Dynamo Dresden bei Schalke live: Vor über 20 Jahren verlor die SGD erstmals unter ihm
Gelsenkirchen – Vor dem Auswärtsspiel um 13 Uhr zwischen Dynamo Dresden und Schalke 04 herrscht eine ungewöhnliche Situation: Eigentlich empfängt der Tabellenführer den Tabellen-16., doch in der Rückrunde haben sich die Vorzeichen komplett gedreht.
Die Knappen reisen mit dem Rückenwind von drei ungeschlagenen Spielen in Folge sowie sieben Punkten seit Jahresbeginn nach Gelsenkirchen, während Schalke in dieser Saison noch keinen Sieg verbuchen konnte und sich in einer Krise befindet.
Beste Voraussetzungen also, um die Serie weiter auszubauen. Dennoch bleibt Thomas Stams Team (42) gewarnt: Dynamo hat in der Arena auf Schalke bislang noch nie gewinnen können.
In unserem Liveticker informieren wir Euch laufend über alle relevanten Ereignisse vor, während und nach dem Spiel.
Zwei Spieler von Dynamo kehren heute zu ihrem ehemaligen Verein zurück.
Jason Ceka, der erst vor wenigen Wochen von der SV Elversberg ausgeliehen wurde, durchlief ganze zehn Jahre bei den Königsblauen, spielte von 2011 bis 2021 in verschiedenen Jugendmannschaften sowie in der U23 von Schalke 04.
Auch Lukas Boeder stammt aus der Knappenschmiede und lief zwischen 2006 und 2012 für die Gelsenkirchener auf.
Der Unparteiische der Begegnung ist Tobias Welz. Der 48-Jährige leitete bisher acht Partien mit Beteiligung von Dynamo, die Bilanz ist ausgeglichen mit drei Siegen, einem Remis und vier Niederlagen.
Bemerkenswert ist, dass Welz die SGD bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten erstmals pfiff: Am 22. August 2004 verlor Dynamo in der ersten DFB-Pokal-Runde mit 1:2 gegen den Karlsruher SC. Seither hat der Schiedsrichter aus Wiesbaden knapp 500 Spiele in Deutschland sowie auf internationalem Niveau und bei Länderspielen geleitet.
Dank seiner umfassenden Erfahrung gilt er als bestens geeignet für dieses emotionale Aufeinandertreffen. Unterstützt wird er von den Assistenten Martin Thomsen und Tobias Fritsch, Vierter Offizieller ist Jonah Besong. Für den Videoassistenten zeichnet sich Pascal Müller verantwortlich.
Thomas Stamm ist sich der schwierigen Bilanz seines Teams auf Schalke bewusst, lässt sich davon aber nicht entmutigen. „Schalke ist eine Heimstarke Mannschaft und es wird schwer, dort Punkte zu holen. Aber wir sind 2026 noch ungeschlagen. Dieses Ziel wollen wir weiter verfolgen“, erklärte der 42-Jährige.
Man brauche „ein herausragendes Spiel in jeder Phase und die Überzeugung, dass wir etwas mitnehmen können. Das Hinspiel war ausgeglichen, und auch die Formkurve spricht für uns. Deshalb müssen wir hungrig bleiben.“
Das gilt auch für Schalke. „Sie zeigen eine klare Aufwärtsentwicklung und haben im Winter viele neue Spieler verpflichtet“, sagte Miron Muslic über die SGD: „Wir brennen ebenfalls auf dieses Duell und freuen uns sehr darauf.“
Die Begegnung Schalke 04 gegen Dynamo Dresden wird als Hochrisikospiel eingestuft. Das bedeutet neben einem verstärkten Polizeiaufgebot auch, dass im Gästebereich kein Alkohol ausgeschenkt wird.
Außerdem stellte die Polizei vor dem Anpfiff deutlich klar, dass das Abbrennen von Pyrotechnik „in jedem Fall strafrechtlich verfolgt“ werde. Vor Spielbeginn sind daher umfangreiche Kontrollen geplant.
Abgesehen vom gesperrten Robert Wagner hat Trainer Thomas Stamm nahezu die freie Wahl, nur der langzeitverletzte Lennart Grill steht nicht zur Verfügung.
Ganz anders die Personalsituation bei Miron Muslic: Schalke muss auf insgesamt elf Spieler verzichten, darunter Tomas Kalas (Knieverletzung), Emil Højlund (Ferse), Janik Bachmann (Ferse), Bryan Lasme (Innenbandriss), Peter Remmert (Sprunggelenk), Christopher Antwi-Adjei (Achillessehne), Vitalie Becker (Knie), Henning Matriciani (Kreuzbandriss), Adrian Gantenbein (Wade), Dylan Leonard (Sprunggelenk) und Tidiane Touré.
Diese Ausfälle gleicht der Tabellenführer unter anderem durch fünf Winterneuzugänge aus, außerdem steht Moussa Sylla nach seinem gescheiterten Wechsel in die USA wieder im Kader.
Die Gelb-Rot-Rote Karte von Robert Wagner im Spiel gegen Arminia Bielefeld war eine schwere, aber unumgängliche Entscheidung. Heute muss er deshalb zuhause bleiben. Allerdings hätte er auch ohne die zweite Verwarnung aussetzen müssen, da die erste Gelbe bereits seine fünfte in dieser Saison war.
Eine ähnliche Situation droht aktuell Kapitän Stefan Kutschke: Der Stürmer hat vier Verwarnungen auf dem Konto, ein weiterer Gelber Karton führt zur Sperre für das kommende Heimspiel gegen die SV Elversberg.
Die Statistik fällt etwas positiver aus, wenn man auch die Heimspiele der SGD berücksichtigt: Von zwölf Duellen mit den Schalkern konnte Dynamo fünf gewinnen, zwei endeten unentschieden, fünf gingen an Schalke.
Dazu zählen jedoch auch die letzten drei Begegnungen, in denen Dynamo bisher in der 2. Bundesliga nie gegen die Knappen gewinnen konnte. Das Hinspiel dieser Saison entschied Schalke knapp mit 1:0 für sich, nachdem Kapitän Kenan Karaman kurz vor Schluss einen Strafstoß verwandelte.
Es war eine von lediglich drei Partien in der laufenden Saison, in denen die SGD ohne eigenen Treffer blieb.
Fünfmal trat Dynamo Dresden bislang in der Veltins Arena an, dabei sammelten sie nur zwei Punkte. Ein Grund dafür ist die große Schwierigkeit, in Gelsenkirchen zu treffen.
Nur ein einziger Treffer gelang den Dresdnern überhaupt in Schalke – und das noch in Bundesliga-Zeiten beim 1:1 am 2. November 1991, also vor über 34 Jahren. Uwe Rösler (57) brachte die Knappen seinerzeit schon in der fünften Minute in Führung, Bent Christensen (59) glich eine Stunde später aus.
Seitdem blieb Dynamo in weiteren vier Begegnungen torlos und konnte seit 1993 keinen Punkt mehr in Gelsenkirchen holen. Diese Negativserie soll nun endlich beendet werden, auch wenn die Schalker Abwehr schwer zu überwinden sein wird. Mit nur 14 Gegentoren stellen die Knappen die mit Abstand beste Defensive der Liga.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Auswärtsspiel von Dynamo Dresden bei Schalke 04! Wir versorgen Euch hier mit allen wichtigen Informationen rund um die Partie.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Klassenverbleib.