Ende einer Ära für das "Gesicht der Bundesliga": Schiedsrichter kündigt Rücktritt an
Hamburg – Das Aus für einen der bekanntesten Bundesliga-Schiedsrichter ist besiegelt! Patrick Ittrich verkündet am Donnerstagvormittag auf seinem Instagram-Profil: „Ich höre auf.“
Nach Abschluss der aktuellen Saison wird der 47-Jährige seine Karriere beenden. Der Polizeibeamte aus Hamburg ist seit 2003 für den DFB als Schiedsrichter aktiv und pfeift seit 2016 in der höchsten deutschen Spielklasse. Insgesamt leitete er 90 Bundesligapartien.
„Ich hatte eine großartige Zeit. Ich habe viele Länder bereist, fast alle Bundesliga-Stadien in Deutschland besucht und vor allem zahlreiche großartige Menschen kennengelernt. Am wichtigsten war aber, dass es mir immer unglaublich viel Freude bereitet hat“, sagte Ittrich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Neben seiner Tätigkeit als Schiedsrichter tauschte er sich gerne mit Fans und Kollegen auf sozialen Netzwerken über das Schiedsrichterwesen aus und pflegte einen intensiven Dialog.
Er genoss die Aufmerksamkeit, wurde zum Werbegesicht der Schiedsrichterzunft und avancierte zum „Gesicht der Bundesliga“, wie DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher ihn bezeichnete.
„Ich kann besonders jungen Leuten nur empfehlen, die Schiedsrichterlizenz zu erwerben. Dabei lernt man unglaublich viel fürs Leben: Organisation, Verantwortung und Kritikfähigkeit“, erklärte Ittrich zum Abschied.
Wie es für Ittrich nun weitergeht, bleibt vorerst offen. Der Verkehrslehrer bei der Polizei, Keynote-Speaker und erfolgreiche Autor plant, dem Fußball verbunden zu bleiben, ohne jedoch Details zu seiner zukünftigen Rolle zu nennen.
Nach Tobias Welz (48), Frank Willenborg (47) und seinem DJ-Kollegen Deniz Aytekin (47) ist Ittrich der vierte Bundesliga-Schiedsrichter, der seine Laufbahn am Saisonende beendet.