zurück

Erfurt gegen Jena: Spielunterbrechung wegen Feuerwerk, später entscheidet ein Doppelschlag das Derby

Erfurt – Ein äußerst packendes Thüringen-Derby bot schon in den ersten 15 Minuten auf dem Spielfeld intensiven Körpereinsatz. Anschließend musste die Begegnung zwischen Rot-Weiß Erfurt und Carl-Zeiss Jena vorübergehend gestoppt werden. Bereits in der ersten Halbzeit fielen die ersten beiden Tore, die das Spiel zugunsten von RWE entschieden. Am Ende siegten die Gastgeber mit 3:1.

Die Anhänger auf den Tribünen legten aus Protest für etwa zwölf Minuten eine Schweigeminute ein, zündeten anschließend ein großes Feuerwerk, woraufhin Schiedsrichter Richard Hempel die Partie unterbrechen musste.

Die Pause war jedoch nur von kurzer Dauer und bald rollte der Ball wieder im Erfurter Steigerwald-Stadion.

In der 32. Minute brachte Stanislav Erfurt in Führung, indem er Jenas Torwart Liesegang ausspielte und den Ball ins Netz beförderte. Drei Minuten später erhöhte Obed Chidindu Ugondu auf 2:0 (35.), nachdem Hajrulla eine gelungene Vorlage quergelegt hatte.

Mit diesem Stand ging es nach fünf Minuten Nachspielzeit in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff sorgte Romario Hajrulla mit einem präzisen Linksschuss aus spitzem Winkel für das vorentscheidende 3:0 im kurzen Eck (51.). In der 55. Minute gelang den Jenaern durch einen sehenswerten Freistoß von Marcel Hoppe der Anschlusstreffer zum 1:3. Torhüter Lorenz Otto streckte sich vergeblich und konnte den Ball nur mit der Hand noch berühren.

Danach ebbte die Begegnung merklich ab. Die 15.040 Zuschauer im bis auf den letzten Platz gefüllten Steigerwald-Stadion sahen keine nennenswerte Aufholjagd der Gäste mehr. Stattdessen folgte der Schlusspfiff und ein Tumult, bei dem Hajrulla von Erfurt die Rote Karte erhielt.

Durch den Heimsieg festigt RWE den dritten Tabellenplatz in der Regionalliga Nordost und liegt nun vier Punkte hinter dem zweitplatzierten Carl Zeiss Jena.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Saison 2026 wird am Ende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Gewinner der Regionalliga Bayern antreten. Der Sieger dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Insgesamt können bis zu vier Teams absteigen, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.