zurück

Sachsenpokal-Endspiel Zwickau gegen Aue: FSV-Fluch bleibt bestehen, Veilchen siegen mit 2:0

Zwickau – Am Samstagnachmittag stand ein spannungsgeladenes Sachsenpokal-Finale bevor. Nach zwei Jahren trafen die beiden Erzrivalen FSV Zwickau und FC Erzgebirge Aue ab 15.30 Uhr erneut aufeinander. Letztlich gelang es den Gastgebern aus Zwickau nicht, ihren Negativtrend zu durchbrechen – Aue sicherte sich mit einem 2:0 (1:0) den Sieg.

Während der FSV Zwickau erstmals den Sachsenpokal gewinnen wollte, ging es für die Gäste aus Aue nach einer enttäuschenden Saison mit dem Abstieg aus der 3. Liga vor allem um eine kleine Wiedergutmachung.

Spielstand:

FSV Zwickau – Erzgebirge Aue 0:2 (0:1)

Unschöne Vorfälle vor der Siegerehrung: Fans von Aue zündeten pyrotechnische Gegenstände und warfen diese in den benachbarten Block der Zwickauer Anhänger. Um eine Eskalation zu verhindern, rückte sofort die Bereitschaftspolizei an.

Erzgebirge Aue krönte sich zum Sachsenpokal-Sieger, während die Schwäne ihr Finaltrauma um ein weiteres Kapitel erweiterten. Hätte Martens den Ausgleich erzielt, wäre die Partie noch einmal spannend geworden. Stattdessen sorgte Bär per Kopfball für die endgültige Entscheidung.

Unter dem Strich setzte sich Aue aufgrund der besseren Chancen durch und wird in der kommenden Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals antreten. Zwickau hingegen wartet weiterhin auf den ersten Sachsenpokal-Triumph.

90.+7. Minute: Erzgebirge Aue gewinnt das Sachsenpokal-Finale.

90.+5. Minute: Sezer verpasst den Anschlusstreffer und schießt direkt auf Aues Torwart Martin Männel.

90.+2. Minute: Tor für Erzgebirge Aue!

90. Minute: Es werden sechs Minuten Nachspielzeit angezeigt.

87. Minute: Martens’ Freistoß trifft den Pfosten.

86. Minute: Gelbe Karte für Burghardt nach Foul an Breitenbücher.

85. Minute: Letzter Wechsel bei Zwickau: Nick Breitenbücher ersetzt Veron Dobruna.

83. Minute: Torschütze Jamilu Collins verlässt unter Buh-Rufen der Zwickauer Fans den Platz. Maxim Burghardt kommt für ihn ins Spiel.

83. Minute: Kopfball von "Zimbo" geht knapp über das Tor.

80. Minute: Bevor Zwickau seine Ecke ausführt, wechselt Aue doppelt. Luan Simnica und Julian Guttau machen Platz für Ricky Bornschein und Eric Uhlmann.

77. Minute: Gelbe Karte für Theo Martens wegen eines taktischen Fouls an Luan Simnica.

76. Minute: "Zimbo" kommt für Kilian Senkbeil ins Spiel.

75. Minute: Marc-Philipp Zimmermann („Zimbo“) bereitet sich unter Applaus der Zuschauer auf seinen letzten Pflichtspieleinsatz für den FSV Zwickau vor.

73. Minute: Erste Ecke für Aue in der zweiten Halbzeit.

69. Minute: Aue wechselt doppelt: Marvin Stefaniak und Jannic Ehlers ersetzen Erik Weinhauer und Julian Günther-Schmidt.

66. Minute: Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer pfeift zur zweiten Trinkpause.

65. Minute: Für die Trinkpause verlassen Lucas Albert und Luca Prasse den Platz.

64. Minute: Lennert Möbius und Theo Martens bereiten sich auf ihre Einwechslung vor.

60. Minute: Verzögerungsspiel von Aue, Anthony Barylla erhält die Gelbe Karte.

59. Minute: Der FSV erhöht nun den Druck. Können die Schwäne das Spiel noch drehen?

57. Minute: Martens fällt im Strafraum, Zwickau fordert Elfmeter, doch Wildfeuer lässt weiterspielen.

54. Minute: Erster Wechsel beim FSV: Lucas Eixler muss verletzt raus, für ihn kommt Cemal Sezer.

52. Minute: Luan Simnica foult Sandro Sengersdorf, es gibt die erste Gelbe Karte der Begegnung.

51. Minute: Konter von Zwickau über Veron Dobruna, der Lukas Eixler im Strafraum bedient. Dessen Schuss geht knapp am Tor vorbei.

Die Schwäne starteten engagiert und hatten durch Prasse (9.) die erste große Gelegenheit. Aue fand nach anfänglichen Problemen besser ins Spiel und kam durch Erik Majetschak (13.) zu einer guten Chance. Jamilu Collins (31.) brachte schließlich die Pausenführung für die favorisierten Veilchen.

Angesichts der klareren Chancen geht der Spielstand in Ordnung. Nach der Pause muss Zwickau mehr riskieren. Trainer Rico Schmitt wird sicherlich seine besten Stürmer Marc-Philipp Zimmermann und Cemal Sezer bringen.

45.+2. Minute: Nach zwei Minuten Nachspielzeit gehen die Teams in die Halbzeitpause.

45.+2. Minute: Kurz vor der Pause hat Marcel Bär noch eine große Chance auf das 0:2.

36. Minute: Der FSV versucht es über Außenverteidiger Kilian Senkbeil, dessen zentraler Schuss ist jedoch kein Problem für Männel.

31. Minute: Tor für Erzgebirge Aue durch Jamilu Collins! Die Favoriten führen.

27. Minute: Rico Schmitts Plan mit Lucas Albert im Angriff geht auf. Der Zwickauer wird immer wieder gesucht.

24. Minute: Schiedsrichterin Wildfeuer unterbricht das Spiel wegen einer Trinkpause. Bei 27 Grad nutzen beide Trainer die Gelegenheit für taktische Anweisungen.

23. Minute: Startsev wird für seinen Einsatz vom Publikum gefeiert.

22. Minute: Zwickau gestaltet das Spiel wieder offener und hält Aue vom eigenen Tor fern.

19. Minute: Etwas Entlastung für die Schwäne: Kopfball von Lucas Eixler ist kein Problem für Männel.

17. Minute: Startsev rettet kurz vor der Linie gegen Malone. Aue erhöht den Druck.

15. Minute: Nach Foul von Prasse an Weinhauer gibt es Freistoß aus dem linken Halbfeld.

14. Minute: Zwickau steht unter Dauerbelastung, Aue dominiert am Strafraum des Gegners.

13. Minute: Aue kontert über Bär und Guttau. Die Ecke ist gefährlich, Hiemann pariert glänzend gegen Majetschak.

9. Minute: Im Gegenzug verfehlt Prasses Schuss knapp das Tor – eine große Gelegenheit für Zwickau.

8. Minute: Nach einem langen Einwurf von Malone hat Aue die erste Halbmöglichkeit.

6. Minute: Der Regionalligist zeigt sich mutig und offensiv; Aue wirkt noch etwas unkonzentriert.

2. Minute: Erste Ecke für Zwickau.

Vor dem Anpfiff gab es Spekulationen, dass der FC Erzgebirge Aue versucht hatte, Maximilian Somnitz nach Lößnitz zu holen. Der 22-Jährige nutzte die Gelegenheit, um vor dem Spiel seine Vertragsverlängerung beim FSV bekannt zu geben – zwei weitere Jahre bleibt er den Schwänen erhalten.

Knapp 20 Minuten vor Spielbeginn füllten sich die Ränge.

Die GGZ-Arena präsentierte sich mit ausverkauftem Haus zum Sachsenpokal-Finale. Insgesamt waren 9.686 Zuschauer anwesend, davon rund 1.300 auswärtsfahrende Fans.

Im gesamten Stadion wurde rotes Konfetti in Tüten verteilt. Beim Einlaufen der Mannschaften sollte das Stadion gemeinsam von zehn herunterzählen. Nach dem Countdown wurde das Konfetti in die Luft geworfen, ebenso die ebenfalls verteilten Wurfrollen Richtung Spielfeld.

Zudem erhielt die Zwickauer Fans der Aufruf, gewonnene Zweikämpfe besonders zu feiern und gegnerische Spieler gezielt auszupfeifen und zu verunsichern.

Beide Mannschaftsbusse, vom FSV Zwickau und vom FC Erzgebirge Aue, trafen am Stadion ein.

Nach Ankunft des Auer Busses betraten auch deren Fans unter dem Motto „Alle in Schwarz“ das Stadion, was bei Sonnenschein schnell warm wurde.

Am Einlass der Blöcke B und C kam es wegen technischer Probleme zu Verzögerungen.

Zuerst fuhr der Gastgeberbus vor, die Schwäne waren eingetroffen.

Bisher stand der FSV Zwickau fünfmal im Sachsenpokal-Finale, doch immer ging man als Verlierer vom Platz – dreimal gegen den Bezirksrivalen Chemnitzer FC und zweimal gegen den Erzrivalen Erzgebirge Aue.

Für Aue verlief die Bilanz besser: Sie standen siebenmal im Finale und konnten viermal den Pokal mit nach Hause nehmen.

In Zwickau herrschten beste Bedingungen bei schönem Fußballwetter. Kurz vor Öffnung der Stadiontore um 13.30 Uhr versammelten sich bereits zahlreiche Fans vor dem Heimblock.

Die Zukunft von Aues Torhüter Martin Männel (37) ist noch offen. Laut Vereinsvorstand müsste viel passieren, damit der Routinier den Verein verlässt. Gespräche über seine zukünftige Rolle sind noch im Gange.

