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Relegation: Wolfsburg und Paderborn ohne Treffer – ein Spieler sieht Rot

Wolfsburg – Kaum Torchancen, kein Tor! Das Hinspiel der Relegation zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn bot zwar Spannung, blieb aber fußballerisch eher zurückhaltend. Das 0:0 bedeutet, dass die Entscheidung erst im Rückspiel am Pfingstmontag (Anstoß 20:30 Uhr) fällt.

Mit etwa 60 Prozent Ballbesitz hatte Wolfsburg klar mehr Spielanteile und Offensivaktionen, allerdings scheiterte der aktivste Angreifer der „Wölfe“, Daghim, meist am starken Paderborner Torhüter Seimen.

Der SCP stand defensiv kompakt und hatte durch einen Pfostenschuss von Castaneda (9.) sowie einen Heber von Bilbija (83.) die besseren Gelegenheiten. Kurz vor dem Ende schwächte sich Paderborn selbst: Jonah Sticker wurde wegen wiederholten Foulspiels vom Platz gestellt.

TAG24 berichtete im Liveticker live vom Spielgeschehen, wo ihr alle Höhepunkte noch einmal nachverfolgen könnt.

„Es war genau das erwartete enge Match“, resümierte VfL-Trainer Dieter Hecking nach Abpfiff.

„Wir müssen uns vorwerfen, dass wir trotz optischer Überlegenheit zu wenig klare Torchancen kreiert haben.“

Für das Rückspiel kündigte er an: „Wir müssen uns auf 90 oder sogar 120 Minuten einstellen, eventuell sogar auf ein Elfmeterschießen.“

Paderborns Trainer Ralf Kettemann zeigte sich „sehr zufrieden, dass die Jungs alles auf dem Platz gelassen haben“.

Den Platzverweis von Sticker bezeichnete er als „kleinen Wermutstropfen“, betonte jedoch, dass die Rote Karte „vollkommen gerechtfertigt“ gewesen sei.

Auf die Großchance von Bilbija angesprochen, sagte er: „Irgendwie war in dem Moment das Glück nicht auf seiner Seite. Ich hätte gedacht, dass Sven Michel das Tor macht und irgendwie noch dazwischen grätscht.“

Ob Wolfsburg mit dem Ergebnis zufrieden sei? „Ehrlich gesagt weiß ich nicht. Ich gehe aber davon aus, dass Wolfsburg das Heimspiel gern gewonnen hätte.“

Zum Plan bis zum Rückspiel meinte Kettemann: „Wir entspannen uns jetzt, fahren dann am Sonntag hoch. Wichtig ist, dass wir am Montag um 20:30 Uhr fit sind.“

90. Minute +7: Das Spiel ist aus.

90. Minute +4: Rote Karte! Jonah Sticker geht auf der Außenbahn viel zu hart in einen Zweikampf und sieht nach einem zweiten Foul die Ampelkarte.

90. Minute +3: Nach einem taktischen Foul von Sticker folgt ein Freistoß – ohne Erfolg für Paderborn.

90. Minute +2: Es wirkt, als wären beide Teams mit dem torlosen Unentschieden zufrieden. Der Ball wird nun meist nur hoch und weit gespielt.

90. Minute: Die Nachspielzeit beginnt. Es werden fünf Minuten hinzugefügt.

85. Minute: Felix Götze ersetzt Bilbija. Der Bruder des WM-Torschützen von 2014 soll helfen, das Remis zu sichern.

83. Minute: Riesenchance für Bilbija! Bätzner spielt einen ansehnlichen Pass in den Strafraum, Bilbija versucht es aus 5-6 Metern mit einem Heber, doch Wolfsburgs Abwehr klärt gemeinsam vor der Linie – weiter 0:0.

78. Minute: Sven Michel kommt für Stefano Marino ins Spiel.

77. Minute: Nach einem Zweikampf zwischen Curda (Paderborn) und Koulierakis (Wolfsburg) jubelt Koulierakis ausgelassen, Curda blickt hingegen grinsend zu.

75. Minute: Die letzten 15 Minuten laufen – wird noch jemand das Risiko suchen, ein Tor zu erzielen?

73. Minute: Wechsel bei Wolfsburg: Yannick Gerhardt geht vom Feld, Lovro Majer übernimmt.

70. Minute: Trotz zweier offensiver Wechsel bei Paderborn kommen die Gäste offensiv kaum noch in Szene. Noch zwanzig Minuten ohne Treffer für den Zweitligisten.

67. Minute: Eriksen tritt für Wolfsburg zum Freistoß an. Er schlenzt den Ball an der Mauer vorbei, doch Torwart Seimen pariert sicher.

65. Minute: Brackelmann und Seimen bilden die defensive Bastion bei Paderborn. Die Wolfsburger Angriffe enden meist bei ihnen.

63. Minute: Belocian bringt eine Flanke in den Strafraum, Seimen fängt den Kopfball von Daghim sicher ab.

60. Minute: Doppelwechsel bei Paderborn: Sebastian Klaas und der bereits verwarnte Ruben Müller verlassen den Platz, Steffen Tigges und Nick Bätzner kommen hinein.

