„Größte Herausforderung der vergangenen 15 Jahre“: Umbau des Dynamo-Stadions binnen einer Woche!
Dresden – Innerhalb von nur sieben Tagen verwandelte sich die Halle vom Eishockey-Stadion zurück in eine Fußballarena – inklusive Austausch des Rasens. „Es fasziniert mich, dass hier zwei Heimspiele innerhalb einer Woche mit völlig unterschiedlichen Setups stattfinden können“, erklärt Eva Wagner, Geschäftsführerin der Sportwerk GmbH, die Mitorganisatorin der Winter Games ist. Stadionleiter Ronald Tscherning beschrieb den Vorgang als die „größte Herausforderung der letzten anderthalb Jahrzehnte.“
Die Aufnahmen sorgten deutschlandweit für positive Aufmerksamkeit für den Sportstandort Dresden. Das Winter Game war ein einmaliges Ereignis: „Alles lief perfekt. Am Ende passte sogar der Schneefall am Spieltag und die eisigen Temperaturen trugen zur besonderen Atmosphäre bei“, schmunzelt Wagner.
Doch Freude war nur von kurzer Dauer. Kaum war die Begegnung zwischen den Eislöwen und den Eisbären Berlin vorbei und das letzte Feuerwerk erloschen, begann der Abbau.
Im Inneren des Stadions hält sie einen detaillierten Plan bereit. Bis Freitag ist minutengenau festgelegt, welche Arbeiten wann durchgeführt werden und welche Teams dafür verantwortlich sind. Abweichungen sind nicht erwünscht, denn die Zeit drängt.
„Viele hielten es für unmöglich. Ich jedoch bin kein Mensch, der sagt ‚geht nicht‘. Ich bleibe immer optimistisch und sage: Es klappt“, so Wagner. „Dieses Projekt zeigt, dass alles machbar ist, wenn alle zusammenarbeiten und es wirklich wollen.“
Der Aufbau begann unmittelbar nach dem Weihnachtskonzert im Stadion, doch der Abbau musste deutlich zügiger erfolgen.
Am Dienstag war alles entfernt, es erinnerte weder an eine Eishockeyhalle noch an einen Fußballplatz. Stattdessen dominierte Schlamm. Am Mittwochvormittag begann die zuständige Firma mit dem Abtragen des alten Rasens und verlegte anschließend die neuen Rollrasenbahnen.
Stadionchef Tscherning behält den Überblick, kann sich aber auf sein Team verlassen: „Hier arbeiten Profis“, betont er. „Natürlich läuft so ein Prozess nie komplett reibungslos ab. Gerade zu Wochenbeginn stellten Regen, Frost und vereiste Flächen eine große Herausforderung dar“, sagt er und zieht die Augenbrauen hoch.
Doch am Ende verlief alles ohne Probleme – buchstäblich reibungslos.
Auf dem Ablaufplan für Freitag stehen noch die exakte Vermessung des Fußballfelds inklusive Linienmarkierung sowie die Kalibrierung der Torlinientechnik. Danach bleibt nur noch ein Termin übrig: Samstag, 17. Januar – Anstoß Dynamo Dresden.
Eva Wagner und Ronald Tscherning hoffen sehr, dass sich der immense Aufwand ausgezahlt hat. Gemeinsam äußern sie ihren Wunsch: „Drei Punkte für Dynamo.“
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Rangliste der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um sich den Verbleib oder Aufstieg in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern.