Überraschende Wende beim Regionalliga-Neuling: Erfolgreiches Trainer-Duo verlässt kurz nach dem Aufstieg den Verein!
Stahnsdorf – Am vergangenen Samstag sicherte sich der RSV Eintracht als erster Aufsteiger den Platz in der sogenannten „kleinen Champions League des Ostens“. Doch für die neue Herausforderung in der Regionalliga Nordost steht der Verein nun unerwartet vor der Aufgabe, einen neuen Trainerstab zu finden.
Wie die Brandenburger nur wenige Tage nach dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte mitteilten, trennen sich die Wege von den Aufstiegstrainern Patrick Hinze (40) und Jörg Miekley.
Besonders auffällig ist, dass Hinze nach 15 Jahren als Spieler und Trainer den Club verlässt, während Miekley sogar auf eine 25-jährige Tätigkeit an der Seitenlinie verschiedener Teams zurückblicken kann.
Diese Nachricht schlägt mitten in den Aufstiegsfeierlichkeiten ein wie eine Bombe. Beide Trainer waren maßgeblich daran beteiligt, dass die erste Mannschaft 2019 die Landesliga-Meisterschaft errang, 2020 in die Oberliga aufstieg und dort zuletzt ebenso den Meistertitel holte.
Der Abschied erfolgt auf dem Höhepunkt ihrer erfolgreichen Arbeit. Familienvater Hinze widmet sich künftig einem geregelten Beruf außerhalb des Fußballs.
Damit stellt sich umso mehr die Frage: Warum wollen die beiden nicht gemeinsam den Schritt in die Regionalliga wagen und so die Chance nutzen, gegen namhafte Gegner wie Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC oder BFC Dynamo anzutreten?
Der Verein schweigt sich in seinem Statement zu den Gründen aus und macht auch keine Angaben zu möglichen Nachfolgern. Eines steht jedoch fest: Für den Breitensportverein mit über 3500 Mitgliedern in 25 Abteilungen stellt die Regionalliga eine große Herausforderung dar.
Erst vor wenigen Tagen erklärte Vereinspräsident Michael Grunwaldt gegenüber TAG24: „Von allen Aufstiegsanwärtern sind wir wahrscheinlich der Klub, der am meisten aufholen muss.“
Ein weiteres Problem ist die Heimspielstätte, die nicht den Anforderungen der Regionalliga entspricht. Als Ausweich-Location wird das Ernst-Reuter-Sportfeld von Hertha Zehlendorf erwogen.
Neben der Suche nach einer passenden Spielstätte steht der Verein nun parallel auch vor der schwierigen Aufgabe, neue Trainer zu finden.