zurück

HSV-Blog: Rothosen sollen bei Verpflichtung von Teenager Top-Klubs ausgestochen haben

Hamburg – Eine Verschnaufpause für den HSV: Nach der schmerzhaften 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund kann das Team während der bevorstehenden Länderspielpause neue Kräfte sammeln, um den Endspurt der Saison anzugehen.

Die nächste Begegnung bestreiten die Hanseaten erst am 4. April um 15:30 Uhr zuhause gegen den FC Augsburg.

In unserem HSV-Blog findet Ihr alle aktuellen Informationen zum Team, möglichen Transfers und Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion.

Ein großer Erfolg für den HSV? Laut dem Transfer-Experten Fabrizio Romano stehen die Rothosen kurz vor der Verpflichtung des ungarischen Sturmtalents Andrej Vasiljevic (16).

Dem Bericht zufolge hat Sportdirektor Claus Costa (41) intensiv an der Verpflichtung des Teenagers vom MTK Budapest gearbeitet, die Verhandlungen sollen bereits weit fortgeschritten sein.

Neben dem HSV, der bereits Ende letzten Jahres mit Vasiljevic in Verbindung gebracht wurde, sollen auch Borussia Dortmund, Inter Mailand und weitere Spitzenklubs Interesse an dem 16-Jährigen zeigen.

Während der Länderspielpause sind insgesamt neun HSV-Profis im Einsatz für ihre Nationalmannschaften.

Hier ein Überblick der Spieler und ihre anstehenden Partien:

Philip Otele
27. März: Iran – Nigeria (Testspiel)
31. März: Jordanien – Nigeria (Testspiel)

Miro Muheim
27. März: Schweiz – Deutschland (Testspiel)
31. März: Norwegen – Schweiz (Testspiel)

Giorgi Gocholeishvili
26. März: Georgien – Israel (Testspiel)
29. März: Litauen – Georgien (Testspiel)

Luka Vuskovic
26. März: Kolumbien – Kroatien (Testspiel)
31. März: Kroatien – Brasilien (Testspiel)

Ransford Königsdörffer
27. März: Österreich – Ghana (Testspiel)
31. März: Deutschland – Ghana (Testspiel)

Damion Downs
28. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)
31. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)

Fabio Baldé
27. März: Portugal – Schweiz (U20 Elite League)
30. März: Tschechien – Portugal (U20 Elite League)

Hannes Hermann
26. März: Deutschland – Tschechien (U20 Testspiel)
31. März: Polen – Deutschland (U20 Testspiel)

Otto Stange
25. März: Deutschland – Schweden (Eliterunde U19-EM)
28. März: Deutschland – Griechenland (Eliterunde U19-EM)
31. März: Österreich – Deutschland (Eliterunde U19-EM)

Ein Ärgernis, das fast noch schwerer wiegt als die Niederlage: Beim 2:3 in Dortmund erhielt HSV-Abwehrspieler Nicolai Remberg (25) seine zehnte Gelbe Karte – als erster Spieler der Liga in dieser Saison.

Besonders ärgerlich: Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck pfiff die erste Halbzeit vorzeitig ab, nachdem Remberg mit Karim Adeyemi (24) aneinandergeraten war. Beide erhielten für den Vorfall eine Verwarnung.

Remberg wird dadurch beim wichtigen Heimspiel gegen Augsburg Anfang April fehlen. Die erste Gelbsperre in dieser Saison kostete den Rothosen schon im Dezember einen deutlichen 1:4-Erfolg gegen Hoffenheim.

Eine überraschende Entwicklung: Am Samstag saß Sebastian Kehl (46) noch auf der Bank beim 3:2-Sieg von Borussia Dortmund gegen den HSV, am Sonntag verkündete der Klub überraschend die Trennung vom Sportdirektor.

Sportgeschäftsführer Lars Ricken (49) erklärte, dass die Entscheidung einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung getroffen wurde. Kehl selbst sprach davon, dass es Zeit sei, neue Wege einzuschlagen.

Ob diese neue Route den HSV einschließt? Seit Wochen gilt der 46-Jährige als heißer Kandidat für die vakante Position des Sportvorstands bei den Rothosen. Der ehemalige Profi möchte offensichtlich in eine Führungsrolle aufsteigen, was ihm beim BVB bislang verwehrt blieb.

Im Bundesliga-Topspiel übernimmt Dr. Matthias Jöllenbeck (39) die Spielleitung: Er wird die Begegnung zwischen BVB und HSV am Abend pfeifen.

