HSV-Blog: Rothosen interessieren sich für Zweitliga-Torjäger
Hamburg – Nach dem Erfolg bei Eintracht Frankfurt und den Fehltritten der Konkurrenz hat der HSV zwei Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt endgültig gesichert.
Hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen bereits an der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Spielzeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Verpflichtung eines neuen Stürmers.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und weitere Geschehnisse im Volksparkstadion auf dem Laufenden.
Der HSV kann sich nun endgültig auf eine weitere Saison in der Bundesliga einstellen. Bei der Suche nach Verstärkungen ist vor allem ein neuer Angreifer von Interesse.
Nach Informationen von Sky haben die Verantwortlichen ein Auge auf Noel Futkeu (23) von Greuther Fürth geworfen. Der Offensivspieler traf in dieser Saison bereits 17 Mal und liegt zusammen mit Mateusz Zukowski von Magdeburg an der Spitze der Torschützenliste der 2. Bundesliga.
Futkeu wird Greuther Fürth nach Ablauf der Saison definitiv verlassen. Eintracht Frankfurt, die eine Rückkaufoption in Höhe von 1,3 Millionen Euro gezogen hatte, plant nun, den Stürmer mit Gewinn weiterzuveräußern. Bei einem geschätzten Marktwert von rund fünf Millionen Euro dürfte das kein Problem sein.
Ein erfahrener Schiedsrichter wird das Traditionsduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem HSV leiten: Deniz Aytekin (47) steht an der Pfeife.
Unter seiner Leitung absolvierten die Frankfurter bislang 38 Spiele, aber die Bilanz ist eher negativ: 13 Siege, sechs Unentschieden und 19 Niederlagen.
Für den HSV sieht die Statistik noch schlechter aus: Von 34 Partien unter Aytekins Leitung konnten die Rothosen lediglich acht gewinnen, spielten neunmal remis und verloren 17-mal.
Ein Schock für die HSV-Frauen: Nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin brach Abwehrspielerin Magou Doucoure (25) am Freitag noch auf dem Spielfeld zusammen.
Die Defensivspielerin erhielt unmittelbar medizinische Hilfe und wurde anschließend ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gebracht.
Inzwischen hat der Verein via X (ehemals Twitter) Entwarnung gegeben: Beim Verlassen des Stadions war Doucoure im Krankenwagen bereits ansprechbar und stabil.
Im Sommer könnte der HSV eines seiner vielversprechenden Talente verlieren. Laut mehreren Online-Portalen, darunter "transfers_nl", hat der niederländische Meister PSV Eindhoven Interesse an Fábio Baldé (20) bekundet. Auch einige portugiesische Topvereine sollen den Spieler im Visier haben.
Bei Eindhoven bereitet man sich auf den Abgang der beiden Stammkräfte Couhaib Driouech und Esmir Bajraktarevic vor und sucht nach Alternativen – eine davon könnte Baldé sein, der sowohl als Flügelstürmer als auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann.
Der gebürtige Hamburger steht beim HSV noch bis Sommer 2029 unter Vertrag und besitzt eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro. Sein aktueller Marktwert wird jedoch auf etwa drei Millionen Euro geschätzt.
Endlich zurück auf dem Trainingsplatz: Luka Vuskovic (19) kehrte am Dienstag nach seiner Knieprellung aufs Feld zurück und absolvierte eine individuelle Einheit mit Reha-Trainer Sebastian Capel.
„Wir hoffen, die Belastung bei ihm Schritt für Schritt erhöhen zu können. Ziel ist ein behutsamer Aufbau“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35) nach der Einheit. „Es sind noch drei Spiele zu absolvieren, deshalb müssen wir genau abwägen.“ Er ergänzte: „Es gibt uns ein gutes Gefühl, dass seine Schmerzen nachgelassen haben, er Fortschritte macht und unbedingt auf den Platz zurückkehren will.“
Ob Vuskovic bereits beim Spiel am Samstag um 15:30 Uhr gegen Eintracht Frankfurt eingesetzt werden kann, ist noch offen.
Voll einsatzbereit waren hingegen Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompé (30), während Yussuf Poulsen (31) sein Training noch reduziert absolvierte. „Bei Yussi war das Pensum heute noch etwas geringer. Wir werden ihn in dieser Saison wohl nicht mehr zu 100 Prozent auf den Platz bringen, aber er gibt alles, um der Mannschaft noch zu helfen“, sagte Polzin über den Kapitän und schloss Einsätze über 90 Minuten für ihn aus.
Am Dienstag wurden auch die Trainingsbelastungen von Robert Glatzel (32), Nicolas Capaldo (27) und Bakery Jatta (27) gesteuert.
Der HSV sucht weiterhin nach einem Nachfolger für den ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz (63), der Anfang Januar wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung entlassen wurde.
Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge steht der Auswahlprozess kurz vor dem Abschluss. Eine Aufsichtsratssitzung, bei der die finale Entscheidung fallen soll, wurde bereits angesetzt.
Auch Sportdirektor Claus Costa (41) wurde Chancen auf eine Beförderung eingeräumt, doch mittlerweile sieht es stark danach aus, dass der Verein eine externe Lösung bevorzugt.
Freudige Nachrichten von Robert Glatzel (32): Der HSV-Stürmer wird zum dritten Mal Vater. Dies bestätigte der Angreifer nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim in einem Interview mit Sky.
Seinem Nachwuchs widmete der 32-Jährige bereits seinen Jubel nach seinem Elfmeter-Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen die Kraichgauer, indem er den Ball unter sein Trikot steckte und die bekannte Nuckel-Geste machte.
Glatzel und seine Frau Natasa haben bereits zwei Töchter, Elea (9) und Alicia (7). Dieses Mal erwarteten sie einen Jungen, so der Stürmer.
Im Bundesliga-Topspiel zwischen dem HSV und Hoffenheim wird Schiedsrichter Robert Schröder (40) die Partie leiten.
Unter seiner Leitung bestritten die Rothosen bislang sieben Begegnungen, mit einer leicht negativen Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen.
Hoffenheim weist unter Schröders Leitung dagegen eine positive Bilanz auf: vier Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen.
HSV-Profi Philip Otele wurde nach seiner Roten Karte im Nordderby gegen Werder Bremen für zwei Spiele gesperrt. Das entschied das DFB-Sportgericht am Freitag.
Der HSV hatte gegen die Sperre Einspruch eingelegt, weshalb am Freitag am DFB-Campus in Frankfurt eine mündliche Verhandlung stattfand. Neben Otele waren auch Sportdirektor Claus Costa und Rechtsdirektor Dr. Philipp Winter anwesend.
Nach dem Ausfall von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) hat der HSV in den letzten zwei Spielen sieben Gegentore kassiert. Wie brüchig zeigt sich die Mannschaft in entscheidenden Momenten?
Neben der Defensive fallen im Spiel gegen die TSG Hoffenheim auch Miro Muheim (28, Sprunggelenksverletzung) und Kapitän Yussuf Poulsen (31) aus. Auch bei Sambi Lokonga (26) ist ein Einsatz fraglich. Cheftrainer Merlin Polzin (35) möchte jedoch nicht akzeptieren, dass die Ausfälle vor allem in der Abwehr nicht aufgefangen werden können.
„Es bringt nichts, dem nachzutrauern. Ich habe volles Vertrauen in die Spieler, die in der Dreier- oder Fünferkette auflaufen, dass sie das als Team kompensieren“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Dabei gehe es nicht darum, jemanden zu ersetzen, sondern jede Position mit eigenen Stärken gut zu verteidigen und Lösungen zu finden.
