Wagner von Dynamo Dresden zurück im Team – doch nächste Sperre könnte folgen: „Harte Zweikämpfe gehören zu meinem Stil“
Dresden – Robert Wagner (22) ist gerade erst wieder einsatzfähig, doch schon steht der Mittelfeldspieler von Dynamo Dresden erneut unter Druck. Auf die ungeliebte Rolle als Zuschauer auf der Ersatzbank hat er überhaupt keine Lust!
„Ich war extrem nervös und habe jede Sekunde mitgefiebert. Am Ende war ich einfach nur erleichtert, dass uns noch ein Punkt gelungen ist. Beim 2:2 habe ich mich sogar etwas lauter geäußert“, berichtete der vom SC Freiburg ausgeliehene Spieler über das vergangene Wochenende – wobei seine Nachbarn davon wohl wenig mitbekommen haben.
Am Samstagabend zur besten Sendezeit können sich die Anwohner allerdings sicher sein, dass Ruhe herrscht. Denn wenn um 20:30 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion der Ball rollt, wird Wagner wieder auf dem Platz stehen.
Seine Sperre aufgrund einer Gelb-Roten Karte gegen Schalke 04 hat er abgesessen, gegen die SV Elversberg darf er wieder mitwirken. Doch das Problem bleibt: Es droht schon die nächste Sperre.
„Das ist natürlich ärgerlich, das muss ich ehrlich sagen. Aber ich versuche, mich davon nicht verrückt machen zu lassen. Mein Spiel zeichnet sich dadurch aus, dass ich sehr robust in die Zweikämpfe gehe“, erklärt der 22-Jährige. „Ich suche jeden Zweikampf. Wenn dabei mal eine Gelbe Karte herauskommt, dann nehme ich das in Kauf. Trotzdem versuche ich, das auszublenden und einfach mein Spiel durchzuziehen.“
Wagner hat mittlerweile vier Gelbe Karten gesammelt, doch daran denkt er nicht permanent – zumal unklar ist, ob er direkt wieder in der Startelf stehen wird. Ersatzmann Luca Herrmann (26) hatte seine Sache beim Spiel in Schalke gut gemacht. „In den ersten Spielen war ich nicht schlecht. Mein Ziel ist es, immer auf dem Platz zu stehen. Dafür gebe ich im Training jede Woche Vollgas und hoffe, dass der Trainer mich aufstellt“, so Wagner.
Die Chancen stehen gut, denn der laufstarke Spieler ist ein wichtiger Bestandteil der starken Rückrundenserie der Dresdner. Vier Partien sind sie inzwischen ungeschlagen, acht Punkte konnten sie sammeln. Vor der zuletzt etwas schwächelnden SVE muss sich die SGD keineswegs verstecken.
„Elversberg ist eine junge, spielstarke Mannschaft, die Fußball spielen will und in der Hinrunde viele Punkte geholt hat. Aber wir spielen zu Hause, haben gerade einen guten Lauf. Ich glaube, es wird ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Wagner voraus.
Er ist sich sicher: „Wir sind inzwischen ein neues Team. Wir kämpfen in den Zweikämpfen mit vollem Einsatz, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Das stärkt unser Selbstvertrauen. Die ersten Spiele haben uns ein gutes Gefühl gegeben.“
Der Tabellenvierte, der aktuell vor durchschnittlich 9.196 Zuschauern in der heimischen Arena aufläuft, erwartet in der sächsischen Landeshauptstadt eine echte Festung. Wagner freut sich: „Ich bin gespannt auf den Rückhalt der Fans, auf die Stimmung, auf einen starken Gegner. Und einfach darauf, mit breiter Brust und selbstbewusst ins Spiel zu gehen.“