Die Hanseaten haben bisher acht Pflichtspiele unter seiner Leitung bestritten, mit einem Ergebnis von vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Dortmund absolvierte bislang zehn Spiele mit Jöllenbeck als Schiedsrichter, ebenfalls mit einer positiven Bilanz: fünf Siege, drei Remis und zwei Niederlagen.

HSV-Trainer Merlin Polzin (35) hatte die Entscheidung über eine mögliche Kadersperre für Robert Glatzel (32) nach dessen unangekündigtem Frust-Interview zunächst offengelassen. Nun steht fest: Der Stürmer wird beim BVB aus disziplinarischen Gründen nicht mitwirken.

Als die Mannschaft am Freitag nach Dortmund aufbrach, fehlte Glatzel laut Medienberichten wegen disziplinarischer Maßnahmen.

Wichtig zu wissen: Die Sperre gilt nur für das Spiel gegen den Tabellenzweiten und nicht darüber hinaus.

Eine außergewöhnliche Maßnahme des HSV: Nach der Alkoholfahrt von Jean-Luc Dompé (31) kündigte der Verein an, dass der Franzose neben einer hohen Geldstrafe auch soziale Arbeit leisten müsse.

Wie die "BILD" berichtete, musste der 30-Jährige 10.000 Warnwesten beschaffen und selbst bezahlen, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr verteilt werden sollen.

Dompé soll die Westen zumindest teilweise persönlich in Hamburger Kindertagesstätten und Grundschulen übergeben – die genaue Umsetzung ist jedoch noch unklar.

Da freut sich jemand: Fábio Vieira (25) verpasste das Hinspiel gegen den BVB gesperrt, wird aber beim Rückspiel am Samstag wieder in der Startformation stehen.

„Das ist eine riesige Partie! Es wird kein leichtes Spiel für uns. Wir kennen die Qualität von Dortmund. Wenn wir uns bestmöglich vorbereiten und als Einheit auftreten, können wir Großes schaffen. Wir werden versuchen, die drei Punkte mitzunehmen“, sagte der technisch versierte Mittelfeldspieler im „Spieltagscheck“ des HSV.

Dort erklärte der Portugiese auch, wie er seine freien Tage am liebsten verbringt: „Immer wenn wir Pausen haben, gehe ich ins Portugiesenviertel, um mich ein bisschen heimischer zu fühlen, portugiesisches Essen zu genießen oder mich mit Landsleuten auszutauschen.“

Der HSV startete am Dienstag mit der Vorbereitung auf das nächste Topspiel am Samstagabend (18:30 Uhr) beim BVB. Personell gibt es einige Veränderungen.

Nicolas Capaldo (27), der bereits drei Spiele verpasste, trainiert weiterhin individuell aufgrund einer Bauchmuskel-Verletzung. „Capi hat zügig Fortschritte gemacht, zuletzt stagnierte der Heilungsprozess allerdings. Er spürt noch leichte Schmerzen, deshalb wird es mit einem Einsatz gegen Dortmund knapp“, äußerte sich Trainer Merlin Polzin skeptisch.

Außerdem fehlten im Training Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24). „Philip fühlt sich etwas angeschlagen, wir hoffen, dass er morgen wieder dabei sein kann. Albert ist weiterhin krank. Er hätte eigentlich gegen Köln spielen können, aber sein Fieber verschlechterte seinen Zustand im Tagesverlauf. Bei ihm müssen wir abwarten, ob er morgen mehr leisten kann“, ergänzte Polzin.

Bakery Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin Reha-Einheiten.

Matthias Ostrzolek (35) ist aktuell noch als Spielertrainer für den Regionalligisten Schwaben Augsburg aktiv, wird aber zur neuen Saison seine Trainerkarriere bei Wacker Burghausen beginnen, wo er Sven Bender (36) ablöst.

„Mir wurde von Anfang an klar vermittelt, wohin der Klub sportlich steuern will. Deshalb freue ich mich sehr auf diese Aufgabe“, blickte Ostrzolek erwartungsvoll voraus. „Als Trainer ist es mein Ziel, die Mannschaft weiterzuentwickeln, das vorhandene Potenzial bestmöglich zu nutzen und gemeinsam mit Spielern, Staff, Vereinsumfeld und Fans die ambitionierten sportlichen Ziele konsequent zu verfolgen.“

Besonders spannend: Am 18. April treffen in der Regionalliga Bayern Schwaben Augsburg und Wacker Burghausen direkt aufeinander.

William Mikelbrencis (22) hat sich in den letzten Wochen mit starken Leistungen ins Rampenlicht gespielt. Problematisch: Sein Vertrag beim HSV läuft im Sommer aus.

Wie das Portal Jeunes Footeux berichtet, hat der französische Erstligist RC Lens bereits Interesse am Rechtsverteidiger gezeigt. Lens liegt in der Ligue 1 nur einen Punkt hinter Spitzenreiter PSG und sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der wohl zur AS Roma zurückkehrt.

Dem Bericht zufolge passt Mikelbrencis perfekt ins Profil von Lens: jung, in Frankreich ausgebildet und flexibel auf der rechten Seite einsetzbar. Außerdem wäre er ablösefrei, falls keine Vertragsverlängerung zustande kommt.

Während ein Wechsel des Beraters meist auf einen bevorstehenden Abschied hindeutet, scheint das bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) anders zu sein.

„Im Fußball gibt es Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Ich konzentriere mich auf meine Leistung. Ich bin froh, dass ich jede Woche gute Spiele mache. Darauf liegt mein Fokus, und die anderen Dinge werden sich mit der Zeit regeln“, sagte er nach dem Remis gegen Köln.

Bislang war man davon ausgegangen, dass sein Vertrag am Saisonende ausläuft, Heuer Fernandes hatte sich eine Frist bis März gesetzt. „Jetzt kann ich keinen genauen Zeitpunkt mehr nennen“, kommentierte der Torwart mit einem Schmunzeln – was wohl einen guten Grund hat.

Laut „Bild“ verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Somit haben sowohl Spieler als auch Verein derzeit keinen Grund zur Eile, da es aktuell danach aussieht, als bliebe der HSV weiterhin erstklassig.

Mit neun Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern auf den Relegationsplatz steht der HSV nach 26 Spieltagen gut da, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.

„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sieht die Rothosen bereits so gut wie gerettet. Nach dem Unentschieden gegen Köln schätzte der ehemalige Weltfußballer die Wahrscheinlichkeit dafür auf „85 bis 90 Prozent“ ein.

HSV-Coach Merlin Polzin reagierte schmunzelnd: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Zugleich betonte er aber, dass der Weg noch lang sei.

Im Aufsteiger-Duell übernimmt Tobias Welz (48) am Abend die Schiedsrichterrolle beim Spiel zwischen HSV und Köln.

Die Hanseaten spielten bisher 28-mal unter der Leitung des Wiesbadeners, mit einer negativen Bilanz: acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.

Köln absolvierte bisher 21 Partien mit Welz, die Statistik fällt noch schlechter aus: fünf Siege, vier Remis und zwölf Niederlagen.

Bei der Partie am Samstag treffen Welz’ ehemalige Klubs HSV und 1. FC Köln aufeinander. Im Sommer hätte Davie Selke (31) allerdings fast bei einem anderen Bundesligisten unterschrieben.

Nach Angaben von „Sky“ zeigte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse und legte sogar ein konkretes Angebot vor. Ebenso war Celtic Glasgow an Selke interessiert, beide Klubs blieben jedoch erfolglos.

Seit letztem Sommer spielt Selke bei Basaksehir Istanbul und erzielte in 15 Einsätzen bereits sieben Treffer. Der Hamburger Aufstiegsheld der vergangenen Saison bleibt somit weiterhin in der Türkei aktiv.

Ein schwerer Rückschlag für einen Ex-HSV-Profi: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 bei den Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.

Das Gericht in Zwolle sprach eine Haftstrafe von 18 Monaten aus, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Euro.

Castelen soll über den chinesischen Verein Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. Im Jahr 2019 wurde er am Flughafen Amsterdam mit 139.000 Euro Bargeld erwischt.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Haft gefordert. Der Ex-Profi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

William Mikelbrencis (22) kämpft aktuell um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine starken Leistungen lassen auf eine positive Vertragsentwicklung hoffen.

Trainer Merlin Polzin lobte: „Wenn du die Chance bekommst, musst du sie nutzen. Das hat William die ganze Saison über getan.“ Auch wenn er zeitweise auf der Bank Platz nehmen musste, habe er sich stets verbessert.

In den ersten beiden Jahren absolvierte der Franzose nur zwölf Einsätze mit 571 Minuten. In der Aufstiegssaison kam er bereits auf 25 Partien, in der laufenden Spielzeit sind es schon 19, davon neun von Beginn an.