Der HSV arbeitet dank des bald startenden Genossenschaftsprojekts „Supporters Trust“ am Ausbau des Volksparkstadions. „Sobald die Genehmigungen vorliegen, soll unmittelbar mit der Kapazitätserweiterung begonnen werden. Im Laufe der nächsten Saison wird das Stadion dann Platz für über 58.000 Zuschauer bieten“, erklärte HSV-Präsident Henrik Köncke im Interview.
Die Bauarbeiten sollen bereits im Sommer beginnen, langfristig könnte das Stadion sogar mehr als 60.000 Fans fassen. Außerdem plant der Verein, die sanitären Anlagen zu modernisieren und das Catering aufzuwerten.
Die Gründungsversammlung der Genossenschaft ist für den 5. Mai angesetzt, der operative Starttermin steht jedoch noch nicht fest. Insgesamt werden zunächst 18.870 Anteile ausgegeben, der Stückpreis liegt bei 887 Euro. Der Klub rechnet vorerst mit Einnahmen von etwa 16 Millionen Euro.
Schon jetzt haben sich neben Vereinslegenden wie Horst Hrubesch auch Trainer Merlin Polzin und einige Spieler an dem Projekt beteiligt.
HSV-Profi Philip Otele (27) sah im Nordderby gegen Werder Bremen nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte. Schiedsrichter Florian Exner (35) entschied nach Ansicht der Bilder auf „rohes Spiel“.
Das DFB-Sportgericht verhängte Anfang der Woche eine Sperre von zwei Spielen, gegen die der HSV Einspruch einlegte. Das Klubmanagement machte deutlich, dass eine Sperre von einer Partie akzeptabel wäre.
Das Verfahren wird am Freitag um 12:30 Uhr am DFB-Campus in Frankfurt mündlich verhandelt. Dann fällt das endgültige Urteil.
Plant der HSV eine Verpflichtung eines Talents von Paris St. Germain? Laut der französischen Zeitung „Le Parisien“ sollen die Rothosen Interesse an Mathis Jangéal (17) zeigen.
Der Offensivspieler, der bereits zweimal für die Profis des Champions-League-Siegers zum Einsatz kam, gilt als großes Talent und wird von mehreren Vereinen umworben.
Auch das „Hamburger Abendblatt“ berichtete von Interesse an Jangéal – bislang jedoch ohne konkrete Fortschritte. Ob ein Transfer zustande kommt, hängt unter anderem davon ab, in welcher Liga der HSV in der kommenden Saison spielt.
Nach dem Verletzungsschock um Miro Muheim (28) steht auch bei Luka Vuskovic (19) weiterhin ein Fragezeichen. Bei beiden Spielern ist unklar, ob sie in dieser Saison noch einmal auflaufen können.
„Ich sehe gute Chancen, dass Luka im Saisonendspurt noch einmal einsatzbereit ist. Er ist extrem ehrgeizig und will unbedingt spielen. Daher sind wir optimistisch. Wir müssen aber abwarten und hoffen, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41) zu Vuskovic.
Ähnlich sieht es bei Muheim aus: „Er wird alles daran setzen, bald wieder fit zu sein. Im besten Fall kann er uns zum Saisonende noch einmal helfen.“
Positive Nachrichten gibt es von Alexander Rössing-Lelesiit (19), der nach seiner Syndesmoseverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert und auf ein baldiges Comeback hofft.
Außerhalb des Mannschaftstrainings arbeiteten weiterhin Yussuf Poulsen (31), Albert Sambi Lokonga (26) und Jean-Luc Dompé (30) individuell.
Schmerzliche Hiobsbotschaft: Miro Muheim (28) zog sich im Derby in Bremen eine Verletzung des vorderen Syndesmosebandes am rechten Sprunggelenk zu, teilte der HSV am Dienstag mit.
Für den achtmaligen Schweizer Nationalspieler bedeutet dies voraussichtlich das Saison-Aus, da nur noch vier Spieltage bevorstehen.
Muheim zählt zu den Leistungsträgern dieser Saison und ist der Spieler mit den meisten Einsatzminuten bei den Rothosen.
