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Erzgebirge Aue sichert sich den Sachsenpokal: Pyro-Attacke durch Chaoten im Zwickauer Fanblock

Zwickau – Am Samstagnachmittag stand im Sachsenpokal-Finale ein emotional aufgeladenes Duell zwischen den Erzrivalen FSV Zwickau und FC Erzgebirge Aue auf dem Programm. Nach zwei Jahren Pause trafen die beiden Teams ab 15.30 Uhr wieder aufeinander. Letztlich gelang es den Hausherren aus Zwickau nicht, ihren Fluch zu brechen – Aue triumphierte mit 2:0 (1:0). Die Treffer für die Veilchen erzielten Jamilu Collins (31. Minute) sowie Marcel Bär (90.+2).

Während der FSV Zwickau erstmals den Sachsenpokal gewinnen wollte, ging es den Gästen aus Aue nach einer enttäuschenden Saison mit dem Abstieg aus der 3. Liga vor allem um eine Art Wiedergutmachung.

Das gelang auch, allerdings trübten unschöne Szenen das Endspiel, als Anhänger von Aue Pyrotechnik in den Zwickauer Fanblock warfen. Die Polizei reagierte schnell, war unverzüglich auf dem Spielfeld und konnte die Situation beruhigen.

TAG24 berichtete live vom Spiel. Den Liveticker könnt Ihr hier noch einmal nachverfolgen.

Vor der Siegerehrung kam es zu Zwischenfällen: Aue-Anhänger warfen Feuerwerkskörper in den angrenzenden Block der Gastgeber.

Um eine Eskalation zu verhindern, rückte umgehend die Bereitschaftspolizei an.

Erzgebirge Aue krönte sich zum Sieger des Sachsenpokals, während das Endspieltrauma für die Schwäne um eine weitere bittere Episode reicher ist. Hätte Martens den Ausgleich erzielt, wäre die Partie noch einmal spannend geworden, doch Bär entschied per Kopfball endgültig die Begegnung.

Unter dem Strich verdiente sich Aue den Sieg durch die besseren Chancen und startet in der kommenden Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals. Zwickau hingegen wartet weiterhin auf den ersten Triumph im Sachsenpokal.

90.+7. Minute: Erzgebirge Aue gewinnt das Sachsenpokal-Finale.

90.+5. Minute: Sezer verpasst den Anschlusstreffer und scheitert direkt an Aues Torhüter Martin Männel.

90.+2. Minute: Tor für Erzgebirge Aue!

90. Minute: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit.

87. Minute: Martens’ Freistoß trifft den Aluminiumrahmen.

86. Minute: Gelbe Karte für Burghardt wegen Foul an Breitenbücher.

85. Minute: Letzter Wechsel bei Zwickau: Nick Breitenbücher ersetzt Veron Dobruna.

83. Minute: Torschütze Jamilu Collins verlässt unter Pfiffen der Zwickauer Fans den Platz. Maxim Burghardt kommt neu ins Spiel.

83. Minute: Kopfball von „Zimbo“ geht knapp über das Tor.

80. Minute: Vor der Ausführung einer Ecke bei Zwickau wechselt Aue doppelt. Luan Simnica und Julian Guttau machen Platz für Ricky Bornschein und Eric Uhlmann.

77. Minute: Gelbe Karte für Theo Martens nach taktischem Foul an Luan Simnica.

76. Minute: „Zimbo“ ersetzt Kilian Senkbeil.

75. Minute: Marc-Philipp Zimmermann („Zimbo“) bereitet sich unter Applaus der Zuschauer auf seinen letzten Pflichtspieleinsatz für den FSV Zwickau vor.

73. Minute: Erste Ecke in der zweiten Halbzeit für Aue.

69. Minute: Auch bei Aue gibt es einen Doppelwechsel: Marvin Stefaniak und Jannic Ehlers kommen für Erik Weinhauer und Julian Günther-Schmidt.

66. Minute: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer pfeift zur zweiten Trinkpause.

65. Minute: Dafür verlassen Lucas Albert und Luca Prasse das Spielfeld.

64. Minute: Lennert Möbius und Theo Martens bereiten sich auf ihre Einwechslung vor.

60. Minute: Spielverzögerung bei Aue führt zu Gelb für Anthony Barylla.

59. Minute: Der FSV erhöht den Druck. Können die Schwäne die Wende schaffen?

57. Minute: Ein Spieler von Aue geht im Strafraum zu Boden, FSV fordert Elfmeter – Schiedsrichterin Wildfeuer lässt jedoch weiterspielen.

54. Minute: Erster Wechsel bei Zwickau: Lucas Eixler muss verletzt raus, Cemal Sezer kommt rein.

52. Minute: Luan Simnica foult Sandro Sengersdorf und erhält die erste Gelbe Karte des Spiels.

51. Minute: Konterchance für Zwickau durch Veron Dobruna, der Lukas Eixler am Strafraum bedient. Eixler schießt knapp am Tor vorbei.