„William kam als sehr junger Spieler zu uns, sprach weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart gearbeitet und manchmal weniger gespielt, als er es sich gewünscht hätte“, beschrieb Polzin seine Entwicklung.

Der Trainer ist überzeugt, dass Mikelbrencis noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist: „Er weiß genau, welche Schritte als Nächstes kommen. Auf dem Platz ist er schnell und ein absolut feiner Typ.“

Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) wird erneut wochenlang fehlen. Trainer Polzin gab bekannt, dass Poulsen sich eine Verletzung im hinteren rechten Oberschenkel zugezogen hat.

„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin, der den Dänen nach der Diagnose niedergeschlagen erlebte. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Poulsen war mit großen Erwartungen zum HSV gekommen, musste aber immer wieder Verletzungen verkraften.

„Die Saison ist noch nicht vorbei“, blickte Polzin voraus, auch wenn die genaue Ausfalldauer unklar ist. „Er wird trotzdem seinen Beitrag leisten, damit wir erfolgreich sind.“

HSV-Coach Merlin Polzin äußerte sich deutlich zum Ausfall von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan klar zeigen, woran er arbeiten soll. Das haben wir intern besprochen.“

Er erwartet, dass Philippe sich nach schwächeren Leistungen wieder ins Team zurückkämpft. Eine Rückkehr am Samstag gegen Köln ist daher nicht ausgeschlossen, allerdings muss der Angreifer die Erwartungen erfüllen.

„Ich habe einfach höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Spiele gemacht.“ Zwar ist Philippe mit fünf Treffern zusammen mit Luka Vuskovic (19) bester HSV-Torschütze, doch der Stürmer schwankt oft in seinen Leistungen.

Polzin ergänzte: „Er muss sich noch finden.“ Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten beim HSV, die Eingewöhnungsphase sollte vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch. Wir wollen ihm zeigen, woran wir arbeiten wollen. Es ist normal, dass man mal Phasen hat, in denen nicht alles klappt. Das muss er durchstehen.“

Der HSV plant mehr oder weniger schon für die kommende Saison in der Bundesliga. Die Chancen, dass Luka Vuskovic (19) weiterhin im Volkspark spielt, schwinden mit jeder Partie – seine starken Leistungen machen ihn begehrt.

Deshalb suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Wie das griechische Medium SDNA berichtet, soll der HSV ein Auge auf Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus geworfen und ihn sogar beim letzten Spiel beobachtet haben.

Der Innenverteidiger stammt aus der Jugend von Inter Mailand und hat zahlreiche Einsätze in italienischen U-Nationalteams. Seit Sommer 2024 spielt Pirola in Piräus, wo sein Vertrag bis 2027/28 läuft. Sein Marktwert wird auf neun Millionen Euro geschätzt.

Der HSV begann am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Topspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln. Auch Winterneuzugang Albert Grönbaek (24) war dabei. „Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch etwa eine Woche, um voll mitzumachen“, sagte Trainer Polzin.

Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) trainierten ebenso wie Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) individuell, um ihre Rehabilitation voranzutreiben.

Capaldo könnte gegen Köln womöglich sein Comeback feiern. „Es könnte knapp werden, aber wir versuchen es zu schaffen“, erklärte Polzin, schränkte aber ein: „Als Trainer ist man oft ein Träumer.“

Beim 2:1-Erfolg des HSV in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler. Der Verteidiger verursachte beide Elfmeter, verwandelte einen davon selbst – wenn auch mit etwas Glück.

Ex-HSV-Sportchef Jonas Boldt (44) lobte den jungen Kroaten bei Sky90 als Schlüsselspieler und hob die fußballerische Leidenschaft seiner Familie hervor.

Gleichzeitig übte Boldt Kritik am HSV: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic hat bereits fünf wichtige Tore erzielt, darunter die beiden Elfmeter gegen Wolfsburg. Obwohl er Verteidiger ist, spielt er eine große Rolle im Offensivspiel des HSV, genau wie Rayan Philippe (25) mit ebenfalls fünf Treffern.

Boldt war überzeugt, dass der HSV ohne Vuskovic nicht auf dem zehnten Platz stehen würde. „Die letzten zwei Spiele vor seiner Ankunft waren meilenweit von Bundesliga-Niveau entfernt. Er bringt enormen Schwung rein.“

Christian Eriksen (34) hatte Wolfsburg zunächst in Führung gebracht, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel vom Elfmeterpunkt aus und sorgten damit für Bundesliga-Geschichte.