57. Minute: Paderborn befreit sich mit einem langen Ball. In unmittelbarer Nähe von Trainer Kettemann wird die Aktion abgepfiffen. Kettemann reagiert energisch und bereitet schon Wechsel vor.

54. Minute: Wird das hier eine Abwehrschlacht? Zwar verteidigt Scheller klug gegen Pejcinovic, doch nach vorne kamen die Paderborner in der zweiten Halbzeit bislang kaum in Erscheinung.

51. Minute: Daghim versucht sich gegen vier Gegenspieler durchzusetzen, wird aber gestoppt. Der anschließende Konter von Paderborn verpufft, weil ein Wolfsburger Verteidiger sauber klärt.

50. Minute: Kumbedi bringt zwei Flanken von rechts in den Strafraum, einmal entsteht eine Ecke, der zweite Versuch verpufft. Wolfsburg versucht es über Maehle, Svanberg und Daghim, doch Seimen hält.

48. Minute: Paderborn spielt den Ball ruhig durch die Abwehrkette. Trainer Kettemann reagiert sarkastisch, ist aber insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft. Wolfsburg spielt nun in Richtung Nordkurve. Auffällig: Wolfsburg wartete einige Minuten auf den Rückkehr der Gäste, Paderborn hat die volle Pause ausgeschöpft.

Halbzeit: Im Relegationshinspiel zwischen Wolfsburg und Paderborn war bislang wenig los. Wolfsburg dominierte das Geschehen und hatte mehrere Chancen, die beste vergab Daghim – Paderborns Torhüter Seimen war zur Stelle. Die einzigen gefährlichen Möglichkeiten für den SCP waren ein Pfostenschuss von Castaneda nach neun Minuten.

45. Minute: Überraschend gibt es keine Nachspielzeit. Schiedsrichter Benjamin Brand pfeift pünktlich zur Halbzeitpause.

42. Minute: Eriksen zieht auf der linken Seite ab, schießt aus einem ungünstigen Winkel. Seimen reagiert sicher und faustet den Ball weg.

40. Minute: Endlich mal wieder Paderborn im Angriff. Müller dribbelt durchs Mittelfeld, verpasst aber den besten Moment zum Abspiel. Die Chance endet kurz vor dem Strafraum. Besseres Zusammenspiel wäre nötig gewesen.

38. Minute: Ein Pass aus dem Halbfeld auf Pejcinovic, der den Ball nicht kontrollieren kann.

34. Minute: Wolfsburg übernimmt das Kommando. Daghim zieht in den Strafraum, doch sein Schuss mit links streift knapp am Pfosten vorbei.

32. Minute: Daghim verpasst die Führung für Wolfsburg. Nach einem Zuspiel von Svanberg setzt er sich gegen Brackelmann durch, will den Ball am Paderborner Torwart Seimen vorbeischieben, doch Seimen bleibt ruhig und pariert.

30. Minute: Die größte Chance für die Gastgeber! Kumbedi wird auf dem rechten Flügel freigespielt und legt flach zurück auf Maehle. Der Däne vergibt jedoch.

27. Minute: Eriksens Eckball findet den Fünfer, wird geklärt. Belocian versucht es aus der Distanz, verfehlt aber das Tor.

26. Minute: Daghim dringt in den Strafraum ein und erarbeitet einen Eckball.

23. Minute: Vavro wagt einen Vorstoß, wird von Eriksen angespielt und zieht aus 20 Metern ab. Der Ball geht knapp am langen Eck vorbei.

20. Minute: Beide Teams setzen viel auf lange Bälle, vermeiden bei hohem Pressing unnötige Risiken.

18. Minute: Kurzzeitig herrscht Stille im Stadion wegen eines medizinischen Zwischenfalls bei einem Fan. Nach der Behandlung setzen die Zuschauer ihre Unterstützung fort.

16. Minute: Die erste Viertelstunde ist vorbei. Das Spiel verläuft ruhig und kontrolliert, abgesehen vom Pfostenschuss von Castaneda wenig Aufregung.

11. Minute: Wolfsburg kontert nach einer Ecke. Daghim sprintet los, wird jedoch an der Mittellinie von Ruben Müller gefoult. Müller sieht die erste Gelbe Karte.

10. Minute: Die Ecke bringt Gefahr! Bilbija legt auf Castaneda zurück, dessen scharfer Schuss trifft den Pfosten.

8. Minute: Paderborn wagt sich nach vorne. Curda flankt in den Strafraum, Brackelmann geht rüde zu Werke. Schiedsrichter entscheidet auf Eckball statt Strafstoß.

6. Minute: Wolfsburg kontert im Zentrum, Svanberg wird leicht geschubst, aber es reicht nicht für einen Freistoß.

5. Minute: Paderborns Calvin Brackelmann hat einen Zusammenprall mit einem Wolfsburger Spieler.

3. Minute: Die Spieler zeigen die Bedeutung des Spiels. Beide Teams beginnen kontrolliert, das Spiel spielt sich hauptsächlich im Mittelfeld ab.