Die Schwäne starteten mutig und hatten durch Prasse (9.) die erste große Torchance. Aue fand nach anfänglichen Unsicherheiten immer besser ins Spiel und kam durch Erik Majetschak (13.) bereits nah an den Führungstreffer heran. Letztlich erzielte Jamilu Collins (31.) die verdiente Halbzeitführung für den Favoriten.

Gemessen an den Chancen war das Ergebnis gerechtfertigt. Zwickau muss nach der Pause offensiver agieren. Trainer Rico Schmitt wird sicher seine Top-Stürmer Marc-Philipp Zimmermann und Cemal Sezer ins Spiel bringen.

45.+2. Minute: Nach zwei Minuten Nachspielzeit geht es für beide Erzrivalen in die Halbzeitpause.

45.+2. Minute: Kurz vor dem Pausenpfiff vergibt Marcel Bär die Chance zum 0:2.

36. Minute: Zwickaus Außenverteidiger Kilian Senkbeil probiert es mit einem Schuss aus der Distanz, doch Torwart Martin Männel hat keine Mühe.

31. Minute: Tor für Erzgebirge Aue! Jamilu Collins bringt den Favoriten in Führung.

27. Minute: Das Konzept von Rico Schmitt mit Lucas Albert im Angriff geht auf. Der Zwickauer wird immer wieder gesucht.

24. Minute: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer unterbricht das Spiel für eine Trinkpause – bei 27 Grad notwendige Maßnahme. Beide Trainer nutzen die Gelegenheit für taktische Anweisungen.

23. Minute: Für das engagierte Nachsetzen von Startsev gibt es Applaus von den Zuschauern.

22. Minute: Zwickau gestaltet das Spiel offener und hält Aue vom eigenen Tor fern.

19. Minute: Entlastung für den Regionalligisten: Lucas Eixlers Kopfball stellt für Martin Männel keine Gefahr dar.

17. Minute: Andrej Startsev rettet kurz vor der Linie gegen den einschussbereiten Malone. Aue erhöht nun den Druck.

15. Minute: Nach einem Foul von Luca Prasse an Erik Weinhauer gibt es Freistoß von der linken Seite.

14. Minute: Zwickau steht unter Dauerbelastung, Aue setzt sich am Strafraum der Gastgeber fest.

13. Minute: Über Marcel Bär und Julian Guttau geht es schnell, doch Zwickau klärt per Ecke. Diese bringt Gefahr, doch Lucas Hiemann pariert glänzend gegen Erik Majetschak.

9. Minute: Im Gegenzug verfehlt Luca Prasses Direktschuss knapp das Tor – eine große Chance für Zwickau.

8. Minute: Nach einem weiten Einwurf von Ryan Malone hat Aue die erste Halbchance.

6. Minute: Der Regionalligist zeigt sich mutig und spielt nach vorne, während bei Aue erste Unkonzentriertheiten zu beobachten sind.

2. Minute: Erste Ecke für Zwickau.

Vor dem Anpfiff nutzte Maximilian Somnitz die Gelegenheit, um seine Vertragsverlängerung beim FSV bekannt zu geben – Gerüchte über einen Wechsel zum FC Erzgebirge Aue gab es zuvor. Der 22-Jährige bleibt weitere zwei Jahre bei den Schwänen.

Noch knapp 20 Minuten bis zum Anpfiff, die Zuschauerränge füllen sich.

Die GGZ-Arena ist zum Sachsenpokal-Finale ausverkauft. Insgesamt 9.686 Fans haben Tickets ergattert, davon 1.300 für die Gästefans.

Im gesamten Stadion wurde rotes Konfetti in Beuteln verteilt. Beim Einlaufen der Mannschaften und auf Kommando der Fans sollte das Konfetti in die Luft geworfen und die ebenfalls verteilten Wurfrollen nach vorne geschleudert werden.

Zudem wurden die Zwickauer Anhänger angehalten, gewonnene Zweikämpfe energisch zu feiern und die gegnerischen Spieler lautstark zu verunsichern.

Beide Mannschaftsbusse – von Zwickau und Aue – trafen pünktlich am Stadion ein.

Nachdem der Bus der Gäste aus Aue angekommen war, betraten auch die Fans das Stadion. Das Motto des Tages lautete: „Alle in Schwarz“, was bei der starken Sonne für Wärme sorgte.

Am Einlass zu den Blöcken B und C kam es wegen einer technischen Störung zu Verzögerungen.

Der Bus des Gastgebers fuhr als Erstes vor. Die Schwäne waren eingetroffen.

Der FSV Zwickau stand bereits fünfmal im Sachsenpokal-Finale, doch leider ohne Titelgewinn. Dreimal verloren sie gegen den Bezirksrivalen Chemnitzer FC und zweimal gegen Erzgebirge Aue.

Für Aue verlief es besser: Sie erreichten siebenmal das Landespokal-Finale und holten viermal den Sieg.

In Zwickau herrschte herrliches Fußballwetter, die Sonne schien zum Spielbeginn. Kurz vor Öffnung der Stadiontore um 13.30 Uhr war schon großer Andrang vor dem Fanblock der Gastgeber zu verzeichnen.