Rekordverdächtig: Die meisten Elfmeter in einem Spiel gab es in der Saison 1965/66 beim Duell Gladbach gegen Dortmund. Damals zeigte der Schiedsrichter fünf Mal auf den Punkt, drei wurden verwandelt. Endstand: 5:4 für Dortmund.

Die großen Klubs stehen Schlange! Der HSV muss sich darauf einstellen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er dort bleibt, ist allerdings noch offen.

Der 19-Jährige steht bei vielen europäischen Top-Vereinen auf dem Zettel, zuletzt wurde Barcelona Interesse nachgesagt.

Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich zu den Spekulationen gegenüber spanischen Medien: „Ich kann dazu aktuell nichts sagen. Der Spieler gehört weiter zum HSV und konzentriert sich voll auf den Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihfrist und der Rückkehr zu Tottenham, werde ich Neuigkeiten verkünden.“

Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein. Der HSV-Verteidiger erlebte in der Volkswagen Arena eine Horror-Halbzeit.

Elfadli, der Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, unterlief in der 18. Minute ein katastrophaler Fehlpass, der glücklicherweise nicht von den Wolfsburgern genutzt wurde.

Nur zwei Minuten später wurde er zum Pechvogel, als er beim Klärungsversuch den Köpfer von VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) traf. Der daraus resultierende Elfmeter wurde von Christian Eriksen (34) verwandelt.

Für das Foul erhielt Elfadli Gelb und hätte bei einem weiteren Vergehen kurz vor der Pause beinahe die Ampelkarte gesehen. Nach einer klaren Ansage von Schiedsrichter Florian Exner (35) musste Trainer Polzin ihn in der Halbzeit auswechseln.

Florian Exner (35) trägt die Verantwortung als Schiedsrichter beim Spiel VfL Wolfsburg gegen HSV.

Unter seiner Leitung haben die Rothosen fünf Partien bestritten, mit einer Bilanz von drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage.

Bei den Wolfsburgern sieht die Statistik anders aus: Drei Spiele mit Exner, davon nur ein Sieg und zwei Niederlagen.

Unklar bleibt, wie es mit Luka Vuskovic (19) im Sommer weitergeht. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zusammenzuspielen? Kehrt er zu Tottenham zurück? Oder wechselte er sogar zu einem anderen Klub?

Laut Sky könnten die Katalanen das Rennen machen. Demnach beobachtet Barcelona den kroatischen Innenverteidiger genau, da bei den Spaniern im Sommer eine Lücke in der Abwehr entsteht.

Interessant: Vuskovic wird vom selben Berater vertreten wie Barca-Trainer Hansi Flick (61), nämlich Pini Zahavi (83).

Ein herber Verlust für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den kommenden Wochen aus.

Der Verein teilte mit, dass sich der Gambier am Mittwoch im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat. Er wurde bereits in der 29. Minute ausgewechselt.

Jatta spielte unter Trainer Polzin lange keine Rolle, kämpfte sich jedoch Ende 2025 zurück und bestritt seitdem zehn der letzten zwölf Partien.

HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat die genauen Ansetzungen der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 veröffentlicht. Der HSV wird dabei unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr antreten.

Die Spiele im Überblick:

Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV vs. FC Augsburg

Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart vs. HSV

Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen vs. HSV

Sören Storks (37) wird die Nachholpartie gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwoch leiten.

Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) pfiff bereits vor einigen Monaten ein HSV-Spiel – das die Hamburger trotz Unterzahl und einer turbulenten Schlussphase spät für sich entschieden.

Damals zeigte Storks Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem der Norweger einen sehr harten Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) geführt hatte.

Er leitete bislang erst fünf Erst- und Zweitliga-Spiele des HSV. Die Bilanz spricht klar für die Rothosen: Nur eine Niederlage unter seiner Leitung.

Sorgen um HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33)? Nach dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich der Schlussmann als einer der besten Torhüter etabliert. Allerdings läuft sein Vertrag im Sommer aus.

Der Torwart erklärte kürzlich, dass Gespräche über seine Zukunft stattfinden. Laut dem „Hamburger Abendblatt“ hat er in diesem Zusammenhang seinen Berater gewechselt und sich im Guten von seiner bisherigen Agentur getrennt.