In den letzten drei Ligaspielen stand nicht Männel, sondern Louis Lord (22) im Tor, der jedoch ebenfalls keine Aussagen zu seiner Zukunft machte.

Im heutigen Finale gegen Zwickau vertraut Aue zunächst auf die Erfahrung von Männel, der auf eigenen Wunsch erneut das Tor hütet.

Die Rivalität zwischen den Anhängern von FSV Zwickau und Erzgebirge Aue ist in der Region bekannt. Dass die Gemüter bereits Tage vor dem Spiel erhitzt waren, war zu erwarten. Dennoch sorgten die in der vergangenen Woche beschmierten Fahrzeuge für Entsetzen.

In der Nacht zu Donnerstag wurden in Zwickau 21 Postfahrzeuge mit schwarzer, weißer, roter und violetter Farbe beschmiert. Die Inhalte der Schmierereien hatten einen deutlichen Bezug zum Sachsenpokalfinale. Die Polizei geht von Tätern aus dem Auer Fanlager aus.

Auch die Zwickauer Fans blieben anscheinend nicht untätig: Ein Bus wurde mit „Viola Merda“ (zu Deutsch: „Lila Scheiße“) besprüht. Zudem wurden Schriftzüge wie „FSV“ und „RK“ für die Ultragruppierung „Red Kaos“ angebracht.

Dynamo Dresden steht im Sachsenpokal-Finale hinter dem FSV Zwickau. Die SGD pflegt seit Jahren eine Fanfreundschaft mit den Schwänen.

Die Schwarz-Gelben sind dank ihres Status in der 2. Bundesliga bereits für die erste DFB-Pokalrunde qualifiziert. Am Samstag postete die SGD: „🖤💛 SGD 🤝 FSV ❤️🤍 Viel Erfolg für unsere Freunde aus Zwickau im heutigen Sachsenpokalfinale. Holt euch den Pokal.“

Für das Sachsenpokal-Finale in der GGZ-Arena hat der Sächsische Fußball-Verband (SFV) Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer (32) vom SVV Markranstädt bestimmt.

Dies ist nicht ihr erstes Pokalfinale im Mai. Die Bayerin leitete bereits am 14. Mai das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln zwischen VfL Wolfsburg und FC Bayern München.

Wildfeuer kennt beide Vereine bereits. So pfiff sie unter anderem das Spiel zwischen Chemie Leipzig und FSV Zwickau, das Zwickau mit 2:1 gewann. Auch Aue traf im April 2023 in einem Spiel gegen Viktoria Köln auf sie; dieses endete 1:1.

Am Samstag wird sie an den Seitenlinien von Michael Näther und Jens Klemm unterstützt. Als Vierter Offizieller ist Lars Albert aus dem Vogtland eingeteilt.

Das große Duell zwischen FSV Zwickau und Erzgebirge Aue ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Wer keine Eintrittskarte ergattern konnte, muss nicht auf die Übertragung verzichten.

Der gesamte Finaltag der Amateure wird ab 11 Uhr in einer Live-Konferenz in der ARD übertragen. Auch TAG24 bietet einen Liveticker zu allen Spielen an.

Wer die Partie in voller Länge verfolgen möchte, kann dies über die ARD-Mediathek oder sportschau.de tun. Die Übertragung beginnt um 15.25 Uhr, kommentiert von Thomas Kunze.

Außerdem gibt es verschiedene Public-Viewing-Angebote in der Region: In Zwickau zum Beispiel im Hof der Villa Mocc (Humboldtstraße 14) sowie in Grünhain-Beierfeld an der Spiegelwaldbaude.

Wegen des brisanten Derbys wird rund um Zwickau mit starkem Verkehrsaufkommen gerechnet. Die Polizei empfiehlt, das Auto stehen zu lassen und auf die Straßenbahn umzusteigen. Ein Ticket für die Straßenbahn ist im Eintrittspreis enthalten. Zudem fahren die Bahnen alle sieben bis acht Minuten statt im üblichen 15-Minuten-Takt.

Wer dennoch mit dem Auto anreist, kann entlang der Sternenstraße bis zur Max-Planck-Straße parken. Saisonparkkarten für P0 und P1 sind an diesem Tag jedoch ungültig, da diese Parkplätze für Sponsoren, Offizielle und Verbandsvertreter reserviert sind.

Für Auer Fans könnten die öffentlichen Verkehrsmittel eine Herausforderung darstellen. Zwischen den beiden Städten gibt es derzeit Schienenersatzverkehr, ab Hartenstein geht es nur noch mit dem Bus weiter.

Die Polizei bittet die Gästefans, die über die A4 anreisen, die Abfahrt Meerane zu nehmen. Wer über die A72 kommt, sollte bei Zwickau-Ost abfahren. Der Gästeparkplatz ist ausgeschildert und über die Mülsener Straße erreichbar.

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Sachsenpokal-Finale zwischen FSV Zwickau und Erzgebirge Aue! Wir versorgen Euch vor dem Anpfiff, während des Spiels und danach mit allen wichtigen Informationen.