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NOFV zeigt klare Kante! Neue drastische Strafmaßnahmen für die Regionalliga Nordost

Berlin – Auf den ersten Blick wirkt dieses unscheinbare Dokument harmlos, doch es steckt voller Brisanz! Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV), unter anderem verantwortlich für die Regionalliga Nordost, veröffentlichte am Donnerstagabend eine Mitteilung, die für ordentlich Aufsehen sorgt.

In regelmäßigen Abständen gibt der Verband sogenannte „Amtliche Mitteilungen“ an seine Mitgliedsvereine sowie die Öffentlichkeit heraus.

Darin informiert er neben Ankündigungen auch über Neuerungen und verabschiedete Beschlüsse – wie etwa den neuen „Strafenkatalog“ für Klubs und Spieler.

Ein Beispiel: Verursacht ein Verein einen Spielabbruch oder eine Spielabsage, wird es künftig deutlich teurer! Statt bislang 5.000 Euro werden hierfür nun 20.000 Euro fällig. Die Sanktionen basieren auf der „Rechts- und Verfahrensordnung“ in den Paragrafen 31, 32 und 33.

Auch wenn ein Spielabbruch eher selten vorkommt, zieht die Sache weitere Konsequenzen nach sich – vor allem wegen der vielen abgesagten Begegnungen während des vergangenen Winters.

Wenn ein Verein seiner Verantwortung zur Einschätzung der Bespielbarkeit des Platzes nicht ausreichend nachkommt, droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro, also das Doppelte des bisherigen Bußgeldes.

Auch bei verspätetem Antritt zu Spielen geht der Verband streng vor: Erscheint ein Team beispielsweise erst spät am Freitagnachmittag zum Auswärtsspiel und gerät dadurch in einen Stau, kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro verhängt werden.

Noch höher fallen die Sanktionen aus, wenn der Heimverein den Platz nicht ordnungsgemäß vorbereitet oder es aufgrund unzureichender Sicherheitsvorkehrungen zu Ausschreitungen kommt. Dann drohen neben Platzsperren oder Spielen ohne Zuschauer Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Auch Fehlverhalten von Spielern wird künftig strenger geahndet. Ignoriert ein Spieler die Anweisungen des Schiedsrichters, kann dies mit bis zu 1.000 Euro bestraft werden.

Besonders schwerwiegendes unsportliches Verhalten kann sogar Strafen von bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen – das übersteigt meist das Monatsgehalt der meisten Spieler deutlich.

Ob der NOFV mit dieser harten Linie und der Art der Veröffentlichung tatsächlich auf Zustimmung stößt, bleibt abzuwarten.

TAG24 befragte am Freitagvormittag spontan einen Vereinsvertreter. Dieser zeigte sich überrascht von der Mitteilung und kritisierte den Zeitpunkt der Bekanntgabe – am Abend vor dem Maifeiertag. Er hätte sich eine Vorwarnung und eine ausführlichere inhaltliche Diskussion gewünscht.

Fest steht: Gerade die zahlreichen Sonderregelungen rund um Spielausfälle und -verlegungen sorgten in dieser Saison für so viel Kritik wie selten zuvor. Dass der NOFV nun mit strengen Maßnahmen reagiert, ist zum Teil nachvollziehbar.

Allerdings werden viele Vereine, insbesondere im unteren Bereich der Regionalliga Nordost und in den Oberligen, von ehrenamtlichen Helfern betrieben.