Dresdner Globetrotter übernimmt Bundesligateam
Köln/Dresden – Nach Matthias Sammer (58) ist René Wagner (37) erst der zweite in Dresden geborene Trainer, der eine Mannschaft in der Bundesliga betreut. Er soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg bewahren und löst dabei Lukas Kwasniok (44) ab. Wagner, der als Weltenbummler bekannt ist, wechselte während seiner aktiven Zeit als Spieler häufig den Verein und blieb selten länger als ein Jahr an einem Ort.
Geboren wurde Wagner am 17. Juli 1988 in Dresden, wo er bis 2007 seine Jugendzeit beim Borea Dresden verbrachte.
Im Anschluss begann seine Reise durch verschiedene Clubs: SV Eschwege (2007/08), Torgelower SV (2008/09), VfB Oldenburg (2009 bis 2011), Dynamo Dresden II (2011/12), Pacific Sharks auf Hawaii (2012/13), VFC Plauen (2013/14), Wacker Nordhausen (erste Hälfte der Saison 2014/15), Bischofswerdaer FV (zweite Hälfte der Saison 2014/15) und anschließend kehrte er dank eines Stipendiums für ein Wirtschaftsstudium nochmals für zwei Jahre zu den Pacific Sharks zurück.
Im Jahr 2017 beendete der gebürtige Sachse seine aktive Laufbahn.
Parallel dazu begann er eine neue Karriere: Er übernahm die Position des Co-Trainers bei den Pacific Sharks am College. In den Folgejahren war er ebenfalls als Co-Trainer bei Palm Beach United sowie den Barry Bucs tätig. Über eine Agentur führte sein Weg nach Florida, wo er als Assistenztrainer an der Miami Academy engagiert wurde.
Dort kam er mit der Familie des Golfstars Tiger Woods (50) in Kontakt, dessen Sohn ebenfalls an der Akademie spielte. Auf dem Heimweg von der Arbeit traf er zudem den Nachwuchskoordinator von Inter Miami, dem Klub im Besitz von David Beckham (50) und mit dem Superstar Lionel Messi (38) im Kader.
Von Miami aus wechselte Wagner zum SC Paderborn. Ab 2020 war er als Co-Trainer unter Steffen Baumgart (54) tätig, sowohl beim SCP als auch später beim 1. FC Köln, Hamburger SV und Union Berlin. Im Sommer kehrte er gemeinsam mit Lukas Kwasniok nach Köln zurück.
Am Montag übernahm er schließlich das Amt des Cheftrainers und steht damit erstmals an der Spitze eines Bundesligateams. Möglicherweise hat der Dresdner nun seinen festen Platz gefunden.