Ein weiterer Rückschlag droht mit Luka Vuskovic (19): Laut „BILD“ ist die Knieverletzung des Kroaten schwerer als zunächst angenommen. Ein Einsatz beim kommenden Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstag, 18:30 Uhr) gilt als äußerst unwahrscheinlich. Auch hinter Einsätzen von Albert Sambi Lokonga (26, Oberschenkel) und Miro Muheim (28, Knie) steht ein großes Fragezeichen.
Einer der wenigen Lichtblicke an einem ansonsten enttäuschenden HSV-Tag war Stürmer Robert Glatzel (32). Im Derby gegen Werder zeigte er eine starke Leistung, gekrönt von seinem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Teamkollege Nicolai Remberg (25) lobte Glatzel für ein „überragendes Spiel“. Auch Trainer Merlin Polzin (35) betonte, dass der 32-Jährige weiterhin „den Unterschied ausmachen“ könne.
Glatzel selbst zeigte sich zwar enttäuscht über die Niederlage, war aber zufrieden mit seinem Treffer und seiner gezeigten Leistung. Nach einer bislang schwierigen Saison hat der Torjäger mit diesem Auftritt den Startschuss für den Endspurt gegeben.
Vor und nach dem Nordderby kam es im HSV-Fanblock zu Pyrotechnik. Aufgrund dessen rückte die Polizei mit Einsatzkräften in den Block ein.
Wie ein Sprecher am Abend mitteilte, wurde im Bereich der Sanitäranlagen ein Feuer entfacht. Beim Einschreiten von Polizei und Feuerwehr wurden diese von HSV-Anhängern angegriffen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Eine Saison lang arbeiteten Aaron Hunt (39) und Merlin Polzin (35) beim HSV zusammen. Während Hunt noch aktiv spielte, war Polzin Co-Trainer unter Daniel Thioune (51). Dass Polzin später selbst Cheftrainer wird, überraschte Hunt.
„Ehrlich gesagt hätte ich ihm das nicht zugetraut“, sagte Hunt im Interview auf hsv.de. „Seine Kompetenz in Analysen und Gesprächen war als Spieler immer spürbar, aber der Unterschied zwischen Co- und Cheftrainer ist groß. Ich hätte nie gedacht, dass er einmal die erste Reihe übernimmt.“
Hunt freut sich über Polzins Entwicklung: „Man sieht, dass die Mannschaft ihm zu 100 Prozent folgt und eine geschlossene Einheit bildet. Das Team hat eine klare Handschrift und weiß, wofür es steht. Merlin hat viel richtig gemacht – dafür ziehe ich den Hut!“
Trainer und Spieler pflegen weiterhin Kontakt zum wegen Dopings gesperrten Innenverteidiger Mario Vuskovic, dem Bruder von Luka Vuskovic (19). „Wir haben so viel Kontakt, wie erlaubt ist“, erklärte Polzin vor dem Nordderby gegen Werder Bremen.
Er erinnert sich gerne an einen besonderen Moment mit Mario Vuskovic, der vor vier Jahren im Zweitliga-Duell gegen Bremen seinen Teil zum Sieg beitrug. „Das war sein erster Einsatz für den HSV und ein besonderer Erfolg.“
Wegen der Doping-Sperre darf Mario Vuskovic aktuell nicht für den HSV spielen. „Wir telefonieren viel und machen Videocalls. Er bleibt ein wichtiger Teil des Teams“, so Polzin. „Wir können es kaum erwarten, dass er in der kommenden Saison wieder für uns aufläuft.“
Trainer und Spieler sind sich in einer Sache allerdings uneinig: „Ich versuche manchmal, mit Mario etwas Kritisches über Luka anzubringen“, sagte Polzin schmunzelnd. Die brüderliche Bindung stehe aber stets im Vordergrund.
Wie erwartet stuft die Polizei das kommende Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am Samstag als Hochrisikospiel ein.
