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Elfmeter-Ärger beim Dynamo-Unentschieden: Rossipal äußert sich zur strittigen Szene!

Dresden – „Ich habe zwei Nächte lang kaum ein Auge zugemacht“, gestand Alexander Rossipal (29) gleich zu Beginn des Gesprächs. Kein Wunder, dass Dresdens Medienvertreter nur wenige Tage nach dem Unentschieden in Karlsruhe unbedingt mit dem Außenverteidiger von Dynamo sprechen wollten, nachdem dies vor Ort wegen der Dopingkontrolle nicht möglich war. Thema des Interesses: der Strafstoß in der Nachspielzeit, der zum 2:2-Ausgleich führte!

„Das Problem war, dass der Schiedsrichter zuerst Freistoß gepfiffen hat. Ich habe ihm gesagt, dass der Gegenspieler auf meinen Fuß getreten ist. Allerdings war mir klar, dass er den Freistoß nicht zurücknehmen würde. Somit war eine Diskussion sinnlos. Außerdem wollte ich keine Gelbe Karte riskieren“, erläutert Rossipal seine eher zurückhaltende Reaktion nach dem Pfiff.

Der 29-Jährige hatte beim Zweikampf den Fuß leicht ausgestreckt, Karlsruhes Lilian Egloff (23) trat ihm darauf und fiel zu Boden. Schiedsrichter Florian Badstübner (35) entschied zunächst auf Freistoß, doch nach Überprüfung durch den Videoassistenten wurde die Entscheidung auf Elfmeter geändert.

„Ich war eigentlich ganz entspannt, weil ich genau wusste, dass er auf meinen Fuß getreten ist und die TV-Bilder das bestätigen würden. Zumindest hatte ich gehofft, dass sich der VAR die Szene genauer anschaut. Umso überraschter war ich dann, als die endgültige Entscheidung auf Elfmeter fiel“, gesteht Rossipal.

Der Linksfuß ergänzt: „Ich war mir sicher, dass ich ihn nicht treffe, sondern er mich. Dass es am Ende so ausgelegt wird, ist natürlich frustrierend. In den Fernseh-Highlights gab es nur eine Kameraperspektive. Man sagte mir, dass dem VAR ebenfalls nur diese Aufnahme vorlag. Da habe ich mich gefragt, warum nicht mehr Sichtweisen genutzt wurden.“

Selbst ein Abdruck auf meinem Fuß ist geblieben. „Man sieht den Treffer deutlich, aber ich konnte trotzdem trainieren. Einen Tag Pause mit Schmerzen und einen 3:2-Sieg hätte ich allerdings bevorzugt.“

Dies war nicht der erste Strafstoß, der in dieser Saison gegen den Linksverteidiger verhängt wurde. „Das ist sehr ärgerlich, da es nicht nur mich, sondern die ganze Mannschaft betrifft. Es tut mir wirklich leid, aber man muss solche Entscheidungen akzeptieren“, sagt Rossipal, der zwar auf sich achten muss, sich jedoch nicht vom Platz zurückziehen möchte.

Auch nicht im anstehenden Spiel gegen Abstiegskonkurrent Preußen Münster, der am Sonntag im Rudolf-Harbig-Stadion gastiert.

Rossipal erklärt: „Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen. Nach der Hinrunde hätten wir alle unterschrieben, jetzt in dieser Situation zu sein und voll dabei zu sein. Trotzdem dürfen wir nicht übermütig werden, sondern müssen ruhig und fokussiert bleiben.“

Das 2:2 im Hinspiel war für ihn etwas Besonderes. Er war einst an den SCP ausgeliehen, und nach seiner Rückkehr ins Preußenstadion stand er erstmals nach einer Verletzung wieder auf dem Platz, erzielte ein direktes Freistoßtor und legte einen Treffer auf. Der Verteidiger ist sogar Top-Scorer seiner Mannschaft: „Das fühlt sich gut an, aber das Wichtigste ist der Klassenerhalt.“

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