Diese Entscheidung kam beim HSV überraschend. Was das für seine Zukunft bedeutet, ist ungewiss. Heuer Fernandes könnte dadurch eine bessere Verhandlungsposition anstreben oder einen möglichen Wechsel prüfen.

Ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Saison des HSV ist Fábio Vieira (25). Der Portugiese hat sich nach seiner Leihe vom FC Arsenal zu einem Leistungsträger entwickelt. Wie sieht es mit seiner Zukunft aus?

Laut SPORT BILD hat der Mittelfeldspieler entschieden, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich seit seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.

Vieira fühlt sich in Hamburg und beim HSV sehr wohl und kann sich einen Verbleib grundsätzlich vorstellen. Problematisch ist die finanzielle Seite: Die Kaufoption des HSV liegt bei über 20 Millionen Euro – zu teuer!

Die Verantwortlichen hoffen jedoch, die Ablösesumme senken zu können, vor allem wenn Vieira sich aktiv für einen festen Wechsel ausspricht. Das Ergebnis ist offen.

Diagnose bestätigt: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen. Eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum am Volkspark ergab dies.

Der Argentinier wird den Rothosen nach Angaben fehlen, nachdem er bei der Partie gegen RB bereits nach rund 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Zunächst wurde eine Adduktorenverletzung vermutet.

So wenige Gästefans wie lange nicht: Obwohl das Volksparkstadion beim Spiel zwischen HSV und RB Leipzig mit 57.000 Zuschauern ausverkauft war, waren nur rund 1.500 Leipziger Fans anwesend – so wenig wie in dieser Saison nie zuvor.

Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit etwa 2.100 Anhängern mehr mit.

Im März beim torlosen Remis gegen SV Elversberg waren zuletzt nur rund 1.000 Gästefans angereist.

Bittere Entwicklung: Neben der Niederlage gegen Leipzig verlor der HSV am Sonntagabend auch zwei Verteidiger.

Miro Muheim (27) erhielt von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) wegen eines groben Fouls seine fünfte Gelbe Karte und wird das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei bis vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, kommentierte Trainer Polzin.

Zusätzlich gibt es Sorgen um Nicolas Capaldo (27), der nach wenigen Minuten mit Schmerzen in der Oberschenkel- und Adduktorenregion ausgewechselt werden musste und den Platz sichtlich niedergeschlagen verließ.

Polzin erklärte, dass Capaldo beim Sprint „eingezogen“ sei und kündigte für Montag weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen ist fraglich, möglicherweise steht sogar eine längere Pause bevor.

Im Volkspark muss Schiedsrichter Bastian Dankert (45) einen kühlen Kopf bewahren. Er leitet die Partie zwischen HSV und RB Leipzig.

Die Hamburger absolvierten bisher 18 Spiele unter seiner Leitung, mit einer Bilanz von sieben Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen.

Leipzig spielte bislang 17-mal mit Dankert als Schiedsrichter, mit einer positiven Statistik: neun Siege, fünf Remis und nur drei Niederlagen.

Beste Voraussetzungen für einen besonderen Abend im Volkspark: Wenn der HSV am Sonntag RB Leipzig empfängt, kann er nahezu in Bestbesetzung antreten.

Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) werden fehlen, wie Trainer Polzin mitteilte. Alle anderen seien „heiß und bereit“, so der Coach.

Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk wieder eine Option für den Kader. Ob er es rechtzeitig schafft, wird sich etwa eine Stunde vor Spielbeginn zeigen.

Positive Worte vom SC Freiburg-Profi Matthias Ginter (32) zum HSV: Im Podcast „Copa TS“ lobte er die Entwicklung des Vereins.

Er verglich den HSV mit dem VfB Stuttgart, der vor einigen Jahren noch in der zweiten Liga spielte und inzwischen DFB-Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer geworden ist. Eine ähnliche Entwicklung traut Ginter auch den Rothosen zu.

„Klar, sie haben viel mit Leihspielern gearbeitet“, sagte der Nationalspieler und bezog sich damit auf Transfers wie Luka Vuskovic (19) und Fábio Vieira (25). Auch wenn der HSV die Spieler womöglich nicht halten kann, sieht Ginter gute Voraussetzungen.

„Die Stadt, der Verein, das Stadion – das ist alles beeindruckend“, lobte er. Er ist überzeugt, dass der HSV in naher Zukunft wieder in höheren Tabellenregionen mitmischen wird.

1. Bundesliga – Tabellen-Erklärung

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Klub, der am Ende der Saison den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Der Gegner dort ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.