Die Polizei Bremen erhält deshalb Unterstützung aus Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen und von der Bundespolizei. Das teilte die Polizei am Mittwochnachmittag mit.
Für die Anreise der Fans gibt es Einschränkungen: Der Weg am Weserufer wird am Samstagnachmittag ab der Sankt-Jürgen-Straße bis zum Stadion für Heimfans gesperrt. Zudem wird der Osterdeich für Autos zwischen Sielwall und Stader Straße etwa zweieinhalb Stunden vor Anpfiff und rund eine Stunde nach Spielende geschlossen.
Die Polizei rät Heimfans dazu, für die Anreise mehr Zeit einzuplanen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
Wer wird neuer Sportvorstand beim HSV? Nach dem Weggang von Stefan Kuntz (63) ist die Position noch unbesetzt.
Wie „BILD“ berichtet, soll es Gespräche mit Ex-Profi Stefan Reuter (59) gegeben haben. Der Weltmeister von 1990 arbeitet derzeit als Berater bei FC Augsburg, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.
Dem Bericht zufolge ist Reuter wieder an einer Führungsposition interessiert, nachdem er elf Jahre als Geschäftsführer Sport beim FCA tätig war.
Für frischen Wind sorgt Ex-Profi Rodolfo Cardoso (57, 137 Pflichtspiele für den HSV), der ab sofort als neuer Cheftrainer der HSV-Frauen fungiert. Die bisherige Trainerin Liese Brancao (44) und Co-Trainer Gerhard Waldhart (48) wurden freigestellt.
Vorstand Eric Huwer (42) kommentierte: „Nach sorgfältiger Analyse der sportlichen Entwicklung und Gesprächen mit allen Beteiligten sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ein Trainerwechsel jetzt notwendig ist. Ziel ist es, mit Rodolfo Cardoso einen neuen Impuls, frische Energie und Lockerheit in die Mannschaft im Schlussspurt zu bringen.“
Cardoso selbst sagte: „Ich freue mich auf die Aufgabe, die Mannschaft in dieser entscheidenden Phase zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass wir schnell etwas bewegen und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen. In den verbleibenden vier Spielen müssen wir als geschlossene Einheit auftreten.“
Die HSV-Frauen stehen aktuell auf dem 12. Tabellenplatz, mit nur drei Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.
Ex-HSV-Profi Lewis Holtby (35) erlebte ein enttäuschendes Wochenende. Mit seinem niederländischen Klub NAC Breda erreichte er nur ein 1:1 gegen Fortuna Sittard und verpasste damit einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Zudem verletzte er sich.
In der ersten Halbzeit wurde Holtby von Justin Hubner (22) oberhalb des Knöchels hart getroffen. TV-Bilder zeigten eine schwere Fleischwunde am Schienbein. Holtby wurde auf dem Feld behandelt und mit einem Verband versorgt, anschließend humpelte er vom Platz.
Kurze Zeit nach dem Spiel postete der Mittelfeldspieler ein Foto seines verbundenen Schienbeins auf Instagram mit den Worten: „Ein paar Stiche und Eis. Ich bin bald zurück, danke für eure Nachrichten.“ Außerdem zeigte er eine Nachricht von Hubner, der schrieb: „Mein Freund, ich hoffe, dein Bein ist okay. Es war nie meine Absicht, dich so zu treffen.“ Holtby nahm die Entschuldigung an: „Mach dir keine Sorgen, so etwas passiert.“
Schiedsrichter Sven Jablonski (35) wird das Nord-Süd-Duell zwischen Stuttgart und dem HSV am Sonntag leiten.
Die Rothosen haben unter Jablonski eine positive Bilanz: In sechs Spielen gab es vier Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.
Auch der VfB Stuttgart kann unter Jablonskis Leitung auf gute Ergebnisse verweisen: Von 14 Begegnungen wurden sieben gewonnen, drei endeten unentschieden und vier gingen verloren.
