen Problemen mit der Patellasehne erst Mitte Oktober sein Comeback gegeben hatte.
Trainer Blessin kann jedoch auf mehrere Alternativen zurückgreifen: Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit in Hoffenheim ersetzte, stehen auch Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) als Optionen bereit.
Mit zwei Erfolgen in Folge hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und belegt nun den 15. Tabellenplatz. Am Sonntag soll gegen Frankfurt nachgelegt werden. Wann war St. Pauli zuletzt so erfolgreich?
Die letzte Serie mit drei Siegen in Folge datiert aus der Saison 2010/11, als St. Pauli zunächst Köln, den HSV und Gladbach besiegte. Am Ende stieg das Team jedoch dennoch ab.
Den längsten Erfolgslauf verzeichnete der Verein in der Spielzeit 1989/90 mit vier aufeinanderfolgenden Siegen gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg – das führte zu einem abschließenden zehnten Platz.
Eine Saison davor blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli zwei bedeutende Erfolge: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt in der Folgesaison. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Entscheidung.
"Nach einem starken Zweitliga-Jahr und einer soliden Erstliga-Saison war für mich klar, dass der nächste Schritt folgen muss", sagte Treu. "Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub, der auf europäischer Bühne spielt."
Eine Rückkehr zu den Kiezkickern bereut er jedoch nicht: "Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der direkte Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und ins internationale Geschäft war mir zu groß. Daher wechselte ich zu einem ambitionierten Zweitligisten. So wie es gelaufen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli in die Bundesliga kann ich meinen Kindern später erzählen – und dann haben wir auch noch die Klasse gehalten, das war etwas Besonderes."
Inzwischen hat sich Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf sein Comeback am 22. März am Millerntor.
Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – was den Kiezkickern eindrucksvoll gelang.
"Ich bin sehr erleichtert. Dieser erste Auswärtssieg außerhalb Hamburgs war in unserer Situation extrem wichtig", sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Mit diesem Erfolg zeigten die Braun-Weißen erneut, dass sie gegen die Topmannschaften der Liga mithalten können – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.
Zwar musste St. Pauli in der ersten Halbzeit einige schwierige Phasen überstehen, konnte aber immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kommen. "Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig", so Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es dann vor allem darum, das Ergebnis zu halten: "Das war pures Überleben – und das haben wir heute, glaube ich, nicht schlecht gemacht."
Ein gutes Zeichen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag das Spiel des FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter ihm hat der Verein eine positive Bilanz.
Aytekin pfiff bisher 17 Spiele der Braun-Weißen, von denen St. Pauli zehn gewann und nur drei verlor. Die letzten fünf Begegnungen unter seiner Leitung konnte St. Pauli allesamt für sich entscheiden und ist insgesamt seit neun Spielen ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat bei Aytekin eine gute Statistik vorzuweisen: 14 Siege stehen 12 Niederlagen und 11 Unentschieden gegenüber.
Beide Teams wurden zuletzt in der Saison 2023/24 von Aytekin betreut. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen, denn beim letzten Saisonspiel in Wehen Wiesbaden sicherten sich die Kiezkicker die Meisterschaft in der 2. Bundesliga.
Am Samstag kommt es auf zwei Abwehrspieler an: Der FC St. Pauli trifft um 15:30 Uhr auf die TSG 1899 Hoffenheim. Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) stehen vor einer intensiven Aufgabe, denn der Tabellen-Dritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
"Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler für die passenden Positionen gefunden", lobte Mets. "Es ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will."
Im Hinspiel am Millerntor zeigte die TSG ihre Klasse mit einem 3:0-Erfolg, bei dem St. Pauli kaum Chancen hatte. "Sie haben vieles richtig gemacht", räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli jedoch den Spieß um. "Auch dort hat Hoffenheim wenig falsch gemacht, trotzdem konnten wir das Spiel für uns entscheiden."
Nach Ansicht von Wahl befinden sich die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewannen, in einem Aufwärtstrend. "Sie haben viel Selbstvertrauen und aus dem vergangenen Jahr gelernt. Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Qualität brauchen wir nicht zu sprechen."
Obwohl der Pokalsieg Hoffnung machte, wird es am Samstag sicherlich eine schwierige Aufgabe, die TSG erneut zu schlagen.
Taichi Hara (26) kam bisher nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Spielminuten. St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun den Plan mit dem japanischen Stürmer.
"Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel hat es einfach nicht gepasst", erläuterte er. "Ich hatte kein gutes Gefühl in dem Moment."
Im Training zeigt Hara jedoch vollen Einsatz. "Er arbeitet hart und zeigt gute Ansätze. Vielleicht können wir ihn im nächsten Spiel einbauen."
Ein Startelfeinsatz kommt für Blessin noch nicht infrage: "Das ist noch zu früh. Aber für die letzten 20 Minuten sehe ich ihn definitiv als Option."
Martijn Kaars (26) hat es nicht leicht. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro kam der Angreifer mit 19 Zweitliga-Toren zu St. Pauli, der Durchbruch blieb bislang aus. In 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und eine Vorlage.
"Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft", sagte Trainer Blessin, der sich zuletzt intensiv mit Kaars auseinandergesetzt und Videoanalysen durchgeführt hat.
Das Hauptproblem liegt auf der Hand: "Er selbst sagt, dass Stürmer sich an Toren und Chancen messen. In letzter Zeit hatte er nicht viele davon. Wenn du weniger solche Möglichkeiten bekommst, fängst du an zu zögern."
Seine Mitspieler konnten Kaars bislang noch nicht perfekt in Szene setzen, obwohl er klare Stärken hat, wie auch Blessin betonte: "Seine Stärke ist der Strafraum. Dort muss er Chancen bekommen – wir müssen ihm helfen und er muss sie dann nutzen."
Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars mit harter Arbeit bald wieder "glücklicher" in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.
Positive Nachrichten gibt es auch vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) in der Vorwoche ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Feld. "Er hat mit dem Team Lauftraining absolviert", bestätigte Blessin.
Der Stürmer war lange Zeit separat von der Mannschaft trainiert worden und wird nun schrittweise wieder eingebunden. "Es geht jetzt um die nächsten Tage, in denen wir ihn weiter heranführen. Das waren die ersten Schritte, hoffentlich folgen bald mehr", so der Coach.
Nemeth befindet sich bereits einen Schritt weiter: "Wir steigern sukzessive die Intensität und wollen ihn dann in der zweiten Mannschaft einsetzen, damit er Spielpraxis sammeln kann."
Zudem kehrt Connor Metcalfe (26) zurück in den Kader. Der Mittelfeldspieler trainiert seit zwei Wochen voll mit. "Er kann der Mannschaft viel geben, deshalb freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben", so Blessin.
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Generell hatte St. Pauli zuvor erst zwei Pflichtspiele gegen Werder gewinnen können: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das denkwürdige Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen mit 3:1 aus dem Wettbewerb warf.
So hat sich die Bilanz etwas verbessert, dennoch stehen den drei Siegen noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung nach dem Erfolg gegen Bremen war groß und wurde entsprechend gefeiert.
"Ich gönne mir ein oder zwei Bier", gestand Abwehrspieler Karol Mets (32). "Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient."
Vor der Pause agierten die Kiezkicker aus seiner Sicht zu nachlässig und verloren zu leicht den Ball, nach dem Seitenwechsel lief es besser. "Wir hatten viele Chancen. Das erste Tor fiel zwar etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten", so Mets. Am Ende stand ein 2:1-Erfolg, mit dem St. Pauli an Bremen auf den Relegationsplatz vorbeizog.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, zuvor war er bis auf eine verletzungsbedingte Pause stets in der Startelf gestanden.
Trainer Blessin begründete die Entscheidung mit dem Bedürfnis nach Frische. Zudem sei mit Eric Smith (29) eine weitere starke Alternative zurück im Kader.
Dennoch fiel die Entscheidung nicht leicht. "James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er fällt nicht auf, ist aber extrem wichtig. Es tut weh, wenn man solche Qualität auf der Bank lässt", gestand der Trainer.
In den kommenden Spielen könnte Sands weiterhin öfter auf der Bank sitzen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei erfahrene Führungsspieler seine Position besetzen.
Mit einem Sieg könnte der FC St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist dem Kapitän Jackson Irvine (32) bewusst.
"Der Druck ist groß und lässt sich nicht wegschieben", sagte der Australier vor dem Spiel im Interview bei DAZN. "Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen."
Irvine weiß, dass ein Dreier ein großer Schritt wäre. Umso besser, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammkräfte zurückkehren.
Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck: "Er ist ruhig und fokussiert", so Irvine.
Eine seltene Konstellation: Sören Storks (37) wird am Sonntag (17:30 Uhr) das Abstiegsspiel zwischen dem FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmerer pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.
Bessere Erinnerungen hat St. Pauli an Storks mit Blick auf das Spiel gegen Heidenheim im November, das mit 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen roten Karte für Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen für die Kiezkicker.
Für Bremen fällt die Bilanz ebenfalls negativ aus: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.
Traurige Nachricht vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer bei Werder.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek auch den Trainerposten bei St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Tod von Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und krönte seine Leistung mit dem 1:0-Führungstreffer.
"Ich hatte schon über den Jubel nachgedacht, als der Ball zu mir kam", berichtete der Grieche. "Ich hatte viel Platz." Saliakas schlenzte den Ball sehenswert ins Tor. "Es ist super, ein Tor zu schießen – noch schöner, wenn es so ein wichtiges ist."
Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. "Meine Frau ist schwanger", verriet er stolz. "Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni."
Zum Glück ist dann Sommerpause, sodass Saliakas sich ganz auf seine Vaterrolle konzentrieren kann.
Im Abstiegskampf braucht St. Pauli dringend Punkte, während Stuttgart im Rennen um die Champions-League-Plätze steckt. Mit einem Sieg könnten die Schwaben zudem einen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele mit deutlichem Abstand – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt ihnen nun auch am Millerntor ein Sieg mit mindestens drei Toren Differenz, würden sie Bundesliga-Geschichte schreiben.
Bislang hat das noch kein Verein geschafft. Stuttgart steht aktuell punktgleich mit Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart leiten. Beide Klubs pfiff er in dieser Saison bereits.
Die Bilanz mit den Kiezkickern ist ordentlich: Von 16 Spielen unter seiner Leitung gewann St. Pauli sieben und erreichte zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete Brand die 1:2-Niederlage bei SC Freiburg.
Beim VfB sieht die Statistik etwas anders aus: sechs Siege, vier Remis und eine Niederlage. Zuletzt pfiff er das 3:3 der Schwaben beim BVB am 11. Spieltag.
Der FC St. Pauli muss auch gegen Stuttgart womöglich erneut auf zwei wichtige Spieler verzichten. "Bei Hauke Wahl (31) besteht zwar Hoffnung, die schwindet aber von Tag zu Tag. Wahrscheinlich wird er gegen den VfB nicht spielen können. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine kleine Hoffnung, dass er einsatzbereit ist", so Trainer Alexander Blessin (52), der ansonsten mit dem erwarteten Kader plant.
Das Abwehrduo fehlte bereits am Dienstag beim Pokalspiel in Leverkusen.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 vermutlich eine Chance erhalten. "Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl. Wir werden entscheiden, wer im Spiel zum Einsatz kommt."
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation den Verbleib in der Liga zu sichern. Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.