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Freiburg bereitet sich mit einem Sieg auf das EL-Finale vor, RB Leipzig verfehlt eigenen Bestwert

Freiburg – Der SC Freiburg hat sich mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen RB Leipzig für das Europa-League-Finale am Mittwoch eingestimmt. Für die Sachsen hingegen reichte es nicht, ihren eigenen Punkterekord zu verbessern. In der Aufstiegssaison 2016/17 hatten sie 67 Punkte erreicht, in dieser Spielzeit bleiben sie bei 65 Zählern.

Die Generalprobe für das große Endspiel entwickelte sich zu einer wahren Glanzvorstellung, wobei der SC Freiburg die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb sicherte. In der kommenden Saison werden die Breisgauer mindestens in den Playoffs der Conference League vertreten sein.

Mit dem Sieg am letzten Spieltag sicherten sich die Badener den siebten Tabellenplatz. Sollte Freiburg am Mittwoch das Europa-League-Finale gegen den englischen Spitzenverein Aston Villa für sich entscheiden, winkt sogar der Einzug in die Champions League.

RB Leipzig hatte den Platz in der Königsklasse als Tabellendritter bereits sicher.

Vor 33.600 Zuschauern erzielten Niklas Beste (24. Minute), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) die Tore für Freiburg. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer gelang Assan Ouedraogo (33.) für RB Leipzig.

Mit diesem Resultat sind die Freiburger hervorragend vorbereitet auf das europäische Highlight in Istanbul. Das Spiel am Mittwoch stellt das bisher bedeutendste Ereignis in der Vereinsgeschichte dar. Dennoch ist die laufende Saison für die Breisgauer schon jetzt eine herausragende Spielzeit.

Zwei der größten Talente dieser Saison zeigten sich gleich zu Beginn: Für Leipzig vergab der zeitweise sehr auffällige Ivorer Yan Diomande die erste Möglichkeit (2. Minute), Freiburgs junger Schweizer Mittelfeldspieler Johan Manzambi scheiterte kurz darauf ebenfalls an der Chance (4. Minute).

Im Anschluss legten die Gastgeber binnen kürzester Zeit nach: Zuerst verwertete Beste einen Abpraller nach einem Lattentreffer von Ginter zum 1:0, nur zwei Minuten später köpfte Matanovic nach einer Flanke von Manzambi zum 2:0 ein.

Doch Leipzig zeigte sich kämpferisch und antwortete: Mit einem sehenswerten Flachschuss ins rechte Eck verkürzte Ouedraogo auf 1:2. Bis zur Halbzeit dominierte nahezu ausschließlich RB die Begegnung, Freiburg brachte den Vorsprung jedoch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Freiburg suchte den Vorstoß, während Leipzig hauptsächlich in der Defensive agierte. Ginter erzielte aus kurzer Distanz das 3:1 und bestätigte damit seine starke Form. Der Abwehrchef des SC strebt weiterhin einen Platz im deutschen WM-Kader für die Sommermeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko an.

Nach einer Stunde erhielten die Freiburger Fans Standing Ovations: Der erfahrene Nicolas Höfler, der am Saisonende seine aktive Laufbahn beendet, wurde in seinem 293. und letzten Bundesligaeinsatz ausgewechselt. Trainer Julian Schuster begleitete ihn herzlich am Seitenrand, während die Zuschauer ihn mit Gesängen ehrten.

Die ausgelassene Stimmung hielt weiter an, während von RB Leipzig kaum noch Gegenwehr kam. Stattdessen nutzte Scherhant einen Ballverlust von Diomande und erhöhte sogar auf 4:1.