Erfreuliche Neuigkeiten gibt es von HSV-Profi Emir Sahiti (27), der zu seinem Leihverein Maccabi Tel Aviv zurückgekehrt ist. Nach den Angriffen auf den Iran und Israel hatte der Offensivspieler das Land zwischenzeitlich verlassen.
Wie man auf Instagram-Beiträgen des israelischen Vereins sehen kann, bereitet Sahiti sich nun wieder mit der Mannschaft auf das anstehende Spiel am Sonntag gegen Hapoel Be’er Scheva vor.
Ein besonderes Spiel steht für Stuttgarts Angreifer Ermedin Demirovic (28) an. Der gebürtige Hamburger spielte zehn Jahre in der Jugend des HSV und trifft nun am Sonntag (17:30 Uhr) auf seinen alten Verein.
„Es ist das erste Mal, dass ich in der Bundesliga gegen den HSV spiele“, sagte Demirovic, der im Hinspiel verletzt fehlte. „Ich freue mich riesig auf das Spiel.“
Seine Familie ist ebenfalls HSV-Fan. „Ich habe oft gesagt, dass ich die Raute im Herzen trage“, gab er zu. „Wenn du als Kind zehn Jahre in einem Verein spielst, der dich ausbildet und prägt, um Profi zu werden, bist du dankbar. Der HSV wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.“
Gute Nachrichten aus Hamburg: Nicolas Capaldo (27) konnte am Donnerstag erstmals wieder teilweise am Mannschaftstraining teilnehmen.
Der Argentinier hatte aufgrund einer Bauchmuskelverletzung die letzten fünf Pflichtspiele verpasst. Ob er bereits für das Auswärtsspiel in Stuttgart eine Option ist, bleibt aber offen.
Anders sieht es bei Luka Vuskovic (19) aus: Das Talent musste den zweiten Tag in Folge wegen einer Knieprellung pausieren. Sein Einsatz in Stuttgart ist fraglich.
Zum vierten Mal in dieser Saison wurde Luka Vuskovic (19) von der DFL zum „Rookie des Monats“ gekürt und stellte damit den bisherigen Rekord von Victor Boniface (25, Bayer Leverkusen in der Saison 2023/24) ein.
Der 19-Jährige hat nun noch zwei Monate Zeit, um einen neuen Bundesliga-Rekord aufzustellen. Neben der Auszeichnung im März gewann er bereits im September, Oktober und Januar die Trophäe.
Endlich feierte Albert Grönbaek (24) am Samstag beim 1:1 gegen den FC Augsburg sein Debüt für den HSV, nachdem er im Winter verpflichtet wurde. Er zeigte sich überglücklich.
„Die Atmosphäre war unglaublich. Ich bin stolz darauf, wie das Team die schwierige Phase gemeistert hat“, sagte der Däne. „Natürlich freue ich mich über mein Debüt. Es war ein tolles Gefühl, nach langer Pause wieder 20 Minuten auf dem Platz zu stehen.“
Der lange Ausfall war durch eine Muskelverletzung unmittelbar nach seiner Ankunft bedingt. „Man hat gemerkt, wie sehr ihm das zu schaffen machte“, erklärte Sportdirektor Claus Costa (41). „Er war frustriert und enttäuscht, aber auch motiviert zu helfen.“
Nicht nur der Spieler freute sich über das Debüt, auch die Verantwortlichen zeigten sich erleichtert. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten: „Eine Bewertung nach 25 Minuten ist nicht möglich, wir brauchen weitere Eindrücke“, so Costa.
In den kommenden Spielen kämpft Grönbaek auch um seine Zukunft beim HSV, da eine Kaufoption besteht. Überzeugt er weiter, könnte die Leihe für beide Seiten zu einem Erfolg werden.
Die Trainingswoche startete am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag (17:30 Uhr). Bakery Jatta (27) war erstmals nach seiner Verletzung wieder komplett im Training.
