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Unmut über Schiedsrichterentscheidung bei RB Leipzigs Werner: „Mein Handschlag-Angebot wurde komplett ignoriert!“

München – RB Leipzig hatte sich viel vorgenommen und wollte nach zwei deutlichen Niederlagen in der Liga zumindest im DFB-Pokal dem großen FC Bayern München ein Bein stellen. Doch daraus wurde nichts. Am Mittwochabend gewann der Rekordmeister mit 2:0 und schickte die Sachsen somit aus dem Wettbewerb. Dabei hätte die Partie durchaus auch einen anderen Verlauf nehmen können.

Insbesondere eine Szene, die möglicherweise richtungsweisend war, sorgte bei den Gästen für großen Ärger.

In der 27. Minute wurde der blitzschnelle Antonio Nusa (20) wohl knapp außerhalb des Strafraums von Josip Stanisic (25) gefoult. Schiedsrichter Daniel Siebert (41) ließ jedoch weiterspielen.

Erst kurze Zeit später wurde die Szene vom VAR überprüft. Die Entscheidung lautete: eindeutiges Foul, aber wohl nicht im Strafraum. Da der VAR bei solchen Entscheidungen nicht eingreifen darf, bekamen die Leipziger nicht einmal einen Freistoß zugesprochen.

RB-Coach Ole Werner (37) zeigte sich am Spielfeldrand sichtlich verärgert und erhielt von Siebert sofort die Gelbe Karte. Dies war jedoch nicht die einzige Entscheidung, mit der der Trainer unzufrieden war. Nach Spielende wollte er den Konflikt eigentlich friedlich beilegen, doch dazu kam es nicht.

„Er hat mein Angebot des Handschlags einfach vollständig ignoriert. Ich weiß nicht, ob das Absicht war“, erklärte Werner nach der Partie bei „Sky“. Außerdem konnte er nicht nachvollziehen, wie das Foul überhaupt übersehen werden konnte. „Für mich lag das Foul eindeutig im Strafraum“, fügte er hinzu.

Diese Einschätzung teilte auch der Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe (52), der auf „X“ schrieb: „Klarer Elfmeter für RBL! Das klare Beinstellen muss der Schiedsrichter selbst sehen, aber das liegt im Zuständigkeitsbereich des VAR!“

Am Ende half jedoch alle Kritik nichts. Die Bayern zogen nach einer souveränen zweiten Halbzeit verdient ins Halbfinale ein. Die Leipziger fanden auf die beiden Gegentore keine Antwort mehr. Dennoch zeigte sich Werner mit seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben eine Leistung gezeigt, mit der wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen können.“

Für die Roten Bullen geht es nun am Sonntag in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg weiter.