Die Zukunft von Aues Torwart Martin Männel (37) ist noch offen. Laut Vereinsvorstand müsste viel passieren, damit er den Verein verlässt. Die Gespräche über seine künftige Rolle laufen noch.

In den letzten drei Ligaspielen stand nicht Männel, sondern der 22-jährige Louis Lord im Tor. Auch er hält sich mit Aussagen zu seiner Zukunft zurück.

Beim heutigen Pokalendspiel vertraut Erzgebirge Aue zunächst wieder auf die langjährige Erfahrung von Männel, der auf eigenen Wunsch eingesetzt wird.

Die Rivalität zwischen den Fans von FSV Zwickau und Erzgebirge Aue ist in der Region bekannt. Dass die Gemüter einiger Anhänger bereits Tage vor dem Spiel erhitzt waren, war zu erwarten. Dennoch sorgten die kürzlich beschmierten Fahrzeuge für Aufsehen.

In der Nacht zu Donnerstag wurden in Zwickau 21 Postautos mit schwarzer, weißer, roter und violetter Farbe besprüht. Die Schmierereien bezogen sich eindeutig auf das Sachsenpokalfinale. Die Polizei vermutet laut ihrer Einschätzung eine Täterschaft aus dem Auer Fanlager.

Doch auch die Zwickauer blieben nicht untätig: Ein Bus wurde mit dem Schriftzug „Viola Merda“ (zu Deutsch: „Lila Scheiße“) besprüht. Außerdem wurden „FSV“ und „RK“ – Kürzel für „Red Kaos“, eine Zwickauer Ultragruppe – aufgetragen.

Dynamo Dresden drückte dem FSV Zwickau beim Sachsenpokalfinale die Daumen. Zwischen den Schwarz-Gelben und den Schwänen besteht seit Jahren eine Fanfreundschaft.

Dynamo ist durch die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga bereits für die erste DFB-Pokalrunde qualifiziert. Die SGD twitterte am Samstag: „🖤💛 SGD 🤝 FSV ❤️🤍 Viel Erfolg unseren Freunden aus Zwickau im heutigen Sachsenpokalfinale. Holt euch den Pokal.“

Für das Finale in der GGZ-Arena wurde Franziska Wildfeuer (32) vom SVV Markranstädt als Schiedsrichterin bestimmt.

Für sie ist es nicht das erste Pokalfinale im Mai: Am 14. Mai leitete die Bayerin bereits das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern.

Wildfeuer kennt beide Vereine gut: So pfiff sie unter anderem das Duell zwischen Chemie Leipzig und FSV Zwickau, das Zwickau mit 2:1 gewann. Aue traf im April 2023 auf Viktoria Köln, das 1:1 endete.

Bei der heutigen Partie wird sie an der Seitenlinie von Michael Näther und Jens Klemm unterstützt. Vierter Offizieller ist Lars Albert aus dem Vogtland.

Das Duell zwischen FSV Zwickau und Erzgebirge Aue ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Wer keine Karte ergattern konnte, muss jedoch nicht verzichten.

Der komplette Finaltag der Amateure wird ab 11 Uhr in der ARD als Live-Konferenz ausgestrahlt. Zudem bietet TAG24 einen Liveticker zu allen Spielen an.

Wer das Spiel in voller Länge verfolgen möchte, kann ab 15.25 Uhr die Übertragung in der ARD-Mediathek oder auf sportschau.de einschalten. Kommentiert wird das Spiel von Thomas Kunze.

Außerdem gibt es mehrere Public Viewings in der Region, etwa im Hof der Villa Mocc (Humboldtstraße 14) in Zwickau sowie an der Spiegelwaldbaude in Grünhain-Beierfeld.

Wegen des brisanten Derbys ist rund um Zwickau mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Die Polizei empfiehlt, das Auto stehenzulassen und die Straßenbahnen zu nutzen. Ein Fahrschein ist im Eintrittsticket für das Spiel enthalten. Zudem fahren die Bahnen im 7- bis 8-Minuten-Takt statt der üblichen 15 Minuten.

Wer dennoch mit dem Pkw anreist, kann entlang der Sternenstraße bis zur Max-Planck-Straße parken. Die Saisonparkkarten für P0 und P1 sind an diesem Tag nicht gültig, da die Plätze für Sponsoren, Offizielle und Verbandsvertreter reserviert sind.

Für die Auer Fans gestaltet sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig: Zwischen den Städten besteht derzeit Schienenersatzverkehr, ab Hartenstein geht es nur mit dem Bus weiter.

Die Polizei bittet die Gästefans, die über die A4 anreisen, an der Ausfahrt Meerane abzubiegen. Anreisende über die A72 sollen die Abfahrt Zwickau-Ost nehmen. Der Gästeparkplatz ist ausgeschildert und über die Mülsener Straße erreichbar.

Herzlich willkommen zum Liveticker zum Sachsenpokal-Finale zwischen FSV Zwickau und Erzgebirge Aue! Wir halten Euch vor, während und nach dem Spiel mit allen wichtigen Informationen auf dem Laufenden.