Jean-Luc Dompé (30) und Nicolas Capaldo (27) trainierten individuell; Capaldo hatte sein Programm bereits am Morgen absolviert und war daher nicht auf dem Platz.
Positiv ist die Nachricht von Yussuf Poulsen (31), der nach seiner Verletzung erstmals wieder mit Ballkontakt trainieren konnte. Er wurde von Reha-Trainer Sebastian Capel (40) betreut.
Youngster Alexander Rössing-Lelesiit (19) befindet sich weiterhin im Aufbautraining nach seinem Syndesmoseriss, Torwart Hannes Hermann (21) fehlte aufgrund einer Augeninfektion.
Glück für den HSV: Miro Muheim (28) wurde nach seiner Roten Karte gegen den FC Augsburg (1:1) nur für eine Partie gesperrt. Der Verein stimmte dem Urteil bereits zu.
Muheim verlor in der 64. Minute den Ball und stoppte anschließend FCA-Angreifer Anton Kade (22), woraufhin Schiedsrichter Deniz Aytekin (47) ihn vom Platz schickte.
Dass es nur eine Spielsperre gab, liegt wohl daran, dass Aytekin das Foul als unsportliches Verhalten und nicht als Notbremse bewertete. Normalerweise würde das Sportgericht zwei Spiele Sperre vorsehen. Für den HSV ein Glücksfall, denn Muheim fehlt nur in Stuttgart und steht im Nordderby gegen Werder Bremen wieder zur Verfügung.
Die Leihe von Emir Sahiti (27) zu Maccabi Tel Aviv begann vielversprechend: In fünf Pflichtspielen erzielte der Kosovare vier Tore und bereitete eines vor.
Doch seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts und der unsicheren Lage im Nahen Osten wird Sahiti laut israelischen Medien wohl keine weiteren Spiele für Maccabi bestreiten.
Nach seiner Flucht befindet sich Sahiti nun mit seiner Familie in Kroatien, wo sie sich wohlfühlen. Er fehlte bereits beim Trainingslager auf Zypern sowie beim Liga-Neustart, bei dem Tel Aviv 4:1 gegen Hapoel Haifa gewann.
Sein weiterer Verbleib ist ungewiss. Maccabi besitzt eine Kaufoption, die aber nicht gezogen wird.
Der HSV wird im Heimspiel gegen Augsburg auf fünf Spieler verzichten müssen. Könnte dies die Gelegenheit für das Debüt von Albert Grönbaek (24) sein, der Ende Januar als Leihspieler zum Klub kam?
Der dänische Nationalspieler wurde vom Verletzungspech verfolgt: Noch vor seinem Einsatz erlitt er einen Faszienriss am rechten Oberschenkel und fiel wochenlang aus.
Nun steht gegen Augsburg möglicherweise sein Debüt an. Nicht nur, weil Trainer Merlin Polzin (35) wegen der Verletzungen dringend jemanden für das zentrale Mittelfeld benötigt, sondern auch, weil Grönbaek wieder in Form ist. „Er hat in den letzten Wochen enorme Fortschritte gemacht“, lobte Polzin.
Der Leihvertrag läuft nur bis Saisonende, danach kehrt Grönbaek zurück zu Stade Rennes.
Schiedsrichter Deniz Aytekin wird die Partie im Volksparkstadion leiten.
Es ist Aytekins letzte Saison als Schiedsrichter, da er nach der laufenden Spielzeit seine Karriere beenden will.
Dies wird sein letztes HSV-Spiel im Volkspark sein. Insgesamt hat Aytekin 31 Pflichtspiele der Rothosen gepfiffen – 20 in der Bundesliga, neun in der 2. Bundesliga und zwei im DFB-Pokal.
„Ich freue mich, noch einmal im Volksparkstadion pfeifen zu dürfen. Dort herrscht stets eine besondere Atmosphäre. Es ist ein tolles Stadion“, sagte Aytekin vor seinem Abschiedsspiel.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Position 16 nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.