20:30 Uhr: Anpfiff – Wolfsburg tritt in grünen Trikots, Paderborn in weißen Jerseys an.

20:27 Uhr: Die Spieler betreten das Spielfeld in der Volkswagen Arena. In wenigen Minuten beginnt die Partie.

Treffer sind im Fußball das Salz in der Suppe – heute ruhen die Hoffnungen auf diesen Spielern:

Beim VfL liegt der Fokus auf Christian Eriksen. Der dänische Star hat bereits zehn Vorlagen gegeben. Amoura und Pejcinovic sind mit jeweils acht Toren die besten Wolfsburger Torschützen. Paderborn präsentiert sich als geschlossene Mannschaft, verfügt aber mit Filip Bilbija über den Top-Torschützen, der bereits 15 Treffer erzielte.

Im Trainerduell treffen zwei gegensätzliche Charaktere aufeinander:

Dieter Hecking (61), der erfahrene Trainer mit Stationen bei Hamburger SV, Hannover 96 und 1. FC Nürnberg, leitet Wolfsburg. Er war sogar mit Alemannia Aachen im Europapokal, nachdem er das Team sensationell ins Pokalfinale führte. Auf der anderen Seite steht Ralf Kettemann (39), ein junger, ehrgeiziger Taktik-Fachmann in seiner ersten Profisaison, der bereits einmal gesperrt war. Im Gegensatz zum ruhigen Hecking gilt Kettemann als impulsiv und temperamentvoll.

Die Aufstellungen stehen fest:

Auf beiden Seiten gibt es jeweils eine Veränderung im Vergleich zur Vorwoche: Bei Wolfsburg ersetzt Gerhardt den gesperrten Vinicius Souza, bei Paderborn startet Klaas für den gesperrten Baur. Beide Teams setzen wie gewohnt auf eine Dreierkette.

VfL Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis – Kumbedi, Gerhardt, Maehle, Svanberg, Eriksen – Pejcinovic, Daghim

SC Paderborn: Seimen – Hansen, Brackelmann, Scheller – Curda, Klaas, Castaneda, Sticker, Müller, Bilbija – Marino

Das Hinspiel läuft heute auch im Free-TV:

Sat.1 zeigt die 90 Minuten direkt aus Wolfsburg, kommentiert von Jonas Friedrich. Parallel dazu überträgt Sky, respektive der Streamingdienst Wow, das Relegationsspiel live mit Kommentator Kai Dittmann.

Für Paderborn ein herber Verlust:

Mika Baur, der Spielmacher und Stabilitätsfaktor der Mannschaft, fehlt heute wegen einer Gelbsperre. Zwar besitzt der SCP eine Rückkaufoption, will diese aber offenbar verstreichen lassen. Neben Werder Bremen soll laut „Kicker“ ausgerechnet Wolfsburg großes Interesse an der Verpflichtung des Sohnes des Handballers Markus Baur haben.

Die Saison des VfL Wolfsburg in der Bundesliga verlief enttäuschend, mit lediglich 29 Punkten aus 34 Spielen.

Immerhin zeigten die Niedersachsen zuletzt Stabilität und verloren nur eines der letzten fünf Spiele – ein knappes 0:1 gegen Rekordmeister FC Bayern. Die Generalprobe für die Relegation endete mit einem 3:1-Erfolg gegen direkten Abstiegskonkurrenten St. Pauli. Paderborn spielte mit 62 Punkten eine solide Saison, gewann jedoch nur eines der letzten fünf Spiele – ein 2:0 in Darmstadt. Die wenigen Siege waren auch auf starke Gegner zurückzuführen.

Der SCP traf unter anderem auf direkte Aufstiegskonkurrenten, verlor zuhause gegen Schalke 04 mit 2:3 und deutlich mit 1:5 bei Elversberg.

Streng genommen standen sich Wolfsburg und Paderborn erst fünfmal gegenüber – zumindest mit ihren ersten Mannschaften.

Ein Duell gab es im DFB-Pokal, das Wolfsburg in Paderborn mit 2:0 gewann. In der Bundesliga spielten beide Teams jeweils viermal gegeneinander: In Wolfsburg gab es sowohl 2014/15 als auch 2019/20 jeweils ein 1:1-Unentschieden. In Paderborn setzte sich Wolfsburg zweimal durch: 3:1 (14/15) und 4:2 (19/20).

Ein gutes Zeichen für den Außenseiter?

Ausgerechnet in Wolfsburg gelang Paderborn der Aufstieg in die 2. Bundesliga: Am 4. Juni 2005 gewann der SCP in der Regionalliga Nordost mit 4:0 bei der zweiten Mannschaft des VfL, Tore erzielten Guido Spork, René Müller, Alessandro da Silva und Stephan Maaß.

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker der Relegation 2026. In etwa drei Stunden ertönt der Anpfiff in der Volkswagen Arena.