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Hat ein umstrittener Elfmeter Dynamo den Sieg gekostet? „Das muss ich mir noch einmal ansehen“

Dresden – Zunächst konnte Alexander Rossipal mit etwas Glück davonkommen, nur um rund 20 Minuten später doch noch bestraft zu werden. Der Außenverteidiger von Dynamo erlebte beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld erst Glück bei einem Elfmeter, dann jedoch Pech.

„Für mich steht fest, dass ich definitiv den Ball treffe und nicht aktiv zum Ball gehe. Er läuft dann in mich hinein. Warum der Schiedsrichter darauf reinfällt, verstehe ich nicht ... Das muss ich mir noch einmal genau anschauen“, erklärte der Verursacher unmittelbar nach der Partie.

„Vielleicht täusche ich mich im ersten Moment, aber ich bin aktuell noch überzeugt, dass das kein Elfmeter war, weil ich erstens den Ball spiele und zweitens nicht klar zum Ball gehe, sodass er dann mit meinem Knie kollidiert.“

Tim Handwerker (27) verwandelte den fälligen Strafstoß in der 67. Minute zum Ausgleich für Arminia, die bis zu diesem Zeitpunkt kaum durch ihre Torgefahr aufgefallen war.

„Wenn man das Spiel betrachtet, hätten wir den Sieg verdient gehabt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Bielefeld ohne diesen Elfmeter heute kein Tor erzielt hätte. Wir hätten sogar auf 2:0 erhöhen können“, betonte Rossipal.

„Aus diesem Grund fällt es mir gerade schwer, das so zu akzeptieren, weil ich nicht glaube, dass sie ohne diesen Strafstoß ein Tor erzielt hätten.“

Auch Dynamos Trainer Thomas Stamm (42) wollte seinem Spieler keine große Schuld zuschreiben.

„Wenn der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter entscheidet, dann wird er auch nicht überprüft. Ganz sicher nicht. Meiner Ansicht nach spielt Alex zuerst den Ball, danach folgt der Kontakt. Wenn er nicht fällt, würde der Video-Assistent nicht eingreifen. Und ohne Pfiff läuft das Spiel einfach weiter“, erklärte der Schweizer.

Er räumte jedoch ein: „Vielleicht gibt es noch eine andere Situation, bei der ich Arminia verstehen kann, wenn sie einen Elfmeter fordern. So hat es sich zumindest für mich angefühlt. Das erkennt man ja auch oft an der Körpersprache: Ist es ein Elfmeter, ist es keiner? Fordert der Gegner den Pfiff, oder nicht? Fordert der Spieler ihn?“

Rund 20 Minuten zuvor hatte niemand lautstark einen Elfmeter verlangt. Da hatte Rossipal Glück, dass das Schiedsrichterteam seine Ballannahme im Strafraum nicht per Video überprüfte.

Das Spielgerät hatte der 29-Jährige mit dem Oberarm kontrolliert. Sicherlich kein zwingender Elfmeter, doch in dieser Saison wurden bereits Strafstöße für deutlich geringere Vergehen gegeben ...